2017_07_06 KSK-SHK_Änderung_Formatierung_HGr

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Handlungsfeld                     Nachhaltige Beschaffung und Optimierung der Verwaltungsprozesse Energieeinsparung Das Thema einer nachhaltigen Beschaffung wird in der Kreisverwaltung bisher nur teilweise behandelt. So erfolgt die Beschaffung von verschiedensten Bürobedarfs- artikeln, technischen Geräten, die Vergabe von Druckaufträgen u.a. in der Regel Art der Maßnahme                  ausschließlich nach Wirtschafts- bzw. Kostengesichtspunkten. Umweltbezogene Investiv                     Aspekte werden häufig nicht ausreichend und die momentan anfallenden Organisatorisch              Beschaffungskosten der Geräte oftmals deutlich höher bewertet als die Planerisch                   Gesamtkosten über die vollständige Lebens- bzw. Nutzungsdauer. Es ist Aufgabe der Verwaltung, im Beschaffungswesen energieeffiziente, schadstoffarme, nutzungs- und klimafreundliche Kriterien zu berücksichtigen. Die Zeithorizont                      Gesamtwirtschaftlichkeit von Produkten (der gesamte Lebenszyklus) muss deutlich mehr Gewicht erhalten. In Abhängigkeit von der Haushaltslage soll die kurzfristig                  Energieeinsparung durch den Austausch von älteren Bürogeräten (PCs, mittelfristig                Servertechnik etc.) und anderen Bedarfsgütern (z.B. Kühlschränke, langfristig                  Kaffeemaschinen) gegen Geräte mit der aktuell besten Energieeffizienzklasse mehrmalig                    erfolgen. Es wird empfohlen, bei Druckaufträgen jeder Art 100 % Recyclingpapier zu verwenden. Kosten                            Ökologische Beschaffungskriterien beschränken sich nicht nur auf den klassischen Bürobedarf. Die umweltfreundliche Beschaffung lässt sich auch auf andere Personal: mittel                  Gebiete ausdehnen, z.B. Baumaterialien und -produkte, Farben, Büro- und Sachmittel: mittel                Raumausstattung, Kraftfahrzeuge. Besondere Schwerpunkte: • Papierloses Büro (bspw. Kreistagsbüro) Finanzierungsmöglichkeiten               derzeit erhalten die Kreistagsmitglieder alle Unterlegen in Papierform  Umstellung auf Email (Hardcopy nur auf Anfrage) Installation eines WLAN Hotspots im LRA Eisenberg (bspw. Kreistag) • Zentrale nachhaltige Beschaffung für alle Verwaltungsebenen (Schulen, Ämter, Eigenbetriebe etc.) • E-Government, E-Akte • Transport und Post – De-mail, epost Verantwortliche Institution       Zielgruppe                                   Synergien Amt für Gebäude- und              Verwaltung, Beschaffung, Eigenbetriebe         • Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit Liegenschaftsmanagement                                                          • Vorbildwirkung, Multiplikatoreffekt • Energie- und CO2-Einsparung Erwarteter Effekt • Reduzierung des Ressourcenverbrauchs • langfristige Energie- und Kosteneinsparung (Beschaffung, Porto, Transport) • Vorbildwirkung im Bereich Nachhaltigkeit Konflikte/Hemmnisse • aktuelle Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Maßnahmen (z.B. zentrale Beschaffung für den jeweiligen Geschäftsbereich, Dienstanweisung Ökopapier) • Mehrkosten bei der Anschaffung • veränderte haushaltstechnische Berücksichtigung durch Mehrkosten in der Anschaffung und geringere Betriebskosten Meilensteine/Erfolgsmessung • Vergleich der Produkteigenschaften vor Ausschreibung • geringere Nutzungskosten gegenüber konventionellen Produkten  Der Landkreis verpflichtet sich, bei Ersatzbeschaffungen von Geräten und Maschinen solche mit einer hohen Energieeffizienzklasse zu priorisieren. Seite 111
