Berichtspflicht zur Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/3127 Erwerbstätigenquoten 2007 bis 2013 nach Gebietsstand und Geschlecht Gebiet/ Altersgruppe 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Geschlecht 20 bis u. 65 J. 72,8 73,9 74,0 74,8 76,3 76,6 77,1 60 bis u. 65 J. 32,8 35,0 38,4 40,8 44,1 46,5 49,8 Deutsch- 60 J. 46,7 48,8 51,8 54,3 58,9 62,4 66,9 land, 61 J. 40,2 42,8 44,8 47,2 51,6 55,2 60,3 Insgesamt 62 J. 34,6 36,3 38,9 40,8 45,0 46,7 50,6 63 J. 26,0 26,2 28,6 30,3 33,4 35,9 38,1 64 J. 19,1 21,3 22,3 24,3 27,2 29,1 31,3 20 bis u. 65 J. 78,9 80,0 79,4 79,9 81,4 81,8 81,8 60 bis u. 65 J. 41,0 43,0 46,7 48,9 52,1 54,6 57,4 Deutsch- 60 J. 55,7 58,5 61,3 63,1 66,9 70,4 73,3 land, 61 J. 49,3 52,0 54,1 56,5 60,8 64,1 68,3 Männer 62 J. 44,4 44,2 48,1 49,2 53,7 56,4 58,9 63 J. 32,8 33,3 35,6 37,1 40,6 43,6 46,2 64 J. 25,9 28,0 28,3 30,2 33,7 35,6 38,8 20 bis u. 65 J. 66,6 67,7 68,6 69,5 71,1 71,5 72,3 60 bis u. 65 J. 24,8 27,2 30,4 32,9 36,3 38,7 42,7 Deutsch- 60 J. 37,9 39,8 42,5 45,6 51,2 55,1 60,9 land, 61 J. 31,3 33,8 35,8 37,9 42,9 46,8 53,0 Frauen 62 J. 25,1 28,8 30,2 32,4 36,6 37,5 42,8 63 J. 19,5 19,5 21,9 24,0 26,4 28,5 30,4 64 J. 12,6 14,5 16,5 18,4 20,9 22,8 24,1 20 bis u. 65 J. 73,7 74,7 74,6 75,2 76,7 77,1 77,5 60 bis u. 65 J. 34,4 36,3 39,5 41,4 44,8 47,1 50,4 Alte Län- 60 J. 47,5 49,7 52,8 54,8 59,6 62,6 67,1 der ohne 61 J. 41,6 43,5 45,7 48,5 52,8 56,1 61,1 Berlin, Insgesamt 62 J. 36,2 38,0 39,9 41,3 46,0 47,9 51,6 63 J. 27,7 27,5 29,9 30,9 34,1 37,0 39,2 64 J. 20,8 23,0 23,5 25,4 28,2 30,2 32,3 20 bis u. 65 J. 69,3 70,8 71,8 73,1 74,5 74,7 75,4 60 bis u. 65 J. 26,9 29,7 33,9 38,2 41,5 44,1 47,6 Neue Län- 60 J. 42,9 45,0 48,3 52,6 56,7 62,0 66,2 der mit 61 J. 34,3 39,9 40,9 42,4 47,8 52,2 57,9 Berlin, Insgesamt 62 J. 29,5 29,3 34,7 37,8 41,1 42,5 47,1 63 J. 20,4 22,4 22,2 27,9 30,6 31,1 34,1 64 J. 13,3 15,1 18,8 19,8 22,8 23,8 27,5 Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus
Drucksache 18/3127 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Erwerbstätigenquoten 2007 bis 2013 nach Gebietsstand und Geschlecht Gebiet/ Altersgruppe 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Geschlecht 20 bis u. 65 J. 79,6 79,8 80,2 80,4 80,9 81,0 81,3 60 bis u. 65 J. 36,1 37,8 41,5 44,2 47,2 49,6 53,1 Deutsch- 60 J. 52,1 53,3 56,0 58,9 63,0 67,1 71,9 land, 61 J. 44,4 46,7 48,7 51,4 55,7 58,8 64,7 Insgesamt 62 J. 38,1 39,3 42,1 44,2 48,2 50,2 53,6 63 J. 28,4 28,2 31,1 32,7 35,9 38,1 40,5 64 J. 20,4 22,4 23,6 26,0 28,5 30,7 33,1 20 bis u. 65 J. 86,3 86,3 86,4 86,4 86,6 86,6 86,6 60 bis u. 65 J. 45,1 46,6 50,5 53,4 55,8 58,6 61,4 Deutsch- 60 J. 61,6 64,1 66,0 69,1 71,5 75,9 78,6 land, 61 J. 54,9 56,2 59,2 61,9 65,8 68,7 73,3 Männer 62 J. 48,9 48,0 51,9 53,4 57,9 61,2 63,0 63 J. 35,7 35,9 38,8 40,4 43,6 46,3 49,6 64 J. 27,6 29,6 30,2 32,5 35,2 37,4 40,9 20 bis u. 65 J. 72,9 73,3 73,9 74,3 75,3 75,4 76,0 60 bis u. 65 J. 27,4 29,4 32,8 35,4 38,8 41,1 