Nachhaltiger Tourismus in Baden-Württemberg

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Landtag von Baden-Württemberg                                                     Drucksache 16 / 4581 16. Wahlperiode                                                                   09. 08. 2018 Große Anfrage der Fraktion GRÜNE und Antwort der Landesregierung Nachhaltiger Tourismus in Baden-Württemberg Große Anfrage Wir fragen die Landesregierung: I.     Bedeutung nachhaltiger Tourismusangebote 1. Welche der bestehenden Definitionen von nachhaltigem Tourismus legt die Landesregierung ihrem Engagement im Tourismus zugrunde? 2. Welche Kenntnisse hat sie (gestützt auf wissenschaftliche Studien und Umfragen) bezüglich des Interesses und der Bereitschaft der Bevölke- rung in Deutschland und den ausländischen Quellmärkten, nachhaltige Tourismusangebote in Baden-Württemberg zu nutzen? 3. Welche wirtschaftliche Bedeutung haben nachhaltige Tourismusange- bote und Naturtourismus, definiert als eine Form des Reisens in natur- nahe Gebiete, bei der das Erleben von Natur im Mittelpunkt steht, für den Tourismusstandort Baden-Württemberg aus Sicht der Landesregie- rung heute und in den kommenden Jahren für das Land, aufgelistet nach Sparte, Anteil an Gästeankünften, Umsatz und Beschäftigungszahlen im Vergleich zu den übrigen touristischen Angeboten? 4. Welche Erfolge und künftigen Entwicklungsperspektiven sieht die Lan- desregierung seit Veröffentlichung der Tourismuskonzeption von 2009 für den Natur-, Wander- und Radtourismus, insbesondere im Länd- lichen Raum? II.    Folgen des Klimawandels für den Tourismus und mög- liche Anpassungsstrategien 1. Wie wird sich der Klimawandel nach Einschätzung der Landesregie- rung kurz-, mittel- und langfristig auf den Tourismusstandort Baden- Württemberg und seine Tourismusdestinationen auswirken, z. B. die Eingegangen: 09. 08. 2018 / Ausgegeben: 23. 10. 2018                                                       1 Drucksachen und Plenarprotokolle sind im Internet      Der Landtag druckt auf Recyclingpapier, ausgezeich- abrufbar unter: www.landtag-bw.de/Dokumente            net mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“.
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Landtag von Baden-Württemberg                                                         Drucksache 16 / 4581 Abnahme der Schneesicherheit am Feldberg, klimabedingte Änderun- gen im Mischungs- und Schichtungsverhalten des Bodensees oder zu- nehmende Hitzestaus in den Städten? 2. Welche Anpassungsstrategien hält die Landesregierung hinsichtlich der zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels für erforderlich, auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption für Baden-Württemberg? 3. Wie hat die Landesregierung seit 2010 Hotel- und Gaststättenbetriebe im Land bei ihren Bemühungen hin zu einem geringeren ökologischen Fußabdruck (z. B. geringerer Verbrauch an Energie und Wasser und ge- ringerer CO2-Ausstoß) unterstützt? III.  Förderung nachhaltiger Tourismusangebote 1. Wie viel Prozent der Mittel aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm werden bereits heute für nachhaltige Projekte verausgabt bzw. sollen künftig explizit dafür vorgehalten werden, unter Nennung der zugrunde gelegten Nachhaltigkeitskriterien? 2. Hält die Landesregierung die „Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt 2007“ der Bundesregierung, wonach bis 2020 „mindestens zehn Prozent“ der Tourismusanbieter ökologische Kriterien erfüllen sollen, auch für Baden-Württemberg für wegweisend? 3. Welche Schlussfolgerungen hat die Landesregierung aus den Sonder- programmen „Sanfter Tourismus“ und „Nachhaltige Tourismusinfra- struktur“ aus den Jahren 2008 bis 2010 gezogen, auch im Hinblick auf mögliche vergleichbare Programme in den kommenden Jahren? 4. Welche Bedeutung misst die Landesregierung dem nachhaltigen Tou- rismus bei der Erarbeitung der neuen Tourismuskonzeption bei? IV.   