Abgeordnetenhaus Berlin – 17. Wahlperiode Drucksache 17 / 10401 8. Ist der Senat der Auffassung, dass sich die Ergeb- Zu 13.: Die Studie an sich wird extern von Frau Prof. nisse aus der Frankfurter Lärmstudie/Modul 2 auf die Klatte von der Technischen Universität Kaiserslautern, Region Berlin-Brandenburg übertragen lassen? Abt. Psychologie, unter Beteiligung der Charite Berlin Wenn ja, in welcher Weise? (Klinik für Audiologie und Phoniatrie) durchgeführt. Wenn nein, warum nicht? Familiäre und unterrichtsbezogene Einflussfaktoren wer- den durch Eltern- und Lehrerfragebögen erfasst. Flug-, 9. Stimmt der Senat der Auffassung zu, dass durch Straßen- und Schienenlärmpegel werden am Schulstand- die Auswertung von anonymisierten Krankenkassendaten ort sowie an den Wohnadressen der Kinder auf der (wie im Modul 2) weitaus mehr Daten für eine größere Grundlage von Verkehrsstatistiken berechnet. Stichprobe zur Verfügung stehen und im Vergleich zur telefonischen Befragung (Modul 1) objektive und aus- sagekräftigere Ergebnisse erreicht werden könnten? 14. Trifft es zu, dass die Datenerhebungen zu kogniti- Wenn ja, warum wurde ein solches Verfahren nicht ge- ven Leistungen und zur Gesundheit der Kinder erst nach wählt? Inbetriebnahme des Flughafens vorgesehen sind? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wie soll ein aussagekräftiger Vorher-Nachher- Vergleich des Gesundheitszustandes ermöglicht werden, 10. Warum haben die Länder Berlin und Brandenburg wenn nur Gesundheitsdaten nach Inbetriebnahme vor- davon abgesehen, eine eigene Auswertung der Kranken- liegen? kassendaten vorzunehmen? Zu 14.: Die Schulferien beginnen in Brandenburg be- 11. Beteiligt sich das Land Berlin an der Übertragung reits am 22. Juni 2012, so dass die Studie erst nach den der Ergebnisse des Moduls 2 auf das Land Berlin oder Sommerferien 2012 in den Grundschulen beginnen kann. wird ausschließlich das Land Brandenburg betrachtet? Zu 7. bis 11.: Das aufwendige Modul 2 wird nur am 15. Stimmt der Senat mit mir überein, dass ein Ge- Standort Flughafen Frankfurt durchgeführt. Es besteht aus sundheitsmonitoring kontinuierlich über mehrere Jahre drei Teilen: Änderung des Ruheblutdrucks durch Flug- erfolgen muss, um die gesundheitlichen Langzeitwirkung lärm, Beeinflussung der Schlafqualität und Ermittlung des durch Lärmbelastungen zu erfassen? Risikos für bestimmte Krankheiten. Die Studie wird durch Wenn ja, ist am Flughafen BER ein solches Langzeit- anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit monitoring geplant? interner und externer Qualitätssicherung durchgeführt. Wenn nein, warum nicht? Berlin und Brandenburg werden zunächst die Unter- suchungsergebnisse abwarten. Zu 15.: Ein kontinuierliches Gesundheitsmonitoring ist nicht geplant. Das Modul 3 wird in den Jahren 2013 und 2014 in den betroffenen Grundschulen in Branden- 12. Kommt Berlin der Aufforderung des Branden- burg fortgesetzt. burger Landtags nach, sich an der Untersuchung der „Auswirkungen chronischer Fluglärmbelastung auf kogni- tive Leistungen und Lebensqualität bei Grundschulkin- 16. Sind im Berliner Haushalt 2012/13 Finanzmittel dern“ im Umfeld des Flughafens Berlin (Modul 3) zu be- für die Module 1 und 3 und die Übertragung des Moduls teiligen? 2 der o.g. Studie eingeplant? Wenn ja, in welcher Weise? Wenn ja, in welcher Höhe? Wenn nein, warum nicht? Wenn nein, wer kommt anstelle des Landes Berlin für die Kosten auf? Zu 12.: Beim Modul 3 handelt es sich um eine Feld- Zu 16.: Nein. Das Modul 1 wird im Rahmen der studie zu den Auswirkungen von Fluglärm auf Kinder, Lärmwirkungsstudie des Landes Hessen für die Länder den Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten sowie auf das Berlin und Brandenburg finanziert. Das Modul 2 wird nur Lesevermögen. Die chronischen Wirkungen sollen dabei am Standort Flughafen Frankfurt durchgeführt. Am Mo- mittels eines Fragebogens zur gesundheitlichen Lebens- dul 3 nimmt Berlin nicht teil. qualität ermittelt werden. Berlin hat sich nach intensiver Abwägung aller Faktoren gegen eine Beteiligung ent- schieden, weil es einerseits bereits umfangreiche Studien 17. Welche Kosten würden entstehen, wenn Berlin zu gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm gibt und und Brandenburg eine eigenständige Auswertung der andererseits davon auszugehen ist, dass die Studienergeb- Krankenkassendaten (Frage 10) vornehmen würden? nisse aus Frankfurt für Berlin ausgewertet werden. Darüber hinaus sind Lernstörungen von Kindern ein Zu 17.: Dazu kann der Senat keine Angaben machen, multifaktorielles Geschehen mit vielen Störgrößen. da die Kostenermittlung den Rahmen einer Kleinen An- frage sprengen würde. 13. Welche Daten werden bei den Lärmauswir- kungen auf Grundschulkinder (Modul 3) erfasst? 18. Gibt es seitens des Senats Überlegungen die Schallschutzmaßnahmen nach der Vorlage erster Er- 2