Visaerteilungen im Jahr 2014
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/4765 tigkeitsdauer von bis zu zwei Jahren realisiert werden. Die Bundesregierung be- grüßt die Intention der Europäischen Kommission, das wirtschaftliche Potential von Visaerleichterungen im Tourismusbereich stärker in den Blick zu nehmen. Allerdings zählen für die Bundesregierung nicht nur die angestrebte Vereinfa- chung und Verkürzung der Visumverfahren sondern auch die sicherheits- und migrationspolitischen Belange der Mitgliedstaaten und die Aufrechterhaltung der erforderlichen Kontrolldichte im Visumverfahren. Diesen verschiedenen In- teressen gleichermaßen Rechnung zu tragen, ist ein entscheidendes Anliegen der Bundesregierung während der laufenden Verhandlungen zur Revision des Visa- kodex. Kernpositionen der Bundesregierung betreffen vor allem die Vorschläge zur Abschaffung der Reisekrankenversicherung, zur Verkürzung der Bearbei- tungszeiten im Visum- und Konsultationsverfahren sowie zur Einführung einer Regelung, künftig C-Visa an den Außengrenzen zu beantragen bzw. auszustel- len, die abgelehnt wird. Darüber hinaus setzt sich die Bundesregierung für eine Nachjustierung der neu einzuführenden Kategorie des „VIS registrierten Rei- senden“ sowie des „VIS registrierten Vielreisenden“ ein. 25. Welche Daten wurden der Europäischen Kommission für den Zeitraum der 16. bis 20. Kalenderwoche 2014 durch die Bundesregierung zu Außen- grenzübertritten (Ein- und Ausreise) bezüglich freizügigkeitsberechtigter Personen, visumfreier Drittausländer und visumpflichtiger Drittausländer übermittelt, welche diesbezüglichen Informationen wurden der Europä- ischen Kommission aus anderen EU-Mitgliedstaaten übermittelt, und wel- che Auswertungen oder Schlussfolgerungen gab es diesbezüglich (bitte konkret und ausführlich darlegen)? Der Europäischen Kommission wurden unter Verwendung einer von dort bereit- gestellten Vorlage nachfolgende Daten übermittelt: Ein- und Ausreisen ohne Berücksichtigung automatisierter Grenzkontrollsys- teme: Einreisen über Flughäfen freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtige Personen Drittausländer Drittausländer 328 561 112 000 103 594 Ausreisen über Flughäfen freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtige Personen Drittausländer Drittausländer 344 571 98 802 119 760 Einreisen über Seehäfen freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtige Personen Drittausländer Drittausländer 24 126 5 188 3 711 Ausreisen über Seehäfen freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtigen Personen Drittausländer Drittausländern 22 013 5 432 3 251
Drucksache 18/4765 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Gesamtzahl: 1 171 009 Gesamtzahl nach Einreise- bzw. Ausreise: Einreise: 577 180 Ausreise: 593 829 Gesamtzahl nach Art des Grenzübergangs: Flughafen: 1 107 288 Seehafen 63 721 Ein- und Ausreisen nach Art des Grenzübergangs: Einreise Ausreise Flughäfen 544 155 563 133 Seehäfen 33 025 30 696 Gesamtzahl nach Personenkategorien freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtigen Personen Drittausländer Drittausländern 719 271 221 422 230 316 Anzahl der Ein- und Ausreise nach Personenkategorien Einreise Ausreise