EICHMANN, ADOLF VOL. 3_0032

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Ja.

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Sachsenhausen. Zwangsarbeit im Klinkerwerk
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----------------- Der besondere Vorteil der Hiiftlingsarbeitskraft fiir die Aua- beutung durch die SS und die Monopole bestand darin, dail der Hiiftling sehr billig war und f akt.isch in unbegrenzter Zahl zur Verfiigung stand. Der Hiiftling hatte nicht einmal mehr die ,,Frei- heit", seine Arbeitskraft zu verkaufen. Die Arbeitskraft gehOrte der SS; mit ihr konnte alles gemacht werden. Deshalb war es der SS moglich, die Arbeitsk.raft des Hiiftlings zu verkaufen. Der . Hiiftling konnte bis zur restlosen physischen Vernichtung ein- gesetzt werden, ohne d.al3 ein Einspruch seinerseits moglich war. Die Arbeitakraft des Hiftlings konnte besonders gut fiir die Geheimwaffenproduktion eingesetzt werden, denn er wurde be- . wacht, kam nicht in die Offentlichkeit und konnte nach Beendi· gung des Arbeitsprozesses liquidiert werden. Gerade das letztere '. · wird bestiitigt durch eine Anforderung des Industriellen Porsdte, '.: · der personlich bei Himmler vorsprach und fiir eine Gehe!mwaffen- :; produktion unter Tage 3500 Hiiftlinge verlangte. Selbat ale Leiche hatte der KZ-Insasse noch Wert. Seine Haare :· nrden f iir lndustriefilze verarbeitet, aus den Knochen und aus dem Leichenfett wurden Seife und Diingemittel produzien. Zahn- ::; gold kam in die Kaasen der SS. Die Monopole waren auch scham- den Hiiftling noch ale mensdiliches Versuchstier zu Hiiftlinge, Hiftlinge, Hiftlinge ... ::· Der Schrei nach Arbeitakriften wurde durch das Scheitern des ·~lltzkrieges immer lauter. Die Riistungshyiinen und Kriegsge- .· innler wollten mehr Profit schopfen, wollten mehr Wa.ffen pro: .·Uzieren und billigere Arbeitakrifte haben. Die SS wollte ihre klavenarmee erweitern. Dje_ Volker dediberfallerien Linder, an- .. pornt durch daa Beispiel der Sctwjetunion, sdiufen eine starke d~t~tandsbewegung im Hinterland des Feindes. Partisanen- , ppc;n banden zahlreiche fudUstische ElitediVisionen, sp~-
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----·--------------------- :t~n Brucken und Lager, brachten Hunderte von Militartransporten zum Entgleisen, zerstorten die N achschubwege und Verbindungs- linien des Feindes. Gegen sie 1ichtete sieh die ganze Wut einer entmensd:tten Soldateska. Straiexpeditionen wiiteten in den Dor- fern, toteten die Zivilbevolkerung oder verschleppten sie in die Konzentrationslager. Die Lager wurden zu riesigen Sklavenarse- nalen und Verri.id:ttungszentren. lmmer neue Methoden erfand Himmler, um die Lager zu fiillen und sein Vernid:ttungsprogramm durcli.zuf iihren. Vemiclitung durch Arheit J·· Es war am 18. September 1942. Himmler und der Justizmini- ster Thierack beratscblagten gemeinsam, wie man noch sdmeller morden konnte. In den Gefiingnissen und Zuchthausern des ,,Drit- ten Reiches" wurde zu langsam gestorben. Deshalb iibergab Thierack einen Teil seiner Strafgefangenen in die ,,bewiihrten" . Hiinde Himmlers ,,zur Vernichtu.'lg dcrch Arbeit", wie es im Be- . ridit Uber diese Bespred:tung hei.13t. Alie Sicherungsverwahrteu, ·)µden, Zigeuner, Russen und Ukrainer, Polen mit mehr als