Finanzierung von Maßnahmen gegen den Links- und Rechtsextremismus im Rahmen des "Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" - Teil II

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Thüringer Landtag 6. Wahlperiode Drucksache 6/ 05.01.2016 1579 Kleine Anfrage des Abgeordneten Henke (AfD) und Antwort des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Finanzierung von Maßnahmen gegen den Links- und Rechtsextremismus im Rah- men des "Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffen- heit" - Teil II Die Kleine Anfrage 625 vom 4. November 2015 hat folgenden Wortlaut: Aus mehreren Antworten der Landesregierung zur Finanzierung von Maßnahmen gegen den Links- und Rechtsextremismus im Rahmen des "Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltof- fenheit" (vergleiche Kleine Anfrage 370 des Abgeordneten Henke, Kleine Anfrage 445 des Abgeordneten Rudy) ging nach Auffassung des Fragestellers hervor, dass aus Landesmitteln mutmaßliche linksextremis- tische Organisationen gefördert werden und dass im Rahmen des oben genannten Landesprogramms eine Überprüfung der Zuwendungsempfänger auf ihre Verfassungstreue erst beim Vorliegen von begründeten Zweifeln vorgenommen wird. Ich frage die Landesregierung: 1. Welche Zuwendungsempfänger haben im Jahr 2015 Landesmittel gemäß der Richtlinie des "Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" Nr. 2.1, Nr. 2.3 und Nr. 2.4 erhalten beziehungsweise werden Landesmittel aus diesem Programm im Jahr 2016 erhalten (bitte nach Jah- resscheiben und den einzelnen Projekten mitsamt einer Kurzbeschreibung des Projektinhalts sowie den Zuwendungsempfängern mit dem Ort ihres Hauptsitzes aufschlüsseln sowie jeweils angeben, wo das Projekt durchgeführt wurde und ob es sich gegen Links- oder Rechtsextremismus richtete)? 2. Welche Finanzmittel des Haushaltstitels 537 72, FZ 141 im Landeshaushaltsplan 2015 (Einzelplan 04) sowie im Entwurf des Doppelhaushalts 2016/2017 (Einzelplan 04) des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport werden für das "Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" veranschlagt? Werden mit der Zahlung dieser "Reisebeihilfe" Fahrten von Schülern zu Demonstrationen bezahlt? Wenn ja, zu welchen (bitte den Demonstrationsanlass, den Demonstrationsort, das Demonst- rationsdatum und die Anmelder der Demonstrationen [mitsamt der Organisationszuordnung] aufführen)? 3. In welcher Höhe wird der Haushaltstitel 685 72, FZ 129 im Landeshaushaltsplan 2015 (Einzelplan 04) sowie im Entwurf des Doppelhaushalts 2016/2017 (Einzelplan 04) des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport für Projekte im Rahmen des "Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" veranschlagt? Welche Finanzmittel bekommen dabei Projekte gegen Rechtsextre- mismus? Welche Finanzmittel erhalten Projekte gegen Linksextremismus? Druck: Thüringer Landtag, 20. Januar 2016
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Drucksache 6/        1579                                         Thüringer Landtag - 6. Wahlperiode 4. Bis wann wird die im Koalitionsvertrag vorgesehene Neuausrichtung des bestehenden "Thüringer Lan- desprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit" zu einem Programm gegen "Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie" vorgenommen? 5. Wird das neu ausgerichtete Landesprogramm (siehe Frage 4) die Förderung von Projekten gegen alle Spielarten des politischen Extremismus umfassen? Wenn nein, warum nicht? Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat die Kleine Anfrage namens der Lan­desre­ gierung mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wie folgt beantwortet: Zu 1.: Nummer 2.1: Die Landratsämter Saale-Orla-Kreis, Hildburghausen, Sonneberg, Saalfeld-Rudolstadt, Unstrut-Hainich- Kreis, Weimarer Land, Kyffhäuserkreis, Sömmerda, Wartburgkreis, Saale-Holzland-Kreis, Eichsfeld, Gotha, Ilm-Kreis, Schmalkalden-Meiningen, Nordhausen und Altenburger Land sowie die kreisfreien Städte Weimar, Erfurt, Gera, Jena und Eisenach erhielten diesbezügliche Mittel unter dem Projekttitel "Lokaler Aktionsplan". Der Projektinhalt lautet: "Lokale Aktionspläne sind konkrete, vor Ort ausgearbeitete und umgesetzte Kon- zepte, die Vielfalt, Toleranz und Demokratie stärken sollen. Hierbei arbeiten die Kommune und die lokalen Akteure der Zivilgesellschaft eng zusammen. Jede demokratiefeindliche Aktion findet an einem konkreten Ort statt und fordert die lokalen Akteure zu Reaktionen heraus. Die Kommune ist daher der entscheidende politische Ort, an dem Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit gelebt wird. Kommunale Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft für ein solches Handeln zu befähigen, ist ein zentrales Ziel des Thüringer Landesprogramms." Die lokalen Aktionspläne richten sich nicht ausdrücklich gegen Links- bzw. Rechtsex- tremismus. Nummern 2.3 und 2.4: Die erbetenen Angaben können der Anlage entnommen werden. Eine Förderung von Zuwendungsempfängern im Jahr 2016 kann erst nach dem Beschluss des Landes- haushalts und bei tatsächlicher Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln erfolgen. Zu 2. und 3.: Es werden keine Finanzmittel im Sinne der Fragestellung veranschlagt. Zu 4.: Der Zeitplan sieht vor, die Überarbeitung des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffen- heit im Jahr 2016 zu diskutieren und anschließend zu beschließen. Zu 5.: Das neu ausgerichtete Landesprogramm wird das Ergebnis des Diskussionsprozesses der dazu einzurich- tenden Arbeitsgruppe sein. Diesem Ergebnis kann an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden. Dr. Klaubert Ministerin Anlage*) *) Hinweis: Auf den Abdruck der Anlage wurde verzichtet. Ein Exemplar mit Anlage erhielten jeweils die Fraktionen und die Land- tagsbibliothek. Des Weiteren kann sie im Abgeordneteninformationssystem unter der oben genannten Drucksachen- nummer sowie im Internet unter der Adresse: www.parldok.thueringen.de eingesehen werden. 2
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Naturfreunde Thüringen eV. ' Lebendige Bücher verändern das Land 2015 - Vorurteile in Thüringen abbauen durch