45,3 Deutsch- 60 J. 42,8 43,2 46,2 48,8 54,6 58,7 65,5 land, 61 J. 34,3 37,3 38,8 41,1 45,9 49,4 56,6 Frauen 62 J. 27,4 30,8 32,8 35,0 38,8 39,6 45,1 63 J. 21,3 20,7 23,6 25,7 28,4 30,3 32,1 64 J. 13,6 15,3 17,2 19,5 22,1 24,3 25,5 20 bis u. 65 J. 79,1 79,4 79,7 79,9 80,5 80,7 81,1 60 bis u. 65 J. 37,1 38,8 42,1 44,3 47,3 49,6 53,0 Alte Län- 60 J. 51,8 53,6 56,1 58,3 62,8 66,3 70,8 der ohne 61 J. 45,0 46,8 49,1 51,9 55,9 58,9 64,4 Berlin, Insgesamt 62 J. 38,9 40,5 42,6 44,4 48,6 50,6 54,1 63 J. 29,7 29,2 32,0 33,1 36,3 38,8 41,2 64 J. 22,2 24,0 24,4 26,8 29,3 31,7 33,7 20 bis u. 65 J. 81,8 81,7 82,2 82,4 82,5 82,1 82,4 60 bis u. 65 J. 32,3 34,0 39,1 44,1 46,8 49,6 53,6 Neue Län- 60 J. 53,1 52,2 55,7 61,2 63,5 69,4 75,5 der mit 61 J. 42,7 46,1 47,2 49,8 54,9 58,7 65,3 Berlin, Insgesamt 62 J. 35,3 34,6 40,0 43,0 46,7 48,4 52,0 63 J. 23,5 25,0 27,0 30,9 34,1 35,3 38,2 64 J. 15,1 16,9 21,0 22,2 24,7 26,2 30,6 Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/3127 21. Wie hoch ist die Arbeitslosenquote der a) 60-, b) 61-, c) 62-, d) 63- und e) 64-Jährigen (bitte nach Männern und Frauen sowie Ost- und West- deutschland getrennt aufweisen)? 22. Wie hat sich die Arbeitslosenquote jeweils seit dem Jahr 2007 entwickelt? Die Fragen 21 und 22 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam be- antwortet. Die Arbeitslosenquoten stehen in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht für einzelne Altersjahre, sondern nur für Altersgruppen in Fünf-Jahres- Schritten zur Verfügung. Für das Jahr 2007 liegt zudem die Bezugsgröße für alle zivilen Erwerbspersonen nach soziodemografischen Merkmalen erst ab Mai 2007 vor. Um dennoch eine Arbeitslosenquote Älterer für 2007 ausweisen zu können, wird diese Bezugsgröße hilfsweise auch für die ersten vier Monate die- ses Jahres verwendet; Vergleiche mit den anderen Jahren sind dadurch leicht ein- geschränkt. Die Arbeitslosenquoten für 60- bis unter 65-Jährige und die Arbeitslosenquoten für alle Arbeitslosen weisen in den letzten Jahren eine gegenläufige Ent- wicklung auf. Während die Quote für alle Arbeitslosen der Jahre 2007 bis 2013 merklich von 9,0 Prozent auf 6,9 Prozent abnahm, stieg die Quote für Ältere im gleichen Zeitraum von 2,6 Prozent auf 8,4 Prozent. Damit lag die Arbeitslosen- quote für 60- bis unter 65-Jährige im Jahr 2013 um 1,5 Prozentpunkte über der- jenigen aller Arbeitslosen. Dies erklärt sich mit dem Auslaufen von Sonderrege- lungen für Ältere. Nach den Regelungen der § 428 des Dritten Buches Sozial- gesetzbuch (SGB III) und § 252 Absatz 8 SGB VI mussten 58-Jährige oder Äl- tere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und wurden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt. Ohne diese Sonderregelung wäre auch bei den 60- bis unter 65-Jährigen ein vergleichbarer Rückgang der Quote zu ver- zeichnen. Arbeitslosenquoten 2007 bis 2013 (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) Deutschland Westdeutschland