EICHMANN, ADOLF VOL. 3_0029
i ! 1 I Globke- Nazi und Antisemit von der ersten Stunde an f i Seine sdUindllche Tatigkeit Im Jahre 1935 war Im ubdgen nicht der Beglnn seiner Lautbahn ala antlsemttlscher Hetzer und Organlsator dcr Judcnvcr!olgungen im Dlervte des Natlonalaozlalfsmus. Kurz nach Hitlers Staatsstreich vom 30. Januar ,,; 1933 avanclerte Globke zum Obecregierungsrat. Das ..Ministcrialblatt !Ur die ; l ,, Preullische lnnere Verwaltung• meldet dies am 27. Dezcmber 1933 auf Seite 1485. Bald daraut wlrd Globke .selbstlindlger Referent filr Verfll&St:Ulh-, Shuldesatnts- ~i; &ads-, Nameaslndenmgea 'llSW.•, wle es In einem .Befiihigungsbericht" Ober 1: Globke vom 23. Mai 1934 heillt, In den Rahmen dieser Arbeit fiillt der ErlaO vom 4. Juli 1934 C.Minlsterlalblatt filr die PreuOische innere Verw;11tung", 1934 S 898) Ober Namen&llnderungen. Unter • VII. Judennamen• vertugte Globke damals schon, deutsche Namea Von sogenannten j!ldlschen Namen scharf zu trcnnen und rassbch VEl'folgten die FOhrung .arlscher" Namen zu untcr>agen: .E1 glbl welter zahlreich« bibll.sch4i Namen, die ebenfalZ. au fllplsch jildlsche Na men angcsprochen u:erden, a ber 1owohl bet Juden wie bei Nichtjudcn vorkomm"'1 (Salo- mon, lsrael, Moses usw). Zu den Judcnnamen werden im allgemeinen aucn diejenlaen guechnet, die 1><>n dem Her- kunftaor1 abgeleilet sind Darmstadter usw.) . . . (Krotoschiner, Antriigen arl.scher Abstammuna, ihren von Namen Hamburger, Perso11cn :u nicht- ondern, wird grundslltzlicn nicht stattgcgcben, weil drum die A ndcruno des Namcns die mchtarische Abstammu.ng des l\'amens- triigers verschlciert wiirdc. Audi der Ubcrtritt :um Christentum 1st nicht oeeignct, ei•rc l\'amcnsand~rung •u begriinden.• Dleser Erlall gab nlcht nur den antlJOdlschen ldecn der Nazis breiten Raum und erlelchterte die Verfolgungen der jildisc:hen Bcvolkcrung, vor ullcm lei;tc Globk<' demit sc:hon 1934 den Grundsteln filr die sptitcrc Brandmarkung nller judismen MltbQrger In Deutschland. 15
---------- Ga b u r t e- T a G v o r - dee Dl en•t- Wld e. nt rl tt.s iuname oe1m 1'.11 J - tar :cr.aue Angaben Ober !~ere !m 71 VI I It.~~- te ~ C\:~r f~~tc] den ~···'f~:1;~ ....:!'I Dc..'.li tz vcrr: C'T(1 C".Jl Ul'ld 2hrctizc1ch.<.;n .t.na~.l~ Bo!Orderun£.!,D~..}: (Einberu!ung, lfPI~, 1f IJ ~ ~ ""\'ft ~i~1-mrt~= ..'?;.~ .~;'!~~'! .. ~ ..... de.; 81tu :<::.!Cl - lun~ llJJ~ lf1Jl-. /,.,.,.,·"4~· 44d -~u nt1r.:•. . . r.t1 i·-~ 01e.net~erh~ltnl~se ,,JI i~'* ~'; (ff./ B·..1rn·.:·rku11gt'.'11. r:on- lm fl.1n1s ter1um des Ili.n.·rr !nf Z1V11 1111111- IJ lf ifll des -.1 n- trltt3 dc-r ,t.Htullun11 •oree.le"t,
lch bestatige biermi t, dal3. ioh heute den folgenden durch Gesetz vom 20. August 19J4 (Be1chegesetzblatt I Seite 785) Yorgeechriebenen D1ensteid beleistet habe. ,.Ich echr1ore a Ich werde dem FU.tirer des Deutechen Reiches und Volkee, Adol! Hitler,, treu und gehoraam aein, die Gesetze beachten und meine .A.mtsp:t'lichten p,ew1esenhatt er!i.4llen, BO wahr llUr Gott helfe" • B e r l i n, den Vor.: und Zuuame, . . .-. Zu dcu Pers.Aktcu. ~ J7 .. 193~. f: ..~... ~; ... ~ Aaitebezeichllu1'18 ••
