Wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Rottweil
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 – Es wurde bisher insgesamt für 110 Unternehmen eine Digitalisierungsprämie bewilligt. Davon entfallen 107 Bewilligungen auf die Variante Tilgungszu- schuss. Der kumulierte Tilgungszuschuss beläuft sich dabei auf insgesamt rd. 572.000 Euro, womit Digitalisierungsinvestitionen von rund 2,5 Mio. Euro an- gestoßen werden konnten. Drei Bewilligungen wurden im ersten Modellver- such als Direktzuschuss erteilt. Die Zuschusssumme beläuft sich hier auf rund 24.000 Euro. – Die regionalen Digital Hubs sind Kristallisationspunkte für digitale Innovatio- nen in den Regionen Baden-Württembergs. In diesen einzigartigen Digitalisie- rungszentren treffen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinander. Für den Kreis Rottweil ist vor allem der Digital Hub „Digital Mountains“ mit Hauptstandort in St. Georgen rele- vant. Das Projekt ist im Oktober 2018 gestartet und wird im Rahmen der Digi- talisierungsstrategie „digital@bw“ mit einer Zuwendung in Höhe von 857.000 Euro gefördert. Physisch im Technologiezentrum St. Georgen in direkter Nach- barschaft zum LKR Rottweil angesiedelt, zielt der Hub als Service-Plattform darauf ab, Kompetenzen zu bündeln, Synergien zu schaffen und regionale Be- darfslücken zu schließen. – Für die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis Rottweil wurden aus dem ESF-Baden-Württemberg im Förderbereich Wirtschaft seit dem Jahr 2008 folgende Förderungen gewährt: – Insgesamt wurden rund 536.600 Euro ESF-Mittel für insgesamt 146 Unterneh- mensmaßnahmen nach dem ESF-Coachingprogramm für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden rund 678.000 Euro ESF-Mittel und rund 95.600 Euro Landeshaushaltsmittel für Fachkursträger im Rahmen des ESF-Fachkursprogramms bewilligt. – Mit rund 264.700 Euro ESF-Mitteln und rund 167.500 Euro Landeshaushalts- mitteln wurde die Beratung von Existenzgründerinnen und Existenzgründern in der Vorgründungsphase über das ESF-Projekt EXI-Gründungs-Gutschein ge- fördert. – Des Weiteren sind rund 89.800 Euro ESF-Mittel in das ESF-Förderprogramm für zusätzliche Ausbildungsplätze und rund 20.800 Euro ESF-Mittel in das Förderprogramm zur Einstellung von Innovationsassistenten und Innovations- assistentinnen in kleinen und mittleren Unternehmen geflossen. – Über das Förderprogramm Veranstaltungen wurden rund 7.400 Euro ESF-Mit- tel ausbezahlt. Weitere rund 193.500 Euro ESF-Mittel sowie rund 63,9 Tsd. Euro Landeshaushaltsmittel wurden für Maßnahmen aus dem ESF-Förderpro- gramm Qualifizierungsberatung und Personalentwicklung gewährt. – Im Landkreis Rottweil flossen für Innovationsgutscheine für kleine und mittle- re Unternehmen seit dem Jahr 2011 insgesamt 653.000 Euro an Unternehmen in diesem Kreis. – Als Beteiligung an regionalen Gründungsveranstaltungen gewährte das Minis- terium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau der EGON – die Wirtschafts- förderungs- und Existenzgründungsoffensive Neckar-Eschach (hier arbeitet die Gemeinde Deißlingen mit den Gemeinden Niedereschach und Dauchingen zu- sammen) Kostenbeteiligungen in Höhe von 84.567,55 