Ostdeutschland Zeitraum Insgesamt 60 - 64 Jahre Insgesamt 60 - 64 Jahre Insgesamt 60 - 64 Jahre 1 2 3 4 5 6 2007 9 9,0 2 2,6 7 7,4 2 2,5 1 15,0 2 2,9 2008 7 7,8 2 2,9 6 6,4 2 2,7 1 13,1 4 4,0 2009 8 8,1 5 5,3 6 6,9 4 4,7 1 13,0 8 8,0 Deutschland 2010 7 7,7 7 7,3 6 6,6 6 6,5 1 12,0 1 10,9 2011 7 7,1 8 8,1 6 6,0 7 7,1 1 11,3 1 12,4 2012 6 6,8 8 8,1 5 5,9 7 7,0 1 10,7 1 12,6 2013 6 6,9 8 8,4 6 6,0 7 7,2 1 10,3 1 12,8 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Drucksache 18/3127 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Arbeitslosenquoten 2007 bis 2013 (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen nach Geschlecht) Insgesamt Zeitraum Insgesamt Männer Frauen Insgesamt 60 - 64 Jahre Insgesamt 60 - 64 Jahre Insgesamt 60 - 64 Jahre 2007 9 9,0 2 2,6 8 8,5 2 2,5 9 9,5 2 2,8 2008 7 7,8 2 2,9 7 7,4 2 2,9 8 8,2 3 3,0 2009 8 8,1 5 5,3 8 8,3 5 5,4 7 7,9 5 5,1 Deutschland 2010 7 7,7 7 7,3 7 7,9 7 7,7 7 7,5 6 6,8 2011 7 7,1 8 8,1 7 7,1 8 8,6 7 7,0 7 7,4 2012 6 6,8 8 8,1 6 6,9 8 8,6 6 6,8 7 7,4 2013 6 6,9 8 8,4 7 7,0 8 8,7 6 6,7 7 7,9 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 23. Wie hoch ist a) der Anteil sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter im Alter von 60 bis 64 Jahren an der Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe, b) die Erwerbstätigenquote der 60- bis 64-Jährigen, c) die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen sowie d) die Arbeitslosenquote der 60- bis 64-Jährigen im Vergleich zu allen an- deren Altersgruppen? Es wird auf die Antworten zu den Fragen 11, 12, 17 bis 20 sowie 21 und 22 ver- wiesen. 24. Welche Informationen liegen der Bundesregierung zur Beschäftigungs- situation der 60- bis 64-Jährigen differenziert nach Einkommensgruppen vor? Informationen über den Erwerbsstatus und das Einkommen von 60- bis 64-Jäh- rigen lassen sich verschiedenen Quellen entnehmen. Angaben zum sozialversi- cherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt (kurz: Arbeitsentgelt) liegen im Rah- men der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor. Aus einer entsprechenden Sonderauswertung der BA anhand nichtrevidierter Anga- ben geht hervor, dass 54 Prozent der 60- bis 64-jährigen Vollzeitbeschäftigen zu- letzt (31. Dezember 2013) ein Bruttomonatsentgelt von über 3 000 Euro erziel- ten. Entsprechend errechnet sich für diese Altersgruppe mit 3 124 Euro ein Me- dianentgelt, das merklich über 3 000 Euro liegt (altersgruppenübergreifender Medianwert: 2 960 Euro). Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat die Datenaufbereitung für die Be- schäftigungsstatistik im August 2014 umfassend modernisiert. Dabei wurde eine verbesserte Modellierung der Daten vorgenommen und die Abgrenzung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung überprüft und um neue Personen- gruppen erweitert. In dieser revidierten Statistik ist das Merkmal „Entgelt“ je- doch noch nicht Bestandteil der Berichterstattung, die entsprechende Publika- tion „Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte“ wird voraussichtlich erst bis Mitte November 2014 revidiert. Auswertungen zu den Entgelten können demnach derzeit nur hilfsweise aus der nicht-revidierten Beschäftigungsstatistik zur Verfügung gestellt werden.