Evaluation von "be Berlin" und Kosten der "Berlin-Box"

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Kommentare und Anregungen das war aufgefallen: ALUSTAHL        B2B-Meetings mit Anwälten, Immobileinmaklern und Messevertretern sind überflüssig; Zeitmanagement bei B2B-Meeting war sehr gut; RBm hätte gegenüber den Firmen mehr Präsenz zeigen sollen (Empfang) Apricum         offen arinna          alles zur vollen Zufriedenheit organisiert BAE Batterien   zufrieden mit der Vorbereitung; kontinuierliche und umfangreiche Information Bateg           offen BEA Berliner    Zu kurzfristige B2B-Meetings für ausreichende Vorarbeit; keine Energieagentur Hintergrundinformation zu den Gesprächspartnern Dachland        Sehr gute Organisation, sehr guter Berlin-Auftritt, ausgewogener Teilnehmerquerschnitt; U-Reisen sind um Trends früh zu erkennen; Kombination Absatzförderung/Standortwerbung sehr wichtig für eigene Netzwerkarbeit; be Berlin förderlich für Berlin-Image Despatch        Profile der türkischen Partner wären zur eigenen Vorbereitung hilfreich gewesen GASAG           ./. ib vogt         Gute Vorbereitung der Reise,; hochwertige Kontakte; interessante Gesprächsmöglichkeiten Inventux        ./. Mercedöl        BP/IHK haben immer über den neuesten Stand der Vorbereitungen informiert; ausführliches Programmheft mit Hintergrundinformationen Solon           be Berlin hat der Gruppe Profil verliehen; erstklassige AHK-Leistung; Termine jedoch oft umdisponiert; Liste für B2B.-Meetings kam zu spät für Recherche, dadurch teilweise chaotische Gespräche; zu wenig Aufmerksamkeit der beiden Bürgermeister für Firmen, Präsentationen bei der Konferenz mit sehr gutem Bezug zu den Firmen TSB             Blockerstellung professionell - aber nicht essentiell (unter Einbeziehung von be Berlin) unlimited       Vorträge zu Energie und Investitionen bei der Konferenz waren Energy          hervorragend; politische Begleitung verleiht dem Auftritt mehr Gewicht; Hotel mit gehobenem Standard und gutem Service; be Berlin war interessant, jedoch wenig Auswirkung auf Geschäftsabschlüsse; B2B-Meeting top organisiert, daher viele Ansätze Vattenfall      offen -7-
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gewünschte Folgeaktivitäten: ALUSTAHL       Treffen zur Auswertung; Unterstützung bei der Kontaktverfolgung (Übersetzungsleistungen) Apricum        offen arinna         Follow-up Meetings und Bewertung der B2B-Gespräche BAE Batterien  Auswertungstreffen; regelmäßige Widerholungen in Berlin und außerhalb Bateg          offen BEA Berliner   Politisch flankiertes Follow-up mit Workshop und Besichtigung von Best- Energieagentur Practice-Projekten in Berlin mit Blick auf Kooperationen zwischen den Kommunalverwaltungen Dachland       Nachbereitungstreffen, wenn gebündelte Aktivitäten möglich und sinnvoll sind Despatch       ./. GASAG          ./. ib vogt        Nachverfolgung durch Organisatoren; Feedback von den türkischen Gesprächspartnern um daraus für künftige Vorbereitungen Rückschlüsse zu ziehen Inventux       ./. Mercedöl       ./. Solon          Gegenbesuch TSB            ./. unlimited      Von IHK/BP und AHK werden keine Aktivitäten erwartet; erst mal die Energy         Kontakte nachbearbeiten Vattenfall     offen -8-
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Verbesserungsvorschläge: ALUSTAHL        Firmenbesuche einbeziehen, Weitergabe der E-Mail-Adressen einschränken, mehr Hintergrundinformationen zum Markt; Termine für B2B- Meeting früher kommunizieren Apricum         offen arinna          ./. BAE Batterien   Sehr dichtes Programm, Verkehrssituation nicht angemessen berücksichtigt, mehr Zeitpuffer vorsehen Bateg           offen BEA Berliner    Weniger B2B-Meetings mit mehr Zeit und besserer Vorbereitung Energieagentur  (Informationen zum den Partnern); Pausen einplanen. Dachland        ./. Despatch        ./. GASAG           Inhalte der Präsentationen soweit möglich / sinnvoll mit den Teilnehmern abstimmen ib vogt         Kurzprofile der türkischen Gesprächspartner zur eigenen Vorbereitung Inventux        ./. Mercedöl        ./. Solon           Bootstour war guter Einstieg aber nur mit wenig Durchmischung; Profile der Gesprächspartner in beide Richtungen und rechtzeitig austauschen TSB             ./. unlimited       Beim Abendempfang waren nur wenige türkische Unternehmen anwesend Energy Vattenfall      offen -9-