Euro. – Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local – Gründungsfreund- liche Kommune“ wurden Deißlingen (2018 und 2020, gemeinsam mit Nie- dereschach und Dauchingen aus dem Nachbarkreis) und Dornhan (2018, ge- meinsam mit Alpirsbach und Loßburg aus dem Nachbarkreis) als „gründungs- freundlich“ ausgezeichnet und erhielten gemeinsam mit den Gemeinden aus dem Nachbarkreis je Teilnahme 5.000 Euro zur Erstellung eines Konzepts zur eigenen Gründungsfreundlichkeit. – Der Hauptteil der in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten L-Bank-Förder- programme finanziert sich aus dem sog. Förderfonds der L-Bank (früher Bank- beitrag), sodass sie dem originären Landeshaushalt nur indirekt zugerechnet werden können. 11
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 Tabelle 9: L-Bank-Förderprogramme 2008 bis 2019 2008-2019 Darlehen Investition ArbPl. ArbPl. Kreis Programm Anzahl Tsd. € Tsd. € bisher künftig Rottweil Startfinanzierung 80 *) 244 12.902 16.777 378 699 Rottweil Gründungsfinanzierung *) 283 86.720 132.244 3.120 3.566 Rottweil Wachstumsfinanzierung *) 416 122.890 188.266 12.194 12.711 Rottweil GuW Existenzgründung/-festigung**) 118 16.947 23.499 712 869 Rottweil GuW Existenzgründung/-festigung innovativ*** 2 430 445 8 10 Exi insgesamt 1.063 239.889 361.231 16.412 17.855 Rottweil Tourismusfinanzierung 4 3.075 4.480 71 75 Rottweil Liquiditätskredit 153 35.147 40.415 5.296 5.388 Rottweil Mittelstandskredit (ab 01.01.04 bis 31.12.2010) 104 24.204 33.704 2.128 2.237 Rottweil Innovationsfinanzierung 4.0 (ab 15.09.2015) 25 6.985 7.103 1.634 1.665 Rottweil Digitalisierungsprämie (seit Juli 2018) 105 2.340 3.518 1.974 2.033 Rottweil Technologieförderung (bis 15.09.2015) 21 11.902 18.009 1.295 1.325 Rottweil Umweltschutz 1 800 6.802 57 60 sonstige insgesamt 413 84.453 114.031 12.455 12.783 SUMME 1.476 324.342 475.262 28.867 30.638 *) Neue Programmstruktur ab 01.04.2011 **) bis 31.03.2011 einschl. Gründungs- und Wachstumsfinanzierung - verbilligt, incl. Festigungen und Übernahmen ***) Innovative/technologieorientierte Unternehmensgründung (bis 2010 gesondert ausgewiesen) – Für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden wurden dem Landkreis Rottweil im Jahr 2016 bis heute 24,6 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg und noch einmal 34,5 Millionen Euro vom BMVI zur Verfügung gestellt. Die erste Maßnahme wurde zum 30. Juni 2020 abge- schlossen. Der Abschluss der weiteren Maßnahmen ist zum 31. Dezember 2023 bzw. zum 31. Dezember 2025 geplant. Das größte Projekt, das zum 1. Dezem- ber 2020 mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 55 Millionen Euro und ei- nem Fördervolumen von 50 Millionen Euro startet, beinhaltet den Ausbau aller Gewerbegebiete in 21 Städten und Gemeinden des Landkreises. Damit stehen dann allen Gewerbebetrieben – nicht nur in den Gewerbegebieten – Anschlüsse mit 1 GBit/s zur Verfügung. – Im Bereich der Fachkräftesicherung wurden in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg seit dem Jahr 2015 Zuwendungen aus Landesmitteln in Höhe von rund 838.000 Euro gewährt, darunter rund 752.000 Euro für das von der Wirt- schaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH (seit Juli 2019 