drei Jahren Haft, Tschochen und Deutsche mit iiber acht Jahren Strafe, wurden in die KZ iiberfiihrt. Gleichzeitig vereinbarten sie, dal3 in Zukunft Juden, Polen, Zigeuner, Rtissen und Ukrainer nicht mehr · von den Gerid:tten, aud:t wenn es sich um Strafsachen handelte, ab- geurteilt, sondern sofort der SS iibergeben werden sollten. Diese MaJ3nahmen beweisen erneut, daB die Justiz nur noch ein der SS .ebenbiirtiges Terror· und Ausronungsinstrument des Faschismus war. In einem Sd:treihen des Reichsministeri der Justiz vom 13. Ok- ·.· .· tober 1942 an Bormann, den Chef der Partei~ei, wurde seiten.s der Nazijustiz bedauert, da.13 ihre Mittel zur Massenvernid:ttung ·.·•. begrenzt seien. Es hiel3 darin; ,,!ch gehe hiervon aus, da6 die Justiz nur in kleinem Umfange dazu beitragen kann, Angehorige ~:dieses Volkstums auszurotten ... Dagegen glaube ich, daB durdi
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.iJ .. ii·• .·.; . !:'' .1.,· die Auslieferung solcher Personen an die Polizei, die sodann frei von geset:z.lichen Straftatbestiinden ihre MaBnahmen treffen kann, wesentlich bessere Ergebnisse erzielt werden." Die Rolle der Justiz im "Dritten Reich" wird unterstrichen von einer ,,Grundsiit:z.lichen Richtlinie Nr. l" von Himmler, die he- etimmte, ,,daB niemals ein Jurist Chef des SS-Gerichtes sein darf". Himmler riiumte alle Gefiingnisse und Zuchthiiuser in Deutsch- land und im besetzten Gebiet aus, um fiir seine Konzentrations- lager neuen Nachschuh zu erhalten, und sicherte eich gleichzeitig __ neue Zugiinge durch Oberweisung aller "Straffiilligen" fiir die Zu- kunft direkt in die Konzentrationslager. Noch vorher bane Himm- ler das Einversti.ndnis des Justizministers eingeholt dariiber, daB die Leichenschau bei .,unnatiirlichem Tode" eines Hiiftlings nur der SS-Gerichtsbarkeit Uliterliegen solle. Diese ,,fiir die SS sehr giinstige Reglung" - wie der Chef des Hauptamtes SS-Gericht befriedigt feststellte - machte den Morder noch zum eigenen Richter. Aber nicht nnr die, die in den Vollzugsanstalten der Justiz ' waren, sondern auch diejenigen, die dort entlassen wurden, sicherte : sich Himmler. So hestiitigte ein Sclireiben des Reichsjustizmini- >etere 4n die Generalstaatsanwiilte vom 21. April 1943, da.B alle ;'Polen und Juden, die aus Vollzugsanstalten endassen werden, !:;: t der Gestapo zu iiberstellen und auf Kriegsdauer heziehungsweise '"':-_-;Jebensliinglich in Konzentrationalagem zu inhaftieren sind. !frAus kriegswiclitigen Griinden ~~:: ~ Himmler braudite mehr Hif tlinge. Am 17. Dezern her ordnete \~dn einem Geheimbefehl an alle Befehlshaber, lnspekteure_ und '~ommandeure der Sidierheitspolizei und des SD an: ,,Aus kriegs- ~,: •· Wichtigen, hier nicht niher zu erorternden Grunden hat der Reichs- : : fiihrer-SS und Chef der Deutschen Polizei am 14. Deumber 1942 67