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Handlungsfeld                 Nachhaltige Wärmeversorgung der Kreisliegenschaften durch Energieeinsparung             Betriebsoptimierung und energetische Sanierung sowie Einsatz energieeffizienter Elektrogeräte Der Landkreis unterhält 98 Liegenschaften in unterschiedlicher Funktion Art der Maßnahme              (Verwaltung, Schule, Archiv etc.). Jede Nutzungsart hat Einfluss auf die Lastkurve Investiv                 des Energiebedarfes; die Wärmeversorgung stellt auch hier den größten Anteil dar. Organisatorisch          Zur Kosten- und Treibhausgasreduzierung gilt es Einsparpotentiale auszuschöpfen Planerisch               und auf nachhaltige Energieträger zu setzen. Die energierelevanten Maßnahmen sind in Reihenfolge nichtinvestiver zu investiver Art durchzuführen: Zeithorizont 1.  Energiecontrolling - Erfassung aller Gebäude und deren Verbrauchsdaten kurzfristig                       und revolvierendes Monitoring aller Daten mittelfristig                 2.  Betriebsoptimierung - Anpassung der Hydraulik, Pumpenleistung, langfristig                       Heizzeiten, Raumtemperaturen  Einspareffekte decken die Kosten des mehrmalig                         Energiemanagements und geben Reserven frei für investive Maßnahmen 3.  Investive Maßnahmen - entsprechend Kosten-Nutzen-Analyse für Kosten                                 energetische Sanierung 4.  Systematischer Austausch von Elektrogeräten mit einer hohen Personal: mittel                       Energieeffizienzklasse Sachmittel: mittel bis hoch        5.  Klimafreundliche Bauleitplanung (energieeffiziente Bauweise, Vermeidung fossiler Energie, Bildung von Nahwärmeinseln, Reduzierung von Verkehrsflächen, Wahrung und Schaffung kurzer Wege durch gezielte Finanzierungsmöglichkeiten             Planung und Vermeidung von Flächenverbrauch) Fördermittel zur Schulbausanierung u.Ä. Verantwortliche Institution   Zielgruppe                                  Synergien Amt für Gebäude- und          Landkreisverwaltung                         Wärmewende „schlafender Riese“ Liegenschaftsmanagement                                                   Bioenergie-Potentiale Energie-Controlling Vorbildwirkung Energieeinsparung/Effizienz Erwarteter Effekt • Reduzierung der CO2-Emissionen • Kosteneinsparungen Konflikte/Hemmnisse • Wirtschaftlichkeit • Investitionskosten Meilensteine/Erfolgsmessung • Thermischer Energiebedarf in den Liegenschaften des Landkreises wird bis 2020 um 12 % gesenkt. • Umsetzung aller ökonomisch sinnvollen energetischen Sanierungsmaßnahmen bis zum Jahr 2030, jährlich mindestens ein Gebäude. Seite 112
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Handlungsfeld                    Vom Energie-Monitoring zum Controlling-System Energieeinsparung Monatliche Verbrauchserfassung (v.a. Strom, Wärme), Auswertung und Analyse von kommunalen Gebäuden und Anlagen Art der Maßnahme                 Das Energie-Monitoring soll fortgeführt und zu einem Controlling-System für alle Investiv                    kommunalen Liegenschaften und öffentlichen Gebäude weiterentwickelt werden. Organisatorisch             Ständige Beobachtung der Verbräuche Planerisch                   • Einführung von Energie-Controlling (wenn möglich) mit Einbau von Unterzählern monatlicher Verbrauchsdatenerfassung zur weiteren Differenzierung Zeithorizont                      • Differenziertere Erfassung (elektronische Zähler) und Analyse der Energieverbräuche (Lastgänge) kurzfristig                 Darauf aufbauend folgt die Umsetzung von überwiegend nicht-investiven bzw. mittelfristig               niedrig-investiven Energieeinsparmaßnahmen. Dies hat v.a. in öffentlichen langfristig                 Gebäuden den Vorteil des Vorbild- und Multiplikator-Effektes. Daher wird mehrmalig                   empfohlen, dort zu beginnen und die Maßnahme flankiert mit einer gezielten Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zu bearbeiten. Besonders gut geeignet sind Kosten                           dabei Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Es ist zu prüfen, inwieweit die Kreisverwaltung andere öffentliche Einrichtungen bzw. öffentliche Aufgabenträger Personal: mittel                 (Kommunen & deren Verwaltungen) auf Nachfrage beim Aufbau eines solchen Sachmittel: niedrig              Monitoring- und Controlling-Systems unterstützen kann. Handlungsschritte: • Klärung der genauen (auch langfristigen) Aufgabenstellung für das Finanzierungsmöglichkeiten                 Monitoring bzw. Controlling • Klärung der personellen Absicherung der anstehenden Aufgaben Kommunaler Haushalt                   • Abstimmung mit allen beteiligten