in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar- Heuberg) getragene Welcome Center Schwarzwald-Baar-Heuberg (seit Juli 2019 Welcome Center Schwarzwald-Baar-Heuberg & Hochrhein-Bodensee), rund 85.000 Euro für die Koordinierungsstelle der regionalen Fachkräfteallianz bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH und rund 900 Euro für eine Veranstaltung zur Fachkräftesicherung der Fach- kräfteallianz Schwarzwald-Baar-Heuberg. Der von diesen Förderungen auf den LKR Rottweil entfallende Betrag kann nicht beziffert werden. 7. Mit welchen Mitteln aus dem originären Landeshaushalt fördert sie die beruf- lichen Schulen im Landkreis Rottweil (gegliedert in einmalige Unterstützungs- maßnahmen, laufende Zuschüsse usw.)? Zu 7.: Das Land Baden-Württemberg fördert mit Fördermitteln aus dem Kommunalen Investitionsfonds und dem Kommunalen Sanierungsfonds die Schaffung des er- forderlichen Schulraums sowie die Sanierung von bestehenden Schulgebäuden beruflicher Schulen. Es handelt sich hierbei um einmalige Zuwendungen des Lan- des für bauliche Investitionen. In den Jahren 2015 bis 2019 wurden vier Schul- bau- oder Sanierungsmaßnahmen an beruflichen Schulen im LKR Rottweil mit Zuwendungen in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro gefördert. 12
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 Im Übrigen wurden den beruflichen Schulen im LKR Rottweil insgesamt 20.450 Euro im Rahmen des schulbezogenen Fortbildungsbudgets zur Verfügung ge- stellt. Des Weiteren stehen dem LKR Rottweil im Rahmen des Sofortausstat- tungsprogramms auf Grundlage des Digitalpakts für die beruflichen Schulen Lan- desmittel in Höhe von knapp 224.500 Euro u. a. zum Kauf von mobilen Endgerä- ten zur Verfügung, welche die Bundesmittel in gleicher Höhe ergänzen. 8. Wie haben sich die Anträge auf Kurzarbeitergeld von 2008 bis heute im Land- kreis Rottweil entwickelt? Zu 8.: Die Fragestellung lässt nicht eindeutig erkennen, ob die angezeigte oder realisier- te Kurzarbeit gemeint ist. Aus diesem Grund sind in den folgenden Tabellen die angezeigte Kurzarbeit mit den betroffenen Beschäftigten von Januar 2007 bis Juli 2020 und die realisierte Kurzarbeit (einschließlich derer von Beschäftigungsäqui- valenten) von Januar 2007 bis Januar 2020 dargestellt. Bei der realisierten Kurz- arbeit sind aktuellere Daten aus erhebungstechnischen Gründen nicht verfügbar. 13
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 Tabelle 10: Angezeigte konjunkturelle Kurzarbeit im LKR Rottweil 01.2007–07.2020 Eingegangene/ geprüfte Eingegangene/ geprüfte Personen in Anzeigen Personen in Anzeigen Berichtsmonat Anzeigen Berichtsmonat Anzeigen 1 2 1 2 Jan 07 7 24 Nov 13 3 49 Feb 07 3 17 Dez 13 8 33 Mrz 07 5 55 Jan 14 5 46 Apr 07 10 119 Feb 14 3 14 Mai 07 3 13 Mrz 14 5 245 Jun 07 3 142 Apr 14 9 437 Jul 07 12 47 Mai 14 4 196 Aug 07 4 17 Jun 14 5 43 Sep 07 7 36 Jul 14 3 20 Okt 07 8 28 Aug 14 * * Nov 07 3 17 Sep 14 6 17 Dez 07 * * Okt 14 5 40 Jan 08 6 534 Nov 14 6 33 Feb 08 6 23 Dez 14 9 46 Mrz 08 6 78 Jan 15 3 7 Apr 08 15 142 Feb 15 * * Mai 08 - - Mrz 15 5 269 Jun 08 6 258 Apr 15 14 146 Jul 08 6 22 Mai 15 * * Aug 08 5 68 Jun 15 * * Sep 08 8 32 Jul 15 * * Okt 08 22 129 Aug 15 - - Nov 08 25 1.353 