LANDTAG DES SAARLANDES 15. Wahlperiode Drucksache 15/1147 20.11.2014 ANTWORT zu der Anfrage der Abgeordneten Stephanie Nabinger (B90/Grüne) Mitglied des Landtages Rheinland-Pfalz als Mitglied des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) (gemäß Art. 13 der Internen Geschäftsordnung des IPR vom 13. Juni 1986) betr.: Wiederanfahren der Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 Vorbemerkung der Fragestellerin: „Am 4. bzw. 6. Juni hat der belgische Betreiber Electrabel die Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 wiederhochgefahren, obwohl bisher ungeklärt ist wann und wodurch die Risse in den Reaktoren entstanden sind.“ Vor diesem Hintergrund frage ich die einzelnen Exekutiven der Mitgliedsregion: Wurden mittlerweile die Ursachen für die Entste- hung der Risse in den Reaktoren festgestellt und lückenlos aufgeklärt? Wenn ja, wurden diese Ur- sachen behoben? Zu Frage 1: Im Jahr 2012 wurden anlässlich einer Inspektion der Druckbehälter der Reaktoren Do- el 3 und Tihange 2 mit einem neuartigen Ultraschallmessverfahren eine große Zahl von „Rissen“ (mehrere tausend) festgestellt. Die belgische Atomaufsichtsbehörde hatte daraufhin den Weiterbetrieb untersagt. Aufgrund von weiteren Untersuchungen des Betreibers und der belgischen Aufsichts- behörde scheint es so zu sein, dass es sich nicht um Risse im Material des Reaktor- druckbehälter handelt, sondern sehr wahrscheinlich um Blasen, die bei der Herstellung des Reaktordruckbehälters entstanden sind. Hierbei handelt es sich nur um die plausi- belste Erklärung, nicht um eine feststehende Tatsache. Eine Ursachenbehebung ist nicht möglich. Ausgegeben: 21.11.2014 bitte wenden