Entwicklungsperspektiven für die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW)
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 16. Wahlperiode 19. 12. 2018 Große Anfrage der Fraktion der SPD und Antwort der Landesregierung Entwicklungsperspektiven für die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Große Anfrage Wir fragen die Landesregierung: I. Finanzausstattung und Organisationsstruktur 1. Wie stuft sie den aktuellen Stellenwert und die Entwicklungsperspektiven der DHBW im Gefüge der Hochschularten ein, nicht zuletzt angesichts einer vor- anschreitenden und unter Umständen sogar politisch gewollten „Akademisie- rung“ von Berufen? 2. Wie bewertet sie – auch im Lichte von Stellungnahmen aus der DHBW selbst – die Auskömmlichkeit der gegenwärtigen Grundlastfinanzierung und wie das Finanzierungsniveau bei den Ausbaukursen? 3. Sieht sie für die DHBW einen spezifischen Nachholbedarf bei ihrer Finanz- ausstattung, und wenn ja, wie gedenkt sie eine solche Einschätzung in den be- vorstehenden Verhandlungen für einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag politisch abzubilden? 4. Welche politischen Initiativen will sie ergreifen, um der DHBW als baden- württembergischer Besonderheit in der bundesweiten staatlichen Hochschul- landschaft eine stärkere Partizipation an den Fördertöpfen bzw. Pakten des Bundes zur Mitfinanzierung der Hochschulen zu eröffnen? 5. Wie beurteilt sie die Tragfähigkeit der gegenwärtigen Kompetenzverteilung zwischen dem DHBW-Präsidium und den Standorten und wie insbesondere die erzielbaren Verbesserungen durch den laufenden Prozess mit angekündigten Nachjustierungen im Zusammenwirken von zentraler und dezentraler Ebene (vgl. Drucksache 16/560, Seite 10)? 6. Wie beurteilt sie den bislang erzielten Erfolg bei der Umsetzung des Struktur- und Entwicklungsplans 2015 bis 2020 der DHBW? Eingegangen: 19. 12. 2018 / Ausgegeben: 06. 03. 2019 1 Drucksachen und Plenarprotokolle sind im Internet Der Landtag druckt auf Recyclingpapier, ausgezeich- abrufbar unter: www.landtag-bw.de/Dokumente net mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“.
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 II. Studierende und Studienangebote 1. Hält sie die „Deckelung der Anfängerkurse“ angesichts des anhaltend hohen Niveaus, ja weiteren Wachstums bei den Studierendenzahlen an der DHBW (erneute Zunahme vom WS 2016/2017 zum WS 2017/2018 um ein Prozent) für politisch opportun, und wenn nein, auf welche Weise will sie Abhilfe schaffen bzw. dem Expansionstrend an der DHBW Rechnung tragen? 2. Welche Entwicklung hat die Auslastungsquote von Kursen in den letzten Jah- ren genommen und welche Ursachen für Unterschiede an den einzelnen DHBW-Studienakademien sind erkennbar? 3. In welchen Studiengängen an den Standorten der DHBW ist in den letzten Jah- ren ein Wachstum zu verzeichnen und in welchen ein Rückgang der Nach- frage? 4. Wie stuft sie die Kooperationsbereitschaft der (Partner-)Unternehmen und der Kammern gegenüber der DHBW ein und welchen Wandel in der Nachfrage nach Studiengängen konstatiert sie seitens der Wirtschaft und ihrer Interessen- vertretungen? 5. Welche empirischen Befunde und welche Rückmeldungen von DHBW-Rekto- ren liegen ihr zur Studierfähigkeit von Studienanfängern und zum Qualitäts- niveau bei den Absolventen vor? 6. Welche Entwicklung haben die Studienabbrüche an der DHBW (aufgeschlüs- selt nach Studiengängen und Standorten) in den letzten Jahren genommen und welche Gründe bzw. Einflussfaktoren fallen hierbei ins Gewicht? III. Qualität der Lehre 1. Welchen Bedarf sieht sie für die Modernisierung der baulichen und techni- schen Infrastruktur an den einzelnen Studienakademien der DHBW, insbeson- dere im Bereich der IuK-Ausstattung? 