freizügigkeitsberichtigte 352 687 366 584 Personen visafreie 117 188 104 234 Drittausländer visumspflichtige 107 305 123 011 Drittausländer Ein - und Ausreisen durch automatisierte Grenzkontrollsysteme: Einreisen über Flughäfen durch automatisierte Grenzkontrollsysteme freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtigen Personen Drittausländer Drittausländern 25 950 33 0 Ausreisen über Flughäfen durch automatisierte Grenzkontrollsysteme freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtigen Personen Drittausländer Drittausländern 12 966 0 0 Gesamtzahl: 38 949 Gesamtzahl nach Einreise- bzw. Ausreise: Einreise: 25 983 Ausreise: 12 966
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/4765 Gesamtzahl nach Art des Grenzübergangs: Flughafen: 38 949 Gesamtzahl der Außengrenzübertritte durch automatisierte Grenzkontrollsys- teme nach Art des Grenzübergangs: Flughäfen Gesamtzahl der Außengrenzübertritte durch automatisierte Grenzkontrollsys- teme nach Personenkategorien freizügigkeitsberechtigte visafreie visumpflichtigen Personen Drittausländer Drittausländern 38 916 33 0 Anzahl der Außengrenzübertritte durch automatisierte Grenzkontrollsysteme in der Ein- und Ausreise nach Personenkategorien Einreise Ausreise freizügigkeitsberichtigte 25 950 12 966 Personen visafreie 33 Drittausländer Darüber hinaus wurde der Kommission mitgeteilt, dass bei Gegenüberstellung eines normalen Reisetages in der Erhebungswoche zum reisestärksten Tag des Jahres sich folgende Werte ergeben: Flughäfen: + ca. 78 Prozent Seehäfen: + ca. 300 Prozent Im Weiteren wurden der Kommission folgende Daten zur Reisendenzählung übermittelt: Grenzübergangsstellen in Deutschland zum Zeitpunkt der Zählung: Land: 0 in Häfen: 103 an Flughäfen: 125 Grenzübergangsstellen mit automatisierten Grenzkontrollsystemen: Land: 0 in Häfen: 0 an Flughäfen: 4 mit einer Gesamtzahl von 43 Abfertigungsspuren Der Bundesregierung sind die aus den anderen Mitgliedstaaten übermittelten In- formationen nicht bekannt. Die Kommission hatte um die Erhebung der Daten zur Verwendung in der „Technical Study on Smart Borders“, October 2014, http://ec.europa.eu/dgs/ home-affairs/what-we-do/policies/borders-and-visas/smart-borders/index_en.htm, gebeten.
Drucksache 18/4765 – 24 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode 26. Welche Informationen oder Hinweise liegen der Bundesregierung oder fachkundigen Bediensteten des Auswärtigen Amts zu der Frage vor, in welcher Größenordnung oder in welchen Fallkonstellationen mit einer Verpflichtungserklärung eingeladene Personen nicht zeitgerecht wieder ausgereist sind, und falls keine genaueren Informationen hierzu vorliegen sollten, wie wird dann die grundsätzliche Haltung gerechtfertigt, dass auch das Vorliegen einer Verpflichtungserklärung nicht dazu führt, dass in Fäl- len, in denen die Rückkehrbereitschaft infrage gestellt wird, ein Visum er- teilt wird (bitte ausführen)? Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen der Bundesregierung nicht vor. 27. Mit welcher Begründung hält die Bundesregierung die Möglichkeit der Erteilung von „Verlobten“-Visa für noch nicht verheiratete Paare zum Zweck des besseren Kennenlernens in Deutschland für nicht erforderlich (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) vor dem Hintergrund, dass in die- sen Fällen eine Eheschließung gerade noch nicht beschlossene Sache ist, so dass nach Auffassung der Fragesteller der Verweis auf ein Visum zur Eheschließung fehlgeht, und dass zugleich Besuchsvisa in der Regel mit der Begründung verweigert werden, dass eigentlich ein Visum zur Ehe- schließung beantragt werden müsse, so dass Paare in solchen Situationen sich oftmals zur Heirat „gezwungen“ sehen, weil eine Einreise des auslän- dischen Partners nach Deutschland sonst nicht möglich ist (bitte ausfüh- ren)? Der in Artikel 6 des Grundgesetzes (GG) verankerte Schutz der Ehe und Familie schlägt sich auch im deutschen Aufenthaltsrecht nieder, welches Ehegatten deut- scher Staatsangehöriger und freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger einen An- spruch auf Erteilung eines Aufenthaltstitels gewährt. Bei nicht amtlichen Part- nerschaften ist jedoch der Schutzbereich des Artikels 6 GG nicht eröffnet. Mög- lichkeiten, solchen Paaren ein längerfristiges versuchsweises Zusammenleben zu ermöglichen, sieht das geltende Recht nicht vor. Vor diesem Hintergrund sind Gesetzesänderungen zugunsten nicht amtlicher Lebensgemeinschaften nicht geplant. Lebensgefährten deutscher Staatsangehö- riger und freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger haben nach dem geltenden Recht bei Vorliegen der Visumerteilungsvoraussetzungen des Visakodex das Recht, sich für 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen im Schengen- Raum aufzuhalten. Drittstaatsangehörige, die beabsichtigen, ihren in Deutsch- land lebenden Partner in Deutschland zu heiraten und anschließend dort ihren Wohnsitz zu nehmen, können ein Visum zum Zwecke der Eheschließung und anschließendem dauerhaften Aufenthalt beantragen. 28. Wurde inzwischen untersucht, ob die online vergebenen Termine für eine Visabeantragung in Shanghai – ähnlich wie in Beirut (vgl. Fragen 37 ff. auf Bundestagsdrucksache 18/1212) – durch systematische Buchungen von Betrügern gegen einen Aufpreis vergeben werden, weil nicht nur an drei Tagen im März 2014 dort keinerlei Termine zu erhalten waren (vgl. Frage 31 auf Bundestagsdrucksache 18/1212), sondern ebenfalls nicht am 11. Februar 2015, 10. März 2015 oder 11. März 2015 – drei Tage, an denen nach dem Zufallsprinzip mehrfach eine Terminabfrage gemacht wurde –, und welchen Sinn hat ein Onlineterminsystem, wenn dort für gewöhnliche Interessenten nach Informationen der Fragesteller nur sehr selten Termine zu erhalten sind, wovon sich die Bundesregierung durch entsprechende Probeabrufe im Internet jederzeit selbst ein Bild machen kann: www. china.diplo.de/Vertretung/china/de/01-Visa-und-Konsularservice/01-visa/ 01-schengenvisa/02-botschaft-konsulat/02-shan/01-gk-shanghai.html (bitte ausführen in Bezug auf Shanghai, aber auch mit Bezug auf die aktu-
