Vertrag_final_unterschrieben_mit_Anlagen_geschwrzt_final.pdf
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Vertrag zu Erarbeitung der Digitalisierungsstrategie“
-3- AP 1: Strategieberatung für den Entstehungsprozess der Berliner Digitalisierungsstrate- gie Grundsätzliche Vorgaben der Auftraggeberin: Die Digitalisierungsstrategie soll ein breites Spektrum an Themen, Handlungsfeldern und Ein zelmaßnahmen abdecken und dabei nicht nur bereits bestehende Programme und Maßnahmen abbilden. Im Vorfeld der Strategie wurde auf politischer Ebene für eine breite Beteiligung aller Senatsverwaltungen geworben. Am Ende des Strategieentstehungsprozesses soll einerseits ein Strategiedokument vorliegen, das konkrete Ziele und Einzelmaßnahmen enthält, die nach einem entsprechenden Senatsbeschluss im Rahmen des Haushalts 2020/2021 begonnen wer den umzusetzen. Andererseits sollen grundsätzliche Ideen entwickelt werden, um einen dauer-, haften und stabilen Digitalisierungsstrategieprozess zu etablieren. Auf politischer Ebene soll der Strategieentstehungsprozess von einem Ausschuss der Staats sekretäre aller teilnehmenden Senatsverwaltungen begleitet werden. Parallel zur politischen Ebene soll es im Prozess auch Treffen einer Begleitgruppe auf Arbeitsebene von allen teilneh menden Senatsverwaltungen geben, die den Entstehungsprozess der Digitalisierungsstrategie voranbringen und die Treffen der Staatssekretäre vor- bzw. nachbereiten. Des Weiteren soll der Strategieprozess mit einem breiten Partizipationsprozess verknüpft werden, der im Arbeitspaket 2 näher beschrieben wird. Der Strategieentstehungsprozess soll zeitlich im 2. Quartal 2019 beginnen und im Wesentli chen, d.h. mit der Erarbeitung der Ziele und Maßnahmen, bis Ende Juni 2020 abgeschlossen sein, wobei einzelne Projektziele auch erst zu einem späteren Zeitpunkt beendet werden kön nen. Anforderung an den/die Auftragnehmer/in: Der/die Dienstleister/in ist dazu aufgefordert, unter Berücksichtigung der genannten Punkte ei nen Prozessvorschlag für die Entstehung der Berliner Digitalisierungsstrategie zu erarbeiten. Im Vorschlag des/der Dienstleisters/in sollen zudem die folgenden Punkte beachtet bzw. Fragen beantwortet werden: • • • • • • Vision der Digitalisierungsstrategie: Soll die Digitalisierungsstrategie eine Vision beinhalten, die das beschriebene Leitbild einschließt bzw. fortschreibt? Wenn ja, wie könnte diese Visi on lauten? Ziele der Digitalisierungsstrategie: Wie sollen die Ziele der Digitalisierungsstrategie definiert werden? Sollen die Ziele mithilfe quantitativer Indikatoren messbar gemacht werden? Wenn ja, welche Indikatoren sind hierfür geeignet? Ausgestaltung des Strategiedokument: Wie soll das Strategiedokument inhaltlich ausgestal tet sein? Soll es eher narrative Elemente enthalten oder die Ziele und Maßnahmen in den Vordergrund stellen? Auf welchen Ebenen soll das Strategiedokument Ergebnisse hervor bringen (z.B. allgemeine Handlungsleitlinien oder konkrete Einzelmaßnahmen)? Einordnung der Digitalisierungsstrategie zu anderen Strateqiedokumenten des Landes Ber- • lin: Wie kann sich die Digitalisierungsstrategie konsistent in bereits bestehende und sich in der Entwicklung befindende Strategiedokumente mit digitalen Themen (z.B. Smart City-, Strategie, Gemeinsame Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg) einord nen? Wie können die Erkenntnisse und Maßnahmen anderer Strategien genutzt werden, um zweckmäßige und sinnvolle Ergebnisse zu erreichen und unnötige Doppelungen zu vermeiden? Stakeholderanalyse: Welche Stakeholder sind bei der Entwicklung der Berliner Digitalisie rungsstrategie zu berücksichtigen und einzubeziehen? Welche Einstellung zur Berliner Digi talisierungsstrategie wird bei den einzelnen Stakeholdern vermutet? Wie können Stakehol der zielgerichtet für den Strategieprozess aktiviert werden? Wie können Blockade- und Ver weigerungshaltungen von Stakeholdern im Strategieprozess minimiert bzw. vermieden wer den? Beirat: Soll der Strategieentstehungsprozess von einem Beirat mit Vertreterinnen und Ver tretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft begleitet werden? Wenn ja, wel