Sep 15 3 6 Dez 08 32 692 Okt 15 4 42 Jan 09 110 2.692 Nov 15 5 42 Feb 09 108 2.995 Dez 15 6 37 Mrz 09 193 4.027 Jan 16 * * Apr 09 90 1.317 Feb 16 * * Mai 09 40 369 Mrz 16 * * Jun 09 52 1.000 Apr 16 6 228 Jul 09 38 841 Mai 16 3 23 Aug 09 10 212 Jun 16 9 125 Sep 09 11 58 Jul 16 6 29 Okt 09 27 238 Aug 16 * * Nov 09 28 371 Sep 16 3 14 Dez 09 24 233 Okt 16 8 36 Jan 10 21 121 Nov 16 4 52 Feb 10 13 162 Dez 16 5 64 Mrz 10 15 52 Jan 17 * * Apr 10 12 92 Feb 17 * * Mai 10 9 58 Mrz 17 16 130 Jun 10 13 73 Apr 17 - - Jul 10 16 147 Mai 17 5 44 Aug 10 * * Jun 17 * * Sep 10 5 86 Jul 17 5 19 Okt 10 10 344 Aug 17 - - Nov 10 8 366 Sep 17 * * Dez 10 12 78 Okt 17 * * Jan 11 12 146 Nov 17 * * Feb 11 5 21 Dez 17 - - Mrz 11 7 33 Jan 18 * * Apr 11 * * Feb 18 - - Mai 11 * * Mrz 18 * * Jun 11 * * Apr 18 * * Jul 11 * * Mai 18 - - Aug 11 * * Jun 18 - - Sep 11 4 79 Jul 18 - - Okt 11 4 9 Aug 18 - - Nov 11 10 307 Sep 18 * * Dez 11 7 110 Okt 18 * * Jan 12 5 29 Nov 18 * * Feb 12 7 67 Dez 18 * * Mrz 12 7 531 Jan 19 3 49 Apr 12 4 34 Feb 19 4 647 Mai 12 4 32 Mrz 19 3 54 Jun 12 10 137 Apr 19 7 59 Jul 12 6 88 Mai 19 6 141 Aug 12 * * Jun 19 14 225 Sep 12 7 82 Jul 19 8 59 Okt 12 19 532 Aug 19 4 297 Nov 12 10 64 Sep 19 8 59 Dez 12 10 195 Okt 19 9 210 Jan 13 8 165 Nov 19 10 170 Feb 13 12 167 Dez 19 13 162 Mrz 13 13 100 Jan 20 18 187 Apr 13 5 35 Feb 20 8 90 Mai 13 9 78 Mrz 20 308 4.902 Jun 13 6 214 Apr 20 1.055 14.943 Jul 13 3 40 Mai 20 156 1.966 Aug 13 * * Jun 20 68 1.449 Sep 13 3 273 Jul 20 22 237 Okt 13 6 102 14
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 *) Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung w erden Zahlenw erte von 1 oder 2 und Daten, aus denen rechnerisch auf einen solchen Zahlenw ert geschlossen w erden kann, anonymisiert. Die Gültigkeit von Anzeigen haben seit Dezember 2012 eine Dauer von 12 Monaten. Bei Unterbrechung der Kurzarbeit um 3 Monate oder länger ist eine neue Anzeige zu stellen. Eine Anzeige w ird nur für den Monat gezählt, in dem sie eingegangen ist bzw . im Fachverfahren erfasst w urde. Nicht für alle Personen in den Anzeigen über Kurzarbeit erfolgt später auch tatsächlich Kurzarbeit. Auch das Ausmaß des Arbeitsausfalls pro Kopf ist aus den Anzeigen noch nicht erkennbar. Insow eit können die in den Anzeigen gemeldeten Zahlen über Personen zw ar als potentielle, nicht aber als unmittelbare Zugänge in Kurzarbeit interpretiert w erden. Die regionale und w irtschaftsfachliche Zuordnung der Daten in der Statistik über Kurzarbeit enthält Unschärfen, die sich umso stärker ausw irken können, je differenzierter (regional und w irtschaftsfachlich) die Ausw ertungen sind. Das liegt daran, dass die Anzeige und Abrechnung von Kurzarbeit je nach betrieblicher Organisationsstruktur auch regional übergreifend (d. h. für mehrere Unternehmensstandorte) vorgenommen w erden kann. Zudem kann die anzeigende bzw . abrechnende Stelle eine abw eichende w irtschaftsfachliche Zuordnung haben. Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit 15