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 25 – Drucksache 18/4765 elle Situation in Beirut und die generelle Problematik der Online- terminvergabe weltweit)? Das Generalkonsulat Shanghai arbeitet wie viele andere deutsche Auslandsver- tretungen weltweit mit einem internetbasierten Terminvereinbarungssystem. Es hat sich als sinnvolles Hilfsmittel erwiesen, um die Zuteilung von Terminen zur Antragstellung effizient, kostenfrei und kundenfreundlich zu organisieren. Das Generalkonsulat Shanghai hat keine Kenntnis darüber, dass im Amtsbezirk des Generalkonsulats Agenturen tätig sind, die den Buchungsvorgang im Auftrag des Antragstellers vornehmen. Rechtlich wäre ein solcher Vorgang nicht zu be- anstanden: Eine Terminbuchung kann nur dann zu einer persönlichen Vorspra- che führen, wenn die beim Buchungsvorgang eingegeben Daten mit den Daten des Antragstellers bei dessen Vorsprache übereinstimmen. Dies setzt voraus, dass Dritte, z. B. Terminagenturen, aber auch Familienangehörige, über die Da- ten der Antragsteller verfügen, was ohne deren Zustimmung nicht möglich ist. Ergänzend wird auf die Antwort zu den Fragen 31 und 38 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/1212 verwiesen. Es ist im Übrigen nicht zutreffend, dass für gewöhnliche Interessenten keine Termine im Online-Buchungssystem des Generalkonsulats Shanghai zu erhalten seien. Die online freigeschalteten Termine zur Beantragung eines Schengen- visums in der Visastelle sind jedoch in der Regel schnell ausgebucht. Durch Stornierungen werden regelmäßig kurzfristig wieder Termine frei. Darüber hi- naus können Antragsteller, die nicht die Möglichkeit der Beantragung über den externen Dienstleister nutzen wollen und über das Online-Buchungssystem keinen Termin erhalten konnten, jeden Mittwoch von 13 bis 14 Uhr in der Visa- stelle vorsprechen und einen Termin für die Antragstellung innerhalb der nächs- ten 14 Tage vereinbaren. Ein entsprechender Hinweis ist der Homepage des Generalkonsulats Shanghai zu entnehmen. Neben der Möglichkeit der Direkt- abgabe eines Visumantrags in der Visastelle des Generalkonsulats Shanghai bietet der externe Dienstleister TLS contact die Möglichkeit der Antragstellung innerhalb von 48 Stunden. 29. Wie lauteten bzw. lauten wörtlich die zentralen Sprachregelungen und Ar- gumentationslinien in Remonstrationsbescheiden und Klageerwiderun- gen, die infolge des „Koushkaki“-Urteils des EuGH geändert wurden, vor- her und nachher (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung zu Frage 36 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 18/1212)? In den Formulierungshilfen, die das Auswärtige Amt den Visastellen für die Abfassung von Remonstrationsbescheiden und Klageerwiderungen in Schen- genvisa betreffenden Einzelfällen zur Verfügung stellt, wurde aufgrund der Ent- scheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 19. Dezember 2013 (C-84/12, „Koushkaki“) der folgende Passus eingefügt: „Da die Prüfung eines Visumantrages mit komplexen Bewertungen verbunden ist, die sich u. a. auf die Persönlichkeit des Antragstellers, seine Integration im Heimatland, die mit der Einreise des Antragstellers verbundene Gefahr für die öffentliche Sicherheit, die internationalen Beziehungen eines Mitgliedstaates sowie die politische, soziale und wirtschaftliche Lage des Heimatlandes bezie- hen, verfügt die zuständige Auslandsvertretung nach aktueller Rechtsprechung des EuGH bei der Beurteilung der Erteilungsvoraussetzungen für Schengen- Visa über einen weiten Beurteilungsspielraum. Dieser weite Beurteilungsspiel- raum bezieht sich sowohl auf die Anwendungsvoraussetzungen des Artikel 32 Absatz 1 Visakodex als auch auf die Würdigung der Tatsachen, die für die Fest- stellung maßgeblich sind, ob die in dieser Bestimmung genannten Gründe der
