Standortbewerbung_FFB_NRW_Bewerbungsunterlagen_markiert_bearbeitet_geschwärzt
lll u.. u.. .!!! 't:J ...::I ....!!! Vl ns lll .!!!. ns Der Einsatz von mobilen Speichern findet zu einem großen Teil im Bereich Consumer Elec- tronics statt. Die drei größten Akteure des Lan- des NRW sind Miele, Vorwerk und Severin. Hier kommen Lithium-Ionen-Batterien in einer Vielzahl von Produkten, im wesentlichen Kleingeräte, zum Einsatz. Q) ·;:: ....Vl :I 't:J c: 't:J c: :I Cl c: :I ~ (.) I!! 0 u.. _;.: .~ iii E Q) .:li: ... :ns ....E Qj ~ Q) Q "; • Führende Produktionstechnik durch gelungene Technologietransfers Der Maschinen- und Anlagenbau stellt mit der notwendigen Produktionstechnik im Raum NRW durch eine Vielzahl von Unternehmen ein starkes und notwendiges Rückgrat für die Umsetzung der FFB dar. Neben den herausragenden Kontakten zu Lieferanten von Turn-Key-Lösungen aus dem asiatischen Raum können die ansässigen Firmen aufgrund der logistischen Nähe unkompliziert in die Anlagentechnik der FFB integriert werden, um das bereits vorhandene Know-how zu nutzen, auszubauen und damit die eigenen Produkte zu optimieren- ein wichtiger Faktor für die langfristi- ge Wettbewerbsfähigkeit dieser Branche. Grund- lagen dafür stellen die qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Produkte der deutschen Maschi- nen- und Anlagenbauer dar. Die Herausforderung hier besteht in der Adaption der Anlagentechnik und damit im Technologietransfer aus anderen Industriefeldern auf die Batteriezellproduktion sowie dem Nachweis, dass sich die heimischen Technologien nicht nur nahtlos in großskalige Produktionsprozesse einbinden lassen, sondern die innovativen Produkte der einheimischen Her- steller Vorteile im Produktionsablauf und damit den Produktionskosten haben. Dieser Nachweis wird zukünftig in der FFB erbracht. Herausforderungen, welche spezifisch für die Batterieproduktion sind, wurden schon häufig be- reits in anderen Branchen durch die intelligente Prozesstechnik deutscher Maschinen- und An- lagenbauer gelöst. So können über die Integra- tion und Adaption die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer durch die FFB befähigt werden, ihre Produkte an den neuen Industriezweig an- zupassen und konkurrenzfähige Lösungen für die Batteriezellproduktion anzubieten, um sich strate- gisch gut und wettbewerbsfähig gegenüber den asiatischen Herstellern zu positionieren. Der Maschinen- und Anlagenbau in NRW mit knapp 200.000 Beschäftigten und rund 1.500 Be- trieben stellt ein Viertel aller deutschen Maschi- nenbaubetriebe. Jede fünfte deutsche Maschine wird in NRW produziert. Mit einem Umsatz von 47,2 Mrd. € ist es die umsatzstärkste Branche des Landes. Maßgeblich für den Erfolg der Branche sind nicht zuletzt die rund 51.500 Studierenden in den ca. 160 Maschinenbau- oder verwandten Stu- diengängen in NRW. Die Maschinenbaubranche in NRW profitiert damit wesentlich von den renom- mierten Forschungsinstanzen im Maschinenbau, der Elektrotechnik und den Naturwissenschaften. Ein gutes Beispiel für einen solchen Technologie- transfer stellt das Unternehmen Heitkamp & Tuh- mann (LOI) dar, welches international bekannt für seine Metered Dose lnhaler (MDI) ist. Diese wer- den mit Hilfe eines komplexen, taktzeitoptimierten Tiefziehprozesses hergestellt. Durch Technolo- gietransfer konnte das Know-how genutzt wer- den, um die Technologie erfolgreich auf die Her- stellu der Rundzelle Ein wei- teres Beispiel liefert das Unternehmen Coatema Coating Machinery GmbH (LOI), welches sich deutschlandweit sehr intensiv mit dem Produk- tionsprozess der Aktivmaterialbeschichtung auf Abieiterfolien bzw. Ableiterstreckgitter beschäftigt. Auch der Trocknungsprozess wird in dem Unter- nehmen abgebildet. Hierbei kann das Unterneh- men auf langjährige Erfahrung aus dem Bereich der Rolle-zu-Rolle-Prozesse zurückgreifen und integriert bereits neuartige und kosten- und quali- tätsoptimierte Lösungen wie die IR-Trocknung in ihrer Anlagentechnik. Auch BST eltromat Group (LOI) aus dem Bereich der Rolle-zu-Rolle-Pro- zesse ist ein Know-how Träger in diesem Bereich. Ursprünglich zunächst sehr stark in dem Bereich der Bahnkantensteuerung und der Qualitätssiche- rung in der Papier- und Druckindustrie, konnte die Technologie bereits erfolgreich auf die Batte- riezellproduktion übertragen werden. So werden aktuell Lösungen für die Qualitätssicherung, u. a. die Nassschichtdickenmessung und die Bahn- kantensteuerung bei asiatischen Zellherstel- lern integriert. Auch im Bereich der Batteriezeii- Finalisierung kann auf umfangreiche Experti- se im ansässigen Maschinen- und Anlagen-
al LL. LL. .!!! 'tl - ... :::I .!!! t/) ns al ~ ns Cl> ·;: u; ::I 'tl c: bau zurückgegriffen werden. Thyssenkrupp AG, Digatron (LOI) und Keysight Technologies (LOI) können hierbei starke Partner im Bereich der Zellformierung und Reifung sein. Thyssen- krupp, als weltweit agierendes und vernetztes Unternehmen, baut hierbei auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Automatisierung und des Anlagenbaus. Digatron kann das notwendige Wissen im Bereich der effizienten Leistungselek- tronik vorweisen. 'tl c: ::I Cl c: ::I .r:: (.) ~ 0 LL. _;.: .!:! iii E Cl> ~ ... :ns ....E ",m größten Energie- und Industrie- land der Bundesrepublik bilden zahl- reiche Branchenführer und Hidden Champions das Know-how der gesamten Wertschöpfungskette Batterie ab." Q; ;: Cl> c ,.; • Zusammenfassend kann das wertvolle Know- how der regionalen Maschinen- und Anlagenbau- er über die eigene Prozesstechnik, aber auch aus dem Kundenkontakt zu asiatischen Herstellern direkt in die FFB einfließen. Nicht zuletzt diese Er- fahrungen im internationalen Markt und die Inte- gration der eigenen Anlagentechnik in asiatische Produktionsstandorte ist ein weiteres USP des NRW Standorts. Diese einzigartige Chance wird durch die räumliche Nähe intensiviert. Dies birgt für die FFB und den Maschinen- und Anlagen- bauer eine einzigartige Möglichkeit, neue Techno- lagien auszuprobieren und damit die Wirtschaft- lichkeit der Forschungsfertigung insbesondere im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung live auszuprobieren und so die Anlaufphasen we- sentlich zu reduzieren . So können kurzfristige An- passungen an neue Materialkompositionen und Zelldesigns erst ermöglicht werden . Eine geschlossene Material- und Korn ponenten I ieferkette NRW ist als Produktions- und Forschungsstandort in Deutschland und Europa einzigartig. Nur hier werden sowohl Grundstoffe, welche Basis für vie- le weitere Produkte sind, erzeugt als auch hoch- komplexe Endprodukte produziert und dies ver- gleichsweise in direkter räumlicher Nähe. Diese Vielfältigkeit und Dichte der industriellen Produk- tion ermöglicht es den Unternehmen gemeinsam an neuen Herausforderungen zu arbeiten und als Verbundstandorte Rohstoffe effizienter zu nutzen. Ungefähr ein Drittel des bundesweiten Umsatzes wird über die in NRW ansässige Chemieindus- trie erwirtschaftet. Ausschlaggebend dafür ist ein gesunder Mix aus einem breiten Mittelstand, dar- unter viele Hidden Champions, und international agierenden Großunternehmen wie Evonik (LOI), Covestro (LOI) und LANXESS (LOI). Ein Vier- tel aller Unternehmen der chemischen Industrie Deutschlands hat ihren Sitz in NRW (ca . 25 %, entspricht ca . 950 Unternehmen). Bezogen auf die Mitarbeiterzahl arbeiten mit ca. 30 % fast ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäf- tigten dieser Branche in NRW. Im weltweiten Ver- gleich hebt sich der Standort NRW mit Rang 5 von 15 hervor. Allein 5 der 10 umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen - der Größe nach Bayer, Henkel, Merck, Evonik, LANXESS - haben Ihren Sitz in NRW. Zum deutschen Ge- samtumsatz der Chemieindustrie von 146,5 Mrd. € trägt die nordrhein-westfälische Chemieindust- rie nahezu ein Drittel bei und damit fast genau so viel wie die beiden nachfolgenden Bundesländer Rheinland-Pfalz (29,6 Mrd . €) und Hessen (14 ,2 Mrd. €) zusammen. Damit ist NRW führend in Deutschland. Die Schlüsseldisziplin der chemischen Indus- trie für die Elektrifizierung ist die elektrochemi- sche Verfahrenstechnik. Um die Grundlagenfor- schung zu beschleunigen und die Umsetzung zum industrienahen Maßstab voran zu bringen, fördert das Land die Errichtung des Kompetenz- zentrums "Industrielle Elektrochemie" (ELEC- TRA) im Rahmen von JARA. Am Standort Aa- chen wird das verfahrenstechnische Technikum zu einer modularen elektrochemischen Prozess- umgebung ausgebaut. Das Projekt wird durch eine mit Industriemitteln ausgestattete Stiftungs- professur unterstützt. Für den Nachwuchs ist in NRW gesorgt: An den Universitäten und Fachhochschulen des Landes sind in rund 150 Studiengängen mit Chemie-Be- zug 16.500 Studierende eingeschrieben . Das in NRW ansässige (Hauptsitz in Belgien) Unternehmen Solvay Chemieals GmbH (LOI), welches bereits seit 25 Jahren in der Branche ak-
lll u.. u.. tiv ist, produziert Batteriematerialien, die sowohl in Anoden, als auch in Kathoden und EI<>I<'Trnn.t- .!!! 't:J ...::I ....!!! Vl ns lll .!!!. ns Q) ·;:: ....Vl :I 't:J c: 't:J c: :I Cl c: :I ~ (.) I!! 0 u.. _;.: .~ iii E Q) .:li: ... :ns ....E Qj ~ Q) Q "; • CO M Nicht zuletzt der Spezialchemie-Konzern LAN- XESS (LOI) arbeitet an zahlreichen Produkten entlang der Wertschöpfungskette der Lithium- Ionen-Batteriezelle mit dem Schwerpunkt Zell- materialien sowie Modul- und Packmaterialien. Der Fokus liegt hierbei auf Entwicklung von Elek- trodenmaterialien, Komponenten für Elektrolyte, Flammschutzmitteln und Recyclingmaterialien und -designs. Aus strategischer Sicht ist die Zu- sammenarbeit von hoher Relevanz, um entwi- ckelte Materialien für eine kommerzielle Anwen- dung zu qualifizieren. E-Lyte Innovation (LOI) ist ein spin-off der Uni Münster (unter Beteiligung des Hl MS). Hier werden die Elektrolytinnovatio- nen des MEET und des Hl MS über Formulierung komplexer, zelltauglicher Elektrolytmischungen in die Anwendung überführt. Neben der chemischen Industrie stellen weite- re Firmen wichtige Komponenten der Lithium- lonen-Batteriezelle. Der Konzern Hydro verfügt über einen starken und leistungsfähigen Standort in NRW und bietet Aluminiumprodukte über die gesamte Wertschöpfungskette an. Hierbei zeich- net sich das Unternehmen durch eine sehr hohe Recyclingquote aus. Neben den Elektrodenmate- rialien lassen sich mithilfe von Zirkuläre Wertschöpfung - Vom 2nd-Life bis zur neuen Batteriezelle Am Ende des Batterielebens folgt die Zweit- verwertung von Batteriezellen und Modulen in 2nd-Life Speicherlösungen oder zu Refurbishing- Zwecken und schlussendlich die stoffliche Rück- gewinnung der Materialien und Rückführung in den Produktionskreislauf. Auch in diesem Teil des Wertschöpfungskreislaufs ist NRW hervor- ragend aufgestellt. Neben den herausragenden Forschungsinstituten auf diesem Gebiet kann der Standort auf führende Unternehmen im Bereich Logistik, Aufarbeitung, Verwertung und Rückge- winnung von Rohstoffen zurückgreifen. Die Firma Remondis (LOI) ist weltweit führend im Bereich Entsorgungslogistik und Recycling und entwickelt fortlaufend neue und innovative Geschäftsfelder. So schließt Remondis die Ket- te über den sicheren Transport von Batterien bis zum Recycling aller Batterietypen. Eben- falls hat Remondis in den vergangenen Jahren Erfahrungen im Bereich Elektrifizierung und Betrieb von Großfahrzeugen, wie Bussen oder Flurförderfahrzeugen und dem Betrieb von Großspeichern gesammelt und ist somit auch auf dem Ene emarkt Die Firma lnterseroh Dienstleistungs GmbH (LOI) mit Sitz in Köln hat sich auf Umweltdienst- leistungen spezialisiert, gehört zu den führen- den Anbietern rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen und hat einschlägige Erfahrungen im Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien. lnterseroh hat die Ab- sicht erklärt, im Rahmen der FFB in NRW füh- rend bei der Entwicklung von Fertigungs- und Montagestandards mitzuarbeiten, die eine au- tomatisierte Demontage der Batterien am Ende erlauben ihrer Lebensdauer Mit der Firma ACCUREC (LOI) ist in NRW ein weiteres, innovatives Unternehmen im Bereich des Batterierecyclings beheimatet. ACCUREC hat seine Recyclingkapazitäten in den vergan- genen Jahren kontinuierlich ausgebaut und hat ebenfalls seine aktive Unterstützung der FFB bekundet. So ist das Recycling der Batteriezellen aus der FFB am Standort NRW durch drei derführenden Unternehmen in diesem Bereich sichergestellt und eine Intensivierung der Zusammenarbeit über das Konzept "Zirkuläre Wertschöpfung" zur Scale-Up Forschung im Bereich Recycling in lbbenbüren möglich.
al LL. LL. .!!! 'tl - ... :::I .!!! t/) ns al ~ ns Cl> ·;: u; ::I 'tl c: 'tl c: ::I Cl c: ::I .r:: (.) ~ 0 LL. _;.: .!:! iii E Cl> ~ ... :ns ....E Q; ;: Cl> c ,.; • cn M Gemeinsam zu einer skalierten deutschen Industrie 4.0 Batteriezellproduktion Im Rahmen von gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sollen neue Pro- zesstechnologien erforscht werden , um Wett- bewerbsvorteile für den Standort Deutschland zu generieren . Die Befähigung zu einer hoch- skalierbaren Batteriezellfertigung zielt dabei außerdem auf die Einbindung digitaler Lö- sungsbausteine für eine industrielle Fertigung 4.0 ab. Zu nennen sind hier bspw. die Eta- blierung von Closed-Loop-Ansätzen im Bereich Industrie 4.0, innovative Prozesstechnologien wie alternative Trocknungsverfahren oder Maß- nahmen zur Verkürzung der Formierungs- und Reifedauer. Wird von Industrie 4.0 gesprochen , so ist die Rede von der internen Weiterentwick- lung der Produktions- und Wertschöpfungsket- ten der realen und der digitalen Weit. Dieser di- gitale Transformationsprozess ist ein zentraler Treiber der Wirtschaft und bietet damit vielfälti- ge Chancen. NRW hat sich das Ziel gesetzt als Leitanbieter auf diesem Markt zu agieren . Auch aus diesem Grund wurde das CPS .HUB NRW gegründet, welches vor allem ein Kompetenz- zentrum und Partnernetzwerk für Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mittlerwei- le mehr als 500 Akteuren ist und Know-how rund um die digitale Transformation vermittelt. Außerdem ist der Hub ein Mittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, um Innovations- projekte für neue Geschäftsmodelle und Ser- vices zu entwickeln und schließlich einen For- schungsverbund für Studien sowie Markt- und Potentialanalysen zum Thema Cyber Physical Systems zu schaffen . Digitalisierung und Indus- trie 4.0 sind zentraler Bestandteile der lnnno- vationsstrategie des Landes NRW und werden massiv gefördert. Nachweis regionaler Kompetenzen I Verfügbare Fachkräfte in der unmittelbaren Region & Ausbildungseinrichtungen mit einschlägigen Ausbildungsgängen Für den Aufbau und Betrieb der FFB bedarf es eines spezialisierten und gut qualifizierten Fach- kräfteangebots . Hierüber verfügt NRW. ln 2018 arbeiteten allein rd . 487 .000 sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigte in den für die Ferti- gung von Batteriezellen einschlägigen Berufs- hauptgruppen. National entfallen demnach ca. 20 % der batterierelevanten Beschäftigten auf NRW. Damit sichert sich das NRW seine füh- rende Stellung im Ländervergleich vor Bayern (ca . 19 %), Baden-Württemberg (ca. 19 %) und Niedersachsen (ca. 8 %). ln der unmittelbaren Region (Münsterland und angrenzendes Nieder- sachsen) arbeiten rund 95.000 sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigte. Neben dem vorhandenen Beschäftigungsan- gebot zeichnet sich NRW durch einen hohen Anteil potentieller Fachkräfte im Bereich der Batterieforschung und Produktionsforschung aus. Aktuell bestehen ca. 27.000 aktive Ausbil- dungsverhältnisse in den relevanten Fachrich- tungen (Mechatroniker, lndustriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinforma- tiker), von denen ein Drittel dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Im Münsterland selbst bestehen ca . 3.700 einschlägige Ausbildungs- verhältnisse . Hinzu kommen ca . 10.800 Tech- niker in den entsprechenden Fachklassen im Bereich Chemie-, Elektro-, Maschinenbau-, und Metallbautechnik der Berufskollegs , wo- von aktuell ca . 550 im Münsterland ausgebildet werden. Hervorzuheben ist insbesondere das Berufskolleg Tecklenburger Land (u . a. Metall- und Elektrotechnik) in lbbenbüren . Darüber hi- naus sind aktuell ca . 45.500 Menschen in den 2 für die Batteriezelle relevanten Bereichen in NRW arbeitssuchend gemeldet. Bei Betrach- tung der unmittelbaren Region (Münsterland und angrenzendes Niedersachsen) sind ca. 5.000 Menschen in den für die Batteriezelle re- levanten Bereichen bei den Arbeitsagenturen gemeldet. Des Weiteren sind in 135 Berufskollegs des Lan- des einschlägige Fachklassen im Bereich Che- mie-, Elektro-, Maschinenbau-, und Metallbau- technik eingerichtet, in denen aktuell ca. 10.000 Schüler gemeldet sind. Im Münsterland befinden sich hiervon neun Berufskollegs, von denen das Berufskolleg Tecklenburger Land (u . a. Metall- und Elektrotechnik) in lbbenbüren hervorzuheben ist. ' Maschinenbau- und Betriebstechnik, Mechatronik und Automatisierun gs- technik, Energietechnik, Informatik sowie Softwareentwicklung und Prog ram- mierung
al LL. LL. .!!! 'tl - ... :::I .!!! t/) ns al ~ ns Cl> ·;: u; ::I 'tl c: 'tl c: ::I Cl c: ::I .r:: (.) ~ 0 LL. _;.: .!:! iii 3.3 Unterstützung vor Ort: Exklusive Planungsstäbe und Projektteams in den Kommunen Münster Im Vorfeld der Abgabe dieser Bewerbungsunter- lagen wurden alle absehbaren technischen, ge- nehmigungsrechtlichen und planungsrechtlichen Fragen mit der Bezirksregierung Münster und den relevanten Ämtern der Stadt Münster so weit wie möglich besprochen. Mit der Einrichtung eines runden Tischs der Verwaltungsbeteiligten (Bauord- nung, Stadtplanung, Feuerwehr, Umweltamt, Tief- bau , Wirtschaftsförderung) wird die Stadt Münster als Genehmigungsbehörde das Bauvorhaben im Vorfeld des Bauantrags professionell begleiten. Industrie hält die WFM in unmittelbarer Nach- barschaft Flächen im dritten Bauabschnitt des Hansa-BusinessPark vor, die einen Umfang von 20 ha haben werden . Die Stadt Münster wird sicherstellen, dass das Grundstück der FFB und die Erweiterungsfläche über eine elektrische Anschlussleistung von min- destens 10 MVA versorgt wird. Hierzu wird die Stadtwerke Münster GmbH mit ihrer Tochterge- sellschaft münsterNETZ GmbH eine Versorgungs- leitung über eine Trasse von 4,8 km bauen. Die Grobplanung der Trasse liegt bereits vor. Die An- bindung der Leitung erfolgt von der Umspannanla- ge Münster-Hiltrup. Die Kosten zum Bau der Tras- se werden vom "Konzern Stadt Münster" getragen. E Cl> ~ ... :ns ....E Q; ;: Cl> c ,.; • Ohne die Berechnung eines Honorars wird die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) im Auftrag des Landes NRW in der Planungs- und Bauphase die Projektleitung nach § 3 AHO Heft Nr. 9 "Projektmanagement für den Bauherren" übernehmen. Die WFM verfügt über eine lang- jährige Expertise auf diesem Gebiet. Sie hat in dieser Rolle in den vergangenen sieben Jahren selbst oder mit ihren Tochtergesellschaften die Planung und den Bau von vier (Forschungs-) Objekten verantwortlich realisiert. Die räumliche Nähe der Projektleitung zum Planungs- und Auf- bauteam sowie die unmittelbare Verfügbarkeil vor Ort zahlen positiv auf das Gelingen der Pla- nung und des Baus der FFB sowie beschleunig- te Verfahren ein . Bereits vom Start weg stehen dem Planungs- stab FFB und dem Anlaufpersonal Büro-, Labor-, Technikum- und Hallenfläche im Umfang von ca. 2 2.070 m mietfrei zur Verfügung. Diese Über- gangsflächen werden von den städtischen Ge- sellschaften CeNTech GmbH und Technologie- förderung Münster GmbH zur Verfügung gestellt bzw. vom Immobilienmarkt durch die WFM ange- rnietet und finanziert. Die WFM bringt ein baureifes, sofort verfügbares 2 Grundstück mit einer Größe von 39.400 m so- 2 wie eine Erweiterungsfläche von 16.000 m ein. Seide Flächen erfüllen sämtliche Anforderungen an den Betrieb der FFB und ihrer Erweiterung . Zur Ansiedlung von Zellherstellern und weiterer Das Grundstück und die Erweiterungsfläche werden über eine leistungsfähige Glasfaseran- bindung (mind. 1 Gbit/s symmetrisch) verfügen. Soweit hierzu infrastrukturelle Maßnahmen erfor- derlich sind, werden die Investitionen vom "Kon- zern Stadt Münster" übernommen . Bei Bedarf ist es möglich, eine Redundanz in der Glasfaserver- sorgung beider Flächen sicherzustellen. Unter Beteiligung von Wohnungsunternehmen, Arbeitskräftevermittlungen , Unternehmen, städ- tischem Jugendamt, Ausländerbehörde u. a. m. wird die WFM ein Team "onboarding .FFB" auf- bauen . Aufgabe des Teams wird es sein, die FFB bei der Akquisition von Wissenschaftlern/innen und Fachkräften zu unterstützen. Diese Arbeit umfasst u. a. die - Suche nach Wohnraum , - Vermittlung von Arbeitsplätzen für die Part- nerin/den Partner der FFB-Beschäftigten - Suche nach einem Kita- oder Schulplatz - Begleitung bei der Beantragung einer ggf. erforderlichen Aufenthaltsgenehmigung. Insgesamt hat die Stadt Münster eine Unter- stützung von 7 Mio. € zugesagt. Belege zu den einzelnen Formen der Unterstützung können bei Bedarf vorgelegt werden . lbbenbüren Im Vorfeld wurden alle absehbaren technischen, genehmigungsrechtlichen und planungsrecht- lichen Fragen, soweit aktuell möglich, bespro-
lll u.. u.. .!!! 't:J ...::I ....!!! chen und aufbereitet. Im Zuge der Leistungspha- sen 3 und 4 wird die Stadt lbbenbüren für den Investor und seinen Objektplaner eine Investo- renkonferenz unter Betei aller relevanten Ämter de Vl ns lll .!!!. ns Q) ·;:: ....Vl :I 't:J c: 't:J c: :I Cl c: :I ~ (.) I!! 0 u.. die- ser Grundlage macht die Stadt lbbenbüren die Zusage, den prüffähigen Bauantrag nach Abga- be schnellstmöglich zu unterstützen. _;.: .~ iii E Q) .:li: ... :ns ....E Qj ~ Q) Q "; • 2 Über das angebotene 50.000 m große Grund- stück hinaus stehen ausreichend industriell nutzbare Flächen auf dem Zechengelände "Oeynhausen" in lbbenbüren zur Verfügung. Dieses Industriegebiet ist durch einen existie- renden Bebauungsplan bereits gesichert und wird durch die derzeitige Neuaufstellung weiter qualifiziert. Die Kohleregion lbbenbüren wird die Aktivitä- ten im Rahmen des Konzepts "Zirkuläre Wert- schöpfung" am Standort lbbenbüren mit einem Team vorantreiben, das über die notwendige Expertise und die erforderlichen Kapazitäten verfügt. Darüber hinaus sichert die Stadt lbben- büren dem Projekt, bei erfolgreicher Bewer- bung, Zuwendungen in Höhe von 500.000 € zu. 3.4 Schnelligkeit mit Verantwor- tung: Professionell optimierte Terminpläne und Vereinfachungen im Vergaberecht Genehmigungsverfahren und deren Geschwi keit Bei einem Projektstart zum 01.08.2019 kann die In- betriebnahme der FFB in Münster am 10.02.2022 erfolgen. ln lbbenbüren könnte der Projektstart - sollte dem NRW-Konzept gefolgt werden - ebenfalls unmittelbar erfolgen. Etwaige Neubau- maßnahmen im Rahmen des Konzepts "Zirkuläre Wertschöpfung" in lbbenbüren zur Inbetriebnah- me von Großspeichern aus Batteriezellen der FFB und für Anlagen zur Scale-Up-Forschung von Recyclingverfahren könnten in einem ver- gleichbaren Zeitrahmen realisiert werden. Maß- geblichen Einfluss auf die gesamte Zeitplanung hat der Umstand, dass die im "Standortbewer- bungsprozess Forschungsfertigung Batteriezelle FFB" angegebenen Projektkosten zwingend eu- ropaweite Vergabeverfahren für den überwiegen- den Teil der Planungs- und Ausführungsarbeiten erfordern. Damit sind wesentliche Zeitziele der Projektvorbereitung sowie der Leistungsphasen 6 bis 7 vorgegeben und nicht mehr vor Ort beein- flussbar. ln den nicht vom europäischen Vergabe- recht berührten Leistungsphasen wurde der Zeit- plan - bspw. durch die zeitgleiche Durchführung von Leistungsphasen - für die Projekte in Müns- ter und lbbenbüren hocheffizient strukturiert. Der Rahmenterminplan "Zellfertigung" ist im Anhang A beigefügt. Eine bespielhafte Darstellung einer Planung für ein etwaiges Bauvorhaben am Stand- ort lbbenbüren findet sich ebenfalls in Anhang A. Die Verantwortlichen in Münster und lbbenbüren stellen sicher, dass der Planungsstab FFB und das Anlaufpersonal unmittelbar nach Erteilung des Zuschlags ihre Arbeit aufnehmen können. Hierfür stellen beide Standorte jeweils geeignete Bestandsimmobilien vor Ort zur Verfügung, die während der Zeit der Planung und Bauausfüh- rung bis zur Inbetriebnahme der FFB und Akti- vitäten des Konzepts "Zirkuläre Wertschöpfung" genutzt werden können. ln den unter Kap. 4.8 näher beschriebenen Objekten ist eine Betriebs- aufnahme unmittelbar nach Zuschlagserteilung gewährleistet. Innovationsbeschleunigung durch Vergaberechtsvereinfachung Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Bewerbung des MEET um die FFB des Bundes auch zum Anlass genommen, neue Wege bei der Vergaberechtspraxis im Zuwen- dungsrecht zu gehen. Ziel ist es, Forschung, Entwicklung und die Marktreife von Innovatio- nen deutlich zu beschleunigen.
al LL. LL. .!!! 'tl - ... :::I .!!! t/) ns al ~ ns Cl> ·;: u; ::I 'tl c: Wegen der überragenden politischen Bedeu- tung des Vorhabens FFB und vor dem Hinter- grund dieser generellen Überlegungen prüft die Landesregierung aktuell den vollständigen Ver- zicht auf die Beachtung des Vergaberechts im Rahmen ihrer Zuwendungen für dieses Projekt. D.h., das NRW-Konsortium kann aus den Zu- wendungen des Landes direkt, ohne Ausschrei- bungen Dritte mit (Teii-)Leistungen oder Liefe- rungen von Anlagen und Geräten beauftragen. 'tl c: ::I Cl c: ::I .r:: (.) ~ 0 LL. _;.: .!:! iii E Cl> ~ ... :ns ....E Durch diesen Verzicht auf die administrativ oft sehr aufwändigen Ausschreibungsverfahren lassen sich die Abläufe bei der Realisierung der FFB um sechs bis acht Monate beschleunigen. So kann sich das Aufbauteam auf die eigentli- chen Aufgaben in Wissenschaft und Forschung konzentrieren und ist von unnötigen Verwal- tungsarbeiten befreit. Q; ;: Cl> c ,.; • Münster Im Vorfeld der Abgabe dieser Bewerbungsun- terlagen wurden alle absehbaren technischen , genehmigungsrechtlichen und planungsrechtli- chen Fragen zur Ansiedlung der FFB im Han- sa-BusinessPark mit der Bezirksregierung Münster (Dezernat 53 Immissionsschutz) und den relevanten Ämtern der Stadt Münster so weit im Vorfeld möglich besprochen. Danach ist die FFB nicht als Störfallbetrieb einzuordnen , so dass kein Genehmigungsverfahren nach erforderlich Bundesimmissionsschutzgesetz ist. Vielmehr fällt das Bauvorhaben genehmi- gungsrechtlich in den Zuständigkeitsbereich der Bauaufsicht der Stadt Münster. Der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 483 "Han- sa-BusinessPark" (siehe Anhang A) schafft die planungsrechtlichen Grundlagen für die FFB . Das FFB-Grundstück ist planerisch als Indus- triegebiet ausgewiesen und lässt eine Grund- flächenzahl (GRZ) von 0,7 zu. Für die direkt am Kanal liegende Fläche sind eine Baumassen- zahl (BMZ) von 6,0 und die Abstandsklassen (AK) 1-V ausgewiesen. Die Erweiterungsfläche ermöglicht eine BMZ von 10,0 bei AK I-IV. Die zulässige Höhe der Gebäude ist nicht fest- gesetzt; sie ergibt sich jeweils aus der in An- spruch genommenen BMZ in Kombination mit der Grundfläche. Weitere baureife Grundstücke im Hansa-Busi- nessPark stehen schon jetzt für die Ansiedlung von Material-, Komponenten und Zellherstellern oder anderen Kooperationspartnern der FFB zur Verfügung . Mit dem dritten Gebietsteil des Hansa-BusinessPark werden in unmittelbarer Nachbarschaft zum FFB ca . 20 ha Industrie- und Gewerbefläche zur Verfügung stehen (sie- he hierzu auch Kap . 4.1 und Abb. 4.1.8). Die künftigen planungsrechtlichen Ausweisungen lassen ebenso bspw. einen 3-Schicht-Betrieb sowie Nutzungen zu, die einem BlmSchG-Ver- fahren unterliegen. Flächenbedarfe zwischen 2 2 5.000 m und 50.000 m können abgebildet werden. Die WFM wird für die weitere Ansied- lung von Material-, Komponenten und Zellher- stellern oder anderen Kooperationspartnern der FFB in diesem Gelände einen separaten "Batterie-Campus" ausweisen . Es können dann sowohl kleinere Start-ups als auch größere Un- ternehmen in einem eigenen Cluster in fußläufi- ger Nähe zur FFB angesiedelt werden . "Sonderregelungen für die FFB: Innovationsbeschleunigung durch Vergaberechtsvereinfachung." Weiterhin wurde geklärt, dass die Stadt Münster hinsichtlich der Verkehrsflächen-Festsetzun- gen im Bebauungsplan (öffentlich festgesetzte Stichstraße, die vom FFB-Vorhaben überplant wird) mit Befreiungen arbeiten wird. Mit der Ein- richtung des bereits in Kap . 3.3 erwähnten run- den Tischs der Verwaltungsbeteiligten wird die Stadt Münster als Genehmigungsbehörde das Bauvorhaben schon im Vorfeld des Bauantrags professionell begleiten . Auf dieser Grundlage hat der Oberbürgermeister der Stadt Münster zugesagt , den prüffähigen Bauantrag für die FFB innerhalb von zwei bis drei Monaten zu ge- nehmigen (siehe Anlage B). lbbenbüren Der RatderStadt lbbenbüren hatam 14.12.2018 den Masterplan für die Schachtanlage von Oeyn- hausen als Grundlage für das Bauleitplanverfah- ren beschlossen und am 20 .03.2019 einen Än- derungsbeschluss des Flächennutzungsplans