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 Tabelle 11: Konjunkturelles Kurzarbeitergeld im LKR Rottweil 01.2007–01.2020 Beschäftigungs- Beschäftigungs- Berichts- Betriebe Kurzarbeiter Berichts- Betriebe Kurzarbeiter äquivalent äquivalent monat monat 1 2 5 1 2 5 Jan 07 9 16 6 Aug 13 7 31 13 Feb 07 11 25 8 Sep 13 11 223 45 Mrz 07 16 78 26 Okt 13 8 273 54 Apr 07 16 101 38 Nov 13 10 286 56 Mai 07 13 55 22 Dez 13 7 193 37 Jun 07 10 38 12 Jan 14 9 51 16 Jul 07 13 64 28 Feb 14 11 50 13 Aug 07 7 29 11 Mrz 14 11 50 18 Sep 07 15 198 71 Apr 14 14 322 107 Okt 07 17 63 22 Mai 14 17 557 150 Nov 07 16 57 18 Jun 14 12 436 125 Dez 07 12 178 45 Jul 14 8 352 110 Jan 08 13 41 17 Aug 14 4 23 10 Feb 08 17 63 26 Sep 14 10 250 51 Mrz 08 15 68 24 Okt 14 11 266 93 Apr 08 24 92 29 Nov 14 14 278 92 Mai 08 15 69 22 Dez 14 13 61 21 Jun 08 15 172 93 Jan 15 18 75 30 Jul 08 13 174 47 Feb 15 19 109 33 Aug 08 11 194 42 Mrz 15 23 285 199 Sep 08 16 103 29 Apr 15 25 398 97 Okt 08 21 270 85 Mai 15 20 292 74 Nov 08 29 346 94 Jun 15 17 265 63 Dez 08 36 455 156 Jul 15 11 222 82 Jan 09 67 2.526 515 Aug 15 4 12 5 Feb 09 120 4.819 1.316 Sep 15 7 146 29 Mrz 09 232 7.082 2.198 Okt 15 10 39 17 Apr 09 281 8.065 2.482 Nov 15 11 35 13 Mai 09 286 7.767 2.168 Dez 15 12 46 15 Jun 09 306 7.625 2.263 Jan 16 8 32 8 Jul 09 310 6.947 2.003 Feb 16 10 37 12 Aug 09 235 4.266 821 Mrz 16 7 25 7 Sep 09 270 5.972 1.582 Apr 16 6 16 5 Okt 09 268 5.698 1.312 Mai 16 5 16 4 Nov 09 266 5.244 1.444 Jun 16 6 19 5 Dez 09 230 4.022 857 Jul 16 9 45 10 Jan 10 220 4.153 1120 Aug 16 6 20 11 Feb 10 226 3.964 1079 Sep 16 8 31 11 Mrz 10 200 3.304 628 Okt 16 9 53 12 Apr 10 174 2.654 677 Nov 16 8 37 8 Mai 10 158 2.385 577 Dez 16 6 43 10 Jun 10 136 1.806 388 Jan 17 6 20 5 Jul 10 114 853 209 Feb 17 5 25 6 Aug 10 76 425 108 Mrz 17 6 82 28 Sep 10 74 458 122 Apr 17 5 124 32 Okt 10 73 401 116 Mai 17 8 132 31 Nov 10 65 537 114 Jun 17 7 99 20 Dez 10 55 397 85 Jul 17 4 29 9 Jan 11 39 298 65 Aug 17 * * * Feb 11 42 378 86 Sep 17 4 21 4 Mrz 11 35 229 67 Okt 17 3 19 4 Apr 11 20 53 18 Nov 17 * * * Mai 11 19 225 46 Dez 17 * * * Jun 11 15 46 14 Jan 18 * * 3 Jul 11 16 210 76 Feb 18 * * 4 Aug 11 7 14 6 Mrz 18 3 22 8 Sep 11 7 181 34 Apr 18 * * 3 Okt 11 9 187 35 Mai 18 - - - Nov 11 9 68 16 Jun 18 - - - Dez 11 14 371 78 Jul 18 * * 6 Jan 12 14 228 55 Aug 18 - - - Feb 12 17 401 88 Sep 18 - - - Mrz 12 11 481 91 Okt 18 * * 5 Apr 12 12 499 95 Nov 18 * * 5 Mai 12 11 478 93 Dez 18 3 181 33 Jun 12 11 258 38 Jan 19 4 253 97 Jul 12 7 115 27 Feb 19 5 191 44 Aug 12 8 96 24 Mrz 19 6 475 87 Sep 12 12 223 48 Apr 19 10 497 95 Okt 12 21 423 105 Mai 19 11 - 47 Nov 12 25 506 144 Jun 19 14 411 74 Dez 12 19 483 98 Jul 19 17 440 83 Jan 13 24 547 125 Aug 19 12 201 44 Feb 13 27 607 197 Sep 19 18 382 78 Mrz 13 30 432 99 Okt 19 22 523 93 Apr 13 31 230 49 Nov 19 31 656 146 Mai 13 20 258 53 Dez 19 31 690 132 Jun 13 21 100 31 Jan 20 33 548 115 Jul 13 13 183 42 16
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 *) Die erhobenen Daten unterliegen grundsätzlich der Geheimhaltung nach § 16 BStatG. Eine Übermittlung von Einzelangaben ist daher ausgeschlossen. Aus diesem Grund werden bei den Ihnen zur Verfügung gestellten Daten auch Zahlenwerte kleiner 3 anonymisiert oder zu Gruppen zusammengefasst. Die regionale Zuordnung der Kurzarbeiter richtet sich immer nach dem Arbeitsort (= Sitz des Betriebes). Die Kurzarbeiterstatistik für Zeiträume bis Dezember 2008 basiert auf gesonderten