Drucksache 18/4765 – 26 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Erteilung des beantragten Visums entgegenstehen (EuGH, Urteil v. 19. Dezem- ber 2013, Az. C-84/13).“ Zugleich wurden Textelemente entfernt, die sich auf die Ausübung von Ermes- sen bei der Entscheidung über einen Schengenvisumantrag bezogen. Damit wurde dem vom Europäischen Gerichtshof vertretenen Rechtsstandpunkt Rech- nung getragen, dass die zuständigen Behörden eines Mitgliedstaats einem An- tragsteller nur dann ein Schengen-Visum verweigern dürfen, wenn einer der in den Bestimmungen des Visakodex abschließend aufgezählten Ablehnungs- gründe gegeben ist, die Behörden bei der Prüfung des Antrags jedoch einen wei- ten Beurteilungsspielraum haben, der sich sowohl auf die Anwendungsvoraus- setzungen des Artikel 32 Absatz 1 Visakodex als auch auf die Würdigung der Tatsachen bezieht, die für die Feststellung maßgeblich sind, ob die in dieser Bestimmung genannten Gründe der Erteilung des beantragten Visums entgegen- stehen. 30. Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen zieht die Bundesregie- rung aus dem konkreten Erfahrungsbericht des Leipziger Vereins Verant- wortung für Flüchtlinge e. V. (www.kosova-aktuell.de/index. php?option=com_content&view=article&id=2828Prozent3Akosova- behindert-das-deutsche-konsulat-visaerteilungen&catid=27&Itemid=115), wonach eine Terminvereinbarung bei der deutschen Botschaft in Pristina nur online möglich sei, jedoch im September 2014 schon alle Termine für das Jahr 2014 vergeben gewesen wären, eine telefonische Kontaktauf- nahme zu den angegebenen Sprechzeiten des Weiteren daran gescheitert sei, dass niemand – über Tage hinweg – den Hörer abgenommen habe oder immer besetzt gewesen sei, so dass die Vermutung angestellt wurde, es gehe bewusst niemand ans Telefon, um eine zusätzliche Annahme von Visumsanträgen zu vermeiden (bitte ausführen)? Es entspricht nicht den Tatsachen, dass im September 2014 bei der Botschaft Pristina bereits alle Termine zur Visumbeantragung für das Jahr 2014 vergeben worden waren. Noch zum 1. Oktober 2014 konnten Termine zur Beantragung eines Schengen-Visums für Geschäftszwecke für den 24. Oktober 2014 gebucht werden. Auch im Bereich der nationalen Visa konnten Termine für Mitte November vereinbart werden. Lediglich für private Besuchsreisen waren zu Anfang Oktober 2014 bereits alle Termine zur Antragstellung bis Mitte Dezem- ber ausgebucht. Hierbei blieb die Botschaft Pristina jedoch immer in der Lage, auf eilbedürftige Fälle zeitnah durch die Gewährung von Sonderterminen ad- äquat zu reagieren. Eine Analyse ergab, dass in Pristina viele Antragsteller ge- zielt versuchen, unter Angabe falscher Daten mehrere Termine gleichzeitig für sich zu reservieren, und damit das für alle Antragsteller zur Verfügung gestellte Terminangebot blockieren. Die Botschaft ist bemüht, diese blockierten Kapa- zitäten zu identifizieren und für reguläre Terminbuchungen wieder