2. Welche Notwendigkeiten und Herausforderungen gibt es für die weitere Digi- talisierung der Hochschullehre, und hierbei insbesondere für die rasche Weiter- qualifikation der Professorenschaft, etwa durch passgenaue Angebote am Zen- trum für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen (ZHL) beim DHBW CAS-Bildungscampus in Heilbronn? 3. Welche Lehrenden an der DHBW verfügen über eine Prüfungsberechtigung und auf welcher rechtlichen oder sonst wie kodifizierten Grundlage üben sie diese aus? 4. Inwiefern könnte das duale Studium an Attraktivität und Qualität durch eine bessere Verzahnung zwischen Theorie- und Praxisphasen sowie eine bessere Abstimmung von Inhalten und Studienorganisation zwischen Betrieb und Hoch- schule gewinnen (vgl. Ergebnisse der Studierendenbefragung von Verfasster Studierendenschaft der DHBW und IG Metall vom Juni 2017)? 5. Betrachtet auch sie die zunehmenden Schwierigkeiten der DHBW bei der Ak- quirierung von qualifizierten Lehrbeauftragten mit Sorge, und wenn ja, mit welchen Maßnahmen will sie hier gegensteuern, etwa mit einer deutlichen An- hebung des seit Jahren stagnierenden Honorarniveaus? 6. Hält sie eine deutliche Steigerung der Hauptamtlichenquote an der DHBW im Interesse einer qualitätsvollen Lehre für unabweisbar, und wenn ja, welche Schritte will sie für dieses Ziel mit welchem Zeithorizont in die Wege leiten? 2
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 IV. Kooperativer Forschungsauftrag 1. Welche grundsätzliche Bedeutung misst sie dem Forschungsauftrag für die DHBW als staatlicher Hochschule bei, auch im Vergleich zu und im Wettbe- werb mit anderen Hochschularten? 2. Welche Maßnahmen zur Stärkung ihrer Forschungsleistung, und damit auch zur Gewährleistung einer kontinuierlichen Weiterqualifikation der Professoren- schaft, könnte die DHBW ergreifen und inwiefern könnte das Land hierbei Un- terstützungsleistungen anbieten? 3. Welche Spielräume für die stärkere Einwerbung von Drittmitteln für die Reali- sierung von Forschungsprojekten sollte bzw. könnte die DHBW auftun? 4. Hält sie zusätzliche Stellen für den akademischen Mittelbau an der DHBW zur Stärkung des Niveaus von wissenschaftlicher Forschung und qualitätsvoller Lehre für erforderlich, und wenn ja, welche konkreten Pläne liegen bereits für die Realisierung einer solchen Maßnahme vor? 5. Welche Möglichkeiten gibt es für die Ausweitung von Promotionspartnerschaf- ten mit Universitäten und Pädagogischen Hochschulen zur Attraktivitätssteige- rung der DHBW für junge Nachwuchswissenschaftler? 6. Wie könnte die DHBW einen Ausbau der anwendungs- und transferorientier- ten kooperativen Forschung mit den dualen Partnern und anderen Unterneh- men, Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen bei Verfolgung welcher fachlichen Schwerpunkte gestalten? 7. Welche Rolle spielt das Support Center Forschung (SCF) als Informations- und Beratungseinrichtung bei der Stärkung der Forschungsleistung der Wissen- schaftler an der DHBW und wie könnte sein Service für die Erfüllung des ko- operativen Forschungsauftrags weiter optimiert werden? 19. 12. 2018 Stoch und Fraktion Begründung Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste staatliche duale, d. h. praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Mit gut begründetem Stolz wirbt sie deshalb auf der Startseite ihrer Homepage mit dem Alleinstellungsmerk- mal „Studieren beim dualen Original“. Die DHBW wurde am 1. März 2009 ge- gründet und führt das seit über 40 Jahren erfolgreiche duale Modell der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Ihre Organisation adaptierte dabei das US-amerikanische „state university system“ mit zentraler und dezentraler Ebene. An ihren Standorten bietet die DHBW in Kooperation mit rund 9.000 ausgewähl- ten Unternehmen und sozialen Einrichtungen eine Vielzahl von Bachelor-Stu- diengängen in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Sozialwesen und Gesundheit an. Auch duale Masterstudiengänge gehören zum Angebot der DHBW und sind beim Center for Advanced Studies (CAS) in Heilbronn gebündelt. Die Studierendenzahlen an der DHBW sind in den letzten Jahren kontinuierlich ge- wachsen. Aus guten Gründen spricht ein aktueller Beitrag im „Statistischen Mo- natsheft Baden-Württemberg“ vom Mai 2018 vom „Erfolgsmodell Duale Hoch- schule Baden-Württemberg“ und verheißt ihren Studierenden gleichsam als Mar- kenzeichen „Jobgarantie, hohen Praxisbezug und ausgezeichnetes Einkommen“. 3