Betriebsmeldungen für statistische Zwecke gemäß § 320 SGB III. Die Daten ab Januar 2009 werden im Rahmen der neuen Kurzarbeiterstatistik ermittelt, die auf Auswertungen aus den von Betrieben eingereichten Abrechnungslisten über realisierte Kurzarbeit in zurückliegenden Monaten beruht. Methodisch bedingt gibt es vor allem bei regional und branchenmäßig tiefer gegliederten Statistiken Abweichungen zwischen beiden Verfahren. Datenquelle: Bundesagentur für Arbeit 9. Wo sieht sie die größten Herausforderungen für die wirtschaftliche Entwick- lung im Landkreis Rottweil, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona- Pandemie, globaler Handelskonflikte und Transformationsprozesse bspw. im Zuliefererbereich der Automobilwirtschaft? Zu 9.: Der LKR Rottweil ist sehr vom Produzierenden Gewerbe und insbesondere durch die auf die Metallbe- und -verarbeitung spezialisierte Automobilzulieferindustrie sowie die zugehörigen Fabrikausrüster (Maschinen- und Anlagenbau) mit einem Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette des Verbrennungsmotors geprägt. Die Automobilzuliefererindustrie sowie die Fabrikausrüster sind mit Blick auf die Wirtschaftsstruktur von großer Bedeutung für die Region und zukünftig stark von der Transformation der Branche berührt. Die Corona-Krise trifft diese Unternehmen besonders hart, denn die Branche steht mit Blick auf den konjunkturellen Abschwung, globale Handelskonflikte sowie den Transformationsprozess ohnehin schon vor großen Aufgaben. Budgets für Zukunftsinvestitionen und die Umstellung des eigenen Produktportfolios auf kli- maneutrale und emissionsarme sowie digitalisierte und vernetzte Fahrzeuge, Ma- schinen und Anlagen werden aktuell für Maßnahmen zur Bewältigung der Coro- na-Krise benötigt. Viele Unternehmen stehen vor einer existenzbedrohenden finanziellen Belastung. Die größten Herausforderungen liegen kurzfristig in der Sicherstellung der Liquidität und mittel- bis langfristig in der strategischen Neuausrichtung des eigenen Unternehmens sowie der Qualifizierung der Mitar- beiter. Die Corona-Soforthilfen konnten und können hier kurzfristig unterstützen. Sie er- setzen aber nicht einen strategischen Transformationsprozess bzgl. neuer Produk- te und Märkte. Mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg hat die Landesregierung hierzu bereits im Jahr 2017 einen strukturierten Prozess aufgesetzt, um Regionen und Unternehmen beim Transformationsprozess aktiv zu begleiten und zu unterstützen. 10. In welchen Branchen nimmt sie im Landkreis Rottweil den größten Mangel an Fachkräften wahr? Zu 10.: Als statistische Messgröße für die Knappheit von Fachkräften kann die Vakanz- zeit herangezogen werden. Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit be- trug im Landkreis Rottweil im Dezember 2019 130 Tage und im Juli 2020 144 Tage. Von einem Engpass spricht man dann, wenn die Besetzung freier Arbeitsstellen deutlich länger dauert als „üblich“ und als von den Betrieben für vertretbar ge- halten wird. Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit über die durchschnittliche Vakanzzeit in Tagen beim Bestand an gemeldeten sozialver- sicherungspflichtigen Arbeitsstellen für den LKR Rottweil kann aufgrund der überdurchschnittlichen abgeschlossenen Vakanzzeit bzw. an den Durchschnitt heranreichenden abgeschlossenen Vakanzzeit auf gewisse Fachkräfteengpässe für nachfolgend aufgeführte Zielberufe geschlossen werden. Wegen möglicher 17
Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 8590 coronabedingter Einflüsse auf die Aussagefähigkeit der Daten für Juli 2020 sind auch die Vakanzzeiten für Dezember 2019 angegeben. Tabelle 12: Abgeschlossene Vakanzzeiten im LKR Rottweil nach Zielberufen Abgeschlossene Vakanzzeit (Tage) Zielberuf (Klassifikation der Berufe 2010) Dez 19 Jul 20 Insgesamt 130 144 22 Kunststoff- und Holzherstellung, -verarbeitung 123 x 24 Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau 107 115 25 Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe 127 104 26 Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe 119 x 51 Verkehr, Logistik (außer Fahrzeugführer) 100 122 62 Verkaufsberufe 176 173 63 Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe 178 x 81 Medizinische Gesundheitsberufe 159 x Aus statistischen Gründen sind Zahlenwerte von Vakanzzeiten, die auf weniger als 60 Fällen basieren, nicht valide und deshalb in der Berichterstattung der Bun- desagentur für Arbeit nicht enthalten bzw. in der o. g. Zusammenstellung mit „x“ gekennzeichnet. Da der LKR Rottweil sehr klein ist, haben auf der 2-Steller-Ebe- ne der Klassifikation der Berufe viele Berufe keine relevante Größenordnung, um ausgewiesen zu werden. Aus seiner praktischen Erfahrung teilt das Welcome Center Schwarzwald-Baar- Heuberg & Hochrhein-Bodensee (Träger: Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH und Industrie- und Handelskammer Schwarz- wald-Baar-Heuberg) mit, dass es in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg eine hohe Nachfrage in folgenden Berufen gibt: – Informatiker – Alten-, Gesundheits- und Krankenpfleger – Arzt – im Bereich Hoch- und Tiefbau, insbesondere Maurer, Elektriker, Sanitär-, Hei- zungs- und Klimatechniker, Fliesenleger, Schreiner – Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel (höchste Zahl an unbesetzten Ausbil- dungsstellen unter allen Berufen Ende Juni 2020) In Vertretung Eisenmann Ministerialdirigent 18
14 Gewerbean- und -abmeldungen *) nach Wirtschaftsbereichen und Kreisen/Bezirken in Baden-Württemberg Jahr 2008 Anmeldung Abmeldung Nr. Anlage 1 der insgesamt dar. Neuerrichtung insgesamt dar. Aufgabe Klas- Wirtschaftszweige sifika- Veränd. Veränd. Veränd. Veränd. tion 1) Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Vorjahr Vorjahr Vorjahr Vorjahr in % in % in % in % Rottweil Landtag von Baden-Württemberg A Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei .......................... 8 X 7 X 11 X 9 X B Bergbau u.Gew.v.Steinen u.Erden .... 0 X 0 X 0 X 0 X C Verarbeitendes Gewerbe ............. 79 X 54 X 100 X 65 X D Energieversorgung .................. 106 X 106 X 1 X 1 X E Wasserversorgung;Entsorg. Beseit.v.Umweltverschm. ............ 3 X 2 X 3 X 0 X F Baugewerbe ......................... 71 X 53 X 73 X 52 X G Handel; Instandh.u.Rep.v.Kfz ....... 322 X 268 X 328 X 274 X H Verkehr und Lagerei ................ 29 X 22 X 35 X 29 X I Gastgewerbe ........................ 