EICHMANN, ADOLF VOL. 3_0029
So beweisen auch diese Tatsachen: e Globke verfaOte auch Im Jahre 1938 weltere verbrecherlsche Rassengeset.ze. Er 1st der Schop!er einer Verordnung, die den rasslsch Verfolgten elncn zweiten dis- krlminierenden Vornamen aufzwang und sie verpftichtete, diesen v.ornamen stiindig zu !Uhren. • Durch weitere Anordnungen Globkes wurde die jUdlsche Bevolkerung gezwungen, sich der Gestapo auszuliefern. e Durch seine Mitarbeit an elner Verordnung zur Kennzeichnung aller Reisepasse der Jildischen Bcvolkery,ng nahm Globke vlelen die elnzige Moglichkeit, sich durch Flucht Ins Ausland der drohenden Vernlchtung In den Gaskammern der KZ zu entzlehen. e Alic antiscmitischen MaClnahmen Globkes Im Jahre 1938 dienten der offcn elngestandenen Vorbereitung der .Endlllsung der Judenfrage", d. h. der Vernich- tung von Milllonen Dcutschen, Franzosen, Polen, SowjetbUrgern, Ungarn, Rumanen und so welter. e Ole forclcrte Politlk des Rassenwahnsinns Im Jahre 1938 trug wesentlich dazu bcl, in Nazi-Deutschland die lnneren Voraussetzungen filr den 'Ober!all auf Oster- relch und den Raub des Sudetenlandes von der Tschechoslowakei zu schaf!en. e Filr seine .Heldcntaten" Im Dlenste der faschlstlschen Rassenpolitik erhiclt . ' Globke mehrere Nazl-Orden und wurde mlt elnem hohen Reglerungsamt bedacht. Hitler sclbst slcherte Ihm selnen persllnllchen Schutz zu. 66
v: Globkes Mitwirkung an der 11EndlosungH "' .,Wenn die Kommandanten der Todeslager, die die ihnen ertcilten Befehle zur Ermordun11 der ungliicklichen Hiiftlinge ausgefiihrt haben, ••. vor Gericht gestellt. fiir schuldig befunden und bestraft werden .. ., dann sind die Manner ebcnso straf- bar, die in der friedlichen Stille ihrer Biiros in den Ministerien an diesem Feldzug durch Entwurf der fur seine Durchfiihrun11 notwendigen Verordnungen, Erlasse und Anweisungen teilgenommen haben.• ~'A-t"~fb:>t iiiiw4ifi#':~r 9'bll1i91 ~~=--~-:.:- .;::::.':":.v;."':"-=:- :; Ntftl-...,... . m.d1<>fayl voll.wulf0cr>A11~W119 der Joadoe ~ - ... a.ct. erreld>l .......... llit. t\•hap d~ Ko....,.aad.oacra de• To4MI••· die die - nt liraordomv 4w ~ .l"!M'n H.lltl•~9• a~\ihrt ~.!ID. - D die Le•le. die di« lleleble rilr 41,. ~def , , _ h .... 0Mee .......IH\ ·ijad woUWO(lal blbem, Y« Goridt\ ,,....US. !Gr 1du1l4>t ...,_,,._ _. ,: .• ~t,t. ....1ck;n c '!l'4,·cl<l~M1 Mk• wir lleiaell 'tweltel -. daaa God di. ....._, - . . - atRIMr• . ··,bi'di>r frit'dllclieil'SlllJ;,~lh,.r BllrGll ID - Mlalll•riee.., ~ ........ •Ida ......... 6er ~~r,~.~ltblilh~ .. !'>1~ Ve~..._. 