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 Die Finanzausstattung der DHBW hat dabei augenfällig nicht mit der sonstigen Expansion Schritt gehalten. Zeitweise waren schwerwiegende finanzielle Schief- lagen zu beklagen (vgl. Drucksache 16/560, Finanzielle Situation der Dualen Hochschule Baden-Württemberg). Die Ausbaukurse sind immer noch deutlich schlechter finanziert als die Grundkurse und die Vergütung der Lehrbeauftragten, die den Hauptteil der Lehre an der DHBW stemmen, verharrt seit Jahren auf einem nicht konkurrenzfähigen niedrigen Niveau, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Diese Große Anfrage zielt auf eine grundlegende Bestandsaufnahme der Lage der DHBW auf verschiedenen Feldern und ihrer derzeitigen Rolle in der baden-würt- tembergischen Hochschullandschaft. Darüber hinaus gewinnen die mittelfristigen Entwicklungsperspektiven für die DHBW hochschulpolitische Relevanz, und zwar solche, die mittels eigener richtungsweisender strategischer Planungen der Hoch- schule in Angriff genommen werden können bzw. sollten, und solche, für die die Landesregierung in ihrer hervorgehobenen Verantwortung für gesetzgeberische Initiativen und finanzielle Mittelzuweisungen eine adäquate Wegbereitung für die DHBW übernehmen muss. Antwort*) Schreiben des Staatsministeriums vom 26. Februar 2019 Nr. III-7760.: In der Anlage übersende ich unter Bezugnahme auf § 63 der Geschäftsordnung des Landtags von Baden-Württemberg die von der Landesregierung beschlossene Antwort auf die Große Anfrage. Schopper Staatsministerin *) Der Überschreitung der Sechs-Wochen-Frist wurde zugestimmt. 4
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 Anlage: Schreiben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Mit Schreiben vom 22. Februar 2019 Nr. 44-7760.10/129/1 beantwortet das Minis- terium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Abstimmung mit dem Ministe- rium für Finanzen im Namen der Landesregierung die Große Anfrage wie folgt: Wir fragen die Landesregierung: I. Finanzausstattung und Organisationsstruktur 1. Wie stuft sie den aktuellen Stellenwert und die Entwicklungsperspektiven der DHBW im Gefüge der Hochschularten ein, nicht zuletzt angesichts einer vor- anschreitenden und unter Umständen sogar politisch gewollten „Akademisie- rung“ von Berufen? Baden-Württemberg verfügt über eine große Vielfalt unterschiedlicher Hoch- schultypen. Sie haben unterschiedliche gesellschaftliche Aufgaben und daraus folgend unterschiedliche Profile. Dies entspricht der vom Land Baden-Württem- berg gewünschten differenzierten Hochschullandschaft. Die DHBW ist ein Erfolgsmodell, um das Baden-Württemberg international be- neidet und das weltweit nachgefragt wird. Die besondere Stärke besteht in der engen und systematischen Zusammenarbeit mit über 9.000 Unternehmen und So- zialeinrichtungen (Duale Partner) und der strukturierten Verzahnung von Theorie und Praxis. Durch die Verzahnung von Theorie- und Praxisphasen wird ein hoher Bezug zur betrieblichen Praxis, eine schnelle Übertragung der wissenschaftlichen Kenntnisse auf betriebliche Fragestellungen und kurze Einarbeitungszeiten ge- währleistet. Sie ist auf ein duales Bachelorstudium ausgerichtet. Eine weitere Be- sonderheit der DHBW zeigt sich darin, dass die Dualen Partner kraft Gesetz Mit- glieder der Hochschule