freizugeben. Dies ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Grundsätzlich werden Termine zur Visumantragstellung an der Botschaft Pristina über das Online-Terminvergabesystem der Botschaft vergeben, nicht über Telefon oder per E-Mail. Auf der Homepage der Botschaft werden umfas- sende Informationen für die Visumantragstellung zur Verfügung gestellt. Die Botschaft Pristina ist allgemein telefonisch gut erreichbar; ein durchgehen- der Telefonservice für Visumangelegenheiten ist jedoch aus Kapazitätsgründen nicht möglich.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 27 – Drucksache 18/4765 Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf KA 18-4429 zu Frage 1 Stand: 09.04.2015 a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2014 Ablehnungs- Land AV-Ort Erteilt Abgelehnt Zurückgezogen Bearbeitet quote Afghanistan Kabul 3.612 1.211 43 4.866 24,89% Ägypten Kairo 29.103 2.042 208 31.353 6,51% Albanien Tirana 893 167 22 1.082 15,43% Algerien Algier 5.146 1.553 45 6.744 23,03% Angola Luanda 1.960 768 25 2.753 27,90% Argentinien Buenos Aires 947 31 26 1.004 3,09% Armenien Eriwan 13.000 1.365 368 14.733 9,26% Aserbaidschan Baku 16.276 768 52 17.096 4,49% Äthiopien Addis Abeba 3.121 1.013 66 4.200 24,12% Australien Canberra 86 0 7 93 0,00% Australien Sydney 424 13 11 448 2,90% Gesamt Australien 510 13 18 541 2,40% Bahrain Manama 7.361 74 38 7.473 0,99% Bangladesch Dhaka 3.951 1.287 18 5.256 24,49% Belgien Brüssel 197 0 14 211 0,00% Benin Cotonou 1.177 243 8 1.428 17,02% Bolivien La Paz 1.616 24 13 1.653 1,45% Bosnien und Sarajewo 6.484 654 267 7.405 8,83% Herzegowina Botsuana Gaborone 986 21 4 1.011 2,08% Brasilien Porto Alegre 228 12 6 246 4,88% Brasilien Recife 126 9 4 139 6,47% Brasilien Rio de Janeiro 332 12 26 370 3,24% Brasilien São Paulo 987 46 78 1.111 4,14% Gesamt Brasilien 1.673 79 114 1.866 4,23% Bulgarien Sofia 831 50 7 888 5,63% Burkina Faso Ouagadougou 1.196 265 7 1.468 18,05% Chile Santiago de Chile 949 34 22 1.005 3,38% China Chengdu 13.573 500 77 14.150 3,53% China Hongkong 3.021 10 28 3.059 0,33% China Kanton 54.178 2.003 127 56.308 3,56% China Peking 125.084 7.385 238 132.707 5,56% China Shanghai 129.539 4.199 231 133.969 3,13% Gesamt China 325.395 14.097 701 340.193 4,14% Costa Rica San José 306 5 6 317 1,58% Côte d'Ivoire Abidjan 1.106 342 8 1.456 23,49% Dänemark Kopenhagen 124 11 2 137 8,03% Dominikanische Santo Domingo 2.332 860 22 3.214 26,76% Republik Ecuador Quito 4.503 113 44 4.660 2,42% El Salvador San Salvador 47 1 0 48 2,08% Estland Tallinn 22 0 1 23 0,00% Finnland Helsinki 161 5 6 172 2,91% Frankreich Paris 916 3 12 931 0,32% Georgien Tiflis 17.101 1.098 72 18.271 6,01% Ghana Accra 4.090 1.581 18 5.689 27,79% Griechenland Athen 148 21 0 169 12,43% Großbritannien Edinburgh 3.454 16 115 3.585 0,45% Großbritannien London 24.865 677 69 25.611 2,64% Gesamt 28.319 693 184 29.196 2,37% Großbritannien Guatemala Guatemala-Stadt 194 9 4 207 4,35% Guinea Conakry 699 639 34 1.372 46,57% Honduras Tegucigalpa 55 0 1 56 0,00% Indien Bangalore 28.144 2.488 96 30.728 8,10% Indien Chennai 17.269 2.304 62 19.635 11,73%