Zertifizierung nachhaltiger Tourismusangebote 1. Wie bewertet die Landesregierung die bestehenden Zertifizierungen für nachhaltige Tourismusangebote hinsichtlich ihrer Übersichtlichkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz? 2. Wie hoch ist der Anteil nachhaltig zertifizierter Tourismusangebote in Baden-Württemberg derzeit, unter Berücksichtigung ihrer Verteilung auf den Ländlichen- und Verdichtungsraum, die Landkreise und die verschiedenen Tourismusdestinationen? 3. Wie bewertet die Landesregierung das Projekt „Nachhaltigkeitscheck Baden-Württemberg“, insbesondere in Bezug auf seine Fortsetzung? V.    Nachhaltige Mobilität bei der Anreise und vor Ort 1. Welche Rolle spielt nachhaltige Mobilität (ein flächendeckender, zuver- lässiger und aufeinander abgestimmter öffentlicher Personennahverkehr [ÖPNV] sowie Rad- und Pedelec-Infrastruktur) bei der Anreise und bei Vor-Ort-Aktivitäten für den Tourismusstandort Baden-Württemberg? 2. Wie bewertet die Landesregierung die Angebote des ÖPNV und des Radverkehrs in Baden-Württemberg in Bezug auf die Erreichbarkeit der Tourismusdestinationen und touristischer Angebote (sowohl im Tages- als auch im Übernachtungstourismus) sowie die Mobilität vor Ort? 3. Ist der Landesregierung bekannt, wie viele Gäste in den vergangenen zehn Jahren mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbunds (ÖPNV, Fahrrad) in die Tourismusdestinationen des Landes angereist sind? 2
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 16 / 4581 4. Wie bewertet die Landesregierung die KONUS-Gästekarte im Schwarz- wald, unter anderem auch im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit auf wei- tere Destinationen? 5. Wie bewertet die Landesregierung die Fahrradmitnahmemöglichkeiten in Bussen und Bahnen im Land in Bezug auf touristische Erfordernisse? VI.     Großschutzgebiete 1. Wie sind bestehende Programme und Strategien zur touristischen Ver- marktung baden-württembergischer Großschutzprojekte, z. B. des Na- tionalparks Schwarzwald, der Biosphärengebiete Schwäbische Alb und Schwarzwald und der Naturparke, in das regionale und lokale Touris- musmarketing eingebunden? 2. Wie bewertet die Landesregierung die Praxis und Erfahrungen – sofern bekannt – anderer europäischer Länder (z. B. Schweiz, Österreich) bzw. anderer Bundesländer mit der Vermarktung von Großschutzgebieten im Hinblick auf mögliche Anregungen für Baden-Württemberg? 3. Welche Kooperationen zwischen den baden-württembergischen Groß- schutzgebieten in Sachen nachhaltiger Tourismus sind der Landesregie- rung bekannt? 4. Welche Maßnahmen zum Schutz vor Verkehrslärm und anderen Lärm- arten, insbesondere in Großschutzgebieten und ländlich geprägten Tou- rismusdestinationen, hat die Landesregierung bereits ergriffen bzw. sind geplant, um die Attraktivität von Urlaubsregionen zu steigern und entsprechend bewerben zu können? VII. Sozialer Tourismus 1. Wie viel Prozent der baden-württembergischen Tourismusangebote sind inzwischen barrierefrei, unter Darlegung der in den letzten zehn Jahren geschaffenen und für die kommenden Jahre geplanten Förder- möglichkeiten? 2. In welchen Tourismussegmenten sind barrierefreie Angebote in den letzten fünf Jahren verstärkt angenommen bzw. angefragt worden? 3. Welche touristischen Angebote und Vergünstigungen gibt es für Ju- gendliche, Seniorinnen und Senioren, bedürftige Personen und Familien mit geringem Einkommen? 4. Wie hat sich die Zahl der in Voll- und Teilzeit im Bereich Tourismus Beschäftigten in den letzten zehn Jahren landesweit entwickelt, unter besonderer Berücksichtigung des nachhaltigen Tourismus? VIII. Digitalisierung im Tourismus 1. Welche Potenziale ergeben sich durch die voranschreitende Digitalisie- rung für den Tourismus in Baden-Württemberg? 2. Wie können die von der Landesregierung geplanten Vorhaben der Digi- talisierungsstrategie im Bereich Tourismus zu mehr Nachhaltigkeit bei- tragen? 07. 08. 2018 Andreas Schwarz, Pix und Fraktion 3