11114 ~,h..,.. ...ig 1 • ......._ . Dieser Auszug aus dem Urtellsspruch des NOrnberger Tribunals im Wilhelm- · stralltn-Prazell (S. 169) gegen den ehemallgen Staatssekretar im Reichsinnenmini- sterium, Globkes Vorgesetzten Stuckart, trifft diesen glefchermallen. Der heutige Staatssekretiir des Bundeskanzleramtes Globke war auch persiin- lich an der Ausdehnung seiner Gesetze auf die iiberfallenen europi:iischcn IAnder betelllgt, in deren Folge jiidische Burger aus ganz Europa in die Ver- nichtungslager deportiert wurden. In diesen Untaten Globkes fnnd seine ideologische Grundeinstellung, fanden seine "Grundgesetze• des Rassenwahnslnns lhre Ver- w!rklichung. So wie Globke In den bereits vorausgegangenen Perioden des antiscmitischcn Fcld- zuges der Faschlsten lmmer an den Brennpunkten des .Rnssenknmpfes" eingesctzt wurde, so war es auch weiterhin. Als Schutzbefohlcner Hillers tauchle er immcr dorl auf, wo die Nazis solche .t>Cwahrten• Manner ...-ie Globke brauchten: 1936, als die Nazis den Rassenwahnsinn von Niirnberg zur offlzlellen Staatsdoktrin erhoben, schuf Globke die Grundgesetze filr die Judenverfolgungen und den Kom- mentar dazu. 1938, als die Nazis Im Zusammenhang mit dem Oberfall auf Osterreich und die Tschcchoslowakei Judcnpogrome organisicrten, schuC Globkc weiterc Gesctze und Verordnungen dcr Diskriminierung und .endgiiltigcn LOsung dcr Judenfrase". 1940, nls die Nazis dnrangingcn, alle Juden aus ganz Europa in den Ostgebictcn in Ghettos zusammenzupfcrchen, wurde Glubkc zum Vernntwortlichen filr die Umsiedlung der Polen und Judcn im Reichslnnenministcrium. 1942, nls die letzte Phase der Judenverfolgung elngelcitet wurdc>, da war Globke Korrcferent filr Judenfragen Im Relc:hsmlnbterlum des Innem und berelste in dleser ·Elgenschaft fast alle europlUschen Lll.nder, um die Vemichtung auch dieser lildischen Bevolkerung In die Wege zu lelten. 6l
Im Nurnberger Kriegsverbrecherprozell (Protokolle Band XIV, Seite 642) !st fol- gende Aussage Globkes enthalten: ,,Der Zcuge Globke erkliirte (Niederschrift auf S. 15 411): ,lch wuPte, daP Juden in groper Zahl getiitet wurden, und ich war immer der Meinung, da/j es Juden gab, die noch in Deutschland lebten oder in Theresienstadt oder anders- wo in einer Art von Ghetto.• Der Anwalt der Verteidigung: ,Sie dachten, da/j es sich um Hinrichtungen, aber nicht um systematische Ausrottung handelte?' Globke: ,Nein, das mochte ich nicht sageTL Zeh bin der MeinunQ, und ich wuPte dies damals, daP die Ausrottung der Juden svstematisch betrieben wurde, aber ich wupte nicht, da/J d!eses slch auf alle Juden erstrecken sollte:• Dabel hatte Globke selbst die Vernichtung a 11 er Juden durch seine Gesetze vor- bereltet. 11 Globkes 11 Befreiungsmission in Osterreich Als die Nazl-Truppen 1938 ln Osterrelch einmarschlerten, das Land besetzten und der Bevlllkerung lhre Freiheit raubten, war auch Globke wleder zur Stelle. Als Oberreelerunesrat Im Re!chslnnenmlnlsterlum oblag es Ihm, dleser gewaltsamen Besltzergrelfung elnen gesetzlichen Anstrlch zu geben. Er arbeltete mlt an dem Gesetz Uber die • W!ederverelnigung Osterreichs mlt dem deutschen Reich•, wobel er In erster Llnle fUr die Regelung der Staatsangehorlgkeltsfragen, filr den Auf- bau der Nazi-Verwaltung In dlesem Land, fUr Umsledlungsaktlonen und filr die Elnfilhruna der antlsemltlschen Nilrnberger Rassengesetze verantworU!ch war. Am 20. Mal 1938 wurden seine Nilrnberger Gesetze auch In Osterrelch verblndl!ch elngefilhrt. Wle In Deutschland, so beschrankte er sich auch hler nlcht auf die gesetzes- technlsche Ll!sung der .Judenfrage". Als Verblndungsmann des Relchslnnen- mlnlsterlums zu der mlt der .Endlosung der Judenfrage• beauftragten Abtellung Elchmanns kannte er den 296/41 - Erlail des Relchsslcherheltshauptamtes IV D 4 - vom 13. Februar 1941. Dleser Erlail Wies alle Pollzeldlenststellen an, .Juden au1 dem Gaugeblet Wien", dle slch vorilbergehend den Hitler-sdler&en ent- zlehen konnten, sofort zu verhaften und Uber das Sanunelia&er In Wien 2, 88
• 1 ·.~ : Castcllezgasse 35, In die KZ zu befOrdern. Das Ergebnis dieses Befehls und der :,, Einfiihrung der antisemitischen Ge~etze in Osterreich war die Vertreibung von 147 000 Bilrgern und die Vernichtung von 40 000 osterreichischen Juden. Die Belohnung !ilr diese .gewissenhafte" Arbeit blieb nicht aus. J~ .. Nach der sogenannten Wiedervereinigung Osterreichs mit dem Deutschcn Reich wurde Globke vom Oberreglerungsrat zum Ministerialrat befOrdert. In dcr Begriindung zu seiner BefOrderung schreibt Innenminister Frick am 10. Juni 1938 ausdrilcklich: .Aullerdem verdient seine Mita(beit bei der Wieder- vereinigung Osterreichs mit dem Deutschen Reich an- erkennend hervorgehoben zu werden .• Ferner wurde Globke von Hitler mit der Verleihung der .Medaille zur Erinne- rung an den 13. Marz 1938" (Tag des Einmarsches der Hitlertruppen in Oster- rdch) belohnt. ;..-.: ' . 1 ~) !>.m!'.Ili• lleS'S'D .:.:._!;:.·:\\.~ ... ~-.J~-;~ .·~·.; .~~~~·1;-; ...................... .. ,,, 1.,. 00 1 .l)•U:O'lllbur '11o lllWullo G\:r llrlnr.•..,,..,.. - l'·llliin l."o 4•n D•l>a'\ :;trlr:lm4<: -i':.,.rrc •ollt .., r-<ler.. J ••• _:1:;1 ./··· durfte nach eincr V0r(i.iguni.: des Nazi-lnnenminislct iums \'O•n ·24, Mal 1938 - I c 192.:39 - nur an Personcn \'<'rliehen werden. die sidi .,besondcre ·. Verdiensle um die Vorbereit.ung" der sogenannten Wiedervereinigung erworben Ii.alien: .In Bctracht kommt hier In enter Unle die wunlUelbare Mltwlrkun1 bel dea Erel1nlsaen In dea Ta.sen des Um- brucbs, sodann die Taligkelt in Organisallonen, die aich !iii· den ZuSllmmenschluO eingesetzt habcn.• J 1
