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Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Gesprächsvorbereitung für Aussagen - BM bei hart aber fair

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diskutieren. „Landwirtschaft und Klimaschutz funktionieren nur gemeinsam, nicht gegeneinander“. (Quelle: topagrar vom 03.06.2018) „Artenrückgang und Klimawandel – das müssen wir ernst nehmen. Polarisierung und einseitige Schuldzuweisungen helfen nicht. Wir müssen gemeinsam Lösungen auf den Weg bringen und unseren Teil der Verantwortung übernehmen.“ (Quelle: Rede Deutscher Bauerntag 2019) „Landwirtschaft ist auch Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel.“ Durch den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und die Verwendung von Bioenergie trägt die Land- und Forstwirtschaft dazu bei […] Treibhausgasemissionen durch den Ersatz fossiler Energieträger zu senken. Zugleich kann die Land- und Forstwirtschaft durch Humusaufbau in Böden und den Erhalt der Bodenkohlenstoffvorräte große Mengen an CO2 speichern und als aktive CO2 -Senke den Treibhausgasgehalt der Atmosphäre reduzieren.“ (Quelle: Klimastrategie 2.0 des DBV vom Januar 2019) Eigenen Klimastrategie des DBV mit Emissionsreduktionszielen: „Die landwirtschaftlichen Emissionen von Methan und Lachgas können wir bis 2030 vor allem durch Effizienzsteigerungen in der Düngung und durch mehr Biogasanlagen mit Güllenutzung noch deutlich mindern.“ (Quelle: agrarheute vom 08.07.2019) „Eine CO2-Bepreisung des Einsatzes fossiler Energieträger kann für die Landwirtschaft hilfreich sein“, Laut Rukwied würde das für einen offenen Wettbewerb zwischen Elektromobilität und Biokraftstoffen sorgen.“ (Quelle: agrarheute vom 08.07.2019) Kritisiert mangelnde politische Förderung im Bereich Bioenergiegewinnung und fehlende Einsicht der Politik in Bezug auf das CO2-Vermeidungspotenzial im Bereich der Biomasse 5
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(Quelle: Rede Rukwied auf Deutschem Bauerntag am 25.06.2019) Gentechnik: „Wir benötigen widerstandsfähigere Pflanzen“, so könnten durch spezielle Züchtungen neue Pflanzen entstehen, die sowohl mit Trockenheit als auch mit Nässe fertig werden. Um sie zu erhalten, brauche es nicht Gentechnik, aber neue Züchtungsmethoden wie die Genschere „Crispr/Cas“ könnten Antworten auf den Klimawandel geben. (Quelle: Handelsblatt vom 03.07.2019) Ernte 2019: Deutschlands Bauern erwarten auch in diesem Jahr eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet für die diesjährige Erntesaison mit 47 Millionen Tonnen Getreide. DBV-Präsident Joachim Rukwied sagte beim traditionellen Ernteauftakt im brandenburgischen Dallgow-Döberitz, das seien zwar neun Millionen Tonnen mehr als im Dürrejahr 2018, aber auch eine Million Tonnen weniger als im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. Als Grund für die erneut schlechtere Ernte nannte Rukwied die aktuelle Trockenheit und vor allem das "Extremjahr" 2018: "Die Nachwirkungen der Dürre sind nach wie vor zu spüren." Deshalb seien die Vegetationsbedingungen auch in diesem Jahr sehr schwierig. Positiv hätten sich immerhin die Niederschläge im Mai ausgewirkt. In weiten Teilen Deutschlands stehe das Getreide gut da. (Quelle: MDR aktuell vom 03.07.2019) Zum Verfahren der Dürrehilfen 2018: "Das Verfahren lässt eine schnelle und effektive Dürrehilfe nicht zu. Wir befürchten, dass einige bürokratische Hürden viele betroffene Betriebe von der Hilfsmaßnahme ausschließen. Das Verfahren überfordert die Landwirte und dauert zu lange" (Quelle: agrarheute vom 18.10.2018) Gegenargument von StA: (Quelle: agrarheute vom 18.10.2018)  Bedürftigkeitsprüfung ist unerlässlich und braucht klare Kriterien 6