Drucksache 18/4765 – 28 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf KA 18-4429 zu Frage 1 Stand: 09.04.2015 a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2014 Indien Kalkutta 5.494 208 38 5.740 3,62% Indien Mumbai 40.751 1.473 162 42.386 3,48% Indien New Delhi 29.175 3.728 113 33.016 11,29% Gesamt Indien 120.833 10.201 471 131.505 7,76% Indonesien Jakarta 19.059 622 115 19.796 3,14% Irak Bagdad 4.697 151 76 4.924 3,07% Irak Erbil 6.797 257 45 7.099 3,62% Gesamt Irak 11.494 408 121 12.023 3,39% Iran Teheran 37.944 4.985 564 43.493 11,46% Irland Dublin 1.110 56 80 1.246 4,49% Island Reykjavik 1 0 0 1 0,00% Israel Tel Aviv 972 11 33 1.016 1,08% Italien Rom 547 161 9 717 22,45% Jamaika Kingston 1.243 120 16 1.379 8,70% Japan Osaka-Kobe 952 9 25 986 0,91% Japan Tokyo 1.745 0 3 1.748 0,00% Gesamt Japan 2.697 9 28 2.734 0,33% Jemen Sanaa 2.101 178 24 2.303 7,73% Jordanien Amman 9.824 1.172 172 11.168 10,49% Kambodscha Phnom Penh 1.626 67 11 1.704 3,93% Kamerun Jaunde 4.526 1.890 32 6.448 29,31% Kanada Toronto 2.096 38 68 2.202 1,73% Kanada Vancouver 1.299 7 22 1.328 0,53% Gesamt Kanada 3.395 45 90 3.530 1,27% Kasachstan Almaty 20.914 427 74 21.415 1,99% Kasachstan Astana 24.124 452 184 24.760 1,83% Gesamt Kasachstan 45.038 879 258 46.175 1,90% Katar Doha 25.595 999 73 26.667 3,75% Kenia Nairobi 4.401 1.440 41 5.882 24,48% Kirgisistan Bischkek 8.190 756 125 9.071 8,33% Kolumbien Bogotá 12.701 493 94 13.288 3,71% Kongo Kinshasa 241 19 3 263 7,22% Korea Seoul 2.502 13 53 2.568 0,51% Korea, DVR Pjöngjang 269 10 1 280 3,57% Kosovo Pristina 27.150 6.266 94 33.510 18,70% Kroatien Zagreb 205 11 2 218 5,05% Kuba Havanna 3.500 754 65 4.319 17,46% Kuwait Kuwait 47.963 1.662 62 49.687 3,34% Laos Vientiane 985 29 1 1.015 2,86% Lettland Riga 108 18 3 129 13,95% Libanon Beirut 25.837 2.012 448 28.297 7,11% Libyen Tripolis 4.409 606 196 5.211 11,63% Litauen Wilna 41 6 0 47 12,77% Luxemburg Luxemburg 60 2 8 70 2,86% Malaysia Kuala Lumpur 1.493 87 25 1.605 5,42% Mali Bamako 565 201 5 771 26,07% Malta Valletta 13 2 0 15 13,33% Marokko Rabat 14.771 2.587 69 17.427 14,84% Mauretanien Nouakchott 594 172 2 768 22,40% Mazedonien Skopje 1.441 355 1 1.797 19,76% Mexiko Mexiko-Stadt 4.856 156 83 5.095 3,06% Moldau Chisinau 2.418 91 13 2.522 3,61% Mongolei Ulan Bator 9.373 606 143 10.122 5,99% Montenegro Podgorica 370 72 11 453 15,89% Mosambik Maputo 773 92 32 897 10,26% Myanmar Rangun 2.647 37 14 2.698 1,37% Namibia Windhuk 5.458 42 133 5.633 0,75% Nepal Kathmandu 4.252 528 34 4.814 10,97%
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 29 – Drucksache 18/4765 Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf KA 18-4429 zu Frage 1 Stand: 09.04.2015 a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2014 Neuseeland Wellington 495 14 8 517 2,71% Nicaragua Managua 98 1 0 99 1,01% Niederlande Amsterdam 456 8 3 467 1,71% Nigeria Abuja 1.494 51 32 1.577 3,23% Nigeria Lagos 10.450 4.522 150 15.122 29,90% Gesamt Nigeria 11.944 4.573 182 16.699 27,38% Norwegen Oslo 48 0 1 49 0,00% Oman Maskat 9.427 31 22 9.480 0,33% Österreich Wien 431 40 13 484 8,26% Pakistan Islamabad 8.054 2.427 55 10.536 23,04% Pakistan Karachi 6.100 1.372 50 7.522 18,24% Gesamt Pakistan 14.154 3.799 105 18.058 21,04% Palästinensische Ramallah 4.055 336 42 4.433 7,58% Gebiete Panama Panama 298 2 