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bcfohlen, da6 bis Ende Januar 1943 mindestens 35 000 arbeits· f iihige Haf tlinge in die Konzentrationslager zu iiberweisen sind." Weiter wird befohlen, dali fiir die Erreidmng dieser Zahl· alle fluditigen Fremdarbeiter, alle ,,im Strafvollzug ein.sitzenden" arbeitsfiihigen Hiiftlinge in die KZ zu iiberweisen sind. Im Rahmen der gesamten Aktion wurden audi 45 000 Juden aus dem Ghetto Theresie.nstadt und dem Bezirk Bialystok nomi· niert, die nach Ausmwitz transportiert und dort ,,ausgemustert"' werden sollten. In dem betreffenden.Schreiben vom 16. Dezember 1942 heillt es dariiber: ,, ... bei Anlegung eines zweckmiiBigen MaBstabes fallen hei der Ausmusterung der. ankommenden Juden in Auschwitz mindestens 10 000 bis 15 000 Arl>eitskrafte an." Mit an<leren Worten, von den 45 000 Juden soUten 30 000 bis 35 000 vergast ,,.;erden. Der Rest, der fiir den deutsdlen Imperia· lismus nom ,,braumbar", das heillt, fiir die wirtschaftliche Ausbeu- tung nom zu verwenden war, wurde fiir die Riistungsindustrie be- , rcitgestellt. Gibt es noch bessere Beweise fiir die Willkiir und Bru· talitiit d1,,-<t deutschen Imperialismus? Das war es, wovon die Mono- polherren und Krautjunker getriiumt und was der Faschismus ge- schaffen hatte: ein Heer von Sklave'l f iir den Profit des Kapitals. Neue Masseneinlieferungen Wie willkiirlich der Faschismus mit Menschenleben umging und wie willkiirlich die Einlieferung in die Konzentrationslager vor sich ging, geht aus der Verfiigung iiber den Ansdilu6 der Arbeits- lager des Distrikts Lublin an das KZ Lublin hervor. In einem Aktenvermerk vom 7. September 1943 hiel3 es lakonism dazu: ,,Mit der Obernahme durm das ss~Wirtschafts·Verwaltungshaupt· amt (Amtsgruppe··D) werden die Insassen dieser Arbeitslager Konzentrationslager·Hiifilinge." Durch immer· neue Aktionen wurde fiir stetigen Zugang in die ·. Konzentrationslager ge&0rgt. Jede neue Niederlage der Hitler; =::j I
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faschisten beantworteten diese mit blutigem Terror gegen die·Be- volkerung der Gebiete, die 11och unter ihrer Herrsdiaft Standen. Strafexpeditionen, die ~... Taktik der verbrannten Erdeu, Galg~n und Massengraber kennzeidinen den Riickzug der Nazitruppen. Brutal wurde ein groBer Tei! der Zivilbevolkerung xur Zwangs- arbeit in das Reich verschleppt. Massentransporte kamen in die Lager. Einige der wichtigsten nach 1942 waren: Ungarische ]uden: Im April 1944 wurden in Ungarn etwa 400 000 Juden in groBen Lagern konzentriert. Bis zuro 30. Juni 1944 wurden sie alle nac4 Auschwitz. transportiert. -~'on den 400 000 sind kaum mehr als 100 000 als Arbeitskriifte ,.ausge· mustert" worden. Aile anderen wurden sofort vergast. Sowjetische Zivilpersonen: Mit dem Vorriicken der Roten Armee, Mitte bis Ende 1943 und Anfang 1944, wurden nodi ein· mal Menschenjagden in den nodi besetzten Ostgehieten durchge- fiihrt. Allein nadi Buchenwald kamen 5394 Personen aus ver- adlledenen Stadten der Sowjetunion. Polnische Zivilpersonen: Ab August 1944 - vor allem nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes - kamen Transporte der zwangsevakuierten polnisrhen Zivilbevolkerung in die Kon· zcntrationslager. Norwegische Studenten: Nach den Unruhen an der Osloer Uni- :r: versitiit kamen im Januar 1944 349 norwegische Studenten nach jf:1•, Buchenwald. Sie erhielten dort bessere Behandlung, wurden ~:'. getrennt von den a.nderen Hi!tlingen untergebracht, bekamen SS-Verpfiegung und konnten ihre Zivilanziige behalten. AuSer· 1 '. ' dem erhlelten sie ,,woltansch.aulichen" Unterricht von SS.lnstruk· ;Z'fouren. Da die nazistisc:he Beeinftussung erfolglos blieh, wurdcn ~aie im Juli und Oktober 1944 zu sdiweren Erdarbeiten herange- 1:-. '< :~wgen. ? Zwischenhafe II: Ab November 1944 kam eine neue Haftlinga- '~llt.,gorie in die Konzentrationslager. Es handelte sidi um ehe- !-~'ilige Wehrmachtsa.ngehorige, die meist zu hohen Zuchthau.s- ~atrafen verurteilt waren und zum Arbeitseinsatz in die Konz.en· 69