-4- • • che Vertreterinnen und Vertreter könnten dem Beirat angehören? Wenn nein, wie können wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und wissenschaftspolitische Interessen im Strategie- entstehungsprozess berücksichtigt werden? Evaluation: Wie und wann soll der Strategieentstehungsprozess evaluiert werden? Fortschreibunq/Prozessverstetiqunq: Wie kann ein dauerhafter Digitalisierungsstrategiepro- zess nach Erarbeitung der Berliner Digitalisierungsstrategie etabliert werden? AP 2: Beratung fürderi Partizipationsprozess (verwaltungsintern und -extern) Grundsätzliche Vorgaben der Auftraggeberin: Der Entstehungsprozess der Digitalisierungsstrategie soll von einem möglichst breiten Partizi pationsprozess (verwaltungsintern und -extern) begleitet werden. Zum einen sollen die Berline rinnen und Berliner die Möglichkeit erhalten, über geeignete Instrumente den Strategieentwick- lungsprozess digital zu gestalten, zu kommentieren und zu unterstützen. Zum anderen sollen die vorher identifizierten Stakeholder aus Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Zivilgesell schaft über geeignete Dialog-Formate in den Strategieprozess eingebunden werden. Schließ lich sind auch die Beschäftigten der Berliner Verwaltung in geeigneter Form in die Dialogpro zesse mit einzubeziehen. Anforderung an den/die Auftragnehmer/in: Der/die Dienstleister/in ist dazu aufgefordert, unter Berücksichtigung der genannten Punkte ei nen Vorschlag für die konkrete inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung dieses Partizipa tionsprozesses (verwaltungsintern und -extern) zu machen. Der Vorschlag des/der Dienstleis ters/in soll dabei auch die folgenden Punkte beachten bzw. Fragen beantworten: • • • • • • • Inhaltliche Verknüpfung mit der Digitalisierungsstrategie: Wie kann der Partizipationspro zess für die Berliner Digitalisierungsstrategie inhaltlich den besten Input liefern? Organisation des Partizipationsprozesses: Wie wird der Partizipationsprozess organisiert? Wie digital kann und muss der Partizipationsprozess ausgestaltet sein? Zeitliche Ausgestaltung des Partizipationsprozesses: Wie wird der Partizipationsprozess zeitlich ausgestaltet? In welcher Phase des Strategieentstehungsprozesses beginnt die Be teiligung und wann endet sie? Soll der Partizipationsprozess auch nach Erarbeitung der Di gitalisierungsstrategie (Weißbuch), z.B. im Rahmen eines zu etablierenden dauerhaften Strategieprozesses fortgesetzt werden? Wenn ja, mit welchem Ziel? Teilnahme der Berlinerinnen und Berliner: Über welche Instrumente können möglichst viele Berlinerinnen und Berlinern am Strategieentstehungsprozess teilnehmen? Teilnahme von Experten aus Wirtschaft. Wissenschaft und Zivilgesellschaft: Über welche Dialog-Formate (online und offline) können organisierte Interessenvertretungen aus Wirt schaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft am Strategieentstehungsprozess beteiligt wer den? Einbeziehung der Beschäftigten der Berliner Verwaltung: Über welche Dialog-Formate (onli ne und offline) können die Beschäftigten der Berliner Verwaltung in geeigneter Form in den Strategieprozess einbezogen werden? Technische Realisierung einer Online-Plattform für den Partizipationsprozess: Kann der Partizipationsprozess über die Online-Plattform https://mein.berlin.de/ durchgeführt werden oder ist es zielführender, eine eigene Online-Plattform für den Partizipationsprozess zu ver wenden? Welche Elemente sollte