.j ,;! q 11 f~)H'! G1obke handelte im direkten Auftrag Hitlers Die Initiative zur Ausarbcitung der beriichtigsten aller verbrecherisc:hen Nazi- Gesetze geht auf dlrekte Weisung Hitlers zuri.ick und sollte das Programm der im Nurnberger Prozell als vcrbrec:herisch erklartcn NSDAP verwirklichen. Hitler selbst begri.indete in Niirnberg 1935 die Gesetze wle folgt: ,,Ich schlaoe nun dem Retchstag die Annahme der Gcsctze vor, die Ihnen Parteioenasse Goring verlescn wird. Das erste und zweite Gesetz traoen eine Dankesschu!d an die Beweoung ab, unter deren Symbol Deutschland die Frei- heit zuriickoewonnen hat, indem s~ das Prooramm der nationalsozialistischen Partei tn etnem wichtioen Punkt erfiWen. Hinter alien drei Gesetzen steht die national- sozialistische Pa-rtei •• .• (,,Die Re.ten Hitlers am Parteitag der Freiheit 1935", Franz Eher yerlag Milnchen 1935, S. 66) tJl ·.Der Stormer", das widerliche antisemitische Hetzblatt der NSDAP, bestatigt das, 1 unil;,er,felerte den ErlaO der Nurnberger Gesetze mit folgenden Worten: 1t· I,. ,,Seitdem der Nationalsozialismus in Deutschland regiert, erleben wir, wie ein Punkt des Parteiprogrammes der NSDAP nach dem anderen Tat wird. In der historischen Reichtagssitzuno zu N iirnbero am 15. September 1935 wurde eine der wichtiosten Forderungen unscres Partci- programmes vcrwirklicht. Im Programm der NSDAP heiPt cs: 4. Staatsburger kann nur sein, wer Volksgenosse I.st. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rilckstchtnahme auf Konfession. Kein Jude ka1rn daher Volksoenosse sein. . ·'(.·' 5. Wer nicht Staatsburger ist, soil nur als Gast in Deutsch- land leben konnen und mujJ unter Fremden-Gesetzaebung stehen.u l .. Der SIUrm~r·. Nr. 4Il1935, S. 10) .. . '
Und dkse ,.Frcmdengeselzgcbung" fiir die judisch-deutschcn Mitburger, dieses Herausdrangen von Mllllonen deutscher Menschen aus der tibrigen Bevolkcrung zur Vorbereitung der .End!Osung", besorgte Globke als Autor diescr Gesctze. Es ist deshalb nlcht verwunderllch, wenn alle Nul-Zeltungen und ·Zeitschrl!ten - je. brauner sle waren, desto mehr - die Tatsache der Ausarbeltung und Verabscbic- dung dleser Gesetze mlt Mchsten Lobeshyrnnen bedachten. Eln beredtes Zeugnis dafilr, wle Globke mlt den Faschlsten und vor aUem auch :·'· .mit dem Initiator so vieler antijildlscher Pogrome, Julius Streicher, vor Verab- schledung dieser Geselze zusammenarbeltete, geben alle Ausgaben des von Strei- . ,. '· cher herausgegebenen .Stilrmer" zu dieser Zelt. Wochenlang trommelte er seine ;..: Hetztiraden, forderte die Bestrafung elnander Uebender Mensdien, die Achtung •. , .....der mit rassisch Verfolgten geschlossenen ·Eben. Das alles sollte verboten, unter 7 ;,: · : • Auanahmegesetz gestellt und von der aufgeputschten • Volkaseele• verhtnden wer· .:~,. ·'lien. Dlese abscheullchen Bilder und Sprilche hlelt der .Stilrmer" filr geeignet zur ~;·,, . Vorbereltung der Menschen au! Globkes Gesetze und selnen Kommentar. :;-)ir<~... · '~ !.' .•........ ........... ,.. ... , ~;.,;~,~,.. , : '. >:•·<: • . . ,. . . . . . . . ,...11..... . . . A ... )A:'¢:.;£~;~".;,.,;'.