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Landtag von Baden-Württemberg                                                          Drucksache 16 / 4581 Begründung Nachhaltiges Reisen liegt im Trend. Eine deutliche Mehrheit der Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland gibt an, an nachhaltigen Tourismusangeboten in- teressiert zu sein (Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V. [2014]). Der naturbezogene Tourismus spielt in Baden-Württemberg eine bedeutende und zu- nehmende Rolle. Nachhaltige Urlaubsangebote in Stadt und Land schonen Res- sourcen und sind ein Beitrag zu verantwortungsvoller Wertschöpfung vor Ort. Über 330.000 Arbeitsplätze hängen in Baden-Württemberg direkt mit dem Tou- rismus zusammen – Tendenz steigend! Allerdings ist der Tourismusstandort Ba- den-Württemberg mit großen Veränderungen, etwa in Folge des Klimawandels, konfrontiert. Das Land und die Tourismusanbieter werden sich in Zukunft ver- mehrt Dürren, Waldbränden, Hochwasser, Sturzfluten und Hitzestaus in den Städ- ten stellen und hierfür geeignete Anpassungsstrategien entwickeln müssen. Der Tourismus in Baden-Württemberg verzeichnet derzeit einen Umsatz- und Übernachtungsrekord nach dem anderen. Es ist unsere Aufgabe, die Grundlagen dieses Erfolgs zu schützen und für nachfolgende Generationen zu sichern. Das Land ist sich dieser Verantwortung bewusst und bekennt sich in seiner neuen Nachhaltigkeitsstrategie zu den Vorteilen nachhaltiger Urlaubsangebote. Ziel der Großen Anfrage ist es, den Stellenwert und die Potenziale des nachhalti- gen Tourismus für den Tourismusstandort Baden-Württemberg in den Blick zu nehmen. Nachhaltiges Reisen schont die Ressourcen und unterstützt die lokale Wertschöpfungskette. Zu den Zielen des nachhaltigen Tourismus hat sich das Land Baden-Württemberg auch im Rahmen der Sustainable Development Goals (SDGs) deutlich bekannt. Für immer mehr Gäste aus dem In- und Ausland spielen nachhaltige Angebote bei der Wahl ihres Urlaubsortes eine wichtige Rolle. Des- halb wollen wir die Rahmenbedingungen für nachhaltige Urlaubsangebote in den nächsten Jahren konsequent stärken und weiter ausbauen. Antwort Schreiben des Staatsministeriums vom 25. September 2018 Nr. III-4360.: In der Anlage übersende ich unter Bezugnahme auf § 63 der Geschäftsordnung des Landtags von Baden-Württemberg die von der Landesregierung beschlossene Antwort auf die Große Anfrage. In Vertretung Schopper Staatssekretärin 4
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Landtag von Baden-Württemberg                                                               Drucksache 16 / 4581 Anlage: Schreiben des Ministeriums der Justiz und für Europa Das Ministerium der Justiz und für Europa beantwortet im Einvernehmen mit dem Ministerium für Finanzen, dem Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, dem Mi- nisterium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, dem Ministerium für Soziales und Integration, dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie dem Ministerium für Verkehr im Namen der Landesregierung die Große Anfrage wie folgt: Vorbemerkung: Der Tourismus in Baden-Württemberg trägt mit 24,84 Milliarden Euro erheblich zum Wirtschaftseinkommen im Land bei. Mit rechnerisch 390.000 Einkom- mensäquivalenten ist die Branche wichtiger Arbeitgeber für viele Menschen in Baden-Württemberg. Um den Anforderungen, die an den Tourismus in Baden-Württemberg gestellt werden, langfristig gerecht zu werden, berücksichtigt die Landesregierung den Nachhaltigkeitsgedanken unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Ge- sichtspunkten als Querschnittsthema in allen touristischen Handlungsfeldern. Während sich der Tourismus mit einem breiten Themenspektrum auseinander- setzt, befasst sich die vorliegende Anfrage in erster Linie mit dem Thema der Nachhaltigkeit im Tourismus. I. Bedeutung nachhaltiger Tourismusangebote 1. Welche der bestehenden Definitionen von nachhaltigem Tourismus legt die Landesregierung ihrem Engagement im Tourismus zugrunde? Zu I. 1.: Das Konzept des nachhaltigen Tourismus basiert auf dem weiter gefassten Ansatz der nachhaltigen Entwicklung. Dazu existiert eine Vielzahl von Definitionen, die in ihren wesentlichen Aussagen jedoch meist übereinstimmen. Die Definition, die bis heute am weitesten verbreitet und anerkannt ist und somit als klassische Definition von Nachhaltigkeit gelten kann, hat ihren Ursprung im sogenannten Brundtland-Be- richt von 1987, der erstmals festschrieb: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Ent- wicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Die En- quete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ des Deutschen Bun- destages formulierte 1998 ein Modell basierend auf drei Säulen folgendermaßen: „Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen menschlicher Exi- stenz.