eine Online-Dialogplattform bestenfalls enthalten? AP 3: Kommunikative Begleitung des Strategieentstehungs- und Partizipationsprozesses Grundsätzliche Vorgaben der Auftraggeberin: Sowohl der Strategieentstehungs- als auch der Partizipationsprozess sollen in angemessener Form kommunikativ begleitet werden. Im Wesentlichen soll die kommunikative Begleitung das Ziel verfolgen, Transparenz über den Strategieentstehungs- und Partizipationsprozess herzu stellen und die Bekanntheit beider Prozesse in der Öffentlichkeit zu steigern. Anforderung an den/die Auftragnehmer/in: Der/die Dienstleisterin ist dazu aufgefordert, einen Vorschlag für die Ausgestaltung des Kom munikationsprozesses zu machen. Der Vorschlag des/der Dienstleisters/in soll konkrete Kom
-5- munikationsmaßnahmen enthalten und dabei die folgenden Punkte beachten bzw. Fragen be antworten: • • • Inhaltliche Schwerpunkte des Kommunikationsprozesses: Mit welchen inhaltlichen Schwer punkten sollen der Strategieentstehungs- und Partizipationsprozess kommunikativ begleitet werden? Zeitliche Ausgestaltung des Partizipationsprozesses: Wie wird der Kommunikationsprozess zeitlich ausgestaltet? In welchen Phasen soll die kommunikative Begleitung ablaufen? Formate des Kommunikationsprozesses: Mit welchen Formaten wird der Kommunikations prozess ausgestaltet? Welche traditionellen Medienformate sollen dabei bespielt werden? In welchen digitalen Medien (Internet, Social Media etc.) soll der Kommunikationsprozess stattfinden? AP 4: Unterstützung beim Projektmanagement im Strategieentstehungs-, Partizipations und Kommunikationsprozess Grundsätzliche Vorgaben der Auftraggeberin: Neben der Erarbeitung von Beratungsvorschlägen für den Strategieentstehungs-, Partizipa- tions- und Kommunikationsprozess beinhaltet der Auftrag auch die inhaltliche und organisatori sche Unterstützung der Projektleitung bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen der Umsetzung der genannten Prozesse. Angestrebt wird eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Auftraggeberin und dem Dienstleister. Anforderung an den/die Auftragnehmer/in: Abhängig von der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung der drei Prozesse wird die Unterstützung beim Projektmanagement voraussichtlich folgende Tätigkeiten beinhalten: • • • ® • • • • Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der vorge schlagenen Maßnahmen im Rahmen des Strategieentstehungsprozesses; Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der vorge schlagenen Maßnahmen im Rahmen des Partizipationsprozesses; Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der vorge schlagenen Maßnahmen des Kommunikationsprozesses; Moderation, Vor- und Nachbereitung sowie Protokollierung von Treffen auf politischer Ebe ne und Arbeitsebene; Moderation, Vor- und Nachbereitung sowie Protokollierung von fachspezifischen Workshops und Stakeholder-Dialogen; Erarbeitung eines Entwurfs für den Statusbericht (Grünbuch) und die finale Berliner Digitali- sierungsstrategie (Weißbuch) und Abstimmung beider Entwürfe mit allen beteiligten Senats verwaltungen. Erstellung der finalen Schlussdokumente (Grünbuch und Weißbuch) Erarbeitung eines Vorschlags für die weitere Ausgestaltung eines dauerhaften Digitalisie- rungsstrategieprozesses Über die Art ünd den Umfang der Unterstützungsleistungen wird vor Vertragsabschluss im Ein vernehmen mit der Auftraggeberin entschieden. Der/die Dienstleisterin ist dazu aufgefordert, bereits im Rahmen des Teilnahmewettbe werbs (siehe TW Anlage 8) auf maximal fünf DINA4-Seiten die aus seiner Sicht wesentli chen Inhalte, Schwerpunkte und Meilensteine in Bezug auf den Strategieentwicklungs-, Partizipations- und Kommunikationsprozess darzustellen. Hierzu kann auch die in den Aufgabenpaketen gestellten Fragen Bezug genommen werden. Die Gesamtlaufzeit des Auftrags geht vom 18.12.2018 bis zum 30.06.2020. III. Wert des Auftrags