- - - - -- ----- -- ---------------------, !egion 6ee edJate "ri j .. ji :·1• ,;i: ~ ~'1 - . , .. •I t::-.i·· '· ·, ( ·i·/.>.L. ·.· Nlc:ht anders war es bei ErlaB der Gesetze. Auch hier triumphierte-wieder besonders ~ . .Stilrmer" Uber Globkes braune Heldentaten. Streicher selbst Hell es slch nicht li'efunen, -die Gesetze· gebilhrend zu feiern. :;.-. ·: ~ !'··· .·. .Adolf Hitler, der NeuschOpfer des deutschen Volkes. .~--------- ~ I Der Relchstag zu Nilrnberg enuiuerte das Gesetz zum Schutze dea deuuchen Blutea und der deutschen Volks- gemeinschaft. ln dlesem Geaetz wird die Ehe zwischen Juden und NkhtJud.4!n bet Strafe verboten, und a.uch der auperehelich.e. Geschlecf!ts11erkehr ___ iat . umter Strafe -------- geate1Tt.-:-:--·-·--- -- - -.
Wir Deutschen danken dem Himmel, dafJ er uns emen 'Adolf Hitler gob. Was er an ;enem Reichstaa zu NUrn- berg zum Ge5etz tthob, war eine wclracsdtidl!liche Tar Ohne das Geaetz zum Schutz des Blu1ea und .der Ehrt wiirde das deuUche Volle 'chon In weniacn Jahruh1>1en am Juden an Leib Jlnd Sede zu Grunde Qepangen aein. Adolf Hitl~r ut zum Neuschbp/er der deutachen Rasse aeworden. Eru nach Jahrhunderten wird da' Volk der Deuuchen erlcennen, wie grop die Tat des Fuhrers IDCJT. Juliw Streidler" (.Der Starmer"', Nr. 38/1935, S. 1/2) · Und der Gehllfe dieses .,Neusc:hopfers• Hitler belm ErlaO der NOrnberger Gesetze bei6t 1:;. I. .Starmer-, der NSDAP und damit der gesamten Hitler- .Clique, und diese wiederum dem anUsemlUsc:hen Gesetzesmacher Im Relchslnnen· "m1n~rlurn In die Hinde. Er war ihr Vertrauter. lhre Wahnslnn~1d~n. die die ·Ennordung von sedls Mllllonen Juden zur Folge batten, faOte Globkc In Para- . grapben. Er verhalf der Unmenschllc:hkelt zum zeltwelligen Triumph Obt-r die {HilmanltAl ... : jGlobkes Gesetze der Ausrottung t Sdllindllc:h, unmenschllc:h und ekelerregend wle die Zelchnungcn und Wortsude- '.:i\.lelen des .Stilrmer- waren die von Globke ala .Sachbearbeitcr der Materie 1m ·''"Reldls- und PreuOlsc:hen Mlnlsterlum des lnnem• etarbe1tcten Gesctzc. Dazu !le- b6rt vw alien Dlngen das Relc:hsbOrgergesetz. W~ fanallslerten Gclstes mull dcr Verfaaser gewesen seln, der belsplc.lswelse In das RelchsbOrgcr~esctz die Bl'Stlm- mung autnahm: §2 Reichsbfirger ist nur der Staats:ingehOrige deut- schen oder artverwandten Blutes . . . Der Reidts- bilrger .ist der alleinige Trager der vollen poli- tischen Rechte nac:b Ma8gabe der Gesetze. 21 ··- ,• . ,.. .- ,,.._ . ...?Ii
Das heillt, die jlidiachen 6iirger, die Globke al& .artfremd" dif!amierte, waren damit ohne politischen Rechte, ohne staatsbtirgerlichen ,Schutz. Sie waren nach Erlall dieses Giobke-Gesetzes der Wiilkiir und Hetze schutzlos ausgeliefert. Sle wurden zu Menschen letzter Klasse herabgesetzt, zu elnet" Art Ungezlefer erkliirt, das Eichmann dann sPllter ausrottete. Hier zetgt slch besonders deutlich, wie Globke durch seine Gesetze tatsiichlich den ' Grundatein, den Auuangspunkt filr die spiitere 0 Endlosung• setzte. Was hier mit den juristlachen Worten im Sinne der Rassenideologie