EICHMANN, ADOLF VOL. 3_0030

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·.'f. .... I Gesinnungsgenossen, die man noch aus der Zeit der Zusammenarbeit in ·Rfbbentrops Auswiirtigein Amt kannte. . Auch Adolf Eichmann wurde von Tag zu Tag sorgloser. Kein Schatten ::(ierc\Tergangenheit umdilsterte mehr seine Stirn. ~'\';~;k8m eS am 23. Mai 1960 im israelischen Parlament in Jerusalem zu Vemer;,we1tsensauon. '' tten•:emer der ilblichen Parlamentsdebatten erhob sich plotzlich 1 Miriisterpriisident David Ben Gurion und gab mit leiser :.~1Snifilisdi"e 0 ' ' · ·folgende Erkllirung ab: · '{habe::der. Knesseth mitzuteilen, daB einer der groBten nazistischen . , ' ~recher; Adolf Eichmann, der zusammen mit den Nazifilhrern .. ~iaogeriannte Endlosung der jildischen Frage - das bedeutet fiir die .,,,. ditwig von sechs Millionen europlilscher Juden - verantwortlich war, 'c';·'fsril~em Gewahrsam befindet und seinem ProzeB in Israel t.".,: ,:, ,,..,,,.:~adi,Jenem 3. Mai 1945 warder ~-Obersturmbannfilhrer Adolf 1 1 .. ·~f ~. ,. ~iQ;di~.:mmde d~ Volkes gefallen, das er auf grausamste Weise ;~~i.K,ri~ de'Zimiert hatte. _ · -C-:SOfglosesten Stunde war der Judenmorder Adolf Eichmann '·*'"'en,,vClm. israelischen Geheimdienst verhaftet und auf gehei- ~S'naCh. Israel gebracht worcten. 'ii;;'"clie Vergangenheit wie eine La wine auf ihn zu. Die Vergan- ''"~i{i.\l&rines, die zugleich zu der schrecklichsten unseres ganzen ~;~~( .. ' -- {: fi:' i:L i'.. r. --
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:~ Judenerfasser . . ;-·::')·."'. ~;-r-'' ~-: ?:~ (\UnniitteJbar nach dem Machtantritt der NSDAP setzten in Deutschland Jiu~ di~· ersteri antiSemitischen Aktionen ein/Zur gleichen Zeit, als die ·"'~;an~·:·~ez. ihres Regimes, d. h. in erster Linie die Kommunisten, . 'iai&ri-atenhind aufrechten bilrgerlichen Demokraten, verfolgten ,,. '.'tQl~en, wurde auch in derselben Weise gegen die jiidischen -~:~·~·_,}:•~';:·'); 1 r 1) .. '· ;· -,~,, < ntir liehi, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann ... er{Blutes ist, ohne Riicksichtnahme auf Konfession . . . 'eir.WC>lkSgen<>sse seln." {"Der Stilrmer", Nr. 41/1935) •;;,,. 1~ti~en>Nttmberger Gesetze veroffentlicht. In ' ': '·~::Hitl~taat elrie strikte Trennung zwischen . }~eri'~geriannten Menschen arischen Blutes fest . . _. _ ·~zum\,Schutz des deutschen Blutes und der "~- y;:'es~anen deutschen Staatsbilrgern bei Androhung '"'i>C>~'''~heliche oder auBereheliche Beziehungen zu ififuiriS'\zu unterhalten. ~'· "ter :'iJehmen die Fuhrer des Hitlerstaates einen . ~tsdlen Gesandtschaftsrat Ernst vom Rath in ..,.Heydrich berichtete Goring im Anschlufi an :';:' e.f·fi{Brand gesteck't, · weitere 76 vollstiindig •'fcien rund 20 ooo Juden." .. .. entstand bei der Naziflihrung .,..,,,~menfassende Erledigung der Juden- ~~miNovember und Dezember 1938 wurden ., .. ,..,,..,..,,..... - .
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olgende Anweisungen von den braunen Machthabern veroffentlicht: -Qdischen Betriebe in Deutschland sollten danach sofort von so- .:~/8ri5chen Treuhiiridern tibernommen werden. Diese ha~ten · ·- .,,_dii(Aufgabe, die Betriebe an Nichtjuden zu verkaufen. Auller- :.:;··~'(lfu{Juden in-Deutschland eine Strafe filr den Pariser Zwischen- 'ijb,~ '.Von.. L Milliarde Reichsmark auferlegt. . Cii~ngen wurden angewiesen, keinerlei der von der SA ·'ien'.'.Sdiaden zu ersetzen. Alle jlldischen Menschen erhielten die 'ii'::-:i:·;;,ihreil·gesamten Schmuck, ihre Juwelen oder Kunstgegen- . Che Al.lfkaufstellen zwangsweise abzugeben. 5 ' ·tJi\lllk-t'an durften die Juden in Deutschland auch kein 1 ••,_, ' -~¥(~r{,FOhrerschein mehr besitzen. "·~tKonzerthallen .. oder offentlichen Parks Wiesen .,~JiJden hi~r unerwUnscht ·seien. :_'·. .. : .... ·. . . ~'.Uhl' abends bis 6.00 Uhr morgens durfte es kein '';k!betreten; da er dann gegen ein staatliches Aus- ;.~~·: ~·· ; thltt~/:: · 1G : • i _· .· - . ·.' - ili'uBt~ dieioffentllchen Schulen verlassen und Mieter ','_cilfs)~~~~f~l~ls arilndigen, sofern dieser ein ·- -sgesetzblatt seitenlang qualvolle Beschran- c:'°i::hland auf. Aus einem Vaterland, in dem 'TiiJgebracht batten, war iiber Nacht ein .,,i~ger geworden; und doch bildete das '- .,. ·.. ' . . .-... fisr;iliteren -: unsagbaren Leidensweg. •:·'~ilfriib· •zur -Drangsalierung der Ju den in - '~i'i!ereits einige Monate spater als noch ; ..-~~1·:·~. ,;;~~~~·;ik:;" _ ke Full· gefallt, die Juden zwangsweise tirid 1hneil dabei .ihr gesamtes Vermogen ;~·.:~~/~.~'.:-:·-:. .. '<µE;Ser Frage ·an, und auf seine Veran- '.4.itd:danri spii.ter in Prag eine Zentrale -~,t,.~zum Chef dieser Zentrale ernannte en· bis dahin wenig bekann ten SS-Mann ~~~!fL~/:· .... . :periorialakten der SS hiell: ;'.~i~dtes Gesamtbild: nordisch-dinarisch, .~~~elii~ .reden, organisieren. 8hi'·e4906 •in Solingen im Rheinland geboren ::;gn>n geworden. An der dortfgen Staatsober- 'von demselben Geschichtslehrer in die 17 =lI ----. ··: ·.·. .
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wtmr'riwmwawrtrttrs Mttzttnt · ,. rm ttt rr tm tr ·'efhabene deutsche Geschichte" eingefiihrt, der Jahre zuvor einen Schiilcr ·Adolf HiUer unterrichtet hatte. - _.:,:-·· . . . ... . \'.riamn Adolf Eichmann ein Studium an einer Lehranstalt fiir :•tecbrilk, Maschlnenbau und Hochbau auf. Doch hielt es ihn nicht · ''{dieser Schule. Als verkrachter Student begann er 1932 seine .,:·-'::·•·•6filiL!nz. 1934 kam er in Deutschland zu der osterreichischen '~,iss;':ih'.'.oachau. Er beschlol3, die antisemitische Laufbahn ein- . 1¥:..-ili.der· SS machte Adolf Eichmann langsam, aber sicher ''.~ltete er nOch ·1m Jahre 1934 als Hllfskraft Karteika11en, ., . ,:.ens 'ii::. ) ~ 1 19
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--------· --- . 1 20 lrii Viehwagen nach Auschwitz ter. In den Rang elnes SS-Hauptschar- fUr jildische Probleme interessierte. "'°' " · 1939 das neugebildete Judenreferat im i~ und Prag fiihrte Adolf Eichmann dann '·fFuhrers die ersten Judendeportationen Ji/Wtirde Ihm bescheinigt, dall er diescr ~-orti.ing ;und Akkuratesse nachgegangen sei. "···in Berlin-Wannsee ein Kreis hoher SS- "··4·:Angeh0rlger des Ribbentropschen Aullen- ,.,gfeines. Planes fib' die Gesamtlosung der 'c;)~cl:i6rte. auch der Obersturmbannfi.ihrl'l' ., gezogenen . .,-.;ten die Nationalsozialisten zum ersten Mui :-,~ -~~E;iiii; ~enden Bezeidtnung ,,EndlOsung"' ·An~der Termlnologie der SS-Fuhrer die juesi~chen volkes. 'llt\<i '.pflic:htbewuOtsein", Adolf Eichmann. Pl~nes betraut. '·naers h'fiih!blieses ~[~>'.-~ft~f8~C·/· · , .,, . __ :· .
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1 23 Auschwitz, M_ai- seine Verantwortung fiir )f Diitten Reiches in spateren Jahren 'tWeridig gewesen. Schliel3lich hatte es . ., difung habe ich ja direkt nichts zu '"t!5t;ridern nur ein Erfasser gewesen. -""· ~ei' allilerte Transportoffizier, der 'tie und es auch niCht wuBte, ob sie . 'au'f 'Frauen und Kinder abgeworfen .t;zu fragen: Ich hatte einen Fahneneid )~_;po}lUsche Ftihrung des Reiches hatte ~i~\.ind mich mit ihrer Durchfiihrung letf hatte zu gehorchen, verstehen Sie?" -~ Eichmann in den von den Faschisten besetz- ·'rnherreiste und Juden erfal3te. sondern mehr-- ····~·.,.,_ ;. ..... '···
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