Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Herrn Abgeordneten Kay Nerstheimer (fraktionslos) über den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin über Senatskanzlei - G Sen - Antwort auf die Schriftliche Anfrage Nr. 18/16631 vom 01. Oktober 2018 über Geschichte und Leidensweg Russlanddeutscher in die Berliner Geschichtsbücher aufnehmen ___________________________________________________________________ Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt: Ist es nicht an der Zeit, die Geschichte und den Leidensweg der Russlanddeutschen in die Berliner Geschichtsbücher aufzunehmen? Schon im 12. Jahrhundert sind die ersten Kaufleute in die Kiewer Rus eingewandert und ab 1764 haben Werber Katharina der Großen deutsche Siedler im Zarenreich angesiedelt. Aber auch der österreichische Kaiser warb in dieser Zeit massiv deutsche Siedler in das Kronland Galizien/Wolhynien, welches in der heutigen Ukraine liegt. Ziel war es in allen Fällen, wirtschaftlich schwache Landstriche zu stärken. Diese Menschen trugen durch ihre Tat- und Schaffenskraft über Generationen zur Völkerverständigung bei sowie zu einer engen Bindung der alten und neuen Heimat. Und gerade diese Menschen wurden für Hitlerdeutschland bestraft, in dem sie ihre in Generationen aufgebaute Heimat komplett verloren oder unmenschlichen Repressalien ausgesetzt waren. Diese Landsleute, die Hitler nicht gewählt haben, obwohl sie zwar die Deutsche Nationalität, aber nicht die Staatsbürgerschaft Deutschlands besaßen, haben am härtesten bezahlen müssen, für etwas, das nicht in ihrem Ermessen und Einfluss lag. Ich finde, dieses Vermächtnis muss den jüngeren Generationen wieder bekannt werden, denn es ist eine anfängliche Erfolgsgeschichte wie Integration gelebt werden kann und zu einem prosperierenden Leben und Wirken zwischen unterschiedlichen Mentalitäten und Völkern führen kann. Aber auch die spätere Vertreibung bzw. Unterdrückung sollte als mahnendes Beispiel nicht in Vergessenheit geraten. Denn Fleiß und der daraus erwachsene Wohlstand schaffen auch Neid und Missgunst. Antwort: Die Anfrage hat eher den Charakter einer persönlichen Meinungsäußerung. Der Senat stellt zum Eingangssatz fest: