Verbraucherschutz und Verbraucherinformation als Bürgerrechte

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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 15 / 5740 25. Welche eigenen verbraucherschutzpolitischen Bundesratsinitiativen hat sie seit Amtsantritt im Jahr 2011 federführend auf den Weg gebracht? Zu 25.: Der zentrale politische Diskurs der Länder zu den Themen des wirtschaftlich- rechtlichen Verbraucherschutzes wird auf zwei Plattformen geführt. Es sind dies der Bundesrat und die Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK). Der Verbraucherschutz hat sich in den letzten Jahren zu einem etablierten Poli- tikfeld entwickelt. Verbraucherpolitische Befassung findet inzwischen überwie- gend im Rahmen der regulären Beratungsgänge statt. Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2011 ist die Landesregierung in insgesamt mindestens 38 Beratungsvorgän- gen im Bundesrat auf dem Gebiet des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucher- schutzes initiativ tätig geworden. Dies umfasst Stellungnahmen, Maßgabenemp- fehlungen und Entschließungsanträge zu Vorhaben der Bundesregierung und der Europäischen Union. Die Forderungen betrafen unter anderem folgende Themen- gebiete: Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen, europäisches Verbrau- cherrecht, Energieeffizienz, Reise- und Passagierrechte, Telekommunikation, kol- lektiver Rechtsschutz, unseriöse Geschäftspraktiken, Wettbewerbsrecht, Nano- technologie, Patientenrechte, Preisangaben, Urheberrecht, außergerichtliche Streit- beilegung sowie Freihandelsabkommen der Europäischen Union. Im Einzelnen: 3       4      5 Thema                               Drucksache  Jahr     ÄA     Stn Finanzdienstleistungen              279/14      2014     X 239/14      2014     X 242/14      2014            X 814/12      2013            X 89/12       2012     X 249/12      2012     X      X 388/12      2012            X 389/12      2012            X 550/12      2012            X 694/11      2012            X Energieeffizienz                    758/13      2013            X 86/12       2012            X 853/11      2012     X 343/11      2011     X 379/11      2011            X 281/11      2011     X Passagier-/Reiserechte              199/13      2013            X 577/13      2013            X 108/13      2013            X 470/12      2012            X _____________________________________ 3 Jahr der Beratung im AV-Ausschuss 4 Änderungsantrag 5 Stellungnahme 21
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 15 / 5740 Thema                               Drucksache Jahr     ÄA      Stn Freihandelsabkommen                 295/14     2014             X 18/14      2014             X 464/13     2013             X EU-Verbraucherrechte                617/11     2013             X 817/12     2013     X       X 525/11     2011             X Telekommunikation                   689/13     2013             X 406/11     2011             X Außergerichtl.                      772/11     2012             X Streitbeilegung                     774/11     2012             X Koll. Rechtsschutz                  513/13     2013             X Nanotechnologie                     344/13     2013             X Unseriöse Geschäftspr.              219/13     2013     X Wettbewerbsrecht                    176/12     2012     X Patientenrechte                     312/12     2012     X Preisangaben                        328/12     2012             X Urheberrecht                        395/12     2012             X Verbraucherprogramm                 723/11     2012             X 6                   7       8 Anzahl gesamt                       38                  11      29 Als verbraucherpolitische Bundesratsinitiativen im engeren Sinne mit Beteiligung der Landesregierung sind zu nennen: Drucksache 550/12 – „Entschließung des Bundesrates – Zinsbegrenzung für Über- ziehungskredite“ Drucksache 464/13 – „Entschließung des Bundesrates zur Aufnahme von Ver- handlungen zwischen der EU und den USA über ein transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen (TTIP)“ Drucksache 295/14 – „Entschließung des Bundesrates anlässlich des öffentlichen Konsultationsverfahrens der Europäischen Kommission über die Modalitäten eines Investitionsschutzabkommens mit Investor-Staat-Schiedsgerichtsverfahren im Rah- men der Verhandlungen über eine Transatlantische Handels- und Investitionspart- nerschaft zwischen der EU und den USA“ Auch auf Ebene der Verbraucherschutzministerkonferenzen der Jahre 2011 bis einschließlich 2014 hat die Landesregierung zahlreiche Initiativen in die verbrau- cherpolitische Diskussion eingebracht. Die Themen der Landesinitiativen aus dem Bereich des wirtschaftlich-rechtlichen Verbraucherschutzes stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: _____________________________________ 6 2 Drucksachen umfassten sowohl ÄA als auch Stn 7 Davon 1 Beitritt 8 Davon 4 Beitritte 22
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Landtag von Baden-Württemberg                                                         Drucksache 15 / 5740 7. VSMK in Bremerhaven (14. bis 16. September 2011): TOP 24: „Richtlinie über Rechte der Verbraucher“ TOP 25: „Einführung eines Europäischen Vertragsrechts für Verbraucher und Unternehmen“ TOP 26: „Verbraucherforschung“ TOP 29: „Stärkung des Verbraucherschutzes im Energiebereich“ TOP 30: „Erhöhung der Energieeffizienz in den privaten Haushalten – Transpa- renz und Information verbessern, neue Anreize schaffen.“ 8. VSMK in Hamburg (12. bis 14. September 2012) TOP 19:  „Gütesiegel für nachhaltige Finanzprodukte“ TOP 21:  „Standardisierte Beratungsprotokolle für die Finanzanlagenberatung“ TOP 36:  „Gütesiegel für den Onlinehandel in Deutschland und Europa“ TOP 37:  „Urheberrecht nutzergerecht gestalten“ TOP 38:  „Verwertungsgesellschaften – Transparenz und Kontrolle“ 9. VSMK in Bad Nauheim (15. bis 17. Mai 2013) TOP 35: „Weiterverkauf digitaler Güter“ TOP 37: „Transparenz und Zuverlässigkeit von Preisvergleichsportalen im Ener- giebereich sicherstellen“ TOP 52: „Netzneutralität gesetzlich verankern“ 10. VSMK in Rostock-Warnemünde (14. bis 16. Mai 2014) TOP 26: „Hotelbewertungs- und Hotelvermittlungsportale verbraucherfreundlich gestalten“ TOP 27: „Einführung bundeseinheitlicher Regelungen für Siegel“ TOP 32: „Bandbreiten von Internetverbindungen transparent und realistisch dar- stellen“ TOP 35: „Transparenz und Grenzen von Scoring-Verfahren gesetzlich sichern“ TOP 39: „Transparenz bei nachhaltigen Geldanlagen“ TOP 40: „Anlegerschutz auf den Finanzmärkten verbessern“ Die einzelnen Beschlussinhalte können über die Internetseite der Verbraucher- schutzministerkonferenz unter www.verbraucherschutzministerkonferenz.de in der Rubrik „Beschlüsse“ abgerufen werden. Bonde Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 23
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