-6- Die für die Auftragsvergabe insgesamt zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 300.000 € werden im Rahmen der Haushaltswirtschaft in 2019 (200.000 €) innerhalb des Einzelplans 13, Kapitel 1350, Titel 54010 zu finanzieren sein. Über die Bereitstellung der für das Jahr 2020 be nötigten Mittel in Höhe von 100.000 € ist im Rahmen des noch aufzustellenden Haushalts 2020/2021 zu entscheiden. Entsprechende Verpflichtungsermächtigungen sind vorhanden. Der Wert in Höhe von 300.000 € (brutto) bzw. 252.100,84 € (netto) beruht auf einer grob geschätz ten haushälterischen Aufwandsentschädigung. Da keine vergleichbaren Aufträge vergeben worden sind, können in diesem Fall keine Erfahrungswerte aus anderen Aufträgen herangezo gen werden. IV. Wahl des Vergabeverfahrens und der Vergabeart Das zweistufige Vergabeverfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach § 119 Abs. 2, § Abs. 5 GWB i.V.m. §14 Abs. 3, § 17 Abs. 1 VgV durchgeführt. Die Wahl ist dadurch begründet, dass es sich vorliegend um eine Dienstleistung handelt, die mit ihrer Ge samtlaufzeit bis zum 30.06.2020 und dem kalkulierten Gesamtwert von 300.000 € (brutto) bzw. 252.100,84 € (netto) oberhalb des Schwellenwerts von 221.000 € (netto) liegt. Zudem erfordern die Art und Komplexität des Auftrags (Beauftragung von strategischer, kommunikativer und par- tizipativer Beratung sowie von unterstützendem Projektmanagement), dass vor der Zu schlagserteilung vorherige Verhandlungen durchgeführt werden. Darüber hinaus umfasst der Auftragsgegenstand mehrere Aufgaben, deren Lösung vorab nicht eindeutig und erschöpfend beschrieben werden können. V. Notwendigkeit für eine Informierung des Hauptausschusses des Abgeordnetenhauses Bei der Vergabe des vorliegenden Auftrages gilt die Verwaltungsvorschrift zur Transparenz bei der Vergabe von Aufträgen zu Gutachten und Beratungsdienstleistungen der Senatsverwaltung für Finanzen vom 14.05.2013. Dementsprechend wurde der Hauptausschuss des Abgeordne tenhauses von Berlin vor Beginn der Vergabe in der Sitzung am 21. November 2018 informiert. VI. Begründung für den Verzicht auf Bildung von Fachlosen Vorliegend handelt es sich um eine einheitliche Dienstleistung, die in einem für die Komplexität des Vorhabens und unter Beteiligung des gesamten Berliner Senats verhältnismäßig sehr kur zen Zeitraum abzuwickeln ist. Eine inhaltliche Aufteilung in einzelne Fachlose (Fachlos 1: AP1; Fachlos 2: AP2; Fachlos 3: AP3; Fachlos 4: AP4) ist in Bezug auf den mit dem Beschaffungs vorhaben verfolgten Zweck - Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie für Berlin - aus wirt schaftlicher Sicht nicht möglich. Bei einer theoretisch denkbaren Vergabe an vier Dienst|eister über die vier Fachlose würde sich nicht nur der zeitliche, organisatorische und personelle Auf wand bei der Auftraggeberin immens erhöhen, sondern es bestünde die reelle Gefahr, dass im Vergleich zur Eigenausführung des Auftrags eine Wirtschaftlichkeit der Auftragsausführung nicht mehr gegeben ist. Zudem ist eine Aufteilung der Arbeitspakete nur theoretisch möglich, da die Arbeitspakete inhaltlich eng ineinandergreifen und aufeinander aufbauen und in der Ausfüh rung aus einer Hand kommen müssen. Das verfolgte Ziel ist nur bei einer einheitlichen Auf tragsvergabe und unter Verzicht auf die Bildung von Fachlosen gewährleistet. VII. Bestimmung des Beschaffungsbedarfs Der Senat hat am 18.09.2018 die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie für Berlin be schlossen. Damit erging der Auftrag des Senats an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Ener gie und Betriebe, den Prozess zur Entwicklung einer umfassenden Digitalisierungsstrategie für Berlin zu initiieren und mit allen teilnehmenden Senatsverwaltungen zu koordinieren. Die mit dem Auftrag verbundenen umfangreichen Aufgaben können von der Senatsverwaltung für Wirt schaft, Energie und Betriebe nicht selbst erbracht werden, weil für einen derart komplexen Stra- tegieprozess mit zahlreichen Beteiligten in der Berliner Verwaltung sowie externer Stakeholder keine hinreichenden Erfahrungen und vor allem keine Kapazitäten vorhanden sind. Die an die koordinierende Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gestellten Anforderungen