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 Sind schließlich Steuermittel: Dürrehilfen für die, die existenzbedroht sind.  „Soweit das Geld bei bestimmten Bauern angeblich „nicht ankommt“, hänge dies nicht an einer zu bürokratischen Ausgestaltung der Dürrehilfe, sondern schlichtweg daran, dass sich manche Betroffenen nicht in die Bücher schauen lassen wollten und lieber auf Hilfen verzichteten“ GAP: „Die Direktzahlungen müssen weiter einkommensstützend wirken. Die erste Säule der GAP darf nicht umweltpolitisch überfrachtet werden. Wir erwarten zumindest ein stabiles Agrarbudget, eine behutsame Weiterentwicklung der Fördermaßnahmen und eine wirkliche Vereinfachung. Statt Kappung und Degression halten wir einzig den Zuschlag für die ersten Hektare bis zur durchschnittlichen Betriebsgröße für geeignet, die unterschiedlichen Strukturen der Betriebe zu berücksichtigen.“ (Quelle: aus PM des DBV vom 01.06.2018) Dossier Franz Prinz zu Salm-Salm Person    Standpunkte 7
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 begreift Wald als Grundlage allen Lebens auf der Erde und tritt daher für dessen Erhalt ein  Fordert klimaresilienten Waldumbau => Wald muss seiner Auffassung nach nicht in seiner Naturform erhalten bleiben, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten  Fordert pragmatische Sofortlösungen zum Walderhalt,  Das Naturschutzprojekt enthält aus seiner Sicht zu viele Auflagen. Wälder würden „museal unter Schutz“ gestellt  Wald als wichtiger Wirtschaftsfaktor, der nicht nur Rohstoffe, sondern auch Arbeitsplätze liefert Fordert rasche Unterstützung der Waldbesitzer, um Wald bei Extremwetterereignissen zu erhalten. Hierzu braucht es laut ihm:  Aufstockungen der Mittel aus der GAK (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“) bei freier Wahl klimaresistenter Baumarten wie Küstentanne und Roteiche,  der Viertel-Steuersatz bei Kalamitäten ab dem ersten Festmeter und begünstigte Rücklagenbildungen  Mittel aus dem Europäischen Katastrophenfonds und dem Waldklimafonds und die erforderliche Hilfe zur Selbsthilfe der Forstlichen Zusammenschlüsse (Quelle: PM vom Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt vom 08.07.2019) Fordert rascheren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei Schädlingsbefall wie Eschensterben, Eichenprozessionsspinner, Kieferntriebsterben, Buchdrucker, Kiefernbuschhornblattwespe. (Quelle: Webseite des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt) 8
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Pressemitteilung 08.07.2019 Sachsen-Anhalt erfüllt durch Waldschäden und fehlende Unterstützung für den Wald nicht die CO2 Einsparungsziele Verheerende Schäden im Wald bedingt durch die klimabedingte Erwärmung, kann jeder Bürger wahrnehmen. Die Bäume aller Baumarten sind betroffen. Durch die Erwärmung entwickeln sich Massenvermehrungen von Insekten. Der Eichenprozessionsspinner ist besonders gut bekannt, weil er auch Mensch und Tier schädigt. Die Fichtenborkenkäfer bringen die Fichtenbestände zum Absterben. Aber auch Pilze führen zu neuen Schadenskatastrophen wie das Eschentriebsterben, wodurch gerade die Eschen absterben. Flächig sterben Kiefern durch das Kieferntriebsterben ab. Förster und Waldbesitzer sind ratlos. Die 52 000 