Stand und Entwicklung der staatlichen Fachhochschulen (FHen) in Schleswig-Holstein
SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 18/5002 18. Wahlperiode 10.01.2017 Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der Abgeordneten Dr. Ralf Stegner, Martin Habersaat, Birgit Herdejürgen, Kirsten Eickhoff-Weber, Serpil Midyatlι, Kai Vogel, Jürgen Weber, Beate Raudies, Tobias von Pein, Birte Pauls (Fraktion der SPD), Eka von Kalben, Rasmus Andresen, Anke Erdmann, Ines Strehlau, Dr. Marret Bohn, Marlies Fritzen (Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) sowie der Abgeordneten Flemming Meyer und Jette Waldinger-Thiering (Abgeordnete des SSW) Stand und Entwicklung der staatlichen Fachhochschulen (FHen) in Schleswig- Holstein Drucksache 18/4287 Federführend ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung
Drucksache 18/5002 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Vorbemerkung der Landesregierung: Die Fragen beziehen sich auf „die Fachhochschulen“, sind aber vielfach nicht für alle Fachhochschulen einheitlich zu beantworten. Deshalb werden die Fragen in diesen Fällen nach den einzelnen Fachhochschulen differenziert beantwortet. Sofern Ant- worten statistisch und/oder tabellarisch aufzubereiten oder darzustellen sind, finden sich die entsprechenden Antworten im Anlagenteil. Die Mehrzahl der Fragen erforderte Abfragen bei den Fachhochschulen, den Univer- sitäten und dem Statistischen Landesamt. Es wird deshalb um Verständnis gebeten, dass nicht durchgängig ein einheitliches Tabellendesign eingehalten werden konnte. Wir fragen die Landesregierung: I. Gegenwärtiger Stand der staatlichen Fachhochschulen in Schleswig-Holstein 1. Welche Studiengänge bestehen an den FHen? Antwort: An den Fachhochschulen in Schleswig-Holstein bestehen derzeit 102 Studien- gänge. Nähere Angaben zu den Studiengängen sind in der Anlage zu I. 1 enthal- ten. 2. Wie haben sich die Zahlen der Studierenden an den einzelnen FHen (insgesamt und nach Studiengängen) seit 2010 entwickelt? Antwort: Die Zahl der Studierenden an den FHen ist seit 2010 insgesamt um 1772 Studie- rende (ca. 11,5 %) gestiegen. Eine Übersicht nach Studiengängen befindet sich in der Anlage zu I. 2. Studierende im Wintersemester … Hochschule (SH) 2010/2011 2011/2012 2012/2013 2013/2014 2014/2015 Hochschule Flens- burg 3.795 3.938 4.047 4.114 4.156 Fachhochschule Kiel 6.050 6.423 6.471 6.852 7.188 Fachhochschule Lübeck 4.439 4.528 4.339 4.303 4.385 Fachhochschule Westküste 1.161 1.204 1.320 1.440 1.488 Gesamt 15.445 16.093 16.177 16.709 17.217 2
Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Drucksache 18/5002 3. Welche Studiengänge wurden seit 2010 neu eingeführt? Antwort: Seit 2010 bis einschließlich Wintersemester 2016/2017 sind folgende neue Stu- diengänge an den Fachhochschulen eingeführt worden: Hochschule Flensburg: Bachelorstudiengang Angewandte Informatik Masterstudiengang Angewandte Informatik Bachelorstudiengang Energiewissenschaften Masterstudiengang Intermedia und Marketing Bachelorstudiengang Medieninformatik Masterstudiengang Wind Engineering Fachhochschule Kiel: Masterstudiengang Angewandte Kommunikationswissenschaften Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre (online) Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre (online) Masterstudiengang Elektrische Technologien Masterstudiengang Information Engineering Masterstudiengang Journalismus und Medienwirtschaft (weiterbildend) Bachelorstudiengang Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation Bachelorstudiengang Offshore und Anlagentechnik Masterstudiengang Public Relations (weiterbildend) Masterstudiengang Forschung, Entwicklung und Management in Sozialer Arbeit, Rehabilitation und Gesundheit oder Kindheitspädagogik Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik (online) Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik (online) Fachhochschule Lübeck: Bachelorstudiengang Angewandte Chemie Bachelorstudiengang Energie- und Gebäudeingenieurwesen Masterstudiengang Environmental Engineering Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelindustrie (anfangs Food Processing) Bachelorstudiengang Umweltingenieurwesen und -management Fachhochschule Westküste: Masterstudiengang Automatisierungstechnik (in Kooperation mit der HS Flensburg) 3