-7- könrien nur gemeinsam mit einem/r geeigneten Auftragnehmer/in erfüllt werden, der/die mit Hilfe der vorliegenden Ausschreibung ermittelt werden soll. VIII. Einzelne Erwägungen der Auftraggeberin zur Gestaltung der Ausschreibung Die Beauftragung von Nachunternehmern durch die Bieter ist zulässig. Die Bewerber/innen bzw. Bieter/innen müssen hierfür bei Abgabe des Teilnahmeantrages in der TW Anlage 7 „Nachunternehmererklärung für den Teilnahmewettbewerb" Art und prozentualen Umfang des geplanten Nachunternehmereinsatzes angeben. Bei Angebotsabgabe müssen die Bieter/innen in Anlage 8 „Nachunternehmererklärung für die Angebotsabgabe" Name und Anschrift des vor gesehenen Nachunternehmers angeben. Weiterhin haben die Bieter/innen eine Verpflichtungs erklärung nach § 36 VgV des Nachunternehmers einzureichen. In dieser Erklärung versichert der potentielle Nachunternehmer, im Auftragsfalle dem/der Auftragnehmer/in die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, um den Auftrag ordnungsgemäß erfüllen zu können. Die Bildung von Bieter- bzw. Bewerbergemeinschaften ist ebenfalls zulässig. Hierfür muss ggf. bereits bei Abgabe des Teilnahmeantrages die TW Anlage 6 „Bewerbergemeinschaftser klärung" ausgefüllt werden. Hierbei muss ein/e Vertreter/in der Bewerbergemeinschaft (im Weiteren: BG) benannt werden, der von den einzelnen Mitgliedern bevollmächtigt ist und die BG sowie die BG-Mitglieder gegenüber der Auftraggeberin rechtsverbindlich vertritt. Weiterhin muss die BG im Auftragsfall eine Rechtsform annehmen, bei der eine gesamtschuldnerische Haftung der einzelnen BG-Mitglieder für die Erfüllung der vertraglichen Pflichten besteht. Es kann sich im vorliegenden Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gem. § 119 Abs. 2, 5 GWB i. V. m. §§ 14 Abs. 3 und 17 Abs. 1 VgV die Bietergemeinschaft auch erst bei Angebotsabgabe bilden. Hierfür ist die Anlage 7 auszufüllen. Ein Wechsel von Mitgliedern einer Bietergemeinschaft oder die nachträgliche Bildung einer solchen ist unzulässig. Im Hinblick auf die Anzahl der Mitglieder oder die Zusammensetzung einer Bietergemeinschaft sind keine Be schränkungen vorgegeben. Unzulässig ist hingegen die gleichzeitige Beteiligung eines Unternehmens an mehreren Bieter gemeinschaften, die Beteiligung als Einzel-Bieter/in und als Mitglied einer Bietergemeinschaft sowie die Beteiligung als Nachunternehmer eines/einer Einzel-Bieters/in oder einer Bieterge meinschaft einerseits und Einzel-Bieter/in oder als Mitglied einer anderen Bietergemeinschaft andererseits. Dagegen ist die Teilnahme eines Unternehmens als Nachunternehmer/in von mehreren Einzel-Bietern/innen bzw. von mehreren Bietergemeinschaften zulässig, sofern dadurch keine Wettbewerbsbeeinträchtigung erfolgt, wofür das betreffende Unternehmen be weispflichtig ist. IX. Vorlage von Eignungsnachweisen und sonstigen Nachweisen Gemäß §§ 122 Abs. 1 und 2 GWB i. V. m. § 42 VgV ist der Auftrag nur an geeignete, d.h. fach kundige, sowie technisch und beruflich leistungsfähige Unternehmen zu vergeben. Die Eignung der Bewerber/innen wird im Teilnahmewettbewerb durch Vorlage folgender Eigenerklärungen und sonstiger Nachweise geprüft: 1. Übersicht der Eigenerklärungen und sonstiger Nachweise Anlage Nr. Titel TW Anlage 1 Eigenerklärung zur Eignung TW Anlage 2 Eigenerklärung zur fachlichen Eignung, technischen und beruf- Inhalt Vordruck Wirt 124-EU-P Ei generklärung zur Eignung, Stand: 09/2018 Erfahrungen 1. bei der Strategiebera tung im öffentlichen Veröffentlichung in SIMAP* unter Punkt III.1.1 der EU- Bekanntmachung Technische und berufliche Leistungsfähigkeit gemäß Punkt III.1.3 der EU-