Tschechoslowakei - Globkes nachstes Opfer Nach dcr Okkupation der Tschechoslowakei verlegte Globke seine Tiitigkelt in dicscs Gcbiet. Hitler beauftragte ihn mit der Ausarbeitung und dem AbschluO des Vertragcs uber sogenannte StaatsangchOrigkeits!ragen. Dieser Vcrtn1i:. der Globkes Untcrschrift trti11t, war die Grundlage da!iir, daO etwa 400 000 tschechische 1.1nd 100 000 <.le1.1tsche und judische Bilrger aus dem Sudetenland ausgewiesen wur- den. Zehntausende andere tschechische Burger wurden durch diesen Vertrai: gczwungen, die deutsche Stantaan11ehorii:keit anz1.1nehmen, weil die Nazis schon z1.1 diesem Zeitpunkt die .Beute" in lhre spatel'en Kriegspliine einkalkulierten. Eine ;,rnmittelbarc Ergiinzung dieses Vertrages war die von Globke verfaOtc .,Vcrordnung Uber die Einf(jhr1.1ng der Nurnberger Rassengesetae. in den sudeten- dcutschen Gebieten" vom 27. Dezembcr 1939. Mit dieser Verordnun11 selzte Globke ~ein schandliches Werk fort, das er 1935 mil der Ausarbeitung der Nurnberger Gesetze begann. Globkes Okkupatlonsgesetze fUhrten dazu, dall berelts am 31. Oktober 1941 30 000 jUdlsche Bilrger aus den tschechischen Gebieten deportiert worden waren. Globke hat mehr!ach Verhandlungen mit den Vertretern der Tiso-Regierung der Slowakei gefilhrt. Im MiirZ/April 1942 setzten dann auch die Judendeportationen aus diesem Lande eln. Berelts im FruhJahr 1942 waren etwa 17 000 Juden aus der Slowakel nach Polen deportlert worden. Dies geht aus elner Aussage des Vei:- trauten von Eichmann, des SS-FUhrers Wisliceny, vor dem Nurnberger Militiir- trlbunal Im Jahre 1946 hervor. Auch nach diesen schmutzlgen Verbrechen war der Dank des .,Fuhrers• dem antl- semltlschen Fachmann Im Relchslnnenmlnlsterlum wleder gewlll. Globke erhlelt die .Medallle zur Erlnnerung an den 1. Oktober 1938", die nur an solche Personen verllehen wurde, die slch be! der Okkupation der Tsche<:hoslowakel .besondere Verdlenste erworben haben• - wle es Artikel l des Erlasses fiir diese Medaille bestlmmte. Globke organisierte die ,.Heimkehr" der Memellander In den Rahmen von Globkes Tiitlgkeit zur Verwirklichung der GroOraumpolitik der Nazis fiillt auch seine verantworUiche Mitwirkung bei der Regelung der so· genanntcn Staataangehorlgkeltsfragcn nach dem - von Oberlander maOgebllch vorbereltcten - Raub des Memelgeblctes. Am 29. Jun! 1939 beauftragte Adolf Hitler personllch. den .,Minlsterialrat im Relchsmlnlsterlwn des Innem•, Dr. Hans Globke, .Im ~omen des deutschen Relchea• mlt der 11taul1chen Re&lerung die Staatsan~hllr!gkeltsfragen zu regeln, die slch aus dem Raub des Memelgebletes eritaben. 70
i --- !. - Yolloacht' : . ,_... .,..~ :/: ·;: ..: : . .···\l~ .. ..•, . ".t): ./. Du,V-otbii.ge~de !AgaU~or.arat. i111 1~w:~Ugen !at;,,;.,~ . . .·. -: <> ' ;<'.~''.. .1 '·Jf0hf'Dr;l'ai>lf''?S . t •' d l e r :,... t .' . und der 1.U.nisterialra.t im Ro1chsmin1ster1Ulll dee Innen''-;·"': "'":"·~ ... -"""' 110,l~,"~,U-&&.vqJ;l;~iH19l>,;doi: ~ ~to~ ; . . . .·. . . .... · ; ·Bati!ikation .. .. : .,, · zelcllnell•· .. ,,. ·· _,,_,,, .... ···.·:<· Berchtosr;nden ~ ,.~ i den 29. Ju."li 1939 l; ./ · ·Der t>eutaohe Reichskanzler gez. J.d"l!' _RH!er