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/3127 Aus dem Mikrozensus lassen sich zusätzliche Informationen über andere Ein- kommensarten, über das verfügbare Einkommen sowie über nicht (aktiv) versi- cherte Personen entnehmen, allerdings ist die Abgrenzung der sozialversiche- rungspflichtigen Beschäftigung hier unscharf. Nach dem Mikrozensus waren 2013 49,8 Prozent aller 60- bis 64-Jährigen erwerbstätig (siehe auch Antwort zu Frage 17). In unteren Einkommensgruppen (gemessen am persönlichen Netto- einkommen der Befragten) sind deutlich geringere Anteile Erwerbstätiger zu verzeichnen (der niedrigste Anteil tritt mit 23,4 Prozent in der Einkommens- klasse von 500 bis unter 700 Euro auf), bei höheren Einkommen nimmt der An- teil Erwerbstätiger stetig zu, wie folgender Tabelle zu entnehmen ist: Erwerbsbeteiligung 60- bis 64-Jähriger nach Gruppen des persönlichen Nettoeinkommens 2013 (Euro je Monat) 1) Einkommen von … bis unter … Euro Anteil Erwerbstätiger Gesamt 49,8 Unter 500 38,5 500 - 700 23,4 700 - 900 29,3 900 - 1.100 42,6 1.100 - 1.300 50,5 1.300 - 1.500 57,6 1.500 - 1.700 64,9 1.700 - 2.000 69,7 2.000 - 2.300 72,9 2.300 - 2.600 74,2 2.600 - 2.900 76,7 2.900 - 3.200 81,0 3.200 - 3.600 84,2 3.600 - 4.000 88,7 4.000 - 5.000 90,8 5.000 Euro oder mehr 92,1 1) Anteil Erwerbstätiger in der jeweiligen Einkommensgruppe Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2013 25. Wie hoch ist das durchschnittliche Rentenzugangsalter in Altersrenten, und wie hat sich dieses seit dem Jahr 2007 entwickelt (bitte nach Männern und Frauen sowie Ost- und Westdeutschland getrennt aufweisen)? Die Höhe des durchschnittlichen Rentenzugangsalters in Altersrenten sowie die Entwicklung seit 2007 können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Drucksache 18/3127 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Durchschnittlilches Zugangsalter der Renten wegen Alters Jahr insgesamt Männer Frauen Alte Bundesländer 2007 63,3 63,4 63,2 2008 63,3 63,5 63,2 2009 63,4 63,6 63,2 2010 63,8 63,9 63,6 2011 63,7 63,9 63,6 2012 64,1 64,1 64,1 2013 64,2 64,1 64,3 Neue Länder 2007 62,3 62,9 61,6 2008 62,3 63,0 61,7 2009 62,3 63,1 61,6 2010 62,2 62,9 61,6 2011 62,2 63,0 61,6 2012 63,2 63,6 62,8 2013 63,6 63,7 63,4 Deutschland 2007 63,1 63,3 63,0 2008 63,2 63,4 63,0 2009 63,2 63,5 62,9 2010 63,5 63,8 63,3 2011 63,5 63,8 63,2 2012 64,0 64,0 63,9 2013 64,1 64,1 64,2 Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung 26. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Diskrepanz zwischen dem mittleren Erwerbsaustrittsalter bestimmter Berufe und dem durchschnittlichen Rentenzugangsalter vor, und wie bewertet sie diese? Erwerbsaustritt und Rentenzugang hängen nicht unmittelbar zusammen. Die beiden Ereignisse fallen bei Rentenbeziehenden, die eine Nebentätigkeit aus- üben, und bei Rentenzugängen aus Nichterwerbstätigkeit, auseinander. Aus Al- ter und Beruf beim Erwerbsaustritt lassen sich mithin keine hinreichend belast- baren Rückschlüsse auf das Rentenzugangsalter ziehen. Aussagen zu ausgeübten Tätigkeiten/Berufen anhand der Statistiken der Deut- schen Rentenversicherung sind zudem nur mit einer Vielzahl von Einschränkun- gen möglich. Insbesondere ist dieses Merkmal statistisch untererfasst, da z. B. für einige Versicherte in den letzten Jahren vor dem Rentenzugang keine Mel- dungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung vorliegen, aus denen die Infor- mationen zu Berufen entnommen werden können. Darüber hinaus ist zu beach- ten, dass eine Situation zu einem bestimmten Stichtag bzw. in einem bestimmten Berichtsjahr dargestellt wird. Somit kann nur eine Aussage darüber getroffen werden, dass von den Rentenzugängen eines Jahres eine bestimmte Anzahl von Versicherten zuletzt in einem bestimmten Beruf gearbeitet hat. Da nur die ak- tuelle bzw. letzte ausgeübte Tätigkeit erfasst wird, können zudem Berufswechsel vor Rentenzugang nicht erfasst werden. Insofern können auch keine Aussagen darüber getroffen werden, ob der Rentenzugang aus dem „ursprünglichen“ Be- ruf eines Versicherten oder aus einem anderen Beruf erfolgt.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/3127 27. a) Wie ist der Versichertenstatus vor Rentenbeginn in Prozent aller Neu- zugänge in Altersrente (nicht Regelaltersrente), und wie haben sich diese Zahlen seit dem Jahr 2000 entwickelt? b) Wie hoch ist der Anteil der Rentnerinnen und Rentner seit dem Jahr 2000, die direkt vor der Altersrente (nicht Regelaltersrente) einer so- zialversicherungspflichtigen Beschäftigung ohne Altersteilzeit nach- gegangen sind? Die erbetenen Angaben können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Drucksache 18/3127 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Renten wegen Alters: Versicherungsstatus am 31.12. im Jahr vor dem Leistungsfall Männer und Frauen - Anteile ausgewählter Versicherungsverhältnisse in % an Insgesamt (Fallzahl) davon Versicherungsverhältnisse: Leistungs- Leistungs- Jahr insgesamt versicherungs- Anrechnungs- sonstige aktive Altersteilzeit/ empfang empfang passive pflichtige Be- zeit- Versicherungs- 1) Vorruhestand nach dem nach dem 3) 4) Versicherung schäftigung 2) versicherte verhältnisse SGB III/AFG SGB II Alte Bundesländer 2000 682.692 26,6 3,3 18,5 x 5,5 9,8 36,3 2001 647.885 24,5 7,3 16,2 x 4,1 10,9 37,1 2002 616.023 23,3 9,2 14,6 x 3,2 11,5 38,2 2003 644.147 21,8 9,8 14,1 x 3,0 11,8 39,4 2004 644.939 19,8 9,9 14,2 x 2,9 11,5 41,8 2005 587.062 17,5 10,0 16,9 x 2,8 11,4 41,3 2006 590.647 17,4 12,0 10,9 5,0 2,9 9,7 42,1 2007 566.720 18,1 15,1 11,7 5,6 3,1 9,0 37,3 2008 577.162 18,0 14,8 12,7 5,7 3,4 8,6 36,7 2009 