Drucksache 17 / 12 909 Kleine Anfrage 17. Wahlperiode Kleine Anfrage der Abgeordneten Stefanie Remlinger (GRÜNE) vom 26. November 2013 (Eingang beim Abgeordnetenhaus am 28. November 2013) und Antwort WAT und Weiterentwicklungen des Dualen Lernens Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Zu 3.: Die Begriffe „benachteiligt“ und „theoriedis- Kleine Anfrage wie folgt: tanziert“ werden im Zusammenhang mit den besonderen Organisationsformen des Dualen Lernens nicht verwen- 1. Inwiefern ist das Fach WAT aus Sicht des Senats det. Das Produktive Lernen ist ein Bildungsangebot der Ankerfach des Dualen Lernens und wie wird die Anbin- Integrierten Sekundarschule in den Jahrgängen 9 und 10 dung der einzelnen Formen des Dualen Lernens an den und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, deren Unterricht gewährleistet? Schulabschluss am Ende der Jahrgangstufe 8 gefährdet erscheint und die durch einen verstärkten Praxisbezug im Zu 1.: Ich verweise auf meine Antwort zur Frage Rahmen der besonderen Organisationsformen des Dualen Nummer 1 in der Kleinen Anfrage Nr. 17/12816. Lernens eher gefördert werden können als durch andere Fördermaßnahmen. 2. Inwiefern funktioniert nach Kenntnis des Senats WAT als Ankerfach des Dualen Lernens auch an Schulen, 5. Welche Formen des Dualen Lernens hält der Senat die Produktives Lernen anbieten? grundsätzlich auch für nicht-benachteiligte bzw. „theorie- freudige“ SchülerIinnen für sinnvoll? 4. Inwiefern funktioniert nach Kenntnis des Senats WAT konkret als Ankerfach des Dualen Lernens im Zu- 6. Welche Formen des Dualen Lernens hält der Senat sammenhang mit Praxisklassen/Produktionsschulen bzw. grundsätzlich für welche Altersstufen für besonders sinn- anderen Formen praxisorientierten Lernens an Berliner voll? Schulen? Zu 5. und 6.: Wie ich bereits in meiner Antwort zur Zu 2. und 4.: Das Produktive Lernen und Praxislern- Frage 3 dargestellt habe, werden die Begriffe „benachtei- gruppen an Integrierten Sekundarschulen (ehemals Pra- ligt“ und „theoriedistanziert“ und damit auch die Begriffe xisklassen an Hauptschulen) sind Angebote im Rahmen „nicht-benachteiligt“ und „theoriefreudig“ im Zusam- der besonderen Organisationsformen des Dualen Lernens menhang mit den besonderen Organisationsformen des ab Jahrgangsstufe 9 und bieten einen verstärkten Praxis- Dualen Lernens nicht verwendet. bezug durch das Lernen an außerschulischen Lernorten (Betriebe, Bildungsträger) an. Unabhängig davon wird Gemäß § 29 Sekundarstufe I-Verordnung (Sek I-VO) Wirtschaft, Arbeit, Technik (WAT) ab Jahrgangsstufe 7 bereitet das Duale Lernen in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 auch an Schulen angeboten, die Produktives Lernen oder alle Schülerinnen und Schüler der Integrierten Sekundar- Praxislerngruppen durchführen. schule auf den Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt und in weiterführende berufliche Bildungsgänge und Hochschulstudiengänge vor. Jede Schule legt im Schul- 3. Warum wird das Produktive Lernen vom Senat un- programm für Maßnahmen der Berufs- und Studienorien- ter den „besonderen Organisationsformen des Dualen tierung im Rahmen der Flexibilität der Stundentafel den Lernens“ geführt, die für benachteiligte bzw. sogenannte Umfang fest und entscheidet, welche Aktivitäten stattfin- theoriedistanzierte Jugendliche gedacht sind? den und welche Angebote des Dualen Lernens durchge- führt werden sollen. Die Drucksachen des Abgeordnetenhauses sind bei der Kulturbuch-Verlag GmbH zu beziehen. Hausanschrift: Sprosserweg 3, 12351 Berlin-Buckow · Postanschrift: Postfach 47 04 49, 12313 Berlin, Telefon: 6 61 84 84; Telefax: 6 61 78 28.