-8- Anlage Nr. Titel liehen Leistungsfähig keit des Unterneh mens TW Anlage 3 Eigenerklärung über die wirtschaftliche und finanzielle Leistungs fähigkeit Inhalt Sektor mit Bezug zu Themen der Digitali sierung 2. bei der kommunikati ven und partizipativen Beratung sowie der Öffentlichkeitsarbeit 3. beim Projektma nagement 1. Nachweis über die wirt schaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit durch Veröffentlichung in SIMAP* Bekanntmachung unterPunkt III.1.2 der EU- Bekanntmachung a) Bankerklärung UND b) Jahresabschlüsse bzw. Auszüge von Jahresabschlüssen für die letzten drei Geschäftsjahre TW Anlage 4 Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindestent lohnung und Sozial versicherungsbeiträ gen TW Anlage 5 Erklärung gemäß § 1 Abs. 2 Frauenförder- verordnung (FFV) TW Anlage 8 Darstellung der Inhal te, Schwerpunkte und Meilensteine TW Anlage 9 Anerkennung der Teil nahmebedingungen 2. Erklärung zum Vorhan densein einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversiche rung: 1. für Personen- und Sachschäden mindes tens EUR 1.000.000,- und 2. für Vermögensschä den mindestens EUR 500.000,- Vordruck Wirt 214-P - Be sondere Vertragsbedingun gen zu Tarif- treue/Mindestentgelt/Sozialve rsicherungsbeiträge, Stand: 09/2018 Vordruck Wirt 2141-P-Be sondere Vertragsbedingun gen und Erklärung zur Frau enförderung, Stand: 09/2018 Kurze Darstellung der ge planten wesentlichen Inhalte, Schwerpunkte und Meilen steine für den Strategieent- wicklungs-, Partizipations und Kommunikationsprozess (maximal 5 DINA4-Seiten) Anerkennung sämtlicher Be dingungen des Teilnahme wettbewerbs unter Punkt III.1.1 der EU- Bekanntmachung unterPunkt III.1.1 der EU- Bekanntmachung
-9- Die Vorlage der TW Anlage 6 (Bewerbergemeinschaftserklärung) und TW Anlage 7 (Nachun ternehmererklärung) erfolgt nur bei Bedarf und ist zur Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Bei Interesse bitten wir darum einen formlosen Teilnahmeantrag in Schriftform unter Hinzufü gung der oben benannten Erklärungen und Nachweise bis zum 21.01.2019 10:00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Raum 374, Martin-Luther-Str. 105, 10820 Berlin einzureichen. 2. Eignungskriterien und deren Bewertung im TW a) Für TW Anlagen 1 bis 5 und 8 bis 9 gilt: Wird eine Erklärung bzw. Anlage nicht abgegeben, kann von der Eignung des Bewerbers nicht ausgegangen werden. Daher wird diese/r/s Bewerber/in/ Unternehmen in diesem Fall vom wei teren Vergabeverfahren ausgeschlossen. b) Für TW Anlagen 2 gilt zusätzlich: Im Rahmen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs werden die Angaben des/r Bewer ber/in/ Unternehmen im Teilnahmeantrag in TW Anlage 2 gewichtet. Es werden folgende Eignungs- bzw. Auswahlkriterien wie folgt bewertet: Eignungskriterium Nachweis Gewichtung TW Anlage 2 (Fachliche Eignung, technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Un ternehmens) 1. Erfahrungen bei der Stra tegieberatung im öffentlichen Sektor mit Bezug zu Themen der Digitalisierung Referenzprojekte vergleichbarer Aufträge 37,5% 2. Erfahrungen bei der kom Referenzprojekte vergleichbarer Aufträge, die munikativen und partizipati- • Erfahrungen in der adressatengerech ven Beratung sowie der Öf ten Kommunikation mit verschiedenen fentlichkeitsarbeit Akteuren aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Verbände, Wissenschaft, Forschung und den Sozialpartnern etc.; • Erfahrungen bei öffentlichen Beteili- gungs- und Partizipationsprozessen; • Erfahrungen in der Pressearbeit, im Umgang mit sozialen Netzwerken und im Marketing nachweisen. 37,5% 3. Erfahrungen beim Projekt Referenzprojekte vergleichbarer Aufträge, die management • Erfahrungen bei der Planung und Durchführung von Projekten sowie beim Projektabschluss, insbesondere in Projekten mit einer großen Anzahl an beteiligten Akteuren; • Erfahrungen beim Risiko- und Kon fliktmanagement im Rahmen der Pro jektarbeit nachweisen 25%