Hitlers, Himmlers und Stretchers beschrieben wurde, das hieO zu deutsch am Ende des Krieges: Sechs Millionen erschossene, erschlagene, ermordete 'und vergaste jiidi&che Burger ·aus alien europaischen Llindern. Das Relchsbiirgergesetz wird von Gerald ReiUinger, dem Verfasser des Buches .Die Endlosung• (Colloquium-Verlag, Berlin 1956) deshalb auch zu Recht als .Grundgeseu· der antijlidischen Gesetzgebung des Hitler-Staates ilberhaupt bezelctineL Und er bemerkt, daO die .13 Durdltnbrungs-Verordnungen blerzu erlaaben, die ganze Entwlcklung von Hitlers judenfelndllchen Ma8nabmen :su · vertolsen". ·:;...:.,·.. 1 Mitverfasser vieler dieser Durchfilhrungs-Verordnungen aber war - wie ''oben erstmals dokumentarisch bewiesen - Dr. Hans Globke. t;:··.i . Und so sleht die von Ihm eingeleitete .,ganze Entwiddung von Hitlers judenfeind- )idien Mailnahmen• llus: 1. Verordnung vom 14. November 1935 §4 E!n Jude kann nicht ReichsbiLTQeT sein. Ihm ateht ein Stlmmrecht In polltlachen Ano•leQmhellen ft!cht su.: et> lcann rin llff11ntllch111 Amt nicht b•kl11w.n. 2. Verordnung vom 21. Dezember 1935 Alie jlidlschen Beamten, Notare, Profesaottn, Lehrer und Arzte wurden aus lhren amtllchen Stellungen entluaen. 3. Verordnung vom 14. Juni 1938 § 17 ~)':'{-#~",1':~ D•r : Rclc:hawlrtschafbm!nilter wtrd •rrnadaffQt, Im El• vernehmen mlt dem Relchaminl.!ter dea Innern und dem · St•llvertreter des Fiihrera anzuordnen, daJJ Gewerbe- betrlebe, die in dem Verzeichnla der JUdiachen Gewerb•- bctrlebe elnQetraQen slnd, von einem noch zu beatlmmen- den Ze!tpunkt ab eln beaonderes Kennzetc:hen ffihren muu11n. 4•. Verordnung vom 25. Juli 1938 §1 Beatallungcn (Approbalionen) Juducher Arzte erloschen am 30. September 19l8. §4 Dlt Beatallung all Arat kaoo t!Mm Juden nicht erteilt wtrden.
,, c ·;., .':: 5. Verordnung vom 27. September 1938 § ~; ' i Juden ist der Beruf des Rechtsanwaltes verschlossen. Die ZulaasunQ 1ildlscher Rechtsanwiilte ist zum 30 November 1938 zurilckzunehmen. . ;.:: . . 6. Verordnung vom 31. Oktober 1938 §I Juden ist der Beruf des Patentanu·altes vcrschlossen. ~j:; ·, ':.U•;. ~H· ~ 'iii.~; 7. Verordnung vom 5. Dezember 1938 .,.j :! . ~' ! ~ ~ ' ' 4 Kilrzung der Beamte. jli· :. 8. Verordoung vom 11. Juni 1939 .f]: ~~ .i jj;;.:· Ruhegehiilter rnr ehemalige judische §I '~ '. ' Bestallungen (Approbationen, Diplpme) 1iidi<cher Zahn- lirzte, Tt.e.'lirzte und Apolheker erli:ischen am 31. Januar J9J9. _9. Verordnung vom 5. Mai 1939 Anwendung antljildlscher Vorschrlften des Reichsbilrger- gesetzes auf das okkupierte o~terreich. ··,·.:i-.>·.:.. 10. Verordnung vom 4. Juli 1939 Die ,.Judeo" wurden zum Zwcd<e dcr zunllchst i,:cplanten VertrelbUn& aus Deutschland zu emer _Rclchsvcrcinlgung- zusammengeschlossen. 11•. Verordnung vom 25. November 1941 § I ""'M~;".'~: Ein Jude, der seinen Qewohn!ichen AufP.nthalt tm AIU· ;i.:;~ -~ lcaan tlldU deutacher StaatsangehOrlger s<in. §.3 Dcia°'JV~ des Juden, der d~ deutache StaalsaftQe- . . .ail au/ GTU4ld d!eser Vero~dnuna t•erlierr, <•er/cillr ~f:·~ .Verluai der Staataangehorigkeit dem Reich. '1;.~;,_:--(~·--· ,/I~ .. Verordnung vom 30. April 1943 :~:~,/ '..'.< I 4 Jlldft 11nd Ztgeuwn lclJnn~" nlcfat Staat.tanoehtJrlQ• 1ettL ;; ': 13.· VerordnUD& vom 2. Juli 1943 ...!\~i·;;. .._::·. :· . ; . § i oon Juden tecrden durch die § 2 ~~Hifllt-~IN-..._ . .ludea. ocr!Allt 1eln Verm'5Q<'n dem r