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U'ationslager kamen. Nach Kriegsende sollten sie ihre Strafe ab- sitzen. Deshalh auch der Begriff: Zwischenhaft II. · Diinischr. Polizei: Im September 1944 V:Urde eine grol3e A.kt.ion '·' gegen die danische Polizei gestartet, in deren Verlauf etwa 2000 diinische Poliz.isten vor allem nach Buchenwald gebracht wurden. Ostarbeiter: Aus einem Telegramm des Generalgrenzinspek- teurs an die Gestapo Niirnberg-Fiirth vom 12. Februar 1944 geht hervor, dal3 alle wiederergriffenen gefliichteten Ostarheiter auf Grund cines Hirnmler-Befehls in die Konzentrationslager zu iiberfiihren waren. Polen aus der Widerstandsbewegung: Am 18. Dezember 1942 erliel3 Himmler den Befehl, 50 000 verhafte,te Polen der Wider· st.andsbewegung in die Konzentrationslager einzuliefern. Ehenso sollten laut Anweisung des SS-Obergruppenfiihrers von dem Bach soviel als moglich Gefangene hei der Partisanenbekiimpfung zur ._Gewinnung von Arbeitskriiften fiir die deutsche Riistungs- und Emahrungswirtschaft" gemacht werden. Diese Anwei:mng wider- sprach an und fiir sich der iiblid:ien Praxis des Terrors gegen die Partisanenbewegung. Mit den brut.alsten und aud:i ohnmiichtigsten Mitteln wollte der Fasd:iismus den Widerstand der unterdriickten BevoL~erung niederschlagen. Himmler befahl am 10. Juli 1943, ,,daJl di~ bandenverseuchten Gebiete der Nordukraine und von Ru.Bland-Mittc von jeder Bevolkerung zu raumen sind". Gauleiter Koch schlug Himmler sogar vor, einen 50 km breiten Streifen heiderseitig der Bahnlinie Brcst-Litowsk-Gomel von jeglid:ier Bevolkerung zu riiumen, um die durch Partisanen stiindig unter- brochenen Nachschublinien zur Front zu sichern. In den vorliegen· den Schreiben wird immer wieder betont, dal3 diese Aktionen unter dem Gesichtspunkt der Gewinnung von Arbeitskriiften durchgefiihrt werden sollten. Fruhlingswind: Unter dieser Bezeidmung lief 1944 eine Aktion, in deren Verlauf Massentransporte vor allem von Franzosen und · Belgiern in die Konzentrationslager iiberfiihrt wurden. Meerschaum: Bei dieser Aktion, die Mitte 1943 bis Mitte 1944 70
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stattfand, handelte es sich ebenfalle um Transporte von Fran- zosen und Belgiern. 'i \ I I· (; .,, !I: I, 1: ·\;: Nacht und Nebel: Der Nac4tt-und-Nehel-Erla.6 stammt vom 7. Dezember 1941. Er richtete sich vor allem gegen die antifaschi- stische Widerstandsbewegung in Westeuropa. Der Begriff ,,Nacht und Nebel" sollte das spurlose Versmwindenlassen der Hiifilinge versinnbildlich.::n. Dazu hei.Bt es im Erlauterungsschreiben des Oberkommandos der Wehrmacht vom 2. Fehruar 1942: ,,Die ah- echreckende W.irkung dieser Ma.llnahmen liegt a) in dem spur- losen Verschwindenlaesen der Beechuldigten, b) darin, da!3 ii!