Drucksache 14/6 Landtag des Saarlandes - 14. Wahlperiode - Teilen Sie die Auffassung des IPR, dass eine sol- che grenzüberschreitend geführte touristische und kulturhistorische Route „Balduinweg“ sich zu ei- nem Erkennungs- und Identifikationssymbol für die Großregion entwickeln und die touristische Ver- marktung der Großregion stärken könnte? Zu Frage 1: Grundsätzlich räumt die saarländische Landesregierung der Aufbereitung kulturtouris- tischer Themen eine wichtige Rolle ein. In der im Februar 2009 veröffentlichten „Tou- rismusstrategie Saarland 2015“ wurde das Thema „Kultur- und Städtetourismus“ neben den Themen „Tagungen, Seminare, Kongresse, Messen“ sowie „Aktivtourismus“ zum Leitthema für die kommenden Jahre herausgearbeitet. Ob ein grenzüberschreitender Balduinweg die touristische Vermarktung der Großregi- on unterstützt, wird im Wesentlichen an den Ergebnissen der laufenden Untersuchung der Projektentwicklungsgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz mbH (PER) zu er- kennen sein. Zurzeit ist lediglich bekannt, dass im Saarland vornehmlich die Stadt St. Wendel einen erkennbaren Bezugspunkt zum Wirken der Person Balduins hat. Darüber hinaus sind erfahrungsgemäß erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, um eine solche Route zu inszenieren und durch ein umfassendes Innen- und Außenmar- keting zu unterstützen. Auch diesbezüglich bleibt die Untersuchung der PER abzuwar- ten. Teilen Sie die Auffassung des IPR, dass die Fi- nanzierung dieses Projekts, das alle fünf Teilregi- onen der Großregion verbindet, als Projekt zur Stärkung der touristischen Infrastruktur der Groß- region im Rahmen des Programms INTERREG IV „Großregion“ realisiert werden sollte? Zu Frage 2: Grundsätzlich sind die Interreg-Programme entwickelt worden, um grenzüberschrei- tende Projekte – auch touristische – umzusetzen. Voraussetzung für eine entspre- chende Förderung ist aber zunächst, dass genügend grenzüberschreitendes kulturel- les oder kulturtouristisches Potenzial in dem Projekt steckt. Zudem muss eine grenz- überschreitende Partnerschaft geschlossen und das Projekt in diesem Rahmen ge- meinschaftlich entwickelt, umgesetzt und kofinanziert werden. Sind Sie bereit, die Realisierung des Balduinwegs als einer grenzüberschreitenden touristischen und kulturhistorischen Route in der Großregion anzu- streben? Zu Frage 3: Diese Frage kann zurzeit nicht beantwortet werden, da der saarländischen Landesre- gierung das für die Realisierung des Balduinweges von der rheinland-pfälzischen Lan- desregierung in Auftrag gegebene Entwicklungskonzept für das Projekt noch nicht vor- liegt (siehe Antwort zu Frage 1, Untersuchung PER) und dieses daher weder mit den saarländischen Akteuren noch mit den Partnern in der Großregion auf dieser Grundla- ge besprochen werden konnte. -2-