sind und im Wechsel mit dem Wissenschaftsministerium auch den (Co-)Aufsichtsratsvorsitzenden stellen. Diese von Anfang an beabsich- tigte feste Verschränkung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Staat gibt es nirgend- wo sonst an einer Hochschule in Baden-Württemberg. Die Verfasstheit der DHBW als State-University, mit einer zentralen Leitungs- und Verwaltungs- instanz und neun dezentralen Studienakademien, dient einerseits der regionalen Verwurzelung und kann so eng mit heimischen Unternehmen und Sozialeinrich- tungen kooperieren sowie rasch auf neue Bedarfe reagieren. Andererseits dient sie der Qualitätssicherung, da alle Standorte gleichermaßen an der Sicherung von übergeordneten Standards, etwa im Masterbereich, partizipieren. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal, der einzigartigen Verknüpfung von Theorie und Praxis, die das duale Studium bietet, nimmt die DHBW eine landes- und bun- desweite Vorreiterrolle ein. Sie hat ihren festen Platz in der differenzierten baden- württembergischen Hochschullandschaft und ist gerade durch ihr besonderes Pro- fil unverzichtbar. Die DHBW muss auf der Grundlage ihrer Stärken ihr akademisches Profil weiter schärfen und ihre Chancen in einem sich stetig wandelnden Hochschulmarkt nut- zen. Als Beispiel hierfür kann das Programm „Akademisierung der Gesundheits- fachberufe“ angeführt werden, mit welchem das Land 2015 Mittel für den Ausbau entsprechender Studienanfängerplätze zur Verfügung gestellt hat. Die DHBW partizipierte als Pionierin bei der Konzeption und Entwicklung von Gesundheits- studiengängen in großem Umfang, knapp die Hälfte aller aus diesem Programm geförderten Studienanfängerplätze in Baden-Württemberg wurden an der DHBW eingerichtet. 5
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 2. Wie bewertet sie – auch im Lichte von Stellungnahmen aus der DHBW selbst – die Auskömmlichkeit der gegenwärtigen Grundlastfinanzierung und wie das Finanzierungsniveau bei den Ausbaukursen? 3. Sieht sie für die DHBW einen spezifischen Nachholbedarf bei ihrer Finanzaus- stattung, und wenn ja, wie gedenkt sie eine solche Einschätzung in den be- vorstehenden Verhandlungen für einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag politisch abzubilden? Zu 2. und 3.: Die Beurteilung der Finanzierung der DHBW macht – wie bei den anderen Hoch- schulen des Landes – eine Gesamtbetrachtung der Grundfinanzierung der Hoch- schule und der Finanzierung aus den Hochschulausbauprogrammen erforderlich. Insgesamt lässt sich zunächst feststellen, dass die DHBW seit ihrer Gründung im Jahr 2009 mit Blick auf Studierendenzahlen, Personalstellen, Zahl der finanzier- ten Kurse und Haushaltsvolumen erheblich gewachsen ist: 6WXGLHQDQIlQJHU MHZHLOV:6 6WXGLHUHQGHJHVDPW MHZHLOV:6 3HUVRQDOVWHOOHQ 3URIHVVXUHQ VRQVW3HUVRQDO ++9ROXPHQ *UXQGODVW .DSLWHO 7¼ 7¼ 7¼ 7¼ 3URJUDPPH 7¼ 7¼ 7¼ 7¼ =DKOGHUWDWVlFKOLFKILQDQ]LHUWHQ .XUVH GDYRQ*UXQGODVWILQDQ]LHUW GDYRQDXI*UXQGODVWQLYHDXILQDQ]LHUW ± ± ]XVlW]OLFKILQDQ]LHUWH.XUVH GDYRQ3URJUDPPÄ$NDGHPLVLHUXQJ GHU*HVXQGKHLWVIDFKEHUXIH³ GDYRQ.XUVÄgIIHQWOLFKHV%DXHQ³ GDYRQ.XUVÄ6R]LDOH$UEHLW³ Die Zahl der tatsächlich finanzierten Anfängerkurse ist seit 2015 auf 415 Kurse gedeckelt und richtet sich nach einer Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Wissenschaftsministerium und der DHBW. Sie berechnet sich aus der Zahl der im ersten Fachsemester immatrikulierten Studienanfänger zu Beginn eines Studien- jahres, die durch den Kursteiler von 28,6 Studierenden pro Anfängerkurs dividiert wird. Zusätzlich zu den im Jahr 2018 entsprechend dieser Vereinbarung finanzier- ten 406 Anfängerkursen wurden elf weitere Kurse aus dem Programm „Akade- misierung der Gesundheitsfachberufe“, ein Kurs „Öffentliches Bauen“ und ein Kurs „Soziale Arbeit“ finanziert. Die Kurse „Öffentliches Bauen“ und „Soziale Arbeit“ werden