Drucksache 18/5002 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Masterstudiengang Green Energy Bachelorstudiengang Immobilienwirtschaft Real Estate Business Studies Masterstudiengang Tourismusmanagement (weiterbildend, online) Bachelorstudiengang Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik Bachelorstudiengang Wirtschaftspsychologie 4. Welche Studiengänge sind seit 2010 eingestellt oder grundsätzlich verändert wor- den? Welche Abschlüsse außer dem BA/MA können an FHen erworben werden? Antwort: Seit 2010 sind an den Fachhochschulen folgende Studiengänge aufgehoben worden: Hochschule Flensburg: Bachelorstudiengang Angewandte Mathematik Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft (berufsbegleitend) in Kooperation mit der Northern Business School GmbH Bachelorstudiengang Elektrische Energiesystemtechnik Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement Bachelorstudiengang Regenerative Energietechnik Masterstudiengang Wind Engineering (weiterbildend) Fachhochschule Kiel: Masterstudiengang Wind Engineering (konsekutiv) in Kooperation mit der Hoch- schule Flensburg (die HS Flensburg führte den Studiengang alleine weiter) Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik Masterstudiengang Informationstechnologie Masterstudiengang Elektrotechnik Masterstudiengang Mechatronik Triales Modell im Bachelorstudiengang Informationstechnologie und Internet Fachhochschule Lübeck: Diplomstudiengang Umweltingenieurwesen Diplomstudiengang Elektrotechnik-Kommunikations-, Informations- und Medien- technik Dualer Bachelorstudiengang Gesundheitswirtschaft Bachelorstudiengang Chemie- und Umwelttechnik Masterstudiengang Health Care Management 4
Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Drucksache 18/5002 Fachhochschule Westküste: Masterstudiengang Industrial Automation Masterstudiengang Insolvenz- und Sanierungsmanagement Seit 2010 sind an den Fachhochschulen folgende Studiengänge grundsätzlich geändert worden: Hochschule Flensburg: Umbenennung des Masterstudiengangs „General Management“ in „Business Management“ Fachhochschule Kiel: - Umbenennung des Bachelorstudiengang „Informationstechnologie und Internet“ in „Informationstechnologie“ - Umbenennung des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit“ in „Forschung, Ent- wicklung und Management mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Rehabilitati- on/Gesundheit oder Kindheitspädagogik“ und weitere Umbenennung in „For- schung, Entwicklung, Management in Sozialer Arbeit, Rehabilitation/Gesundheit oder Kindheitspädagogik“ - Umbenennung des Masterstudiengangs Multimedia Production in Medienkon- zeption - Änderung der Regelstudienzeit in den Studiengängen Elektrotechnik (Bachelor), Mechatronik (Bachelor), Technologiemanagement und -marketing (Bachelor) Multimedia Production (Bachelor) Landwirtschaft (Bachelor) Elektrische Technologien (Master) Agrarmanagement (Master) Medienkonzeption (Master) Fachhochschule Lübeck: - Umbenennung des Bachelorstudiengangs „Energiesysteme und Automation“ in „Elektrotechnik - Energiesysteme und Automation“ - Umbenennung des Bachelorstudiengangs „Kommunikations-/Informationstechnik und Mikrotechnik“ in „Elektrotechnik - Kommunikationssysteme“ - Umbenennung des Bachelorstudiengangs „Food Processing“ in „Wirtschaftsingeni- eurwesen Lebensmittelindustrie“ sowie Erweiterung der Zugangsvoraussetzungen 5
Drucksache 18/5002 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode - Einrichtung einer neuen Vertiefungsrichtung „International Business“ im Ba- chelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre - Einrichtung einer neuen Studienrichtung „Technische Informatik“ im Bachelor- studiengang Elektrotechnik - Kommunikationssysteme - Einrichtung eines neuen Studienschwerpunktes „Entrepreneurship“ im Master- studiengang Wirtschaftsingenieurwesen - Änderung der Regelstudienzeiten in den Studiengängen Informationstechnologie und Design (Bachelor) Architektur (Bachelor) Architektur (Master) Fachhochschule Westküste: - Umbenennung des Bachelorstudiengangs „Facility and Environmental Enginee- ring“ in „Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik“ - Veränderung des Abschlussgrades im Bachelorstudiengang „Wirtschaft und Recht“ An den Fachhochschulen werden außer den Hochschulgraden Bachelor und Master keine weiteren Hochschulgrade verliehen. 