al LL. LL. .!!! 'tl - ... :::I .!!! t/) ns al ~ ns Cl> ·;: u; ::I 'tl c: 'tl c: ::I Cl c: ::I .r:: (.) ~ 0 LL. _;.: .!:! iii E Cl> ~ ... :ns ....E Q; ;: Cl> c ,.; • und den Aufstellungsbeschluss eines neuen Be- bauungsplans für das gesamte Gelände gefasst. Der neue Bebauungsplan wird parallel zum Ab- schlussbetriebsplanverfahren erstellt und soll die zukünftige Entwicklung des Areals der aufgege- benen Zeche planungsrechtlich steuern . Für den seinerzeit geplanten Bau eines Kohlekraftwerkes im unmittelbaren Anschluss an die vorhandene Zeche wurde 1975 der Bebauungsplan Nr. 55 "In- dustriegebiet Schafberg - Zeche Oeynhausen" aufgestellt (vgl. Anhang A). Der Bebauungsplan verfolgte außerdem das Ziel, im Umfeld der Zeche weitere gewerbliche und industrielle Bauflächen zu entwickeln. Dieser Bebauungsplan hat Be- standskraft. Der Bereich der Betrachtungsfläche ist dort weitgehend als Industriegebiet mit einer GRZ von 0,8 und einer BMZ von 9,0 festgesetzt. Auf dieser Grundlage besteht bereits heute Bau- recht für das in Rede stehende Projektzentrum "Zirkuläre Wertschöpfung". Der westliche Teil des Areals ist als GI-Fläche mit der Zweckbestim- mung "Bergehalde" festgesetzt. Allerdings wurde bereits seit Jahrzehnten eine erhebliche bauliche Nutzung (z. B. Rohkohlevergleichmäßigungshal- le) in diese Fläche hinein entwickelt, so dass das projektierte Vorhaben im Rahmen von Befreiun- gen bzw. Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes genehmigungsfähig ist. 3.5 Die FFB ist es wert: Über 200 Mio. € Finanzierungszusagen von Land und Kommunen NRW Die FFB adressiert eine für Deutschland als ln- dustrienation essentiell wichtige Zukunftstechno- logie. Das gilt insbesondere für NRW, das größte Energie- und Industrieland der Bundesrepublik. Die Landesregierung hat das erkannt und die Bat- terieforschung bereits vor zehn Jahren zu einem strategischen Schwerpunkt ihrer Forschungsför- derung gemacht. ln den letzten zehn Jahren hat sie rd. 100 Mio. € sowohl in die Projektförderung , aber vor allen Dingen auch in den Aufbau strategi- scher Forschungsinfrastrukturen investiert (siehe Kap. 3.1 ). Vor diesem Hintergrund ist die FFB für die gesamte Landesregierung ein zentrales wis- senschaftlich-wirtschaftliches Leuchtturm projekt. Sie begrüßt die Initiative des BMBF ausdrücklich und wird dabei von der Wirtschaft, der Wissen- schaft und der Politik im Land entschieden unter- stützt. Das Engagement der Landesregierung wurde mit dem grundlegenden Kabinettbeschluss vom 7. Mai 2019 noch einmal bekräftigt. Damit wird eine Beteiligung von insgesamt mehr als 200 Mio. € für die FFB in Aussicht gestellt (LOI siehe Anlage B). Zum einen sagt die Landesregierung die geforderte Finanzierung von Grundstück und Gebäuden i. H. v. 100 Mio. € zu . Aufgrund der Standortgegebenheiten wird mit einer Auskömm- lichkeil dieses Mittelvolumens im Verhältnis zur Kalkulation der FhG (1 05 Mio. €) gerechnet. So kann z. B. aufgrund der direkten Kanallage auf einen Löschteich verzichtet werden. Aufgrund der frühzeitigen und vorausschauenden strate- gischen Planung der Landesregierung steht die Hälfte der Mittel bereits im aktuellen Haushalt überjährig zur Verfügung und könnte unmittelbar eingesetzt werden. Des Weiteren wird sich die Landesregierung dauerhaft an der 40-prozentigen Grundfinan- zierung der FFB beteiligen . Bei Bedarf wird sie auch die Finanzierung eines Erweiterungsbaus, der im FhG-Konzept mit 80 Mio. € beziffert wird, übernehmen. "NRW garantiert die Finanzierung und Errichtung eines perfekt auf die Bedürfnisse der FFB zugeschnitte- nen Neubaus mit großzügigen Er- weiterungsmöglichkeiten in bester logistischer Lage." Da aus Sicht der Landesregierung die Nach- wuchsförderung ein essentieller Bestandteil der FFB sein sollte, stellt sie zusätzliche 12 Mio. € für die gezielte Nachwuchsförderung zur Verfügung . Diese Mittel stehen ebenfalls bereits im aktuel- len Haushalt bereit und sind unabhängig von der Standortentscheidung für die FFB. Gefördert wird zum einen die Nachwuchsforschergruppe HIPS- TER am FZJ mit 2,5 Mio. € über fünf Jahre sowie die internationale Forschungsschule BACCARA an der Universität Münster mit 9,5 Mio. € eben- falls über fünf Jahre (siehe Kap. 2.6).