568.136 20,1 15,6 7,8 6,4 3,2 9,5 37,5 2010 545.251 21,3 15,8 6,8 7,0 2,0 9,1 38,1 2011 570.109 22,2 15,1 7,6 7,6 1,5 9,1 36,8 2012 516.981 23,4 13,8 7,7 1,2 7,4 10,4 36,1 2013 518.033 25,5 13,0 6,7 0,0 8,2 10,9 35,6 Neue Länder 2000 165.347 20,9 2,7 55,7 x 7,0 6,0 7,7 2001 138.577 22,0 4,6 49,3 x 7,6 7,1 9,4 2002 123.975 22,3 7,5 44,3 x 7,5 7,6 10,9 2003 137.096 20,8 10,1 44,3 x 6,9 7,7 10,1 2004 134.119 19,3 11,7 42,7 x 7,1 7,8 11,5 2005 117.047 17,3 12,4 46,6 x 5,6 7,7 10,3 2006 103.683 18,7 15,2 27,2 10,5 6,1 6,7 15,7 2007 111.423 17,1 17,4 24,9 12,1 7,5 6,6 14,5 2008 110.520 16,9 16,6 26,8 11,9 7,9 6,6 13,4 2009 105.374 19,9 18,6 14,5 14,9 8,6 8,1 15,5 2010 107.848 21,7 18,9 13,1 14,9 6,2 8,0 17,2 2011 109.679 23,9 17,1 13,6 15,6 5,4 8,1 16,2 2012 96.879 26,7 18,0 14,7 2,5 13,0 9,0 16,0 2013 99.757 28,5 15,7 13,8 0,0 15,8 9,8 16,5 Deutschland 2000 848.039 25,5 3,2 25,7 x 5,8 9,0 30,7 2001 786.462 24,1 6,8 22,0 x 4,7 10,2 32,3 2002 739.998 23,2 8,9 19,6 x 4,0 10,8 33,6 2003 781.243 21,6 9,8 19,4 x 3,7 11,1 34,3 2004 779.058 19,8 10,2 19,1 x 3,6 10,8 36,6 2005 704.109 17,5 10,4 21,8 x 3,3 10,8 36,2 2006 694.330 17,6 12,4 13,4 5,8 3,4 9,2 38,2 2007 678.143 18,0 15,5 13,9 6,7 3,8 8,6 33,6 2008 687.682 17,8 15,1 15,0 6,7 4,1 8,3 32,9 2009 673.510 20,1 16,0 8,8 7,7 4,0 9,3 34,0 2010 653.099 21,4 16,3 7,8 8,3 2,7 8,9 34,6 2011 679.788 22,5 15,4 8,6 8,9 2,2 9,0 33,5 2012 613.860 23,9 14,5 8,8 1,4 8,3 10,2 32,9 2013 617.790 26,0 13,5 7,8 0,0 9,4 10,7 32,5 Hinw eis: Mehrfachnennungen möglich. Es erfolgt eine pauschale Korrektur der sonst. aktiven Beschäftigungsverh., damit die Addition aller Verhältnisse die ausgew iesene Fallzahl ergibt. 1) Ohne Altersteilzeitbeschäftigung; ab 2000 inkl. geringfügiger Beschäftigung mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit. 2) Von 2005 bis 2010 RV-pflichtige Leistung nach dem SGB II, die w enigen Fälle mit Zugang ab 2012 sind Fälle mit Leistungsfall bis 2011 verbunden mit einer Statusangabe bis 2010. 3) Ab Zugang 2012 und mit Leistungsfall ab 2012 sind hier auch die Leistungsempfänger nach dem SGB II enthalten, sofern keine parallele Pflichtversicherung vorliegt. 4) Beispielsw eise: Handw erker, Pflegepersonen, Künstler, Publizisten, geringfügig Beschäftigte ohne Verzicht auf die Versicherungsfreiheit Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/3127 Renten wegen Alters: Versicherungsstatus am 31.12. im Jahr vor dem Leistungsfall Männer - Anteile ausgewählter Versicherungsverhältnisse in % an Insgesamt (Fallzahl) davon Versicherungsverhältnisse: Leistungs- Leistungs- versicherungs- Anrechnungs- sonstige aktive Jahr insgesamt Altersteilzeit/ empfang empfang passive pflichtige Be- zeit- Versicherungs- 1) Vorruhestand nach dem nach dem 3) 4) Versicherung schäftigung 2) versicherte verhältnisse SGB III/AFG SGB II Alte Bundesländer 2000 324.660 26,9 5,7 27,4 x 5,8 7,4 26,8 2001 310.973 24,3 12,9 22,6 x 4,1 7,5 28,6 2002 297.377 24,4 15,6 19,6 x 2,9 