“ Während hier jedoch parallel existierende Säulen unabhängig voneinander betrachtet werden, sieht die Landesregierung in ihrem Engagement einen direkten Wirkzusammenhang der genannten Aspekte. Sie versteht dabei, ebenso wie die Bundesregierung (2014), die genannten Dimensionen in einer ständigen Interdepen- denz zueinander. Situationsbedingt kann jeweils eines der drei Grundprinzipien stärker ausgeprägt sein. In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Landesregierung je- doch festgelegt, dass die Belastbarkeit der Erde und der Natur die absolute Grenze bilden: Ein Rückgang an natürlichen Ressourcen oder der Verlust natürlicher Le- bensräume kann nicht durch steigendes Kapital in einem der anderen Bereiche aus- geglichen werden. Die Welttourismusorganisation (UNWTO) definiert Nachhalti- gen Tourismus in ihrem 2005 veröffentlichten Leitfaden (Making Tourism More Sustainable – A Guide for Policy Makers) als „Tourismus, der den derzeitigen und zukünftigen ökonomischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen umfassend Rechnung trägt und dabei die Bedürfnisse der Gäste, der Industrie, der Umwelt wie der einheimischen Bevölkerung berücksichtigt.“ Die Landesregierung richtet ihr Engagement im nachhaltigen Tourismus – etwa bei der Einführung des bundesweit vorbildhaften Nachhaltigkeits-Checks – an diesen Grundüberlegungen aus. 5
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 16 / 4581 Nachfolgend werden einige Beispiele genannt, die den umfassenden Charakter der Nachhaltigkeit im baden-württembergischen Tourismus darstellen. Die sozia- le Komponente beinhaltet beispielsweise die barrierefreie Gestaltung touristischer Infrastruktur, den Erhalt regionaler Architektur sowie kultureller Identität und kulturellen Erbes, die Bindung von Mitarbeitern und Fachkräften an die baden- württembergischen Tourismusregionen sowie die Steigerung der allgemeinen Le- bensqualität durch Attraktivitätssteigerung und Erhöhung des Freizeitwertes. Der ökologische Aspekt beinhaltet den schonenden Umgang mit natürlichen Ressour- cen unter anderem bei der Errichtung touristischer Infrastruktur, die Steigerung der Energieeffizienz in der Tourismuswirtschaft sowie die Sensibilisierung für Umweltbewusstsein im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung, sowie die Bemühungen zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten in den Tourismusdestina- tionen. Die ökonomische Dimension schließlich umfasst beispielshalber die Schaffung qualifizierter Beschäftigungsmöglichkeiten, die Sicherung von Unter- nehmensnachfolge und wirtschaftlicher Investitionen sowie die Entwicklung und Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Diese Auflistung dient der Veran- schaulichung, ohne dabei den Anspruch einer abschließenden oder vollumfäng- lichen Darstellung zu erheben. 2. Welche Kenntnisse hat sie (gestützt auf wissenschaftliche Studien und Umfra- gen) bezüglich des Interesses und der Bereitschaft der Bevölkerung in Deutsch- land und den ausländischen Quellmärkten, nachhaltige Tourismusangebote in Baden-Württemberg zu nutzen? Zu I. 2.: In einer ungestützten Abfrage, also ohne Vorgabe von Antwortmöglichkeiten, im Rahmen der Studie „Naturtourismus in Deutschland 2016“ (BTE) gaben 25,2 Prozent der Befragten den Schwarzwald als präferiertes Ziel für einen Na- tururlaub an, was Platz 1 des Rankings entspricht. Gäste kommen nach Baden- Württemberg, weil die faszinierende Landschaftsvielfalt ideale Voraussetzun- gen bietet, um einen Aktiv- oder Natururlaub zu verbringen. Damit liegt Baden- Württemberg im Trend. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, den Tourismus im Land nachhaltig – also ressourcenschonend, ökonomisch sinnvoll und sozialgerecht – weiterzuentwickeln. Eine Studie der AFC Public Services GmbH in Bonn und der dwif-Consulting GmbH München vom März 2017 belegt, dass das Spezialsegment Urlaub auf dem Bauernhof ein nachhaltiges Tourismusangebot ist, das Familien wegen des Wun- sches nach Naturnähe schätzen. Bei den für Baden-Württemberg Interessierten (Inländer) legen 57 Prozent Wert darauf, dass der Urlaub möglichst ökologisch verträglich, ressourcenschonend und umweltfreundlich sein soll. Diese sind demnach im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich an ökologisch nachhaltigen Angeboten interessiert. Hier liegt der Wert bei 53 Prozent (FUR Reiseanalyse 2018). Das so- genannte „harte Potenzial“ der Interessenten für Nachhaltigkeitsaspekte im Reise- verhalten liegt der Vorgängerstudie (2017) zufolge bei etwa 9 Prozent der deut- schen Bevölkerung. Hier zeigt sich in der tatsächlichen Umsetzung der Urlaubs- reise eine Diskrepanz zur grundsätzlichen Veranlagung zu nachhaltigem Reisen. Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) derjenigen Deutschen, die gerne nachhal- tig verreist wären, zeigen beispielsweise keine Bereitschaft, hierfür zusätzliche Kosten zu übernehmen. Erhebungen zum Potenzial nachhaltiger Tourismusangebote Baden-Württem- bergs in den benachbarten europäischen Quellmärkten liegen der Landesregie- rung nicht vor. 6
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Landtag von Baden-Württemberg                                                            Drucksache 16 / 4581 3. Welche wirtschaftliche Bedeutung haben nachhaltige Tourismusangebote und Naturtourismus, definiert als eine Form des Reisens in naturnahe Gebiete, bei der das Erleben von Natur im Mittelpunkt steht, für den Tourismusstandort Ba- den-Württemberg aus Sicht der Landesregierung heute und in den kommenden Jahren für das Land, aufgelistet nach Sparte, Anteil an Gästeankünften, Um- satz und Beschäftigungszahlen im Vergleich zu den übrigen touristischen An- geboten? Zu I. 3.: Der Landesregierung sowie der TMBW liegen diesbezüglich keine aussagekräfti- gen Marktforschungsdaten vor. Aus dem großen Interesse am Thema Natur für Baden-Württemberg-Urlauber lässt sich allerdings ableiten, dass Naturtourismus für den Tourismusstandort Baden-Württemberg von sehr großer Bedeutung ist. Auf Bundesebene haben das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz in den vergangenen Jahren die regionalwirtschaftlichen Effekte für die bis dahin bekannten Nationalparke und Biosphärenreservate errechnen und zusammentragen lassen (BfN 2016). Die Zahlen basieren auf Erhebungen der Jahre 2007 bis 2015. Diesen Erhebungen zufolge generierten allein diese beiden Gruppen einen Bruttoumsatz in Höhe von 5,72 Mrd. Euro in ganz Deutschland (BTE 2016). Für die deutschen Naturparke liegen bisher keine umfassenden Ver- gleichszahlen vor. Ebenso wenig sind Erhebungen hierzu auf Landesebene be- kannt. Im Nationalpark Schwarzwald sollen laut dem „Konzept für die nach- haltige touristische Entwicklung der Nationalparkregion und im Nationalpark Schwarzwald“ (Okt. 2017) künftig auch ein Gäste- und Kundenmonitoring sowie eine Evaluierung von Veranstaltungen stattfinden. Die Einkünfte aus Urlaub auf dem Bauernhof betragen bei vielen landwirtschaft- lichen Betrieben bis zu 50 Prozent des gesamten betrieblichen Einkommens. Sie sichern Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und tragen damit indirekt zur Pflege der für den allgemeinen Tourismus wichtigen Kulturlandschaft beispielsweise im Schwarzwald bei. Aufgrund eines allgemein steigenden Umweltbewusstseins in der Bevölkerung erwartet die Landesregierung eine weitere Nachfragesteigerung in diesen Seg- menten. 4. Welche Erfolge und künftigen Entwicklungsperspektiven sieht die Landesregie- rung seit Veröffentlichung der Tourismuskonzeption von 2009 für den Natur-, Wander- und Radtourismus, insbesondere im Ländlichen Raum? Zu I. 4.: Die naturtouristischen Angebote in Baden-Württemberg haben sich in den Jahren seit der Veröffentlichung der Tourismuskonzeption 2009 insgesamt sehr gut ent- wickelt. Der Anteil an zertifizierten Premium- und Qualitätswegen hat sich seit 2009 bis heute stetig erhöht. Diese Wege stehen für besondere Qualität der Wege- führung, der Beschilderung und der Infrastruktur am Wegesrand. Aktuell gibt es davon im ganzen Land rund 93 Premiumwanderwege und 55 Qualitätswanderwe- ge – dies sind deutlich mehr als in jedem anderen Land der Bundesrepublik. Ebenfalls positiv stellt sich die Entwicklung für einen qualitätsorientierten Rad- tourismus in Baden-Württemberg dar. Von den 19 offiziellen Landesradfernwe- gen, die mit einer Gesamtlänge von 4.940 km das gesamte Land durchziehen, sind aktuell 12 nach ADFC-Qualitätskriterien mit mindestens drei und mehr Sternen qualifiziert. Die Klassifizierung ist ein zentrales Instrument, um den Landesrad- fernwegen des Landes in der Konkurrenz zu anderen Radreiseregionen einen Standortvorteil zu verschaffen. Ergänzt werden die Landesradfernwege durch zahlreiche Rundradwege und klei- nere Routen, die Gäste in Tagestouren erkunden können. Die touristischen Regio- nen Baden-Württembergs haben das Potenzial des Radtourismus erkannt und sind dabei, für die Rad fahrenden Gäste die entsprechenden Infrastrukturen kontinuier- lich zu verbessern und auszubauen. Hierzu zählen beispielsweise die Schaffung 7
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 16 / 4581 von hochwertigen und attraktiven touristischen Themenrouten (Sternrouten, Rundradwege etc.), durchgängige Beschilderungsmaßnahmen (auch mit Hin- weisen auf touristische Attraktionen entlang der Radwege), Ladestationen für E-Bikes oder Apps für Smartphones, die eine Planung von Radrouten unterwegs ermöglichen sowie weitere Dienstleistungen und Services wie Gepäcktransport oder spektakuläre Naturinszenierungen entlang der Route. Seit 2013 wird die wegweisende Beschilderung der Landesradfernwege fortlaufend durch das Minis- terium für Verkehr gepflegt, die touristische Vermarktung erfolgt durch die Tou- rismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. Die Themen rund um den Rad- und Wandertourismus werden auch bei der Um- setzung von kommunalen Infrastrukturprojekten im Rahmen des Tourismusinfra- strukturprogramms nachhaltig unterstützt. Seit 2009 konnten hier für Vorhaben im Bereich Wandern rund 8 Mio. Euro und im Bereich Rad rund 1,8 Mio. Euro Fördermittel ausgereicht werden. Naturtouristische Angebote spielen für die Attraktivität des Urlaubslandes Baden- Württemberg eine wichtige und zukunftsorientierte Rolle. Dabei sind insbesonde- re die zahlreichen Großschutzgebiete des Landes für einen sanften Tourismus von zentraler Bedeutung. Die sieben Naturparke, die beiden Biosphärengebiete sowie der Nationalpark Schwarzwald bieten naturbezogene Urlaubsangebote für alle Zielgruppen und verfügen in der Regel über entsprechende touristische Entwick- lungskonzepte, welche sowohl die Belange der Schutzfunktionen als auch die des Tourismus entsprechend miteinander abwägen bzw. verknüpfen. Insoweit werden die Entwicklungsperspektiven für den Natur-, Rad- und Wandertourismus gerade im ländlichen Raum als sehr gut eingeschätzt. II. Folgen des Klimawandels für den Tourismus und mög- liche Anpassungsstrategien 1. Wie wird sich der Klimawandel nach Einschätzung der Landesregierung kurz-, mittel- und langfristig auf den Tourismusstandort Baden-Württemberg und sei- ne Tourismusdestinationen auswirken, z. B. die Abnahme der Schneesicherheit am Feldberg, klimabedingte Änderungen im Mischungs- und Schichtungsver- halten des Bodensees oder zunehmende Hitzestaus in den Städten? Zu II. 1.: Die Attraktivität vieler touristischer Angebote, insbesondere im Natur- und Out- door-Bereich, ist stark vom Wetter und Klima abhängig. Sie beeinflussen wann, wohin und teilweise sogar, ob Touristen reisen und was sie vor Ort unternehmen. Für die Vulnerabilitätsbewertung im Handlungsfeld Tourismus sind die entschei- denden Parameter die Temperatur und der Niederschlag. Risiken durch den Klimawandel werden in Baden-Württemberg für den Winter- tourismus gesehen. So könnte der Wintersport mittel- bis langfristig zu den Ver- lierern des Klimawandels zählen, da die Schneesicherheit in Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald mit fortschreitender Erwärmung sinkt. Von Schneesicherheit spricht man, wenn die natürliche Schneehöhe in der mittleren Lage an 100 Tagen in der Saison mindestens 30 cm erreicht. Im Schwarzwald gab es in den letzten 35 Jahren nur in fünf Jahren hundert Schneetage und mehr. Mittel- bis