Drucksache 17 / 15 024 Schriftliche Anfrage 17. Wahlperiode Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Philipp Magalski (PIRATEN) vom 21. November 2014 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 26. November 2014) und Antwort Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Berlin Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Frage 2: Wann ist mit einer umfänglichen Auswertung Schriftliche Anfrage wie folgt: und einer entsprechenden öffentlichen Information zum Maßnahmenprogramm für den Zeitraum 2009 - 2015 zu Frage 1: Mit der Drucksache 16/2716 hatte der Senat rechnen? dem Abgeordnetenhaus von Berlin im Herbst 2009 das Maßnahmenprogramm für den Zeitraum 2009 bis 2015 Antwort zu 2: Der Entwurf des Maßnahmenpro- zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gramms 2015 bis 2021 basiert auf der aktualisierten Be- (WRRL) zur Kenntnisnahme vorgelegt. Wie bewertet der standserfassung und der prognostizierten Entwicklung der Senat zum jetzigen Zeitpunkt die Umsetzung dieses Maß- Gewässerzustände. Nicht realisierte Maßnahmen aus dem nahmenprogramms? Inwieweit wurden die gesetzten ersten Bewirtschaftungsplan werden für den zweiten Ziele erreicht? Bewirtschaftungsplan fortgeschrieben und dokumentiert. Der Bewirtschaftungsplan mit Maßnahmenprogramm Antwort zu 1: Die Umsetzung dieses Maßnahmenpro- wird im Zeitraum vom 22.12.2014 bis 22.06.2015 für die gramms schreitet unterschiedlich voran. Die Maßnahmen Anhörung der Öffentlichkeit ausgelegt (siehe auch Ant- im Mischsystem (Schaffung von 309.000 m³ Speicher- wort zu Frage 5). raum) zur Reduzierung der Nähr- und Schadstoffeinträge werden planmäßig bis 2020 umgesetzt, gemäß dem zwi- Auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für schen den Berliner Wasserbetrieben und dem Senat ver- Stadtentwicklung und Umwelt Berlin wird parallel zum einbarten Gewässergütebauprogramm. Maßnahmen im Anhörungsprozess über den Stand der Umsetzung des Trennsystem (Regenwasserbehandlung), so zum Beispiel ersten Maßnahmenprogramms, über die Fortschreibung im Wuhle- und Panke-Einzugsgebiet, können unter den des Maßnahmenprogramms und über den Zustand der gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen nur schritt- Gewässer in Berlin berichtet. weise umgesetzt werden, sollen aber in den nächsten Jahren verstärkt hinzukommen, sofern die Finanzierung gesichert werden kann.. Die Herstellung der Durchgän- Frage 3: Bereits vom 22.12.2013 bis zum 22.06.2014 gigkeit an den Staustufen Spandau (Havel), Charlotten- fand die Anhörung zu den wichtigen Wasserbewirtschaf- burg (Spree) und Mühlendamm (Spree) ist mit Änderung tungsfragen in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG des Wasserhaushaltsgesetzes im Jahre 2010 Aufgabe der Elbe), zu der Berlins Gewässer zählen, für den Bewirt- Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die schaftungszeitraum 2015 - 2021 statt. Wie wurde dieses Errichtung von Fischaufstiegsanlagen an den drei Stand- Anhörungsverfahren genau durchgeführt und welche orten soll nach Auskunft des Bundes im Zeitraum des Ergebnisse hatte es? zweiten Bewirtschaftungsplans (2015-2021) umgesetzt werden. Bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Antwort zu 3: Die Mitgliedsländer der Flussgebiets- Gewässerstruktur in den Gewässern von Panke, Tegeler gemeinschaft Elbe (FGG Elbe) sind zuständig für die Fließ und Wuhle konnten bisher noch nicht umgesetzt Information und Anhörung der Öffentlichkeit in ihrem werden. Einzelne Maßnahmen zur Herstellung der Bundesland. Die für Wasserwirtschaft und insbesondere Durchgängigkeit an der Panke und weiteren Nebengewäs- für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sern konnten realisiert werden, ebenso einige Anpassun- in Berlin zuständige Behörde Senatsverwaltung für Stadt- gen in der Gewässerunterhaltung von Tegeler Fließ und entwicklung und Umwelt hat auf Grund des § 2d Absatz 3 Wuhle. des Berliner Wassergesetzes (BWG) das „Anhörungsdo- kument zu den wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe für den zweiten Die Drucksachen des Abgeordnetenhauses sind bei der Kulturbuch-Verlag GmbH zu beziehen. Hausanschrift: Sprosserweg 3, 12351 Berlin-Buckow · Postanschrift: Postfach 47 04 49, 12313 Berlin, Telefon: 6 61 84 84; Telefax: 6 61 78 28.