Waldbesitzer mit einem durchschnittlichen Wald vom 5,6 ha befinden sich in einer Ohnmacht. Wegen des Überangebotes von Holz ist es nicht mehr verkaufbar. Es ist der Eindruck da, dass der Wald in unserem Bundesland keinen Stellenwert mehr hat. In dieser Situation wurde vielleicht auch in Sachsen-Anhalt wahrgenommen, dass nach einer weitgehend bestätigten Studie der ETH Zürich die weltweite Klimaerwärmung weitgehend durch die CO2 Aufnahme von neuen Wäldern gestoppt werden kann. Welchen Wert haben diese Aussagen für Sachsen-Anhalt? Nur eine einfache Betrachtung zeigt, dass die Wälder in Sachsen-Anhalt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für das Land, für die Bevölkerung und für das Klima haben. Die CO2 -Bilanz macht das besonders deutlich: In unseren Wäldern haben wir 135.589.000 Festmeter (Kubikmeter) Holz, die damit 497,6 Millionen CO2 beinhalten. Es ist davon auszugehen, dass 10% davon aktuell abgestorben sind. Das sind 13.558.900 Festmeter. Mit einem Koeffizienten von 3.67 (Umrechnung C in CO2) sind das: 49,8 Millionen Tonnen CO2 die durch das Verfaulen freigesetzt werden. In großen und kleinen Flächen kommt es auf ca. 15.000 ha zur Freilage. Der Humus wird mineralisiert. Im Humus lagert je ha 15 Tonnen Kohlenstoff, der bei Freisetzung zu 55 Tonnen CO2 führt. Das sind: 0,9 Millionen Tonnen CO2 die freigesetzt werden. Auf dieser Fläche (15.000 ha) ist in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt ein Zuwachs von 9,54 Festmeter / Jahr. Für die nächsten 10 Jahre ist selbst bei Neuaufforstung der Zuwachs nahe „0“. Der CO2- Bindungsverlust ist damit: 15.000 ha x 9,54 Festmeter / Jahr x 3,67 Umrechnung C in CO2 9
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0,5 Millionen Tonnen CO2. Zusammenfassung: Aus der konkreten Lage in der Forstwirtschaft ist eine aktuelle CO2 Emission von 51,2 Millionen Tonnen zu erwarten, Verschlechtert sich die Lage, wird sich dieser Wert weiter erhöhen! Bei dieser Situation erscheinen die Ziele der Landesregierung Sachsen-Anhalt zur CO2- Einsparung als sehr fragwürdig: Im Februar 2019 teilte die Umweltministerin Claudia Dalbert mit, dass nur noch 1,8 Millionen Tonnen CO2 einzusparen wären, um das Ziel zu erreichen, die Einsparung von 5,2 Millionen Tonnen. Bereits im Februar 2019 war ersichtlich, dass erhebliche Emissionen aus der Waldschadenssituation zu erwarten sind. Von 1,8 oder 5,2 Millionen Tonnen CO2- Einsparung zu sprechen, wenn um 50 Millionen Tonnen CO2 - Emissionen aus dem Wald zu erwarten sind zeigt, dass die Landesregierung die Lage im Wald völlig falsch einschätzt! Wir fordern von der Landesregierung Sachsen-Anhalt deshalb eine neue Position zum Wald! Konkret:  Die Soforthilfen für den Wald und die Waldbesitzer sind nach dem Beispiel von Sachsen nach nun ewiger Diskussion „sofort“ zu beschließen.  Nach dem Beispiel von Sachsen sind umgehend Krisenstäbe „Wald“ auf allen Ebenen zu bilden.  Zur Bindung von CO2 sind die Lippenbekenntnisse zu beenden und ist der Holzbau durchzusetzen.  Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Holz sind zu finden. Geschäftsführer 10
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Dossier Sven Plöger Person         TV    Bücher      11