" die Lebendige Bibliothek der Naturfreunde Thüringen Br

 

 

 

 

 

 

CoRa - Contra Rassismus - Pro Migration und Asyl

DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
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Das Projekt "Lebendige Bücher verändern das Land 2015 der Naturfreunde Thüringen . Erfurt . Das Projekt "Lebendige Bücher verändern das Land 2015" spricht Menschen und nein nein
Regionen thüringenweit an. Der Schwerpunkt soll weiterhin auf den ländlichen

erschließt mit der Methode der Lebendigen Bibliothek (ausführlich: siehe Methodische " Regionen
. liegen, die gezielt durch dort ansässige Vereine aktiviert werden sollen. Das Konzept
Vorgehensweise) Erwachsene/Senioren in Vereinen und Verbänden für die reflektlerte ist
. landesweit einsetzbar, wurde und wird weiterhin überregional veröffentlicht und
Auseinandersetzung mit Vorurteilen. i bekannt
Das Projekt. entwickelt sich kontinuierlich weiter hin zu einem praxisorientierten gemacht.

Abrufangebot für interessierte Akteure in der Arbeit für Demokratie, Toleranz und

Weltoffenheit in Thüringen.

Positive Erfahrungen, Anregungen und Anstöße aus den vorangegangenen Aktivitäten

wie z.B. in Zusammenarbeit bei Veranstaltungen des Evangelischen Kirchenkreis

Sonneberg oder Schleusinger Bürgerbündnis gegen Rechts fließen mit ein.

