Abgeordnetenhaus Berlin – 17. Wahlperiode Drucksache 17 / 13 855 Frage 9: Ist für die o.g. Anlegestellen eine künftige Frage 15: Gibt es ein aktuell gültiges Wassertouris- Nutzung geplant? muskonzept für Berlin und wer ist für die Umsetzung Wenn ja - welche? dessen verantwortlich? Wenn nein - warum nicht? Antwort zu 15: In Berlin existiert ein Wassertouris- Antwort zu 8. und zu 9: Dem Senat liegen hierüber muskonzept aus dem Jahr 2003. Das Land Berlin verfügt keine Kenntnisse vor. zudem über ein 2011 vom Senat verabschiedetes Touris- muskonzept. In dieses ist der Wassertourismus integriert. Für das Tourismusmarketing ist die Senatsverwaltung für Frage 10: Wer ist für die Zuwegung zu den Anlege- Wirtschaft, Technologie und Forschung zuständig. Anträ- stellen verantwortlich? ge auf Errichtung wasserbaulicher Anlagen bearbeiten die Wasserbehörde der Senatsverwaltung für Stadtentwick- Antwort zu 10: Genehmigungsinhaberinnen und Ge- lung und Umwelt bzw. das örtlich zuständige Bezirksamt. nehmigungsinhaber müssen die Zuwegung mit landseiti- gen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigen- tümern privatrechtlich klären. Frage 16: Wenn nein, wann ist geplant ein Wassertou- rismuskonzept für Berlin zu erarbeiten? Frage 11: Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet: Antwort zu 16: Es ist nicht geplant, ein weiteres Was- - wo gibt es Liegeplätze für Hausboote? sertourismuskonzept zu erarbeiten. - wo ist es geplant, Liegeplätze für Hausboote einzu- richten? Frage 17: Welchen Stellenwert hat der Wassertouris- Antwort zu 11: Der Senat hat keine Liegeplätze für mus für den Berliner Senat in Hinblick auf die gesamte Hausboote ausgewiesen und plant auch nicht, entspre- touristische Entwicklung Berlins? chende Liegeplätze einzurichten oder auszuweisen. Antwort zu 17: Der Wassertourismus ist ein Teil des Berlintourismus, der zwar in absoluten Zahlen (Anzahl Frage 12: Gibt es ein berlinweites Gesamtkonzept für der Gäste und Übernachtungen) von begrenzter Bedeu- Anlegestellen und wenn ja, wer ist Ansprechpartner für tung ist, aber für Berlin eine Imagewirkung entfaltet, die die Umsetzung des Konzepts? sich positiv auf den gesamten Berlintourismus und dessen weltweite Vermarktung auswirkt. Antwort zu 12: Es gibt kein berlinweites Gesamtkon- zept explizit für Anlegestellen. Frage 18: Welche Maßnahmen ergreifen Sie um Nut- zungskonflikte zwischen den verschiedenen Teilnehmern Frage 13: Gibt es auf Ebene der betroffenen Bezirke auf und am Wasser zu vermeiden und eine faire Teilhabe gültige Konzepte und wenn ja, wer ist jeweils Ansprech- aller Marktteilnehmer zu gewährleisten? partner für die Umsetzung des Konzepts? Antwort zu 18: Die schiffbaren Gewässer der Berliner Antwort zu 13: Das Bezirksamt Friedrichshain- Innenstadt sind bereits heute schon verkehrlich und was- Kreuzberg von Berlin hat ein Liegestellenkonzept erstellt. serwirtschaftlich so stark ausgelastet, dass die Zustim- Ansprechpartner ist das Stadtplanungsamt. mung zu zusätzlichen Anlegestellen seitens der Bundes- schifffahrtsverwaltung und der Wasserbehörde nicht zu erwarten ist. Neue Antragstellende müssten daher versu- Frage 14: Wie ist visit Berlin eingebunden in die Pla- chen, privatrechtliche Verträge mit den Betreibenden nung der Anlegestellen sowie der Liegeplätze für Haus- bereits vorhandener Anlegestellen über eine Mitnutzung boote? abzuschließen. Die Sicherstellung einer marktwirtschaft- lich fairen Teilhabe der einzelnen Antragstellenden am Antwort zu 14: Die Berlin Tourismus Marketing & Wassertourismus ist aber nicht Aufgabe des Senats. Kongress GmbH (visitBerlin) ist formal nicht in den Pla- nungsprozess eingebunden. Allerdings gibt visitBerlin Berlin, den 05. Juni 2014 aufgrund der touristischen Expertise und der Mitarbeit in diversen Gremien (hier erfolgen Abstimmungen mit der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin), In Vertretung den betroffenen Bezirken und den Verbänden) entspre- chende Hinweise zur Entwicklung dieses Themas. Wei- Christian Gaebler terhin besteht enger Kontakt zu den führenden Reederei- ................................ en, um das Thema unter touristischen Aspekten zu beglei- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ten. (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 10. Juni 2014) 2