>er ihren Verhleih und ihr Sdtickeal keinerlei Auskunft gegeben wer- den darf." Dementsprechend wurden die NN-Haftlinge auch in den Lagern hehandelt. Sie durften keine Briefe sdueihen und keine Poet empfangen. Vielfach iihten sie our Arbeiten innerhalh des Lagerbereichs aue. Teilweise trugen eie Ziviljacken, die mit auffiilliger Farhe hemalt waren und auf dem Riicken e!n groBes ,,NN" trugen. Diese Hiiftlinge wurden als Kristallisationspunkte des Widerstandsk:ampfee angesehen und sollten durch die NN- MaJlnahmen, durdi ihr spurloses Verschwinden einmal den Wider- etandskampf liihmen und andererseits zur Ahschreckung der Be- Tol.ker.ung dienen. Unter den NN-Gefangenen befanden sich viele lntellektuclle. Aktion Gitter: Unter der Bezeichnung ,.Aktion Gitter" fand eine Massenverhaftung nach den Ereignissen dee Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 statt, bei dcr es sich hauptsach.lich um ehemalige Funktionire der Arbeiterparteien und -organisationen. aher auch biirgerlich.er Parteien handelte. Die Aktion begann am 22. August 1944. Allein 750 Haftlinge wurden nach Buchenwald gehracht, 400 nadi Neuengamme, 80 aue Hamburg nach Fuhls- , . biittel und Hunderte nach Sameenhausen. Viele wurden our wenige . Zeit festgehalten und bald wieder entlassen; viele bliehen his zum ,;: Zusammenbrum der Hitlerdiktatur im Lager. 7l
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Zuckerbrot und Peitsche Zuckerbrot und Peitsc:he waren die Methoden der SS, um aua den Hiiftlingen soviel als moglich herauszuholen. ,,Die derzeitige Kriegslage zwingt dazu, die Arbeitskriifte der einsitzenden Hiift- llnge bis zum letzten produktiv auszuschopfen", schreibt der SS- Kon.zern am 3. Juni 1942 an die einzelnen Konzentrationslager. Neben dem maJ3losen Arbeitstempo bis zur physischen Ver· nic:htung gab es Bestec:hungen in Form von Geldpramien und anderen Vergiinstigungen. Nach einer ,,Dienstvorschrift fiir die Gewahrung von Vergiinstigungen an Hiiftlinge (Pr8.mien· Vor· schrift) ", giiltig ab 15. Mai 1943, wurden Hafterleic:hterungen, Verpftegungszulagen, Geldprlimie~ Tabakwarenhezug und Bor· dellbesuch an Hiiftlinge gewahrt. Ein.ige Verbesserungen, die in der ohen genannten Dienstvorschrift enthalten sind, wurden schon vorher eingefiihrt. Auch mit solchen Dingen wurde - neben der Steigerung der Arbeitsleistung - bezweckt, die Hiiftlinge gegen· einander au.szuspielen und Gruppen Bevorrec:hteter unter den Hiiftllngen zu sc:hatJen. Neben diesen ,,Erleichterungen" wurden auch Neuregelungen des ,,Strafvollzugee" getroffen. Das war die andere Seite des u,gerlebens. In einer Anweisung an alle Lager- kommandanten vom 14. Juli 1943 wurde befohlen, da.6 die Priigel- ' strafe ,.an Russinnen durch Polinnen und an Polinnen und Ukrainerinnen durch Russinnen vorgenommen werden soil". Eine alte Gesdtlchte des Imperialismus: Aufhettung einer Nation gegen eine andere, bier selhst im KZ praktiziert, um keine Ein- heit der Hiiftlinge aufkommen zu !assen. Es gibt viele Beispiele kiimpferisc:her Solidaritit, die beweiseli, da.6 sich kein Hitlergegner, kein polit.isdier Haftling fiir die schmutzige Henkersarbeit hergegeben hat. Die ehemaligen Haft· linge des KZ Dora bei Nordhausen erinnern sic:h nodi des Februar . 1945. Die SS trieb alle Hiiftlinge auf den Appellplatz zusammen, um ihnen zur Ahsc:hreckung die Hinrichtung eines deutschen ~d eines, sowjetischen Hiiftlings zu demonstrieren. Unheildroheod ,72 I
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