8,1 29,5 2003 308.597 23,3 15,3 18,6 x 2,6 8,9 31,3 2004 303.731 21,3 14,4 18,7 x 2,5 8,7 34,3 2005 286.628 18,8 14,2 22,6 x 2,4 8,2 33,8 2006 283.996 18,3 16,3 13,9 6,8 2,7 6,5 35,5 2007 283.130 18,6 19,9 14,1 7,3 2,7 6,2 31,2 2008 282.271 18,3 19,4 14,5 7,2 3,0 6,2 31,4 2009 269.307 20,6 20,3 8,0 8,0 2,9 7,1 33,2 2010 253.395 21,1 19,9 7,2 8,1 2,4 6,6 34,7 2011 265.626 21,8 19,3 8,3 8,7 1,9 6,9 33,1 2012 253.200 23,6 17,7 8,7 1,3 8,5 8,4 31,8 2013 262.630 26,8 16,8 7,8 0,0 9,0 8,9 30,6 Neue Länder 2000 76.935 16,7 4,2 64,3 x 3,7 5,1 6,1 2001 62.892 19,4 6,5 55,4 x 5,0 6,3 7,5 2002 58.112 21,2 9,6 48,0 x 5,4 7,0 8,7 2003 66.581 20,4 11,6 46,7 x 4,8 7,8 8,7 2004 66.760 18,8 11,6 46,2 x 5,0 7,9 10,6 2005 64.077 17,3 11,3 50,4 x 3,3 8,0 9,7 2006 54.973 19,2 13,1 31,1 10,7 3,6 6,5 15,7 2007 57.306 18,2 16,3 28,5 12,2 4,8 5,8 14,2 2008 54.449 18,4 15,2 28,6 12,5 5,2 6,0 14,1 2009 49.241 21,7 16,9 15,3 16,5 6,1 7,3 16,3 2010 46.551 22,2 16,6 14,5 16,9 6,1 7,4 16,4 2011 47.115 23,3 15,1 15,0 17,9 5,5 7,7 15,6 2012 50.590 25,9 14,8 15,3 2,5 14,6 9,5 17,3 2013 56.122 28,2 13,1 14,8 0,0 16,4 10,0 17,5 Deutschland 2000 401.595 24,9 5,4 34,5 0,0 5,4 7,0 22,8 2001 373.865 23,5 11,8 28,1 0,0 4,2 7,3 25,1 2002 355.489 23,9 14,6 24,3 0,0 3,3 7,9 26,1 2003 375.178 22,8 14,6 23,6 0,0 3,0 8,7 27,3 2004 370.491 20,9 13,9 23,7 0,0 2,9 8,5 30,0 2005 350.705 18,5 13,6 27,7 0,0 2,5 8,2 29,4 2006 338.969 18,5 15,8 16,7 7,4 2,9 6,5 32,3 2007 340.436 18,5 19,3 16,5 8,1 3,0 6,1 28,3 2008 336.720 18,3 18,7 16,8 8,1 3,4 6,2 28,6 2009 318.548 20,7 19,8 9,1 9,3 3,4 7,1 30,6 2010 299.946 21,3 19,3 8,4 9,5 2,9 6,7 31,9 2011 312.741 22,0 18,7 9,3 10,1 2,4 7,0 30,4 2012 303.790 24,0 17,2 9,8 1,5 9,6 8,6 29,3 2013 318.752 27,0 16,1 9,0 0,0 10,3 9,1 28,3 Hinw eis: Mehrfachnennungen möglich. Es erfolgt eine pauschale Korrektur der sonst. aktiven Beschäftigungsverh., damit die Addition aller Verhältnisse die ausgew iesene Fallzahl ergibt. 1) Ohne Altersteilzeitbeschäftigung; ab 2000 inkl. geringfügiger Beschäftigung mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit. 2) Von 2005 bis 2010 RV-pflichtige Leistung nach dem SGB II, die w enigen Fälle mit Zugang ab 2012 sind Fälle mit Leistungsfall bis 2011 verbunden mit einer Statusangabe bis 2010. 3) Ab Zugang 2012 und mit Leistungsfall ab 2012 sind hier auch die Leistungsempfänger nach dem SGB II enthalten, sofern keine parallele Pflichtversicherung vorliegt. 4) Beispielsw eise: Handw erker, Pflegepersonen, Künstler, Publizisten, geringfügig Beschäftigte ohne Verzicht auf die Versicherungsfreiheit Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung
Drucksache 18/3127 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode Renten wegen Alters: Versicherungsstatus am 31.12. im Jahr vor dem Leistungsfall Frauen - Anteile ausgewählter Versicherungsverhältnisse in % an Insgesamt (Fallzahl) davon Versicherungsverhältnisse: Leistungs- Leistungs- versicherungs- Anrechnungs- sonstige aktive Jahr insgesamt Altersteilzeit/ empfang empfang passive pflichtige Be- zeit- Versicherungs- 1) Vorruhestand nach dem nach dem 3) 4) Versicherung schäftigung 2) versicherte verhältnisse SGB III/AFG SGB II Alte Bundesländer 2000 358.032 26,3 1,1 10,4 x 5,3 12,0 45,0 2001 336.912 24,7 2,1 10,2 x 4,1 13,9 45,0 2002 318.646 22,3 3,2 9,9 x 3,6 14,7 46,3 2003 335.550 20,5 4,7 10,0 x 3,4 14,5 46,9 2004 341.208 18,5 5,8 10,2 x 3,2 14,0 48,4 2005 300.434 16,3 6,1 11,4 x 3,3 14,5 48,5 2006 306.651 16,5 7,9 8,2 3,3 3,1 12,6 48,3 2007 283.590 17,7 10,3 9,4 3,9 3,5 11,7 43,4 2008 294.891 17,7 10,4 11,0 4,3 3,8 11,0 41,8 2009 298.829 19,7 11,3 7,5 5,0 3,4 11,7 41,3 2010 291.856 21,4 12,2 6,4 5,9 1,6 11,4 40,9 2011 304.483 22,6 11,4 7,0 6,6 1,2 11,1 40,0 2012 263.781 23,1 10,1 6,7 1,1 6,3 12,4 40,2 2013 255.403 24,2 9,2 5,5 0,0 7,4 13,0 40,7 Neue Länder 2000 88.412 24,6 1,5 48,1 x 10,0 6,8 9,1 2001 75.685 24,1 3,0 44,2 x 9,8 7,8 11,0 2002 65.863 23,4 5,6 41,0 x 9,3 8,0 12,7 2003 70.515 21,2 8,7 42,0 x 9,0 7,7 11,5 2004 67.359 19,9 11,7 39,2 x 9,2 7,7 12,4 2005 52.970 17,4 13,9 41,9 x 8,5 7,4 11,0 2006 48.710 18,1 17,5 22,8 10,3 8,8 6,9 15,6 2007 54.117 16,0 18,5 21,0 12,0 10,3 7,3 14,8 2008 56.071 15,4 18,0 25,1 11,3 10,5 7,2 12,6 2009 56.133 18,3 20,0 13,9 13,5 10,7 8,7 14,8 2010 61.297 21,3 20,7 12,0 13,5 6,3 8,4 17,9 2011 62.564 24,4 18,7 12,5 13,9 5,4 8,4 16,7 2012 46.289 27,6 21,6 14,1 2,3 11,3 8,5 14,6 2013 43.635 28,8 19,0 12,6 0,0 14,9 9,5 15,1 Deutschland 2000 446.444 26,0 1,2 17,9 x 6,2 10,9 37,9 2001 412.597 24,6 2,2 16,5 x 5,1 12,8 38,8 2002 384.509 22,5 3,6 15,2 x 4,6 13,5 40,6 2003 406.065 20,6 5,4 15,6 x 4,4 13,3 40,7 2004 408.567 18,8 6,8 15,0 x 4,2 12,9 42,5 2005 353.404 16,4 7,3 16,0 x 4,0 13,4 42,8 2006 355.361 16,8 9,2 10,2 4,3 3,9 11,8 43,8 2007 337.707 17,4 11,6 11,2 5,2 4,6 11,0 38,8 2008 350.962 17,3 11,7 13,3 5,4 4,8 10,4 37,1 2009 354.962 19,5 12,7 8,5 6,4 4,5 11,2 37,1 2010 353.153 21,4 13,7 7,4 7,3 2,4 10,9 36,9 2011 367.047 22,9 12,6 7,9 7,9 1,9 10,6 36,0 2012 310.070 23,8 11,8 7,8 1,2 7,0 11,8 36,4 2013 299.038 24,9 10,6 6,6 0,0 8,5 12,5 37,0 Hinw eis: Mehrfachnennungen möglich. Es erfolgt eine pauschale Korrektur der sonst. aktiven Beschäftigungsverh., damit die Addition aller Verhältnisse die ausgew iesene Fallzahl ergibt. 1) Ohne Altersteilzeitbeschäftigung; ab 2000 inkl. geringfügiger Beschäftigung mit Verzicht auf die Versicherungsfreiheit. 2) Von 2005 bis 2010 RV-pflichtige Leistung nach dem SGB II, die w enigen Fälle mit Zugang ab 2012 sind Fälle mit Leistungsfall bis 2011 verbunden mit einer Statusangabe bis 2010. 3) Ab Zugang 2012 und mit Leistungsfall ab 2012 sind hier auch die Leistungsempfänger nach dem SGB II enthalten, sofern keine parallele Pflichtversicherung vorliegt. 4) Beispielsw eise: Handw erker, Pflegepersonen, Künstler, Publizisten, geringfügig Beschäftigte ohne Verzicht auf die Versicherungsfreiheit Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung