ferkel_bmel_1637-1758
Dieses Dokument ist Teil der Anfrage „Ferkelkastration“
® Stellungnahme Sperma Sexing beim Schwein ersrbitet vol Eur vn EI institut tie Nutztiergenetik. (FL. Die Erzeugung tierischer Lebensmittel orientiert sich af der Verbrauchernachfrage sowie einer jmchhältigen und Ressourcen schonenden Produktiönsausrichtung, In der Schweinenast spielt der geschlechtispezifische Geruch des Eberfleisches eine wichüge Rolle als-Kriterfuin für die Verbraucherakzeptanz. Bei Verwendung von geschlechtsspezifischem Sperma selektiert nach X- (weiblich) und Y- männlich) Chromösom. tragenden Spermien könnten für die ‚Schweinemast vorwiegend ' weibliche Ferkel erzeugt werderi. Bislang sind geschlechtsspezifisch sortierte Ebersperinfen jedoch nicht kommerziell erhältlich, .da die derzeitige Methode der individuellen Spärmiensortierung aufgrund der hohen Anzahl von Spermien, die für jede Insemination einer Sau bemötigt wird, nicht effizient genug ist, um die _ potenziellen Anforderungen der .Küinstlichen - Besamung (KB) in der Schweineindustrie zu erfüllen Bei der konventionellen KB wird der Ekersaen an der gleichen $telte wie bei der natürlichen Paarung durch den Eber abgesetzt uriel anders äls. bef Wiederkäuern während .des Transports zum Eileiter einem Selektjonsprozess Unterzogen, Dafür sind für eine nortmäle Besarungsdosis zwischen 1,5 und, 3 Milfarden Spermien für flüssig gelagertes Sperma und 5 Milliarden für tiefgefrorenien Samen hötig, Dies bedeutet, dass es mit der quankitakiven Flowzytometrie also ‚der Identifizierung und Selektion „einzelner . Spermien zur Trennung der Spermienpopulationen theoretisch mindestens öfnen geschlechtssortiertäs Sperma in ausreichender Menge für eine normale Besamung für eine Sau zu produzieren. Für einen breiten Einsatz kommit erschwerend hinzu, dass die Schweinebesamung im Gegensatz zur Rifiderindustrie auf Flüssigsperma basiert und Über keine Infrastruktur für die Anwendung vofi tiefgefrorenem Sperma im Eirizelbetpieb verfügt. Neben den biologischen Rahmenbedingungen sind bei .der Anwendung der‘ Spermiensortierung die einschlägigen interfiätionäten Patente: zu beachten. Es besteht ein weitgehendes Monbpol der. texanischen Firma Sexing _Technologies/Inguran. Die winzig bekannte, die amerikanischen Patente nicht | verlötzende Alternative wird von dem Zuchtunternehmen Masterrind itt Verden für Forschungszwecke aber zugänglich sind, Weiterhin entsteht eine weitere
kommerzielle flowzytomnetrische Alternative beider Firma ABS in Amerika, de u.W.
aber vorwiegend auf Alhdersperme ausgelegt ist,
Da auch mit der neuesten Generation von Sortiermaschinen die kommerzielle
Nachfrage nach geschtechtsspezifischen Spermien bei Schweinen nicht erflillbar ist,
wilde in den vergangehen Jahren hach Altertjativen gesucht. Eine Möglichkeit ist
die In-vitro-Produktiöh {IVP) Mit geschlechtsspezifisch sortiertem. Sperriä, In
Gegensatz zur KB werclen für die JVYP mit in vivo oder in vitro. gereiften Eizellen nur
sehr wenige Spermien benötigt, Die ersten Embryonen aus der In vitro Fertilisation
(IVF): mit geschlechtsspezifischem Ehersperma wurden vor etwa 25 Jahren im USDA
in, Beltsyille, USA , produziert, Neue "Kulturmedien haben die Effizienz des
Verfahrens erheblich gesteigert, jedoch müsse die aus der IVP resultiereneen
Embryonen bislang chirurgisch auf Empfängertiere übertragen werden. Obwahl ini
jüngster, Zeit kommerzielle Uterus-ET-Geräte für das Schwein entwickelt und
galoszt * wurden, ia ein Breiter r Einsatz der IVP mit geschlechtssoftiertent Spermä
hibar, sondern lediglich für spezifische
Zuchtzwscks uber Nuldeusherdert inieresun | =
Eine andait re Yarlanta für die 1a Verwendung Y vori 1 sten Fe Spetma wäre die e Besamung
Lapargirnfe order 1 Laparosköpie e direkt in den ileter erfolgt. Durch N Umgehung de der
uterinari Spermaselektionsmechanismen kann eine signifikante. Reduzierung der
Gesärntsperfhadösis auf bis zu 1x10° Spermien ohne größeren Einfluß auf dis
Fruchtbarkeit: im Vergleich zu kKöfitrollen aufrechterhalten werden, wenn das Sperma
tief in die Gebärmutter vor der uterotubalen Verbindung (UTV) insemintert wird,
Unter Forschungsbedingungen reichte selbst eine noch weitaus geringe Anzahl von
Sperinlen CL Milllon) aus, um Trächtigkeiten zu erzeugen. Ein entsprechender
Besämungskatheter ist Kommerziell erhältlich. Diese Verfahren erfordern äber sehr
spezifische Expertise ünd sind nicht von jedeifi Schweinemäster umsetzbar.
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Die dritte Möglichkeit liegt in einer Effizienzsteigerung des Selektionsprozesses
durch Abkehr won der. quänfitätiven Flowzytometrie, Mit eimer qualitativ
ausgerichteten Flowzytometrie, wo dis Y- Chromosom tragenden Speritafi
markiert sid, könnten statt 20% der Spermien fast 100% identifiziert und särtiert
werden, Entsprecheiide Verfahren unter Verwendung von Nanopartikeln sind hierzu in den vergangenen ‚ähren weit entwickelt worden, bedürfen aber nicht unerheblicher Fördermittel, um die Internalisierung der Nanopartikel steuerbar zu machen. Z önne über das sog. Gene Editing mittels CRISAR/Cas9 Ä sie SRY- reden an Y- ehromeons ‚funktionell zu MEBere Koipreiahen von n Herdrptersäkteen. a dis Flle "Eneetcklung der Hodenanlage ni nötig sind, dureh Ausschaltung des SRY ns verhindert wird, In vorangegangenen Studien konnte in der Maus und im Käninchen gezeigt werden, dass ein funktiongiler Knpckout des SRY-Genes mit, der Unterdrückung der männlichen Geschlechtsorgane eirihergeht und die generierten Knockout-Tiere mit einer. weiblichen Bhänotypen erscheinen lässt, Ih einem zweiten Ansatz wäre es dann derikbät einen Eber zu generieren, der auf dem Y-Chramosom ein integratives- Transposon-baslertes CRISPR/Cas. Konsstrukt. besitzt, welches durch mehrfache Doppelstrang-Schneidung des Y-Chromdsoms af mehreren Stellen schon während der Spermatogenese das Chromosatti schädigt, Somit würden hür die X-chromösomaälen Spermien zu einer ‚erfolgreichen Befrüchtung führeti. Auf diese Weise kann eitiäi Alternativmethode entwickelt werden, bei . der schm auf der Genomebene. - das Nachkömmensgeschlecht hin zum weiblichen Phänotypen verschoben werden kann; Diese vorgestellten Projekte sind jedoch riementan im. Stadium ‚der Gründlagenforschung, weshalb öine Einschätzung zur Praxistäuglichkeit. nicht yorgenommien werden kann. Zusätzlich muss bei diesen verfahren die aktuelle Gesetzeslage zum &ene Editing berücksichtigt werden, Selektierte Quelten: Ban, S., a ‚ Atdten, di Laefteina and MAD; Garrido, Fresh and edäiig Dork quality frei entire a heaw males, Food ty and Preference; 2004, 1513): p, 293-300. 4, $. de Graaf, W, Gatfels, R. Grossfeld, 5. Klein, et al., Sex selection of Animals: ‚sedeus rebort and developmmentat prospeets, Reproduction, 2013, Tat Ai R30, . . Sharpe, J. and K, Eyans, Advances in flow ör: onetry for sperm sexing; Theriogenology, 2009. ri p; 4-10, Kiueger; C, and. Di Rath, ‚Intfäurterihe nsernination fh sows with reduced sperm- Auräber, Rapraduetion, Fertiitey and Beyelopment, 2000. 120% d. 113-117.
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Kato; T.,
Schert! Dr., Nieole Fesinfkor h.
. REMAGEN ee ERLERNTE p 21 VERETEIT HERRN
Vom _ \ Schertl Dr, Nicole im Auftrag von Referat 321
Gesendet: - Donktierstag, 13. Dezember 2018 11: ‚48.
An .. Brigulla Dr, Matthias
Ko . Referat 321
Betreff: WG:-> Ro WG; Sachstand - Stellingnahme StA - Artikel "Von offenen und
i verdeckten Absichten“
Sehr veeh rter Herr Brigulla,
. anbei finden Sie » wie eben besprochen - den Vermerk zur Gesetzeshistorie des Begriffs Schmerzausschaltung
nebst Anlagen, mit dem ggf. die im anliegenden Artikel ihematisierte Fragestellung beantwortet werden kann,
= ,
V-Gesaehi. Ä | | fi cd: N d
Gruß, Schert!
Dr. Nicole Schert!
Referat 321
Tierschutz
.Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft {BMEIL)
Rochusstr, I: a
53123 Bonn
Tal: +449-228-99 529- -3338
Fax: + +49-228-99 529-4162
Email: nigele,scherki@bmel.bund.de
Internet: 1: wwn.bmel.de
Vom: Arenz, Annika
Gesendet: Montag, 19. November 2018 08:53
An: Referat 321 .
Beireffi > fo WG: Sachstand - Stellungnahme StA.- Artikel "Von offenen und verdeckten Absichten"
Mit der Bitte um Sachstandsmeld ung an das 04 Büro bis 15:09 Uhr,
Mit freundlichen Grüßen
Annika Arenhz
Vorzimmer Abtellungsielter 3
Telefon: 3463
Fax: 3341
E-Mail; AL3@bmel.bund.de
Zerastnaen