aus der Grundlast finanziert, aber nicht auf die Deckelung angerechnet. _____________________________________ 1 Personalstellen ohne DHBW CAS (Kapitel 1468, Ausbauprogramm Hochschule 2012, Zu- kunftsoffensive III, Qualitätssicherungsmittel); 2 incl. Mietsonderprogramm, Investitionen und ergänzende Maßnahmen – ab 2014 auch kapa- zitätserhaltender Maßnahmen (incl. ehem. Zukunftsoffensive III); 3 Ausbauprogramm „Hochschule 2012“, Qualitätssicherungsmittel, weitere Programme und Son- dermittel (Zukunftsoffensive III, Gesundheitsmanagement Bad Mergentheim, IQF, FESt-BW, Forschungsförderung Land, Programm „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“; 4 im WS 2009/2010 wurden von insgesamt 344 genehmigten Anfängerkursen 338 eingerichtet, sechs Anfängerkurse wurden einmalig nicht eingerichtet, die laufenden Kurse im 2. und 3. Stu- dienjahr wurden finanziert. 6
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 Mit dem in der vergangenen Legislaturperiode von der Landesregierung mit den Hochschulen abgeschlossenen Hochschulfinanzierungsvertrag (HoFV) Perspek- tive 2020 konnte eine erhebliche Verbesserung der Grundfinanzierung der Hoch- schulen erreicht werden. Dies gilt auch für die DHBW. Wie die meisten Hoch- schulen für angewandte Wissenschaften (HAWen) hat die DHBW ihre Studien- kapazitäten erheblich ausgebaut. Die künftige Absicherung der auch nach Ende des HoFV noch mit temporären Mitteln des Ausbauprogramms „Hochschule 2012“ des Landes und den bisher nicht dynamisierten Mitteln des Bundes aus dem Programm „Hochschulpakt 2020“ finanzierten, langfristig benötigten Studien- kapazitäten der DHBW und der Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist ein wichtiges Ziel des Wissenschaftsministeriums. Dies wird auch Gegenstand der Verhandlungen zum HoFV II sein. Auch bei den aktuellen Verhandlungen der Länder mit dem Bund über eine Folgefinanzierung für den Hochschulpakt des Bundes und der Länder steht eine dauerhafte, dynamisierte Finanzierung von Stu- dienkapazitäten mit im Fokus. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung wird für die DHBW und die HAWen zugesichert, dass eine nachhaltige Finanzierung für die ausgebauten Studienplätze angestrebt wird. Das Ausbauprogramm 2012 war auf eine vorübergehende Finanzierung der tem- porären Bedarfe der Hochschulen angelegt. Die, deutlich über den ursprünglichen Prognosen liegende tatsächliche Entwicklung der Studierendenzahlen, macht nach Einschätzung des Wissenschaftsministeriums eine dauerhafte, kostendeckende Finanzierung der langfristig benötigten Studienkapazitäten der DHBW und der anderen Hochschulen erforderlich. Die Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung wird auch von vielen der Dualen Partner (Ausbildungsstätten) unterstützt, die eng mit der DHBW zusam- menarbeiten und für die sie ein wichtiger Partner für die Gewinnung ihrer Fach- und Führungskräfte darstellt. 4. Welche politischen Initiativen will sie ergreifen, um der DHBW als baden- württembergischer Besonderheit in der bundesweiten staatlichen Hochschul- landschaft eine stärkere Partizipation an den Fördertöpfen bzw. Pakten des Bundes zur Mitfinanzierung der Hochschulen zu eröffnen? Das Land Baden-Württemberg setzt sich für eine starke Partizipation aller Hoch- schularten, insbesondere auch der DHBW, an den Pakten des Bundes aktiv ein. Zuletzt im Rahmen des im November 2018 beschlossenen Bund-Länder-Pro- gramms zur „Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Per- sonal an Fachhochschulen“ sowie der Fortsetzung des Programms „Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen“ ist es dem Land gelungen, dass die DHBW bei diesen Förderprogrammen in die Riege der an- tragsberechtigten Hochschulen aufgenommen wurde. Dadurch ist es der DHBW möglich, sich in den kommenden fünf Jahren (Laufzeit der Bund-Länder-Verein- barung vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2023) in den acht thematischen Pro- grammlinien um eine Förderung zu bewerben. Weiterhin setzte sich das Wissen- schaftsministerium erfolgreich für die Antragsberechtigung der DHBW in der Bund-Länder Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ein. In den derzeit laufenden Verhandlungen zur Ausgestaltung der Nachfolgerege- lung zum Hochschulpakt trägt das Wissenschaftsministerium weiterhin Sorge dafür, dass die Eckpunkte der Bund-Länder-Vereinbarung der Vielfalt der Hoch- schullandschaft in Baden-Württemberg Rechnung tragen werden und dass die DHBW dabei vollumfänglich berücksichtigt wird. 5. Wie beurteilt sie die Tragfähigkeit der gegenwärtigen Kompetenzverteilung zwischen dem DHBW-Präsidium und den Standorten und wie insbesondere die erzielbaren Verbesserungen durch den laufenden Prozess mit angekündigten Nachjustierungen im Zusammenwirken von zentraler und dezentraler Ebene (vgl. Drucksache 16/560, Seite 10)? Nach wie vor handelt es sich bei der DHBW um eine noch junge Hochschule, die in ihrer Struktur – in Baden-Württemberg wie deutschlandweit – einmalig ist. Daher wurden – wie bereits in der o. g. Drucksache 16/560 im Jahr 2015 ausge- 7
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 führt – seit Gründung der Hochschule im Jahr 2009 immer wieder Nachjustierun- gen im Rahmen der Novellierungen des Landeshochschulgesetzes vorgenommen. Dies gilt auch für unterhalb der gesetzlichen Regelungen stattfindende Austarie- rungen bezüglich des Zusammenwirkens der Zentralebene (Präsidium) und der dezentralen Ebene (Studienakademien). Aktuell läuft mit dem „Projekt Z(ukunft)“ und dessen beiden Teilprojekten „Füh- rungs- und Gremienarchitektur“ und „Kern- und Servicefunktionen“ ein DHBW- weiter Organisationsentwicklungsprozess. Die Interessengruppen der DHBW be- fassen sich dabei mit einer möglichen Anpassung der Hochschulstrukturen auf die aktuellen Erfordernisse der DHBW. Letztere werden mit allen Beteiligten, so auch dem Aufsichtsrat und dem Wissenschaftsministerium, abgestimmt. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Erkenntnisse könnten auch die der- zeit laufenden Prüfungen des Rechnungshofes ergeben. 6. Wie beurteilt sie den bislang erzielten Erfolg bei der Umsetzung des Struktur- und Entwicklungsplans 2015 bis 2020 der DHBW? Das Wissenschaftsministerium bewertet die im Struktur- und Entwicklungsplan 2015 bis 2020 der DHBW ausgewiesenen Zielsetzungen insgesamt positiv. Im Einzelnen zeigt sich dies u. a. in folgenden Punkten: – Die internen Programme der DHBW sind akkreditiert, das Verfahren zur Sys- tem-Reakkreditierung verläuft bislang planmäßig und unter hohem Engage- ment aller beteiligten Akteure an den Studienakademien und im Präsidium der DHBW. – Mit dem bereits unter Ziffer I.5. erwähnten Projekt Z(ukunft) und dessen bei- den Teilprojekten „Führungs- und Gremienarchitektur“ und „Kern- und Service- funktionen“ hat die DHBW einen DHBW-weiten Organisationsentwicklungs- prozess in Gang gesetzt. – Die besondere Rolle, die die DHBW als Wissens- und Transferpartner insbe- sondere für ihre Dualen Partner einnimmt, wurde im Strategiepapier „For- schung, Innovation und Transfer vom Bildungs- zum Wissens- und Transfer- partner“ dokumentiert. – Der Aufbau und die Weiterentwicklung des DHBW Center for Advanced Stu- dies (DHBW CAS) zur Einrichtung weiterbildender, berufsintegrierender Mas- terstudiengänge wurde erfolgreich vorangetrieben. Das DHBW CAS hat sich bei den Studierenden wie bei den Dualen Partnern als attraktiver Anbieter be- rufsbegleitender dualer Masterstudiengänge etabliert. Sowohl hinsichtlich der Zahl der Studierenden als auch hinsichtlich der Einnahmen wurden die Erwar- tungen deutlich übertroffen. – Die DHBW verfolgt ihre Internationalisierungsstrategie weiter. Die zunehmen- den