langfristig weisen die Klimaprojektionen aber darauf hin, dass sich die Schneeverhältnisse durch den Klimawandel ändern werden: Die Anzahl der Frosttage geht nach den klimatischen Leitplanken der LUBW in der nahen Zukunft (2021 bis 2050) um rund 20 Prozent, in der fernen Zukunft (2071 bis 2100) sogar um rund 50 Prozent zurück (Mediane der Klimamodellergebnisse). Für das Ende des 21. Jahrhunderts ist somit davon auszugehen, dass alpiner Wintersport nur noch in den Hochlagen möglich sein wird; auch weil zudem die Anzahl der Tage mit Beschneiungspoten- zial zurückgeht. Der Sommertourismus in Baden-Württemberg wird hingegen sehr wahrscheinlich vom Klimawandel profitieren. Eine längere Saison mit wärmerem und trockene- rem Wetter begünstigt Bade-, Camping-, Wander- und andere Naturerlebnisse. Mit ansteigender Lufttemperatur steigen auch die Wassertemperaturen, was sich 8
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 16 / 4581 günstig auf den Badetourismus auswirken kann: Beispielsweise liegt die durch- schnittliche Wassertemperatur an der Oberfläche des Bodensees im Zeitraum 1990 bis 2017 um 1,1 Grad Celsius höher als in den rund drei Jahrzehnten davor. Der wachsende Städtetourismus profitiert grundsätzlich auch von der zunehmen- den Anzahl warmer Tage. Problematisch sind allerdings sogenannte „heiße Ta- ge“, also Tage mit 30 Grad Celsius oder mehr, die besonders für ältere Menschen oder Kleinkinder gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen. Aufgrund des hohen Versiegelungsgrades und der dichten Bebauung sind, insbesondere in Großstädten, die Temperaturen deutlich höher als im Umland. Im Sommer kön- nen die Temperaturunterschiede zwischen Innenstadt und Umland nach einer wissenschaftlichen Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung bis zu 6 Grad Celsius ausmachen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom „städtischen Wärmeinsel-“ oder „Hitzeinseleffekt“. „Heiße Tage“ sind in den In- nenstädten daher häufiger als im Umland. Für die Zukunft zeigen die Auswertun- gen der regionalen Klimamodelle durch die LUBW einen weiteren Temperaturan- stieg. Die Anzahl „heißer Tage“ wird danach deutlich steigen. Über die hier beschriebenen Folgen hinaus wurden die unterschiedlichen regiona- len und saisonalen Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismus in Ba- den-Württemberg in der „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden- Württemberg – Vulnerabilitäten und Anpassungsmaßnahmen in relevanten Hand- lungsfeldern“ (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden- Württemberg, 2015) in einem eigenen Kapitel eingehend diskutiert. Ausführliche Informationen finden sich unter anderem im ersten „Monitoring-Bericht zum Kli- maschutzgesetz Baden-Württemberg – Teil 1 Klimafolgen und Anpassung“ 2017. 2. Welche Anpassungsstrategien hält die Landesregierung hinsichtlich der zu er- wartenden Auswirkungen des Klimawandels für erforderlich, auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Tourismuskonzeption für Baden-Württemberg? Zu II. 2.: Ebenso wie die Auswirkungen durch den Klimawandel auf den Tourismus in Ba- den-Württemberg werden auch die Anpassungsstrategien in der „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden-Württemberg“ festgehalten. Diese sind im Handlungsfeld Tourismus im Wesentlichen die folgenden: – klimaverträgliche nachhaltige Angebote schaffen – Radland Baden-Württemberg ausdehnen – Beherbergungsbetriebe klimafit machen – Aufenthaltsqualität sichern und optimieren – Saison für Outdoor-Tourismus erweitern – Strand- und Badetourismus ausbauen – Schneesport in den geeigneten Höhenlagen sichern – Nordic Sports (Movement) saisonunabhängig entwickeln – Informationsoffensive Klima starten – Umweltverbund fördern – Optimierung Verkehrsmanagement Die erfassten Maßnahmen und deren Fortschritt werden in regelmäßigen Monito- ring-Berichten – zuletzt im Juni 2017 – überwacht. Darüber hinaus werden weite- re Strategien in einem entsprechenden Fachgutachten für das Handlungsfeld Tou- rismus (Umweltministerium, 2013) benannt. Diese und weitere Studien zum Querschnittsthema Tourismus werden auch in die Weiterentwicklung der Touris- muskonzeption einfließen. Ziel im Rahmen der Tourismuskonzeption Baden- Württemberg ist es insbesondere, die privaten sowie die öffentlichen touristischen Akteure aller Ebenen für mögliche Folgen des Klimawandels im und für den Tou- rismus zu sensibilisieren. Hinweise und Handlungsfelder aus der „Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Baden-Württemberg“ sind hierfür aufzugrei- 9