"-·--·------·-----, ),: ~ '··' ;;:·· 'Das war das Ende dieses von Globke durch Verordnungen gegen die jildischen dcut>chen Bilrger fem sauberlich mit abgesteckten Weges: die Auslieferung an die Gestapo. ihre .. Sondcrbehandlung". der Raub ihres Eigentums. Am Ende standen die SS-Verbande mit den Verbrennungsofen der Vernichtungslager, standen Eich- mann und Kumpane mit ihrer .. Endlosung der Judenfrage". Den Ausgangspunkt, das .Grundgesetz" und v1ele weitere Stationen dieser teuflischen Fahrt in die Un- .. menschlichkeit legte Globke durch seine ·Verordnungen test. Dieser Taten ist er Uberfilhrt. · Globkes Gesetz der Schande "'···' «; f:l.lc:flt genug damit, da(l Globke diesen Beitrag zur .Endlosung" lelstete, er hliufte · · -.durdl die anderen von ihm ma(lgeblich vertaBten .Gesetze und Verordnungen '&udl nl'.>ch· Berge von Schmach und Drangsalierungen, Not und seellsches Leid auf d~;)ocl1schen BUrg;;r. Besonders ist hier das !.';;_,.. ·:Gaetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deuto;chen Ehre" ·:d·.. ::~::; .. liom .15. September 1935 zu nennen, an dessen Zustandekommen Globke nach Aus- .'.;~e q_..nes'':lazl-Minlsters Frick .. in ganz hervo1Tagendem MaOe" beteiligt war. ·'&~ Gesetz Isl elnes seiner schlindlichsten, weil es in die internsten Lebens- ·bereiche der ·rasslsch Verfolgten eingrif'l, weil es perstinlichste menschliche 'Beziebungen. Liebe und Heirat, den wahnsinnigen Ideen der Rassenfanatiker ~serordnete. :·.<: . ..Wer)1em\ag'd1e Qualen vieler deutscher Menschen .zu beschreiben, die - weil sle :~d;'"Ueblen und em Partnel' unter die Rassengesetze fie! - in Geflingnlsse und 1 ZUChthli~aie'r ·iesi>errl wurden? 1•1· .. ··- . . ·;:! ·~ i.wer:mairCias Leid kurz vor der 'Ehe stehender Verlobter beschreiben, die auf :·:Grund der: anlisemltischen Gesetze Globkes gewaltsam und ofl filr immer i:e- ; tmi~t wurden? /wer hat elne .Vorslellung davon, welche Qualen Ehepaaren zugeftigt wurden, deren · ;:DH!'dun:ti du von Globke mil verfallte Blutgesetz von Nilrnberg filr immcr au~ ··~n~ndergerlssen wurdc? ·!·-~,~~-:1"· .-~~: -'J· i'·iHJ ~ ~Hf t . .:f. I . . .·~· '.,~;1\,\.?.: ~; : -· oeii~•Verfaaaer .und Kommcntator der Nilrnberger Gesetze, Globke, lieOen und .. ,.,,_.,.,: · dleae Oberlegungcn kalt.. Er heuchelte chrlstliche Tugenden, beantragte ~~en; steckte eln hohes Gchalt ein und arbeitete antlsemitlsche Gesetze und "eniriin.ungen aua. Und heute gibt slch dieser Mann obendreln als .,Widerstands- ,,,.,_,~Pter'"'geaen:dcn Faschlsmus und als Helfer Jtidlscher Verfolgter aus! Doch so " "·· . ; letne· von .chrlalllchen Grundslltzen• getragenen ,.Wlderstandshandlungen" ~ai:°inaebllchen Schutze des besondera' eequAlten Telles des deutschen Volkes aus: .. ···-;,_·