Anfragen der Dualen Partner nach einer Unterstützung bei der Entwick- lung qualitativ hochwertiger und den Standards der DHBW entsprechenden Studienangeboten für die Dualen Partner auch im Ausland belegen dies nach- drücklich. II. Studierende und Studienangebote 1. Hält sie die „Deckelung der Anfängerkurse“ angesichts des anhaltend hohen Niveaus, ja weiteren Wachstums bei den Studierendenzahlen an der DHBW (erneute Zunahme vom WS 2016/2017 zum WS 2017/2018 um ein Prozent) für politisch opportun, und wenn nein, auf welche Weise will sie Abhilfe schaffen bzw. dem Expansionstrend an der DHBW Rechnung tragen? Im Rahmen des HoFV hat das Land auch der DHBW Planungssicherheit auf der Grundlage der Haushaltsansätze 2014 gewährt. Die DHBW hat sich dabei bereit erklärt, während der Laufzeit das Studienplatzangebot des akademischen Jahres 2014/2015 (415 Anfängerkurse) zu gewährleisten. Die Deckelung der Anfänger- kurse bedeutet in diesem Zusammenhang eine finanzielle Deckelung orientiert an den Studienanfängerzahlen, die aktuell leicht rückläufig sind. Der Umfang von 8
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 415 Studienanfängerkursen wurde während der bisherigen Laufzeit des HoFV nicht überschritten. Bei fachlichem Bedarf, zum Beispiel für die Studiengänge „Öffentliches Bauen“ und „Soziale Arbeit“ oder im Rahmen des Programms „Akademisierung der Gesundheitsfachberufe“ hat das Land zusätzlich finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Der DHBW werden damit über die aus der Deckelung vorgesehenen bis zu 415 Anfängerkurse hinaus zusätzliche Mittel zur Ausbringung weiterer Kurse (Programm „Akademisierung der Gesundheitsfach- berufe“, Kurs „Öffentliches Bauen“, Kurs „Soziale Arbeit“) bereitgestellt. Seit Gründung der DHBW im Jahr 2009 ist die Zahl der Studierenden um rund 34 % auf rund 34.000 gewachsen. Anders als zunächst prognostiziert hat sich der Studienplatzbedarf auf hohem Niveau stabilisiert. Die DHBW hat damit in den vergangenen Jahren einen deutlich überproportionalen Beitrag zum Studienplatz- ausbau in Baden-Württemberg geleistet. 2. Welche Entwicklung hat die Auslastungsquote von Kursen in den letzten Jahren genommen und welche Ursachen für Unterschiede an den einzelnen DHBW- Studienakademien sind erkennbar? Laut DHBW ist über alle Studienakademien hinweg in den letzten Jahren ein kon- tinuierlicher Anstieg der Auslastungsquote ihrer Kurse zu verzeichnen. Ziel aller Studienakademien ist eine 100 %-ige Auslastung aller eingerichteten Kurse. Dabei ist zu beachten, dass an den großen Studienakademien Schwankungen in den Auslastungsquoten der einzelnen Studiengänge durch Umschichtungen ent- sprechender Ressourcen aus Studienangeboten mit nachlassender Nachfrage in Richtung Einrichtung zusätzlicher Kurse in Studiengängen mit steigender Nach- frage begegnet werden kann. Aufgrund der langfristigen Auswirkungen von Per- sonalveränderungen im professoralen Bereich sind solche Anpassungen allerdings mit zeitlichen Verzögerungen verbunden. An kleineren Standorten ist ein entspre- chender Ausgleich unter den Studiengängen erheblich schwerer zu realisieren, da in der Regel die Studiengänge nur mit ein bis zwei Anfängerkursen angeboten werden. Eine Erhöhung von einem auf zwei Kurse und die damit verbundene Ver- doppelung der Studienanfängerzahlen von 30 auf 60 kann daher an kleinen Stand- orten nur mit Verzögerungen über einen längeren Zeitraum hinweg realisiert werden. Nicht zuletzt spielt bei der Betrachtung der Unterschiede der einzelnen Studien- akademien auch deren regionale Verankerung und die damit verbundenen Anfor- derungen an ein passgenaues Studienangebot für die Region eine große Rolle. Sich verändernde, zum Teil auch sehr kurzfristig angemeldete bzw. auch zwar an- gemeldete, aber nicht in Anspruch genommene Bedarfe der Dualen Partner beein- flussen ebenfalls die Nachfrage nach Studienplätzen und damit die Auslastungs- quoten. 