- 10- Die unter den einzelnen Punkten geforderten Referenzen können identisch sein, d.h. eine z. B. für (1) vorgelegte Referenz kann zugleich auch unter (2) und (3) vorgelegt werden. X. Zuschlagskriterien und Gewichtung Den Zuschlag erhält der/die Bieter/in mit dem qualitativ besten Konzept und dem wirtschaftlichs ten Preis. Folgende Zuschlagskriterien werden zur Bewertung herangezogen und gewichtet: Zuschlagskriterium 1. Qualität des Konzeptes Inhalt Umsetzunqs- und Maßnahmenkonzept ein schließlich Zeitplan, Mittelverwendunq und Budqetplanunq, d. h. • ein detailliertes Konzept für die Auf tragsdurchführung mit einem Aktivitä ten- und Finanzierungsplan Der Konzeptvorschlag muss detaillierte Anga ben dazu enthalten, • in welchem Umfang und • in welcher Phase • die Leistungen • mit welchem Budget erbracht werden können. Weiterhin sind • Kontrollmaßnahmen, « Maßnahmen der Qualitätssicherung sowie • der Umgang mit unvorhergesehenen Störungen im Projektverlauf und dar aus folgenden kurzfristigen Änderun gen zu erläutern. Personalkonzept, d. h. • über welche Organisation, • Qualifikation und • Erfahrung das mit der Auftragsausfüh rung betraute Personal verfügt. Weiterhin ist die besondere Befähigung des/der Projektleiters/in herauszuarbeiten. Das schriftliche Konzept kann aus grafischen Darstellungen und/oder Textelementen beste hen. Es darf nicht mehr als 30 DIN A4-Seiten umfassen und-muss über ein Inhaltsverzeich nis verfügen. Gewichtung 60 %
-11 - Zuschlagskriterium 2. Preis Inhalt Preis des Angebots: Um die Angebote miteinander vergleichen zu können, ist der/die Bieter/in aufgefordert, für jedes der 4 Arbeitspakete der Leistungsbe schreibung jeweils anzugeben, mit welchem Aufwand in Personentagen zu rechnen ist, welcher Tagessatz (Nettopreis in Euro) hierfür angesetzt wird und wie hoch der Gesamtnet topreis pro Arbeitspaket (in Euro) ist. Sonstige Aufwände, die nicht einem bestimmten Ar beitspaket zugerechnet werden können, sind zusätzlich anzuführen und nach Aufwand in Personentagen, Tagessatz (Nettopreis in Eu ro) und Gesamtpreis aufzuschlüsseln. Gewichtung 40%
Wirt-213 P (Angebotsschreiben ohne Lose) Name und Anschrift des Bieters Datum:12.02.2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Thomas Losse-Müller Rothenbaumchaussee 78 20148 Hamburg Empfänger Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe III B 13 - Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Vergabenummer IIIB6-3505Q15-1/2017-1-4 Maßnahmenummer Maßnahme Strategische, kommunikative und partizipative Beratung sowie Projektbegleitung bei der Entwicklung der Berliner Digitalisierungsstrategie Leistung/CPV Dienstleistungen, CPV-Codes: 79400000-8 (Hauptteil), 79411000-8, 79416000-3, 79416200-5, 79421000-1 Angebot Ich/Wir biete(n) die Ausführung der beschriebenen Leistungen zu den von mir/uns eingesetzten Preisen und mit allen den Preis betreffenden Angaben wie folgt an: a) Hauptangebot Endbetrag einschl. Umsatzsteuer (ohne Preisnachlass) Summe Angebot gem. Preisblatt Leistungsverzeichnis b) Nebenangebote zum Hauptangebot (soweit zugelassen) Anzahl: c) Nebenangebote (ohne Abgabe eines Hauptangebotes) (soweit zugelassen) Endbetrag einschl. Umsatzsteuer (ohne Preisnachlass) € Wirt-213 (P) Angebotsschreiben ohne Lose (September 2018) Seite 1 von 2