Globkes Rassengesetze fordern 2 900 000 Opfer in Polen WiC' jedcs von dC'n Faschislen ubC'rfaJ.IC'ne Land wurde auch Polen in die Schrecken der Judenverfo!gung einbezogen, die ihren t\usgQngspunkt in den von Globke mit- ~l ti;. ·~" Cormulierten Nurnberger Geset>'.en l1'1ll<•n. Am 31. Mai 1941 wurde die "Verord- nung uber die EinfUhrung dcr Nurnberger Rassengesetze in den eingegliederten Ostgebieten" crlassen. 1945, nachdcm Globkcs Gesetze vier Jahre in den okkupierten Ostgebieten wirk- sam waren, verzeichnete die Statistik die planmiiaige Vernichtung von 2 900 000 Menschen (,,Die Tat", Frankfurt/Main, 19. Februar 1953). An diesen grauenhaften Massakern isl Globke durch die Ausarbeilung der Nurnberger Gesetze und durch die Einrnhrung dieser Gesctze in den Ostgebieten mit verantwortllch. Globke war 1940/41 auch veranlwortlicher Referatsleiter flir ,,Volkstumszugehorig- keit Danzig, Posen, I )• ~stpreu!Jen" im Reichsinnenministerium. Aus einem Brief des Nazl-Innenmlnisteriums vom 29. Januar 1940 an das Wehrmeldeamt Berlin- Schoneberg geht diese und daruber hinaus die Verantwortung Globkes fur die schilndllchen Taten in Osterrcich und in dcr Tschechoslowakel hervor. Es heiOt do rt: Er isl Sachbearbeiter beim Generalbevollmlicntigten fur die Reichsverwaltung und Referent fii.r Staatsanae- hOrigkeitsf ragen, die aus AnlaP der Bildung de1 Protekto- rats, der Eingliederung der Ostgebiete, der Bilduna de• Generalgouvernement~ und der Umsiedlungsaktionen an- fallen. Seine zivildienslliche Verwendung mup icn daher afs v or d ring l i ch ansehen und bitte, von seiner Her- anziehung zum Wehrdienst absehen zu wollen.• 72
__.__ ... •• . a ........................ ... An dae w.,l\nlel.deu\ S..rlin-&obllmlber&, '(··.· ·:i. Der ll1n1aterialre• 1m lle1clluo1nleter1,.. dee Inn•ni !)r, Bena 0 1 0 b Jc 8 (ge'b, 1Q,9, 1898 111 ?ICMJMl-'orf'I \tOllll!I&« . 111 hrliii • h-9uol1'1111&•r atr. 7, . .hrdt.-.._ll'llQ11&1e• . z...,.'. ,o, /'fJ wbr l, !11e11etgr.ch J:anonier, 'lehmr. 4.We~ .... , 98 I ' ' ' . 19' u 27 TOii Yelutleld•a•t Berl1n-8oMu'berc a \ ~ '• .cs.•. tuii&•"f•hl . .& SWI hhbl'l.lar 194~ &1&r .hO'beCl!ltullga-Ra.-.&11\. ' .:,; 1n Jlel,pr4fl'Oa. eiJlb•NtllC word•n. :>er haat• lat bur n1!!!1 1MH1u:l1olu er 1a\ S.oh'b. . rbe1ter 'be1111 CleiieHlbnollJMlcllUC~ 1. tlli- 1 41e loiaha.,..rwaltwi& und Referent ru·r 3laa\MDf!ehl)righ1\a• tn.m. 41• aue An1all 4er :B1l4W1& d.,, l'rotlt'lttorate, d•I' tiaclt..,;: de~ 4er Oatge'biete, der B114ung dea Gene~gouve~~ 'llllt:1 Qu1-4luziaaalct1onu a11rellen. Seine dv114hn:oU1c'll• Te~ dung -0 loll 4aller ale vordrinallch ans"h"n und bi tte, von Hi•'; ner lhrans1•blmc a\Ull lhlbl'cl1eut a beehen '" •Ollen. • J'tlr •liglichat \lll8~:ien4e Vnattmd I !1"'14 von 4- Ve r..uleja.a'. •lire tah dankMr, Im A.u.!ltrag goe. Dr.SchUtse. d•r Dlese .zivlldienstllchc- Verwcndung von Globkc w~rdc also von dcr Nazl-F\lhrung filr wichtiger gchalten als die Einbcrufung 7.ur w,·hrmacht. '73 d 1
Die !o!gende auszugsweise wiedergegebene Anweisung des SS-Gruppen!ilhrers Millier vom Reichssicherheltshauptamt der SS vom 31. Oktober 1942 gibt Auskunft, was wahrend der Zeit, in der Globke die o;,Umsiedlungsaktionen des General- gouverncments" leitcte, geschah. Es heiBt dort: .1. /Die polnisc:hen Familien der Wertungsgruppen I und II werden ausgesondert und nach Lltzmannstadt zur Eindeutschung gebracht. Ein kleiner Teil dieser Famll!en wird filr die BesetzU111g dcr durch ZusamTn<?nlegung kleincr und oroPc- rer polni.scher Betriebe ent.stehenden sogenannten ,Z-Hofe', soweit Umsiedlcr z. Z. nicht varhanden sind, zuriickgelassen. 2. /Von den A'1gehortgen der Wertungsgruppen III und IV werden die Kinder zu- sammen m!t den iiber 60 Jahre alien Polen ausgesondert und gemeinsam, a~~ im allgemeinen Kinder mit Gropeltern, in sogenannte ,Rentendorfer' verbracht." f'Al' Qb,ot dt>l' ~liehorb•dt9pol.~. ..i ttl:)..4 "•• !lr! IV a ' • 'o66/4a. A'°'I· !"l 1~!-:Zr!1 ~m<lr•il·H~:!1 YOO J'l:>l.8n ..... D19\l'1~ Lublin /!a~ ·- "l .. hru:11.... r.11flj\' Mlt •U• A.aq\sl&Ag -ro11 TolU<l•u~•,:;ti.11. ~•i•n~•r ,.10.1942 1.11 it,.;lt•ll· • .·· · · ' · .... ,: ... :.:.:..... ·. "'"" .•»'·•·it. ·.,, •·~·'t"r •.·;~.11lr,'1t .,iorha~•n A' _, .••• , , ~ i --1 1 ; ·· •. ·ilf'. :. . 111'2!1, a1U'tloC;,r91.aaeaa. .,~ ··~r ,.,1·~.,.,~.,~ru l ~ t\:.,., r o.A_.: ,,: -"'"~-:·,. "1 tl!\n l'olen . ~fl ''"'" ITT llM JY -~•• dw • PltU'C•BOO-
~ · - - - - - - - - - - - - - -----. - - ---- L' ,, .,9,. i< bl~-60-;:h;:;···;tt.;-a;:;;;tttirsh~~.tler~ii·-,f.y-...., :f':~·.,,:"\...:'h,·:'.'.•· ;1'f'I f!! •~rO•n, nr.no 1u·!l•l1.ef!th!~n -~~:--~ S\l.{I\. l.J"t ; . ,•:•·r•li>,.v)ll·":O"i'•\1if'\•u• rllr d•n ~\>61tA1....eta -r·O'..,,, eh• .U :" .,•t ~ ~./ nt'• tt1» ·.~ »" .,.,.,!\ l• Jcri• ..c••tcht u_i.n ar...i teeirallta n•t-~~ An;t.. hllrl.l(•n tier 111artW1C1tc':ll?:I'"'• rr 1<I ~tar ...a U 'a1a· '° :1uiru1 •or.-1i-n lr. des D. .Lll*ChWl ta •l>S"t!ln:!•rt. ·~. "foa ~\Mr .Lb~e•·,1~b<U'g l)eat1-t•1' Tait. Tnn P_,len l• ~'>&OA 4.~ A~loc cllA l~nln<t, d!.• !llob ta l{!.nbl.l,ok au.t' d1e et•1'lct> ~••~ U.e:at\ ~1.t•lloa ptahrllo!I -1::-ua wn4 ~U... LM uft. ~-- 111••4'8 v.re'l-lrlrwia dezo hd•a cu el.ft 'brta...,,c ~~·· ~mrtt 'If\".~ d"t- vcn·;;<>s<'lil"~"'"• J!::'l•••'l4:! \lft'3 ...,h&Clll~ ~~" ..o.~'~·.'"'6o lch b1\" ~ 4'!J.."''-~· ltSttl. 'CT • ' .. 5'6G/4tc 11505/ · Dicsc Katcgorisierung der gcsnmtcn polnischcn 13evolkcrung in vier Wertung• ·gruppen, die Vcrnlchtung der Wertungsgruppe ~ im Konzcntr:ilionsl:igcr Ausch- witz, die besondere Zusammenpferchung der Kinder und ubcr 60 J:ihre alien _P~rsonen der sogenannten Wertungsgruppe 3 in ,,Rentendurfcrn", die Trennung der K.Jnder der .nledercn Wertungsgruppe" von· lhren El\crn, die zur Zwangs- .arbelt nach Deutschland verschleppt wurden, das 1st auch cine Foli:e des Wcrkes · . von Globke, dem .Umsledlungsspezlallsten•. ;. t lil ~