3. In welchen Studiengängen an den Standorten der DHBW ist in den letzten Jah- ren ein Wachstum zu verzeichnen und in welchen ein Rückgang der Nachfrage? Stark nachgefragt sind nach Auskunft der DHBW aktuell insbesondere Studien- angebote mit einem Bezug zu digitalen Inhalten. Die DHBW wird daher unter Berücksichtigung des technologischen Wandels und der Nachfrage der Dualen Partner ab 2019 das Studienangebot in den Bereichen Informatik bzw. BWL-Di- gital Business Management erweitern. Rückläufige Nachfragen gibt es nur in we- nigen Bereichen. Durch den engen Austausch mit den Dualen Partnern kann die DHBW schnell auf neue Bedarfe reagieren und Angebote schrittweise substitu- ieren. 9
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 5425 Die Entwicklungen in den einzelnen Studienakademien stellen sich wie folgt dar: 6WXGLHQDNDGHPLH :DFKVWXP 5FNJDQJ6WDJQDWLRQ '+%:+HLGHQKHLP $QJHZDQGWH*HVXQGKHLWVXQG3IOHJHZLV %:/%DQN %:/+DQGHO VHQVFKDIWHQ$QJHZDQGWH+HEDPPHQZLV 0DVFKLQHQEDX VHQVFKDIWHQ6R]LDOH$UEHLW,QIRUPDWLN '+%:+HLOEURQQ %:/'LHQVWOHLVWXQJVPDQDJHPHQW%:/ )RRG0DQDJHPHQW%:/+DQGHO '+%:.DUOVUXKH ,QIRUPDWLN:LUWVFKDIWVLQIRUPDWLN,QIRUPD %:/%DQN%:/,QWHUQDWLRQDO WLRQVWHFKQLN0HFKDWURQLN$U]WDVVLVWHQW %XVLQHVV %:/+DQGHO56:6WHXHUQXQG3UIXQJV ZHVHQ '+%:/|UUDFK %:/7RXULVPXV+RWHOOHULHXQG*DVWURQR %:/,QGXVWULH %:/+DQGHO PLH%:/3HUVRQDOPDQDJHPHQW%:/ %:/)LQDQ]GLHQVWOHLVWXQJHQ *HVXQGKHLWVPDQDJHPHQW:LUWVFKDIWVLQIRU PDWLN(OHNWURWHFKQLN '+%:0DQQKHLP :LUWVFKDIWVLQIRUPDWLN5HFKQXQJVZHVHQ %:/9HUVLFKHUXQJ %:/%DQN 6WHXHUQ:LUWVFKDIWVUHFKW 56: 0HGLHQ 0DVFKLQHQEDX ,QIRUPDWLN(OHNWURWHFKQLN0HFKDWURQLN '+%:0RVEDFKLQNO%DG $QJHZDQGWH,QIRUPDWLN2QOLQHPHGLHQ %:/%DQN%:/,QGXVWULH%:/ 0HUJHQWKHLP :LUWVFKDIWVLQIRUPDWLN%DXLQJHQLHXUZHVHQ ,QWHUQDWLRQDO%XVLQHVV0DVFKLQHQEDX :LUWVFKDIWVLQJHQLHXUZHVHQ0HFKDWURQLN '+%:5DYHQVEXUJLQNO %:/0HVVH.RQJUHVVXQG(YHQWPDQD %:/%DQN%:/)LQDQ] )ULHGULFKVKDIHQ JHPHQW:LUWVFKDIWVLQIRUPDWLN,QIRUPDWLN GLHQVWOHLVWXQJHQ%:/,QWHUQDWLRQDO /XIWXQG5DXPIDKUWWHFKQLN%:/ %XVLQHVV 7RXULVPXV+RWHOOHULHXQG*DVWURQRPLH 0DVFKLQHQEDX:LUWVFKDIWVLQJHQLHXUZHVHQ (OHNWURWHFKQLN '+%:6WXWWJDUWLQNO+RUE ,QIRUPDWLN0DVFKLQHQEDX:LUWVFKDIWVLQ %:/%DQN%:/,QGXVWULH%:/ JHQLHXUZHVHQ0HFKDWURQLN(OHNWURWHFKQLN 9HUVLFKHUXQJ %:/'LHQVWOHLVWXQJVPDQDJHPHQW%:/ +DQGHO '+%:9LOOLQJHQ6FKZHQQLQ 6R]LDOH$UEHLW%:/&RQWUROOLQJ &RQ %:/%DQN%:/0LWWHOVWlQGLVFKH JHQ VXOWLQJ%:/7HFKQLFDO0DQDJHPHQW :LUWVFKDIW * Weiterentwicklung an allen Studienakademien zu Digital Business Management, Digital Finance Management und Digital Commerce Management 4. Wie stuft sie die Kooperationsbereitschaft der (Partner-)Unternehmen und der Kammern gegenüber der DHBW ein und welchen Wandel in der Nachfrage nach Studiengängen konstatiert sie seitens der Wirtschaft und ihrer Interessen- vertretungen? Die Dualen Partner sind Mitglieder der Hochschule und gestalten die Hochschule und Studieninhalte aktiv mit. Um die aktuellen und zukünftigen Bedarfe der Dua- len Partner nach entsprechenden Studiengängen passgenau abbilden zu können, sind die Dualen Partner in allen wichtigen Gremien der DHBW vertreten (z. B. Fachkommissionen, Senat, Qualitätssicherungskommission, Hochschulräte der Standorte, Aufsichtsrat). Neben den direkten Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen und sozialen Einrichtungen sind auch Vertreterinnen und Vertreter von Kammern und Verbänden in den Hochschulräten der Standorte und im Auf- sichtsrat beteiligt. Ergänzend pflegt die DHBW traditionell einen intensiven und konstruktiven Austausch mit den Bildungsverantwortlichen von Kammern und Verbänden. Im Vergleich zu anderen Hochschulmodellen ist die Kooperation mit den Dualen Partnern, Kammern und Verbänden damit überdurchschnittlich inten- siv und durch die speziellen Strukturmerkmale der DHBW auch systemimmanent verankert. 10