- fehlerhafte Verarbeitung eines Zuzugs in einer seltenen Fallkonstellation in einem Bürgeramt. Dies hat in der Folge zu erheblichen Problemen in den Hintergrundpro- zessen geführt. Für alle aufgetretenen Fehler wurden seitens der zentralen Verfahrensverantwortung im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) umgehend nach der Analyse Lösungen geschaffen. Damit konnten die aufgetretenen Probleme in den Berliner Bürgerämtern und deren Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger auf ein Minimum reduziert werden. Sämtliche Fehler sind bis Ende Mai 2017 beseitigt worden. 2. Existiert für Updates von VOIS und aller damit verbundenen Komponenten eine Testumgebung, mit der Updates vollumfänglich getestet werden können? Falls nicht, welche Einschränkungen existie- ren? Bis wann will der Senat mögliche Einschränkungen bei der Testumgebung beseitigen? Zu 2.: Es bestehen für alle im LABO betriebenen IT-Fachverfahren Testumgebungen. Ein- schränkungen bestehen in Teilen allerdings u.a. bezüglich des Datenumfangs im Verhältnis zur Produktionsumgebung. Ferner können nicht alle Fallkonstellationen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten verlässlich überprüft werden. Ebenso ist der verfahrensverantwortliche Bereich abhängig davon, dass fachliche Tests von den anwendenden Bereichen unterstützt werden. Dies ist nicht immer möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass einige stichtagsbezogene Änderungen in den IT-Fachverfahren wegen der bundesweiten Abhängigkeiten und Infrastrukturen (z. B. bei der Datenübermittlung) nicht im Vorfeld getestet werden können. Mit der Einführung von VOIS hat der Verfahrensverantwortliche die Kooperation mit der eKom21 in Hessen, wo VOIS als erstes implementiert wurde, intensiviert. Insbe- sondere die Testergebnisse, einzelne Testfälle und Vorgehensweisen werden regel- mäßig abgestimmt. Diese Kooperation soll auf weitere große Kommunen, die VOIS- Nutzer sind, ausgeweitet werden. 3. Können Standardvorgänge in VOIS automatisiert getestet werden (Regressionstests), um mit überschaubarem Aufwand auch die Komponenten und Module testen zu können, die nicht oder nur unwesentlich geändert wurden und auf diese Weise sogenannte Seiteneffekte weitestgehend aus- schließen zu können? Zu 3.: Anders als im Altverfahren lassen sich sehr viele der bei jedem Update manuell durchgeführten Standardtests in VOIS automatisieren. Dies zeigen aus Sicht des IT- Verfahrensverantwortlichen die aus der Kooperation mit der eKom21 gewonnenen Erkenntnisse. Die dafür erforderlichen Werkzeuge sind aber ebenfalls sehr komplex und bedürfen ihrerseits einer professionellen und ständigen Betreuung und Pflege. Ferner ist aus Sicht des Senats zu bedenken, dass auch die Standardvorgänge im Pass-, Ausweis- und Meldewesen hohe Komplexität aufweisen können. Daher sind auch automatisiert ablaufende Testszenarien vor jedem Update auf ihre Aktualität zu überprüfen. 4. Plant der Senat, in Zukunft die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit zukünftige VOIS-Updates reibungsloser ablaufen und die Verfügbarkeit verbessert wird? Zu 4.: Es ist beabsichtigt den entsprechenden Bereich des LABO personell zu verstärken. Darüber hinaus soll schrittweise ein Ausbau der Test-Infrastruktur erfolgen. Ziel da- Seite 2 von 3