Dazu werden mehrere Zielgruppen im Projekt angesprochen (s.0.}: Aktive der

NaturFreunde aus ganz Thüringen, Aktive anderer Vereine, auch Im ländlichen Raum,

Aktive aus Bürgerbündnissen, Akteure aus Lokalen Aktionsplänen, Menschen mit

Diskriminienungserfahrungen sowie die Fachöffentlichkeit.
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Entsprechend der bisherigen Arbeitserfahrungen {s. auch Zwischenbilanz / Problembeschreibung) Erfurt Thüringenweit. Nach Situation (Konfliktfagen) und auf Anfrage {Bedarfe} nein nein

lassen sich zwei grundsätzliche Arbeitsfeider bestimmen: 'zivilgesellschaftlich-politische Arbeit und
nicht-rassistische Bildungsarbeit. -
Zivilgesellschaftlich-politische Aufgaben .

Lokale Akteurinnen und ziviigeseilschaftliche Initiativen werden zu den Themen Migration und Asyl
beratend qualifiziert und professionalisiert, um rassistischen Einstellungen zu begegnen und
Diskriminierungen zu verhindern oder ihnen handiungssicher zu begegnen. Durch
Vernetzungsangebote (moderierte Gesprächsrunden), fachliche Informationen, themenspezifische

Veranstahungen wie Seminare, Podiumsdiskussionen und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit soll

das Wissen In den genannten Themenbereichen verbreitert und gemeinsam Strategien und dauerhafte

Konzepte prodemakratischen Handelns vor Ort entwickelt und Handlungsmöäglichkeiten gegen

Rassismus und Diskriminierung (mit lokaler Politik, Ämtern, Medien, Initiativen, Bürgerschaft ete.} ’
erarbeitet werden. Konkret sollen Mobkilisierungen gegen rassistisch motivierte Proteste {z.8. gegen

Neueröffnungen von Flüchtlingsunterkünften) unterstützt und inhahlich begleitet werden. Damit

verbunden ist die Tellnahrne oder Mit-Initiierung von Runden Tischen und Vernetzungen vor Ort zur

gemeinsamen Diskussion (Zivilgesellschaft und Politik/Verwaltung} um die Aufnahme von

Plüchtlingen und die damit verbundene öffentliche Debatte, Insbesondere sollen Fragen von

alktäglichem Rassismus und Diskrlminierung sowie die Verbesserung von Aufnahmebedingungen für
Migrantinnen und Flüchtlinge im Dialog mit den Betroffenen in die Diskussion gebracht werden,

Das Projekt wird hierbei mit dem Mobllen Beratungsteam {mobit) und der Opferberatung (ezra} sowie ”
den bestehenden Thüringer Bündnissen, }nitiativen und Netzwerken gegen Rechts kooperieren. Es

erweitert die Unterstützungsmöglichkeiten um die spezifischen Themenfelder Migration und Asyl

sowie um die Auseinandersetzung mit alltäglichem Rassismus, wo bereits jetzt die genannten

Einrichtungen auf die Expertise von DGB-Bildungswerk und Flücktlingsrat zurückgreifen.

Nicht-rassistische Bildungsarbeit

im Bereich der nicht-rassistischen Bildungsarbeit sollen zum einen Sensibilisierungsangebote fir

Interessierte mit geringen oder keinen Grundkenntnissen geschaffen werden. Dies beinhahet Trainings
und Workshops mit entsprechenden methodischen Übungen zur Schaffung von Empathie und
Basiswissen zu den Themen Rassismus, Diskriminierung, Migration, Flucht, Asyl. Ziel ist die
Vermittlung einer positiven Vorstellung von Diversität und Interkulturalität.

"Zum anderen werden Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen bzw. bereits Aktive mit

Grundkenntnissen entwickelt, insbesondere spezifische Argumentationstrainings und Fachvorträge.
Gerade die Stärkung von Argumentationsstrategien, das Erkennen von Grenzen der Argurnentation
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Arbeit und Leben Thüringen

 

 

„Für ein menschenfreundliches Thüringen“
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und Fragen nach erweiterten Reaktions- und Aktionsmöglichkeiten ist ein oft: nachgefragtes Thema in
der nicht-rassistischen Bildungsarbeit und in der Auseinandersetzung mit Rassismus,

Arbeitsplan

Grundsätzlich verfolgt das Projekt den Ansatz, sowohl die zivilgesellschaftlich-polltischen Aufgaben
als auch die Angebote der nicht-rassistischen Bildungsarbeit an die Bedarfe der unterschiediichen
Zielgruppen und Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Die Bildungsformate folgen einem

Bausteinprinzip und ermöglichen eine genaue Anpassung an die Vorkenntnisse und Interessenlagen
der Teilnehmerinnen. Entsprechend ist der Arbeitsplan für die Projektlaufzeit so ausgestaltet, dass
Kapazitäten für die Erfiallung von Anfragen bereitgehalten werden.