10 310 0,65% Paraguay Asunción 211 7 3 221 3,17% Peru Lima 6.625 169 62 6.856 2,46% Philippinen Manila 14.731 1.229 85 16.045 7,66% Polen Warschau 395 21 7 423 4,96% Portugal Lissabon 115 8 0 123 6,50% Ruanda Kigali 147 23 4 174 13,22% Rumänien Bukarest 412 52 22 486 10,70% Russische Föderation Jekaterinburg 35.364 781 146 36.291 2,15% Russische Föderation Kaliningrad 43.325 465 60 43.850 1,06% Russische Föderation Moskau 268.314 7.201 1.005 276.520 2,60% Russische Föderation Nowosibirsk 48.447 2.362 68 50.877 4,64% Russische Föderation St. Petersburg 33.899 435 30 34.364 1,27% Gesamt Russische 429.349 11.244 1.309 441.902 2,54% Föderation Sambia Lusaka 910 36 31 977 3,68% Saudi-Arabien Djidda 14.103 239 38 14.380 1,66% Saudi-Arabien Riad 44.433 2.130 185 46.748 4,56% Gesamt Saudi- 58.536 2.369 223 61.128 3,88% Arabien Schweden Stockholm 179 20 6 205 9,76% Schweiz Bern 428 13 49 490 2,65% Senegal Dakar 2.202 1.166 19 3.387 34,43% Serbien Belgrad 5.963 743 154 6.860 10,83% Simbabwe Harare 1.179 45 31 1.255 3,59% Singapur Singapur 4.550 61 83 4.694 1,30% Slowakei Pressburg 15 1 0 16 6,25% Slowenien Laibach 4.888 114 0 5.002 2,28% Spanien Madrid 337 89 16 442 20,14% Sri Lanka Colombo 4.913 741 66 5.720 12,95% Südafrika Kapstadt 10.115 51 27 10.193 0,50% Südafrika Pretoria 19.660 143 53 19.856 0,72% Gesamt Südafrika 29.775 194 80 30.049 0,65% Sudan Khartum 1.249 253 27 1.529 16,55% Tadschikistan Duschanbe 3.738 62 51 3.851 1,61% Taiwan Taipei 1.846 18 56 1.920 0,94% Tansania Daressalam 2.948 118 23 3.089 3,82% Thailand Bangkok 45.859 1.500 115 47.474 3,16% Togo Lomé 1.011 117 16 1.144 10,23%
Drucksache 18/4765 – 30 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Anlage zur Antwort der Bundesregierung auf KA 18-4429 zu Frage 1 Stand: 09.04.2015 a) Weltweit bearbeitete Visumanträge 2014 Trinidad und Tobago Port-of-Spain 2.608 5 2 2.615 0,19% Tschechische Prag 159 24 2 185 12,97% Republik Tunesien Tunis 14.547 1.572 227 16.346 9,62% Türkei Ankara 62.822 7.141 914 70.877 10,08% Türkei Istanbul 110.582 5.180 309 116.071 4,46% Türkei Izmir 34.983 1.446 93 36.522 3,96% Gesamt Türkei 208.387 13.767 1.316 223.470 6,16% Turkmenistan Aschgabat 4.327 81 40 4.448 1,82% Uganda Kampala 1.990 418 25 2.433 17,18% Ukraine Kiew 104.224 5.316 422 109.962 4,83% Ungarn Budapest 74 15 1 90 16,67% Uruguay Montevideo 77 1 0 78 1,28% USA Atlanta 1.440 2 17 1.459 0,14% USA Boston 1.376 5 5 1.386 0,36% USA Chicago 2.810 23 46 2.879 0,80% USA Houston 1.821 30 17 1.868 1,61% USA Los Angeles 1.887 11 27 1.925 0,57% USA Miami 1.002 7 18 1.027 0,68% USA New York 3.759 25 103 3.887 0,64% USA San Francisco 2.693 14 32 2.739 0,51% USA Washington 1.484 9 8 1.501 0,60% Gesamt USA 18.272 126 273 18.671 0,67% Usbekistan Taschkent 6.647 789 81 7.517 10,50% VAE Abu Dhabi 25.382 954 129 26.465 3,60% VAE Dubai 52.484 4.900 110 57.494 8,52% Gesamt VAE 77.866 5.854 239 83.959 6,97% Venezuela Caracas 1.272 39 59 1.370 2,85% Vietnam Hanoi 9.256 1.393 118 10.767 12,94% Vietnam Ho-Chi-Minh-Stadt 6.586 757 50 7.393 10,24% Gesamt Vietnam 15.842 2.150 168 18.160 11,84% Weißrussland Minsk 70.992 274 150 71.416 0,38% Zypern Nikosia 1.442 121 14 1.577 7,67% Gesamt Welt 2.154.741 131.837 12.301 2.298.879 5,73%