lll u.. u.. .!!! 't:J ...::I ....!!! "Überzeugendes Commitment der Kommunen: 7, 5 Mio. € Unterstüt- zung, exklusive Planungsstäbe und Onboarding- Teams stehen bereit." Iage ist die Honorarzone 111, Mitte, bei anre- chenbaren Kosten in Höhe von 100 Mio. € für Vl ns lll .!!!. ns Q) ·;:: ....Vl :I 't:J c: 't:J c: :I Cl c: :I ~ (.) I!! 0 u.. _;.: .~ iii E Q) .:li: ... :ns ....E Qj ~ Q) Q "; • Generell wird die Landesregierung ihr Engage- mentfür die Batterieforschung aus strategischen Gründen unabhängig von der Entscheidung für den Standort der FFB in den kommenden Jahren fortsetzen und weiter ausbauen. Schon allein die unmittelbar bevorstehenden Investi- tionen in Infrastruktur und Projekte beziffern sich, einschließlich der oben erwähnten Nach- wuchsförderung, auf über 50 Mio. €. Zudem wird die Landesregierung die Batterieforschung zu einem zentralen Schwerpunkt ihrer zukünf- tigen Innovationsstrategie machen und diesen auch im Rahmen der kommenden EFRE-Pe- riode verfolgen. Der Bereich Batterieforschung wird im Rahmen der Energieforschungsoffensi- ve weiter gestärkt. Schließlich bietet das Land NRW (erster Platz beim Start-up Monitor 2018) umfangreiche Unterstützung für Gründungen aus Hochschulen (150 Mio. € in den nächsten fünf Jahren). "Best Practice in Münster: MEET nach nur 18 Monaten betriebsbereit." Münster Das Projekt FFB erhält von der Stadt Münster und ihren Tochtergesellschaften Zuwendungen in Höhe von 7 Mio. €. Diese Zuwendungen wer- den in Geld, Preisnachlässen, der Übernahme von Kosten für Infrastruktur oder Dienstleistun- gen gewährt. Dabei handelt es sich im Einzelnen um folgende Zuwendungen: nach § 3 Abs. 4 AHO, die die WFM kostenfrei für den -Während der Zeit der Planungs- und Baupha- se stellt der Standort Münster der FFB miet- frei Labor-, Büro-, Technikum- und Hallenflä- che zur sofortigen Nutzung zur Verfügung. Die CeNTech GmbH, die Technologieförderung Münster GmbH und die Wirtschaftsförderung Münster GmbH tragen die Miete. ln der Sum- me handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 0,33 Mio. €. - Die exklusive Versorgung des Grundstücks FFB und der Erweiterungsfläche mit einer elek- trischen Anschlussleistung von mindestens 10 MVA wird über die Umspannanlage Müns- ter-Hiltrup erfolgen. Der dazu notwendige Bau einer 4,8 km langen Trasse verursacht Kosten von voraussichtlich 2,22 Mio. € brutto, die vom "Konzern Stadt Münster" not·r<>r•on -Das Team "onboardi wird davon ausgegangen, dass zwei Drittel der künftig ca. 150 FFB-Mitarbeiter die Leistun- gen in Anspruch nehmen werden. Bei einem durchschnittlichen Aufwand von 10 Stunden je Fall liegt der Geldwert bei 1.000 € pro Person, mithin bei 0,1 Mio. € insgesamt. Zusätzlich zu den o.g. Zuwendungen wird die Stadt Münster die FFB mit einem Betrag in Höhe von 2,5 Mio. € aus dem städtischen Haushalt unterstützen. lbbenbüren Die Stadt lbbenbüren beteiligt sich mit 0,5 Mio. € an dem Vorhaben. Die Stadt stellt 2 Stellen zur Projektbearbeitung (je 60.000 € p.a.) zur Verfügung. Ebenfalls werden die Kosten für die Nutzung der Räumlichkeiten des Übergangs- konzepts durch die Stadt lbbenbüren getragen. Ferner gewährt die Stadt lbbenbüren eine Unter- stützungspauschale in Höhe von 0,2 Mio. €.
~ 0 "'0 c: ns .... (/) ... ..9:! ns E :;::; c. 0 c: 'iii ::::I ....J ...Cl> "'0 "'0 c: :I ...Cl> t/) t/) ~ :I N "'0 c: ns ....J :I N ...t • 4. Zu Land, zu Wasser und in der Luft ein optimaler Standort: Das Münsterland 4.1 Münster und lbbenbüren: Zwei Top-Standorte ergänzen sich perfekt Im Oberzentrum Münster sind Wissen und Bil- dung die Nährböden der Stadt und garantieren zugleich ihren Wohlstand . So prägen rund 60.000 Studierende an insgesamt neun Hochschulen das Bild und das Leben in Münster. Nach dem Motto "Die Stadt ist unser Campus" sind die zahl- reichen Institute der Universität in das historische Stadtbild integriert und über die Stadt verteilt. Wie nur in wenigen Städten verbinden sich in Münster ökonomische, ökologische, kulturelle und soziale Lebensqualitäten: eine Stadt mit lebbarem und er- lebbarem Stadtbild , mit kurzen Wegen , einer Ba- lance von Urbanität und Natur, von historischem Ambiente, hoch entwickelter Baukultur und attrak- tiven innerstädtischen Erholungsräumen. Stabile Grundlage für den Wohlstand und die Entwick- lungsdynamik der Stadt ist die prosperierende mittelständische Wirtschaft. Die guten beruflichen Perspektiven tragen zur hohen Lebenszufrieden- heit der Menschen in Münster ebenso bei wie die hochwertigen kulturellen Angebote. Dazu kommt die ausgesprochene Familienfreundlichkeit mit individuellen Kinderbetreuungen und umfassen- den Familienservices. ln Münster lässt es sich gut leben -das hat die Stadt seit der UN-Auszeich- nung als "lebenswerteste Stadt" schriftlich. ln lbbenbüren ist man mit dem Rad oder sogar zu Fuß in nur wenigen Minuten vom Arbeitsplatz oder dem Eigenheim am Aasee. Dazu gibt es mit dem E1 einen der schönsten und längsten Wanderwege Europas, außerdem den Teuto- burger Wald direkt vor der Haustür. lbbenbüren bietet engagierte Sportvereine, Verbände und Menschen, die etwas bewegen -für ihre Stadt.