114 X 59 X 120 X 90 X J Information und Kommunikation ...... 49 X 38 X 39 X 33 X K Finanz-,Versicherungs- Dienstleistg. ...................... 76 X 66 X 95 X 82 X L Grundstücks-u. Wohnungswesen ....... 18 X 13 X 19 X 17 X M Freiberufliche,wiss.u. techn.Dienstleistg. ................ 108 X 94 X 91 X 70 X N Sonst.Wirtschaftl.Dienstleistg. .... 106 X 82 X 103 X 78 X O Öff. Verwaltung,Verteidigung, Sozialversicherung ................. 0 X 0 X 0 X 0 X P Erziehung u. Unterricht ............ 19 X 17 X 14 X 11 X Q Gesundheits-u.Sozialwesen .......... 23 X 21 X 9 X 9 X R Kunst,Unterhaltung u.Erholung ...... 39 X 31 X 29 X 27 X S Sonst.Dienstleistg. ................ 81 X 68 X 68 X 53 X A-S Insgesamt .......................... 1 251 X 1 001 X 1 138 X 900 X *) Ohne Automatenaufsteller und Reisegewerbe. - 1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), Kurzbezeichnung. Gewerbean- und -abmeldungen nach Wirtschaftsbereichen im LKR Rottweil 2008 19 Drucksache 16 / 8590
20 14 Gewerbean- und -abmeldungen *) nach Wirtschaftsbereichen und Kreisen/Bezirken in Baden-Württemberg Jahr 2009 Anmeldung Abmeldung Nr. Anlage 1 der insgesamt dar. Neuerrichtung insgesamt dar. Aufgabe Klas- Wirtschaftszweige sifika- Veränd. Veränd. Veränd. Veränd. tion 1) Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Anzahl gegenüber Vorjahr Vorjahr Vorjahr Vorjahr in % in % in % in % Rottweil Landtag von Baden-Württemberg A Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei .......................... 6 - 25,0 5 - 28,6 8 - 27,3 5 - 44,4 B Bergbau u.Gew.v.Steinen u.Erden .... 0 X 0 X 0 X 0 X C Verarbeitendes Gewerbe ............. 83 5,1 67 24,1 71 - 29,0 49 - 24,6 D Energieversorgung .................. 142 34,0 141 33,0 6 500,0 3 200,0 E Wasserversorgung;Entsorg. Beseit.v.Umweltverschm. ............ 2 - 33,3 1 - 50,0 1 - 66,7 1 X F Baugewerbe ......................... 86 21,1 58 9,4 69 - 5,5 55 5,8 G Handel; Instandh.u.Rep.v.Kfz ....... 375 16,5 298 11,2 302 - 7,9 242 - 11,7 H Verkehr und Lagerei ................ 37 27,6 24 9,1 40 14,3 24 - 17,2 I Gastgewerbe ........................ 97 - 14,9 59 - 83 - 30,8 64 - 28,9 J Information und Kommunikation ...... 47 - 4,1 41 7,9 35 - 10,3 29 - 12,1 K Finanz-,Versicherungs- Dienstleistg. ...................... 73 - 3,9 62 - 6,1 64 - 32,6 45 - 45,1 L Grundstücks-u. Wohnungswesen ....... 24 33,3 19 46,2 8 - 57,9 7 - 58,8 M Freiberufliche,wiss.u. techn.Dienstleistg. ................ 126 16,7 103 9,6 75 - 17,6 50 - 28,6 N Sonst.Wirtschaftl.Dienstleistg. .... 107 0,9 92 12,2 96 - 6,8 71 - 9,0 O Öff. Verwaltung,Verteidigung, Sozialversicherung ................. 0 X 0 X 0 X 0 X P Erziehung u. Unterricht ............ 22 15,8 20 17,6 23 64,3 15 36,4 Q Gesundheits-u.Sozialwesen .......... 13 - 43,5 12 - 42,9 11 22,2 7 - 22,2 R Kunst,Unterhaltung u.Erholung ...... 35 - 10,3 27 - 12,9 23 - 20,7 18 - 33,3 S Sonst.Dienstleistg. ................ 158 95,1 133 95,6 83 22,1 73 37,7 A-S Insgesamt .......................... 1 433 14,5 1 162 16,1 998 - 12,3 758 - 15,8 *) Ohne Automatenaufsteller und Reisegewerbe. - 1) Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), Kurzbezeichnung. Gewerbean- und -abmeldungen nach Wirtschaftsbereichen im LKR Rottweil 2009 Drucksache 16 / 8590