1. Projektphase (Januar bis März)

Stärkung und Ausbau der bestehenden Kontakte in die lokalen Strukturen

Initiierung und Teilnahme an Vernetzungsaktivitäten (z. B. in Suhl, Erftirt, Greiz u.a. }
Formufierung möglicher Bildungsangebote {z. 8. Anschreiben von örtlicher Politik,
Verwaltung und Zivilgeselischaft mit Vortragsthernen und Schulungsangeboten)

Konzeption der angebotenen Bildungsangebote

‚Abdeckung van Anfragen zur Unterstützung Im Bereich zivilgesellschaftliche Vernetzung oder
nicht-rassistischer Bildungsarbeit

informationsbereitstellung fir Multiplikstorinnen und Interessierte

„Projektphase (April bls Septernber)

weitere Begleitung und Beratung der bestehenden Vernetzungsstrukturen

Durchführung von Bildungsmaßnahmen sowohl im Bereich der niedrigschwelligen
Sensibilisierungsangebote als auch im Bereich der Muhiplikatorinnenschulungen

Abdeckung von Anfragen zur Unterstützung im Bereich zivilgesellschaftliche Vernetzung oder
nicht-rassistischer Bildungsarbeit

Informationsbereitstellung für Multiplikatorinnen und Interessierte

. Projektphase [Oktober bis Dezernber)

weitere Begleitung und Beratung der bestehenden Vernetzungsstrukturen
Konzeptüberarbeitung der durchgeflihrten Bildungsangebote (Sensibilisierungsmaßnahmen
und Muftipfikatorinnenschulung) aufgrund der Erfahrungen in der Umsetzung
Dokumentation und Aufbereitung der Projekterfahrungen zur weiteren Nutzung (Art der
Aufbereitung bzw. Form je nach den Bedarfen der beteiligten Zielgruppen)

Abdeckung von Anfragen zur Unterstützung im Bereich zivilgesellschaftliche Vernetzung oder
nicht-rassistischer Bildungsarbeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Weiterförderung des Projektes soll die Ergebnisse des Erstprojektes "Für ein

menschenfreundliches Thüringen im Wahljahr 2014" verstetigen und dazu die
konzipierten Veranstaltungsforrate und die geknüpften Kooperationsbeziehungen
weiterverfolgen und ausbauen. Insbesondere möchten wir, den bei den Teilnehmenden
festgestellten Mehrbedarf an Veranstaltungen bedienen und gleichzeitig die Zielgruppe
erweitern.

50 begegnete uns verstärkt der Wunsch nach Darstellung der Korrelation

zwischen der persönlicher Zufriedenheit mit den Arbeits- und Lebensbedingungen
einerseits und dem Vorkommen von menschenverachtenden Einstellungen andererseits.
Hierfür möchten wir im Folgeprojekt eine Intensivere Auswertung des Thüringen Monitors
und der Repräsentativstudie "Arbeiten in Thüringen“ anfertigen, welche als Grundlage für
unsere Bildungsveranstaftungen dient, Eine solche Analyse bedeutet einen erheblichen
Zeitaufwand, welchen wir im Erstprojekt durch gekürzte Projektmittel nicht bedienen
konnten. Gleichzeitig benätigen wir hierfür die Rohdaten des Thüringen Monitors,

Die Ausweitung der Zielgruppe betrifft insbesondere die ungebundenen
‚Arbeitnehmerinnen. Hier möchten wir stärker auch direkter an betrieblichen
Handlungskonstellationen ansetzen und Handlungsmöglichkeiten gegen
menschenverachtende Einstellungen am Arbeitsplatz erarbeiten. Dadurch sehen wir die
Möglichkeit die Reichweite und die Nachhaltigkeit des Thüringer Landesprogrammes für
Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit zu erhöhen.