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Fazit Insgesamt und ganz besonders in organisatorischer Hinsicht hat die Reise höchstes Lob erhalten. Die Leistungen von IHK und Berlin Partner wurden von 12 von 13 Unternehmen mit „sehr gut“ bewertet (Gesamtnote 1, 15) Die AHK erhielt eine annähernd gleich gute Benotung (1,23); besonders gelobt wurde das sehr gute Zeitmanagement bei den B2B-Meetings. Die Einbeziehung von be Berlin ist deutlich besser als gut bewertet worden (1,69), wenngleich auch angemerkt wurde, dass Auswirkungen auf die unmittelbare Geschäftstätigkeit nicht gesehen werden. Die Bewertungen der vier wesentlichen Aktivitäten des Wirtschaftsprogramms lassen erkennen, dass die B2B-Meetings und der Abendempfangs tendenziell als wichtiger angesehen werden, als die Konferenz und die Bootstour - die Bewertungsabstände sind jedoch nicht signifikant. Interessanterweise wird die Reise insgesamt von den Teilnehmern mit einer Gesamtnote von 1,54 signifikant besser bewertet, als deren Bedeutung für die jeweilige Geschäftstätigkeit (2,46) bzw. die Chancen für zusätzliche Geschäftsabschlüsse (2,58). Etwas besser wird dieses Verhältnis, wenn man Bewertung der TSB nicht berücksichtigt, die aufgrund ihres Geschäftsmodells meinte, hier zwei Mal ein „mangelhaft“ vergeben zu müssen. Das Networking in der eigenen Branche scheint also ein nicht zu unterschätzendes Teilnahmemotiv zu sein. Die politische Begleitung der Reise wird als hilfreich im Sinne einer Aufwertung der Aktivitäten empfunden. Vom Regierenden Bürgermeister hätte man sich jedoch mehr Präsenz (Abendempfang) gewünscht. Das Hotel hat trotz recht bürokratischer und zum Teil auch chaotischer Verhaltensweisen im Vorfeld und während des Aufenthalts insgesamt knapp besser als „gut“ abgeschnitten. Die Auswahl ist insofern in Ordnung. Alle Teilnehmer (mit Ausnahme der TSB, die diese Frage nicht beantwortet hat) würden wieder an einer ähnlich organisierten Reise teilnehmen. Die mehrfach geäußerte Anregung, den Berliner Teilnehmern rechtzeitig vor den B2B-Meetings auch Profile ihrer Gesprächspartner zur Verfügung zu stellen, sollte bei zukünftigen Aktivitäten unbedingt berücksichtigt werden. To do Etwa die Hälfte der Teilnehmer wünscht sich ein Nachbereitungstreffen. Mit Blick auf die Gewinnung von Informationen zu tatsächlichen Geschäftsabschlüssen erscheint es sinnvoll, zu diesem Treffen erst nach den Ferien einzuladen. Das erste Feedback wird vorher kommuniziert; die Teilnehmer erhalten ein CD-ROM mit den türkischsprachigen Präsentationen und einigen Fotos, die nicht ins Internet gestellt wurden. Zu klären ist, ob bzw. wann ein Gegenbesuch Istanbuls ansteht und inwieweit hier die Wirtschaft einbezogen ist. Intern ist kurzfristig zu entscheiden, wie mit dem Wunsch nach einer Gemeinschaftsbeteiligung an der Messe „RENEX“ (5. bis 8. November 2009), umgegangen werden soll. Das Programm der Wirtschaftsdelegation wird vom Land Berlin gefördert und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch die Europäische Union kofinanziert. Investition in Ihre Zukunft! - 10 -
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Evaluation der Kampagne „be Berlin“ Ergebnisse einer Befragung von Berliner Bürgern 22. Dezember 2008 P8719/21055 Ma Max-Beer-Str. 2/4 10119 Berlin Telefon: (0 30) 6 28 82-0
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Zielsetzung und Datengrundlage Im Auftrag der Berlin Partner GmbH hat forsa Gesellschaft für Sozialfor- schung und statistische Analysen mbH eine Evaluation der Imagekam- pagne „be Berlin“ durchgeführt. In der Untersuchung sollte ermittelt werden, inwieweit die Berliner den Slogan „be Berlin“, die Kampagnendreiklänge sowie die einzelnen Maß- nahmen der Kampagne kennen und wie sie diese bewerten. Darüber hin- aus wurden die Meinungen der Berliner zu den Beteiligungsmöglichkei- ten an der Kampagne und zu deren Wirksamkeit ermittelt. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden von forsa 2.008 Personen in Berlin mit Hilfe computergestützter Telefoninterviews befragt. Die Erhe- bung fand im Zeitraum vom 8. bis zum 18. Dezember statt. Die Ergebnisse können lediglich mit den bei allen Stichprobenerhebun- gen möglichen Fehlertoleranzen auf die Gesamtheit der über 14 Jahre alten Bürgerinnen und Bürger in Berlin übertragen werden. 1
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1. Meinungen zu „be Berlin“ Etwas mehr als der Hälfte der Berliner (56%) ist der Slogan „be Berlin“ bekannt. Unterdurchschnittlich bekannt ist der Slogan bei den Jüngeren unter 30 Jahre, den formal geringer Gebildeten, den Arbeitern sowie den Gering- verdienern. In diesen Gruppen kennt (teilweise deutlich) weniger als die Hälfte den Slogan „be Berlin“.     Bekanntheit von „be Berlin“ Es kennen den Slogan „be Berlin“ % insgesamt                                  56 Ost-Teil                                   55 West-Teil                                  57 14- bis 29-Jährige                         43 30- bis 44-Jährige                         63 45- bis 59-Jährige                         59 60 Jahre und älter                         56 Hauptschule                                30 mittlerer Abschluss                        51 Abitur, Studium                            69 Arbeiter                                   35 Angestellte                                64 Beamte                                     80 Selbständige                               67 Wohndauer vor 1990 (Ost-Teil)                      55 vor 1990 (West-Teil)                     57 1990 bis 1994 zugezogen                  47 1995 oder später zugezogen               59 Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro                         40 1.000 bis unter 2.000 Euro               53 2.000 bis unter 3.000 Euro               68 3.000 Euro oder mehr                     70 2