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Soziales Engagement  Kernforderungen  Versachlichung der Diskussion um den Klimawandel  Übergang vom Reden zum Handeln  Sinngemäß aus einem Video: Es ist fünf vor zwölf, nicht fünf nach 12. Wir können noch handeln, wenn wir nur schnell und entschieden vorgehen Standpunkte/Zitate „Wenn man aber betrachtet, dass es seit der letzten Eiszeit vor rund 11.000 Jahren um vier bis 4,5 Grad Celsius wärmer geworden ist, allein in den letzten 100 Jahren aber um 0,8 Grad und für die nächsten 100 Jahre zwei bis vier Grad erwartet werden, dann sehen wir, dass was im Gange ist und der Prozess sich beschleunigt." (Quelle: Heilbronner Stimme vom 08.06.2018) „CO2 ist kein Klimakiller. Das ist Unsinn. Wenn überhaupt sind wir Menschen die Killer und unser Umgang mit der Welt. Wir übernutzen unsere Erde, leben im Moment komplett auf Kredit der Natur. Zum Beispiel beim Plastikmüll sind wir sehr unvernünftig.“ (Quelle: Werden Kurier vom 13.11.2018) „Wir haben es uns in unseren Leben bequem eingerichtet. Die Klimafrage erfordert aber von uns Konsequenzen.“ (Quelle: Heilbronner Stimme vom 08.06.2018) „Es ist nicht 5 nach 12! Wir müssen auch nicht den ganzen Tag die Apokalypse ausrufen, dann überlegt man sich, es lohnt sich ja gar nicht mehr, noch was zu machen. Es ist 5 vor 12! Auf globaler Ebene haben wir gesagt, was wir tun müssen - jetzt gibt es noch diesen berühmten Übergang, vom Reden zum Handeln. Wir müssen die Dinge umsetzen, um gegenzusteuern." (Quelle: WDR Quarks vom 04.12.2018) 12
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Dossier Franz Alt Person       Tätigkeiten       Standpunkte „Die kommende Heiß-Zeit ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Auch für Landwirte. Dürre und Überschwemmungen werden zunehmen. Aber auch das, was auf Feldern und Ställen geschieht, hat Einfluss aufs Klima. In der Massentierhaltung entstehen schädliche Treibhausgase. Aber auch Konsumenten, die viel zu viel Fleisch essen, sind mitverantwortlich.“ 13
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(Quelle: Sonnenseite.com vom 18.08.2018, eigene Webseite) „Nur eine radikale Wende zur Bio-Landwirtschaft kann die Vielfalt und wohl auch die Zukunft der Landwirtschaft noch retten. Also eine Landwirtschaft, die Klima, Boden, Tiere, Wasser und Menschen schützt“ ... „Die kurze Zeit, die uns noch bleibt, um die Klimaerhitzung einzudämmen, läuft aus. Wir brauchen eine Öko-Landwirtschaft, die im Sinne aller wirtschaftet. Schließlich finanzieren auch alle Steuerzahler die heutige Landwirtschaft mit. Und die Landwirtschaft ist für 15% aller Treibhausgase verantwortlich.“ (Quelle: Sonnenseite.com vom 18.08.2018, eigene Webseite) „In Zukunft sollte es Subventionen nur geben, wenn Bauern einen Beitrag zum Klima-, Tier- und Umweltschutz leisten. Qualität vor Quantität. Dafür muss sich auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf EU-Ebene mehr stark machen.“ (Quelle: Sonnenseite.com vom 18.08.2018, eigene Webseite) „Der Klimaschützer Wald steht selbst im Kreuzfeuer des Klimawandels. Wenn der Wald weiter in seiner Vielfältigkeit, als Sehnsuchtsort und für die Erfüllung der zahlreichen gesellschaftlich wertvollen Leistungen erhalten bleiben soll, muss die Politik im Bund und in den Ländern spürbar aktiver werden und einen Marshallplan für den Wald auflegen“ (Quelle: Sonnenseite.com vom 03.04.2019, eigene Webseite) Unterstützt BDF-Forderung nach „Carlowitz-Plan“ für den Wald - in Anlehnung an den Begründer des Begriffs der Nachhaltigkeit Hans Carl v. Carlowitz (1713) - in Höhe von fünf Milliarden Euro 22.05.2019, 21:55 Uhr TAGESSPIEGEL Klima-Interview mit Journalist Franz Alt: „Der liebe Gott war nicht doof“ 14
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