Thematisch Ist es geboten, uns an der Lebenswelt der Zielgruppen zu orientieren und
hierbei aktuelle, exemplarische und modellhafte konkrete Diskurse aufzugreifen. Im
Zentrum stehen dabei voraussichtlich die Debatten um den Zuzug ausländischer
Arbeitnehmerinnen nach Thüringen und die Aufnahme und Unterbringung von

  

Der gesamte Freistaat, Insbesondere in den gewerkschaftlichen und betrieblichen
Organisationseinheiten und in Volkshochschulen als Veranstaltungsorten. Alle
Landkreise

und kreisfreien Städte.

 

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Arbeit: und Leber Thüringen . „Für Demokratie Courage zeigen"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MOBIT e.V. KoPa - Kompetente Parlamente
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Geflüchteten. Beide Thematiken haben in den vergangenen Jahren xenophobe und
rassitlsche Einstellungen in Teilen der Thüringer Bevölkerung offenbar werden fassen und
eignen sich daher als expliziter aber auch impliziter thamatischer Zugang. Gleichzeitig ist
eine positiv konnotierte Auseinandersetzung mit der *"willkommenskuftur" in Thüringen
allgernein und in den Betrieben im Speziellen notwendig.

Methodisch setzen wir wieder auf eine zielgruppenorientierte Vielfalt von
Veranstaltungstypen. Die Implementation geeigneter Diskurse haben wir hinlänglich
erprobt. So richten wir uns auf Sitzungen, Tagungen und Seminaren an die
Teilnehmenden und stellen jeweils die Entwickfung von Handlungsmöglichkeiten in den
Mittelpunkt der Veranstaltungen.

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Die Projekttage sind Bildungskonzepte der außerschulischen und unterrichtsbegleitenden Erfurt. Inallen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im gesamten Freistaat. nein nein
Jugendbildung in Thüringen, sie erreichen Kinder und Jugendliche dort, wo sie die meiste
Zeit ihres Tages verbringen - in den allgemein - und berufsbildenden Schulen. Innerhalb
der Gruppen bzw. der Klassenverbände entwickeln sich durch unsere Bitdungsarbeit
neue Aspekte des Miteinanders, der Umgang untereinander und der Umgang mit
„Fremden“ wird reflektiert und durch Übungen modifiziert. Die Schülerinnen werden zu
einem offenen Meinungsaustausch, zum Beispiel innerhalb moderierter Diskussionen
angeregt. Sie sind durch aufgearbeiteten Information zu interkulturellen und
antirassistischen Themen, sowie solcher der grundtegenden Antidiskriminierungsarbeit
sensibilisiert für Vorurteile und Stereotype, und üben in den Projekttagen
Konfliktlösungen, Kommunikationsprozesse und Teamfähigkeit ein. Durch diese
Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen werden soziale und interkulturelie
Kompetenzen im Rahmen des lebensbegleitenden Lernens gestärkt und ausgebaut.

Die Schülertnnen der achten bis zwölften Klassen sowie Berufsschülertnnen werden
durch die Projekttage für politische Themen sensibilisiert und lernen, dass Demokratie
mehr als nur Regierungsform und „Parteienkampf' ist, dass Bürgerinnen und Bürger für
die Gesellschaft verantwortlich sind und mit Eigenengagement andere zum Mitmachen
und Nachdenken anregen können. Dabei geht es um politische Bildung. Die Jugendlichen
werden zum couragierten Eingreifen gegen menschenverachtende - menschenfeindliche
Äußerungen und Handlungen befähigt, ebenso zum Bilden und Darstelien Ihrer eigenen
Positionen, damit lernen sie die Teilhabe an der demokratischen Auseinandersetzung
bzw. verstärken diese.