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Die Bewertung des Slogans „be Berlin“ fällt insgesamt eher negativ aus. Insgesamt 58 Prozent der Berliner gefällt der Slogan weniger gut (23%) oder gar nicht (35%). Nur knapp einem Drittel der Berliner (31%) gefällt der Slogan sehr gut (4%) oder gut (27%).    Bewertung des Slogans „be Berlin“ Der Slogan „be Berlin“ gefällt sehr   gut    weniger    gar *) gut           gut        nicht %      %        %          % insgesamt                              4      27      23        35 Ost-Teil                               4      28      23        34 West-Teil                              4      27      23        35 14- bis 29-Jährige                     6      46      22        18 30- bis 44-Jährige                     5      30      22        32 45- bis 59-Jährige                     2      21      26        38 60 Jahre und älter                     2      14      22        49 Hauptschule                            1      25      19        35 mittlerer Abschluss                    5      22      23        35 Abitur, Studium                        3      28      25        37 Arbeiter                               9      13      21        28 Angestellte                            4      27      28        34 Beamte                                 0      31      25        35 Selbständige                           6      22      22        41 Wohndauer vor 1990 (Ost-Teil)                 3      22      27        39 vor 1990 (West-Teil)                3      25      21        39 1990 bis 1994 zugezogen             3      39      23        19 1995 oder später zugezogen          6      39      18        26 Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro                    3      30      19        34 1.000 bis unter 2.000 Euro          3      25      25        34 2.000 bis unter 3.000 Euro          4      20      27        39 3.000 Euro oder mehr                5      25      29        37 *) an 100 Prozent fehlende Angaben = „weiß nicht“ 3
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2. Assoziationen zu „be Berlin“ Fragt man die Berliner, was ihnen zu „be Berlin“ einfällt, nennen insge- samt 12 Prozent eher positive Aspekte wie Identifikation mit Berlin (4%), Vielfalt, Multikulturalität (4%), Weltstadt (3%) bzw. Hauptstadt oder Hauptstadtgefühl. Insgesamt 25 Prozent verbinden mit „be Berlin“ eher Negatives wie Geldverschwendung (8%), zu viele Anglizismen (6%) „Blödsinn“ (6%) oder „nichtssagend“. Bei insgesamt 41 Prozent weckt der Begriff „be Berlin“ eher neutrale Assoziationen wie „Berlin“ oder „Berliner“ (19%). 7 Prozent denken an Werbung für Berlin. An den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit denken 5 Prozent. Ebenso viele Berliner erinnert der Slogan an bisexuell oder homosexuell. 25 Prozent fällt spontan überhaupt nichts zu dem Begriff ein. 4
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 Assoziationen zum Begriff „be Berlin“ Bei „be Berlin“ denken an: % *) positive Assoziationen (insgesamt)                12 Identifikation mit Berlin, Stolz auf Berlin     4 Multikulturalität, Vielfalt                     4 Weltstadt, weltoffen                            3 Hauptstadt, Hauptstadtgefühl                    1 negative Assoziationen (insgesamt)                25 Geldverschendung, Verschwendung von Steuergeldern                               8 Anglizismen, zu viele Anglizismen               6 Blödsinn, Schwachsinn                           6 Slogan nichtssagend, inhaltslos                 5 neutrale Assoziationen (insgesamt)                41 Berlin, Berliner, Heimatgefühl                 19 Kampagne zu Berlin, Werbung für Berlin (allg.)                              7 Klaus Wowereit                                  5 bisexuell, Bisexualität, homosexuell            5 einzelne Kampagnen-Aktionen (Aufkleber in S-Bahn/ U-Bahn, Berliner Fenster)            2 „Du bist Deutschland“                           2 Tourismus                                       1 Sonstiges                                          5 Nichts/ weiß nicht                                25 *) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich 5
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