5. Wie haben sich die Landeszuschüsse für die einzelnen FHen seit 2010 entwickelt? Antwort: Seit 2010 sind die Landeszuschüsse für die Fachhochschulen um ca. 14,3 Mio. Eu- ro erhöht worden. Dies ist ein Zuwachs von knapp 26 %. Die Landeszuschüsse (in T€) für die einzelnen Fachhochschulen haben sich wie folgt entwickelt: 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 HS 12.669,6 13.254,0 13.454,6 13.833,8 14.905,4 15.206,4 16.369,5 Flens- burg FH Kiel 20.293,6 20.727,3 21.139,0 21.899,9 23.339,1 23.833,5 25.645,3 FH 17.107,6 17.562,6 17.832,9 18.347,5 19.197,8 19.621,2 20.866,6 Lübeck FH 5.204,3 5.417,7 5.459,2 5.613,1 5.925,3 6.033,8 6.746,4 West- küste Ge- 55.275,1 56.961,6 57.885,7 59.694,3 63.367,6 64.694,9 69.627,8 samt 6
Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Drucksache 18/5002 6. Wie haben sich die für den Hochschulbau an den FHen zur Verfügung stehenden Mittel seit 2010 entwickelt? Antwort: Seit 2010 sind für den Hochschulbau an den Fachhochschulen insgesamt ca. 77,4 Mio. Euro verausgabt/angesetzt worden. Nach einem starken Rückgang der Mittel von 2010 bis 2013 sind die Ausgaben zuletzt wieder um ca. 80 % erhöht worden, wie der nachstehenden Tabelle zu entnehmen ist. Die Mittel sind in T€ angegeben: Ausga- Ausga- Ausga- Ausga- Ausga- Ausga- Ansatz Gesamt ben ben ben ben ben ben 2016 2010 2011 2012 2013 2014 2015 HS 4.610,73 7.747,51 1.009,51 1.312,94 1.628,37 1.009,71 2.557,36 15.876,13 Flens- burg FH Kiel 8.216,18 5.627,99 6.164,34 3.067,67 2.683,83 4.462,73 5.257,55 35.480,29 FH 8.511,82 2.101,26 689,91 1.497,49 4.638,07 3.655,84 2.784,84 23.879,23 Lübeck FH 373,03 334,60 396,11 151,58 312,13 338,26 282,88 2.188,59 West- küste Ge- 21.711,76 15.811,36 8.259,87 6.029,68 9.262,40 9.466,54 10.882,63 77.424,24 samt Detaillierte Angaben zu den Mitteln des Hochschulbaus an den Fachhochschulen finden Sie in der Anlage zu I. 6. 7. Über welche sonstigen Einnahmen verfügen die FHen, und wie haben sie sich an den einzelnen FHen seit 2010 entwickelt? Antwort: Die zusätzlichen Einnahmen der Fachhochschulen sowie ihre Entwicklung seit 2010 ergeben sich aus der folgenden Übersicht: 7
Drucksache 18/5002 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Landesmittel Hochschulpaktmittel Drittmittel Sonstiges (z.B. (außerhalb des Gebühren und Globalbudgets) Einnahmen aus ohne Mittel für wirtschaftlicher Bauunterhaltung Tätigkeit) HS Flensburg 2010 8.000,00 589.500,00 1.682.466,16 377.107,41 2011 0,00 1.688.750,00 1.957.283,60 728.210,42 2012 0,00 9.139.069,62 2.305.141,35 812.673,00 2013 0,00 6.926.544,63 2.797.953,54 682.463,26 2014 581.323,00 4.198.903,00 2.817.594,64 1.179.411,35 2015 205.200,00 3.744.738,00 2.435.645,44 852.952,45 Gesamt 794.523,00 26.287.505,25 13.996.084,73 4.632.817,89 FH Kiel 2010 95.400,17 2.887.500,00 1.841.789,93 1.486.958,70 2011 220.701,98 4.635.500,00 1.878.623,57 938.433,80 2012 216.564,33 7.707.953,80 2.604.836,99 1.028.137,68 2013 1.194.955,08 9.153.308,96 3.555.756,69 869.394,32 2014 903.436,63 7.973.227,13 2.901.698,88 789.906,20 2015 233.356,81 8.679.284,13 2.465.327,59 805.878,42 Gesamt 2.864.415,00 41.036.774,02 15.248.033,65 5.918.709,12 FH Lübeck 2010 52.234,10 2.327.500,00 3.584.729,01 543.255,22 2011 65.433,99 3.068.750,00 4.725.088,68 726.437,41 2012 88.073,93 5.375.685,64 5.352.637,74 718.013,62 2013 1.213.471,00 5.413.647,76 6.909.739,61 853.699,87 2014 1.042.137,00 3.891.522,13 7.410.228,49 886.376,32 2015 487.120,00 4.167.978,38 6.010.347,10 1.001.082,06 Gesamt 2.948.470,02 24.245.083,91 33.992.770,63 4.728.864,50 FH Westküste 2010 0,00 513.060,00 1.313.497,00 26.954,00 2011 0,00 1.138.050,00 1.501.640,00 26.989,00 2012 0,00 3.489.110,00 2.081.902,00 46.895,00 2013 425.039,00 4.018.930,00 2.059.122,00 105.644,00 2014 0,00 3.620.843,00 1.805.825,00 53.510,00 2015 0,00 4.363.723,00 1.029.107,00 54.089,00 Gesamt 425.039,00 17.143.716,00 9.791.093,00 314.081,00 II. Studierende Wie hat sich der Anteil der männlichen und weiblichen Studierenden an den einzel- nen FHen seit 2010 entwickelt? 1. Liegen der Landesregierung Daten darüber vor, wie viele Studierende mit einer Behinderung sich seit 2010 an den einzelnen FHen eingeschrieben haben? Wenn ja, welche? 8
Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Drucksache 18/5002 Antwort: Aufgrund der aktuell gültigen Landesverordnung zur Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten der Studienbewerberinnen, Studienbewerber, Studie- renden, Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten für Verwaltungszwecke der Hochschule (StudDatenVO) liegt keine Legitimation für die Erhebung der Da- ten vor. Folglich haben die Hochschulen keine Informationen über Studierende mit Behinderung. 2. Wie viele ausländische Studierende sind aktuell eingeschrieben und aus welchen Ländern kommen sie? Antwort: Ausländische Studierende Hochschule (SH) männlich weiblich insgesamt Hochschule Flensburg 106 69 175 Fachhochschule Westküste 83 47 130 Fachhochschule Kiel 388 225 613 Fachhochschule Lübeck 312 146 458 Die meisten ausländischen Studierenden sind an der Fachhochschule Kiel ein- geschrieben, wie an den anderen Fachhochschulen außer der Hochschule Flensburg auch kommen die meisten Studierenden aus den Ländern Asiens. Die zweitgrößte Gruppe bzw. in Flensburg die größte Gruppe ausländischer Studie- render stellen die Länder Europas, gefolgt von den Ländern Afrikas. Die kleinste Gruppe kommt aus den Ländern Amerikas. Detaillierte Angaben zu den Ländern befinden sich in der Tabelle II.2 im Anhang. 3. Welche Tendenzen lassen sich hinsichtlich der Herkunftsländer der ausländi- schen Studierenden beobachten? Antwort: Die Übersicht über die Herkunftsländer an den Fachhochschulen in Schleswig- Holstein findet sich in der beigefügten Tabelle zu Frage II.2. Es lassen sich hinsichtlich der Herkunftsländer der ausländischen Studierenden aufgrund der Datenbasis des Jahres 2015 signifikant erhöhte Studierendenzah- len aus den folgenden Herkunftsländern ablesen: Hochschule Flensburg: Türkei, Indien 9
Drucksache 18/5002 Schleswig-Holsteinischer Landtag - 18. Wahlperiode Fachhochschule Westküste: China, Türkei Fachhochschule Kiel: Türkei, Indien, Marokko, Vietnam, Pakistan, China, Russ- land Fachhochschule Lübeck: China, Türkei, USA 4. Welche Initiativen haben die FHen im Bereich der Diversity ergriffen? Antwort: Mit der Neufassung des Hochschulgesetzes in der Fassung der Bekanntma- chung vom 5. Februar 2016 werden die Hochschulen verpflichtet, eine Beauf- tragte oder einen Beauftragten für Diversität einzurichten. Die Hochschulen ge- ben folgende Aktivitäten im Bereich der Diversität an: HS Flensburg: Die Hochschule Flensburg hat schon seit Jahren eine Reihe von Konzep- ten und Maßnahmenpaketen entwickelt und auch umgesetzt, die die Diversitätsdimension „Behinderung“ berücksichtigen. So gibt es eine Rei- he von Nachteilsausgleich-Maßnahmen, die vor allem Studierenden mit unterschiedlichen Behinderungen einen möglichst komplikationsfreien Zu- gang zu den Vorlesungen, wie insbesondere auch den Prüfungen ermög- lichen sollen. Bzgl. der weiteren Diversitätsdimensionen ist die Hochschule derzeit da- bei, für die nach dem neuen HSG vorgesehene Position des bzw. der Diversitätsbeauftragte/n eine konzeptionelle und organisatorische Einbin- dung zu entwickeln und im Verlauf des kommenden Jahres eine passende Besetzung vorzunehmen. FH Kiel: Es wurden zwei Befragungen mit dem Instrument „QUEST“ (Centrum für Hochschulentwicklung) in 2011 und 2014 zur Diversität unter Studieren- den und mindestens drei entsprechende Auswertungsworkshops mit Prä- sidium und Beauftragten für Studium, Lehre und Prüfungen durchgeführt. Die Zentrale Studienberatung (ZSB) verzeichnet aktuell eine erhöhte Nachfrage von studieninteressierten Flüchtlingen und von ehrenamtlich oder professionell Beratenden. Die ZSB kooperiert mit verschiedenen Ab- teilungen wie dem internationalen Studienkolleg, dem International Office und dem Projekt Migration und Bildung, um dem Beratungsbedarf gerecht zu werden. 10