In den Projekttagen für die fünften, sechsten und siebten Klassen erleben die
Schülertnnen, dass es immer etwas „frerndes” in ihrer Umgebung gibt. Sie werden für
einen offenen Umgang mit diesern angeregt in den sie u.a. erkennen, dass Menschen
unterschiedlich sind, aber auch Gemeinsamkeiten haben. Die Schülertnnen werden für
Vorurteile und rücksichtsloses Verhalten sensibilisiert und erarbeiten sich selbst
Möglichkeiten, wie miteinander respektvoll umgegangen werden kann.

Die Beteiligungsorientierung steht bei allen Bildungskonzepten im Vordergrund, dies
erhöht die Motivation der Teilnehmenden sich sozial und interkuftureli kompetent zu
verhalten. Die Konzepte der außerschwlischen und unterrichtsbegleitenden Projekttage
erstrecken sich über 6 Unterrichtsstunden (6x45 Minuten). Alle Projekttage sind
abwechslungsreich in Bezug auf die methodisch- didaktische Aufteilung der inputparts,
der Selbsterarbeitung und der spielerischen Auseinandersetzung mit den Themen. Die
Methoden, die In den Projekttagen angewendet werden, folgen prinzipiell den
Erkenntnissen der modernen Lehr- und Lernpsychologie, indem unterschiedliche
{kognitive und emotionale) Erklärungs- und Lernvarianten eingesetzt werden.

Der Methodenmix verfolgt einen emanzipatorischen Ansatz, die Jugendlichen werden zu
einer kritischen Auseinandersetzung mit Ihrer geseilschaftlichen Umwelt animiert, Sie
werden sensibilisiert gegenüber menschenverachtenden und neonazistischen
Einstellungen, zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt, um so Vorurteilen und
Steraotypen entgegentreten zu können. Gleichzeitig wird über die Stärkung der sozialen
Kom etenzen eine Aufwertung ihres Selbstwertgefühls erreicht.

 

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=> AFETe sen I
Eine thüringenweite Angebotsstruktur der o,g. unterschie! 1) Projekttypen

Im Rahmen dieses Projektes sollen mittels diverser themenspezifischer Beratungs- und Erfurt geplant. nein nein
Fortbildungsangebote (u.a. Wissensvermittlung, Sensibilisierung, Best-Practice-Ansätze, Das Projekt wird von Erfurt aus koordiniert und landesweit umgesetzt.

Handlungstraining} kommunalpolitisch relevante Akteure begleitet, unterstützt und

gestärkt werden.

Die Vermittlung diesbezüglicher Inhalte geschieht via Beratungssequenzen und/oder
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MOBIT e.V. Thüringenweite Vernetzung der Bürgerbündnisse und Initiativen gegen

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Rechtsextremismus - für Demokratie

 

 

   

Bildungswerk BUITZ e.V. Demokratie laden IF

“ . Kontakt- und Netzwerkstelle zur Aktivierung und Unterstützung institutioneller und nichtinstitutioneller Akteure für eine
demokratische Kultur und bürgerschaftliches Engagement. gegen een Menschenfein TE era

 

 
 
   

 
 

 

 

 

Cafe International I - Raum für alle. Impulse und Ressourcen einer Arbeit rund mi mit Geflöchteten an und Merenunnenim im
Bildungswerk BLITZ e.V. Umfeld der LAST in Eisenberg.

 

 

 

 

 
 
   

 

 

 

 

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Bühne Schlachthof Eisenach e.V. NEUE HEI MAT-! Mehr Demokratie tragen!”
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daraus resultierenden, passgenauen Informations- und Schulungsveranstaltungen vor .
dem Hintergrund lokäler bzw. regionaler Bedarfe.
Desweiteren dient sine zu erstellende Projekthomepage mit themenspezifisch

  
 

     

 
 
         

Das Projekt wird von Erfurt aus koordiniert und landesweit umgesetzt. In allen

Seit 2008 treffen sich regelmäßig Vertreterinnen verschiedener Bürgerbündnisse und Erfurt Regionen nein ja
Thüringens existieran Bündnisse und Initiativen, die sich mit den Aktivitäten der

Initiativen gegen Rechtsextremismus, um sich Im gegenseitigen ‚Austausch zu stärken extremen
Rechten auseinandersetzen und zugleich extrem rechten Einstellungen

und zu unterstützen. Dabei werden neben aktuellen Entwicklungen der extremen Rechten entgegentreten.