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Landtag von Baden-Württemberg                                                           Drucksache 16 / 4581 fen und ggf. den aktuellen Verhältnissen weiter anzupassen. Der stetige Ausbau bzw. die Verbesserung von nachhaltigen Mobilitätsangeboten oder die Schaffung von wetterunabhängigen Freizeiteinrichtungen sind hier wichtige Aufgabenfelder für die touristischen Leistungsträger. 3. Wie hat die Landesregierung seit 2010 Hotel- und Gaststättenbetriebe im Land bei ihren Bemühungen hin zu einem geringeren ökologischen Fußabdruck (z. B. geringerer Verbrauch an Energie und Wasser und geringerer CO2-Ausstoß) unterstützt? Zu II. 3.: Die Landesregierung fördert über DEHOGA Baden-Württemberg die Beratung von gastgewerblichen Betrieben im Bereich Energie. Seit 2006 ist DEHOGA Be- ratung Baden-Württemberg im Rahmen der landesgeförderten Betriebsberatungen tätig, um verbesserte Energieeffizienzwerte in der gastgewerblichen Branche zu erreichen und die Energiekosten auf einem möglichst umsatzverträglichen Niveau zu halten. Bei den Stromversorgungsberatungen, in denen auch Ökostrom-Ange- bote zum Tragen kommen, konnte seit Aufnahme der Beratungstätigkeit nach Mitteilung von DEHOGA Beratung Baden-Württemberg insgesamt ein Einspar- volumen bei den Betrieben von mehr als 2,6 Millionen Euro erzielt werden. Darüber hinaus bietet DEHOGA Beratung Baden-Württemberg für gastgewerb- liche Unternehmen in Kooperation mit Energieexperten auch geförderte „Energie- Vor-Ort-Beratungen“ an, die seit vielen Jahren auf eine hohe Nachfrage stoßen. Hier geht es schwerpunktmäßig um die Themen Nachhaltigkeit und Ressourcen- schonung sowie allgemein um die Verbesserung der Energieeffizienz in den Unter- nehmen. Die Energieberater entwickeln Energiekonzepte mit Empfehlungen, z. B. zur Senkung des Energieverbrauchs sowie des CO2-Ausstoßes, und hinterle- gen diese mit konkreten Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Diese Energieberatungen können in Abhängigkeit von der jeweiligen Aufgaben- stellung beispielsweise im ESF-Coaching-Programm des Ministeriums für Wirt- schaft, Arbeit und Wohnungsbau oder innerhalb des Förderprogramms „Energie- beratungen im Mittelstand“ (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ge- fördert werden. Will der Betrieb die empfohlenen energetischen Maßnahmen um- setzen, wird er im Rahmen der Beratung auf die zur Verfügung stehenden För- derprogramme des Landes ausführlich hingewiesen, so beispielsweise auf die Ressourceneffizienzfinanzierung der L-Bank Baden-Württemberg oder das För- derprogramm Klimaschutz-Plus, welches zuletzt am 15. Juni 2018 vom Ministeri- um für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft neu aufgelegt wurde (Antragstel- lung ebenfalls über die L-Bank Baden-Württemberg). In den unmittelbaren Genuss von Förderprogrammen des Landes kommen die Hotel- u. Gaststättenbetriebe mit EMAS Zertifizierung (siehe Ziffer IV., Frage 1.). Dies sind aktuell 51 Betriebe in Baden-Württemberg, 89 bundesweit. Die gastro- nomischen EMAS Betriebe im Land nehmen also europaweit eine erfreuliche Sonderstellung ein. Die EMAS Betriebe werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mit bis zu 70 Prozent gefördert, wenn sich mehrere Hotels gemeinsam als „Konvoi“ für die erstmalige Zertifizierung entscheiden. Des Weiteren können Hotel- und Gaststättenbetriebe für ihre Investitionen, auch in die Reduktion von Energie- und Wasserverbrauch oder einen geringeren CO2- Ausstoß, die Einzelbetriebliche Förderung des Landes im Rahmen der Touris- musförderung beantragen. Die Förderung erfolgt in Form längerfristiger, zinsver- billigter Darlehen durch die L-Bank Baden-Württemberg. 10
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