Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 16 / 9864 biler Systeme unter realen Bedingungen erproben. Zudem hat das WM die Hoch- schule Heilbronn mit der Studie „Innovationen für die Zukunft logistischer Trans- portdienstleitungen in ländlich geprägten Räumen in Baden-Württemberg“ beauf- tragt. Auch das vom WM geförderte Projekt eMiniVanH, bei welchem es um einen elektromobilen Kleinlieferdienst geht, zahlt auf die Ziele einer emissions- freien (Innenstadt-)Logistk ein. Darüber hinaus bestehen bereits Förderprogramme, wie z. B. das Projekt „Mobi- Dig“, das in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO Fragestellungen zur Da- tenerhebung in drei Modellkommunen nachgeht. Dem Bereich der Citylogistik kommt nicht nur gesondert betrachtet eine wichtige Rolle zu. Vielmehr werden auch verschiedene andere Bereiche tangiert, weshalb die Citylogistik bspw. auch im Rahmen des Strategiedialogs der Automobilwirt- schaft des Landes Baden-Württemberg in verschiedensten Arbeitsgruppen aufge- griffen wird. 8. Wann wird sie mit der Umsetzung ihrer Güterverkehrskonzeption beginnen? Die im Sommer 2020 der Öffentlichkeit vorgestellten Gutachterempfehlungen für ein Güterverkehrskonzept werden derzeit hausintern einer Bewertung, Priorisie- rung sowie Abstimmung zu den weiteren Umsetzungsschritten unterzogen. Wie unter 6. bereits ausgeführt, befinden sich die ersten Handlungsempfehlungen auch bereits in der Umsetzung. Gleichzeitig ist zu erwähnen, dass eine erfolgreiche Umsetzung der an das Land gerichteten Handlungsempfehlungen im Bereich des Güterverkehrs von verschiedenen Faktoren abhängig ist, u. a. von ausreichenden finanziellen und personellen Ressourcen. Die wesentlichen Empfehlungen aus der Langfassung des Gutachtens wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die sowohl in gedruckter Version als auch di- gital verfügbar ist. Die digitale Version ist unter folgendem Link abrufbar: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/gueter- verkehrskonzept-fuer-baden-wuerttemberg-vorgestellt/ 9. Hat sich insbesondere seit der Coronapandemie die Bereitstellung adäquater sanitärer Anlagen an Autobahnraststätten und Parkplätzen für Lkw-Fahrer verbessert? Das VM hat mit Erlass vom 11. Oktober 2019 landesweit auf Rastanlagen im Zuge von Bundesautobahnen eine Erhöhung der Reinigungshäufigkeit der WC auf drei- mal täglich veranlasst. Ferner sind in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und di- gitale Infrastruktur im vergangenen Jahr auf den Rastanlagen Heckengäu Süd und Höllberg Nord entlang der Bundesautobahn A 8 Duschcontainer aufgestellt wor- den, um den Lkw-Fahrerinnnen und Lkw-Fahrern ergänzende Angebote zur Kör- perhygiene zur Verfügung zu stellen. Nach derzeitigem Informationsstand seitens der Autobahn GmbH des Bundes, die seit dem 1. Januar 2021 für Planung, Bau, Betrieb und Verwaltung der Bundesautobahnen zuständig ist, sind diese derzeit weiterhin in Betrieb. Hierzu wird auf die Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr vom 16. April 2020 verwiesen: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/konkre- te-hilfe-fuer-lkw-fahrer-1/ In Vertretung Dr. Lahl Ministerialdirektor 11