auch gelungene Aktionsformen, Projekte und Materialien diskutiert und weiterentwickelt,

Zudem stellt die BgR-Vernetzung eine Plattform dar, die den polttischen Diskurs im

Themenfeld axtrerne Rechte und demokratische Kultur in Thüringen begleitet und elgene .
thematische Schwerpunkte setzt. Besonders nach der Fertigstellung des Berichtes des -
NSU-Umtersuchungsausschusses und den ertthaltenen Forderungen stellt sich 2015 die

Frage, wie die zivilgesellschaftlichen Akteure mit den Empfehlungen umgehen. Hinzu

kommt nach den Kommunalwahlen im laufenden Jahr eine deutlich stärkere Präsenz von

extrem rechten Akteuren im kommunalpolitischen Raum. Im kommenden Jahr wird es

besonders um den Umgang mit eben jenen neuen Kontexten gehen. Hierzu ist für das

Sahr 2035 eine thüringenweite Klausur/Tagung geplart, die eine intensive Kommunikation

über die Strategie der thüringenweiten Vernetzung im veränderten Kontext ermöglichen

soll und die Frage nach dem zukünftigen Agieren ins Zentrum rückt.

Weiterhin wird die Koordinierungsstelle der BgR-Vernetzung den Prozess der Vernetzung

begleiten und stärken. Zu den Aufgaben gehört, eine aktive Kommunikationsstruktur über

E-Mail-Verteiler und Homepage hinaus fortzuführen. In enger Absprache mit dem

Sprecherjnnenkreis wird die Koordinjerungsstelle organisatorische Aufgaben

übernehmen und Ansprechpartnerin für die Bündnisse und Initiativen gegen

Rechtsextremismus sein. Gemeinsam mit dem Sprecherjnnenkreis wird die

Koordinierungsstelle Kontakte zu allen Bündnissen und Inistiven pflegen und

intensivieren. Die Koordinierungsstelle wird zudern den Transfer der Erfahrungen aus der

Mobilen Beratung zu den Engaglerten sichern und Impulse weite
= Seesen Seele EEE

 

       

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

konkrete Information und Beratung für.die Perspektiven von Stadtroda Eisenberg Nein nein

Flüchtlingen bzw. Migrantinnen bereit zu stellen, bedürfnisorientierte Segmente etwa mit Kinderspielecke, für kreative
Betätigung, Kochen und Gastlichkeit einzurichten sowie interkulturelle niederschwellige Begegnungen mit
Einzelveranstaltungen wie Informationsabenden, Erzähicafe oder gemeinsame spielerische, festliche oder sportliche
Aktivitäten zu begründen.
SERIES: er

 

 
 

 

  

 
   

 

 

 

Eisenach, Bad Salzungen

 

 

SE

„NEUE HEIMAT Mehr Demokratie tragen!” möchte durch Stadtaktionen und "Eisenach
Begleitveranstaltungen vor allern eine Debatte über den Wert unserer auch heute

längst nicht sejbstverständliche Demokratie anstoßen. Damit arbeitet „Mehr

Demokratie tragen!” im basten Sinne „gegen rechts“, doch ist die Argumentation nicht

auf „Abwehr“ ausgerichtet sondern „positiv orientiert“, pro Demokratie,

Dahinter steht zum einen die Überzeugung, dass eine ihre Werte erkennende, demokratische
Gesellschaft den populistischen Argumentationen andere Wertewelten widersteht.

Zum anderen zielt „Mehr Demokratie tragen!” - ganz demokratisch - auf eine möglichst
breite Teilnehmergruppe: Alte und Junge, Menschen mit und ohne Behinderungen,
Menschen mit und ohne Migrationskintergrund. Jede und jeder soll sich mnerhalb

des Projektes positiv wiederfinden und entsprechend seiner Fähigkeiten, seines Zeitbudgets
und seiner individuellen Motivationen einbringen können.

Zusammen genommen soll „Mehr Demokratie tragen!”:

« mit Mitteln der kulturellen und politischen Bildung,

e generationsübergreifend .
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