Verwaltungseinheiten und den Energieversorgern zur Bereitstellung aller relevanten Daten • Erstellung Arbeits-/ Zeit-/ Kostenplan (wer macht was, wann und wo) • Durchführung der Energie-Monitoring-Maßnahme • Öffentlichkeitswirksame Präsentation der Maßnahme & Ergebnisse Verantwortliche Institution      Zielgruppe                                   Synergien Amt für Gebäude- und             Kreisverwaltung SHK,                         • Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit Liegenschaftsmanagement +        Betreiber und Nutzer der kommunalen          • energiesparendes Verhalten der KS-Management                    Liegenschaften                                  Mitarbeiter Erwarteter Effekt • genauere Ermittlung der Energieverbräuche (Wärme und Strom) aller kommunalen Liegenschaften • kurzfristige Ursachenermittlung und Einleitung von Gegenmaßnahmen bei plötzlichen überdurchschnittlich erhöhten Abweichungen • schrittweise Senkung des Energieverbrauchs in den kommunalen Liegenschaften inkl. einer CO2-Reduktion • Kostensenkung für die kommunalen Liegenschaften • Vorbildeffekt mit Multiplikatorfunktion Konflikte/Hemmnisse • Widerspruch der Mitarbeiter wegen höherer Arbeitsbelastung (langfristige personelle Absicherung dieser Aufgabe erforderlich) • keine Einsicht für die Notwendigkeit eines Energie-Monitorings Meilensteine/Erfolgsmessung • jährliche Energie- und CO2-Bilanz, Monitoring-Berichte, Darstellung der Kosteneinsparung • Weiterentwicklung des Monitoring-Systems • Austausch von älteren energieintensiven Geräten durch neuere energiesparende Geräte • sinkende Energieverbräuche in den kommunalen Liegenschaften Seite 113
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Handlungsfeld                   Wärmewende als „schlafender Riese“ Substitution Durchschnittlich werden 39 % Gesamtenergie für Wärmebereitstellung (Warmwasser und Gebäudeheizung) aufgewandt. Da beispielsweise viele Art der Maßnahme Biogasanlagen mit ungenutztem Wärmeenergiepotential vorhanden sind und Investiv                  Bioenergie im SHK seit Jahren die tragende Säule ist, sollten folglich diese Organisatorisch           Maßnahmen unterstützt werden: Planerisch •  Wärmenutzung an Biogasanlagen, Prozesswärmenutzung von Gewerbe & Industrie Zeithorizont                          •  Unterstützung der Umsetzung mittels Contracting (Finanzierung und Projektierung in Fachhänden) kurzfristig                      •  Forderung nach Förderung für Wärmenetze sowie Mikrowärmenetze mittelfristig                       (für Straßenzug oder 2-3 Gehöfte) langfristig                      •  Power to Heat – Wandlung von Stromüberschüssen in Wärmeenergie mehrmalig                            Notwendigkeit der Umlagenbefreiung (EEG-Umlage, Stromsteuer etc.), Kosten                                   da sonst unwirtschaftlich •  sukzessive Umstellung aller heizölbefeuerten Schulen im Landkreis auf Personal: mittel (bis hoch)              erneuerbare Energieträger bis 2020 Sachmittel: mittel (bis hoch)         •  Beratung zur energetischen Sanierung von Gebäuden •  Innovative Wärmenutzungskonzepte entwickeln, zum Beispiel in Finanzierungsmöglichkeiten               Kombination mit regionalen Produkten (Trocknung von Nahrungsmitteln BMUB-Nationale                           etc.) oder solarthermische und Niedertemperatur Wärmenetze Klimaschutzinitiative, BAFA, KfW Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                Synergien Klimaschutzmanager,             Landwirtschaftsbetriebe, Kommunen,        Regionale Wertschöpfung RAG Saale-Holzland e.V.,        Bürgerinnen/Bürger des SHK Energieeinsparung Amt für Gebäude- und Liegenschaftsmanagement Erwarteter Effekt • Nutzung von Überschussenergie • Substitution von fossiler Primärenergie Konflikte/Hemmnisse • EEG Regularien • technische und wirtschaftliche Restnutzungsdauer der Erzeugungsanlagen Meilensteine/Erfolgsmessung • Wärmekonzepte für Biogasanlagen im SHK wurden bereits durch Bioenergie-Region Jena-Saale-Holzland und BIOBETH erfasst  Konzepte sollten wieder aufgegriffen und auf Aktualität & Umsetzbarkeit geprüft werden • Innovative Wärmenutzungskonzepte fördern • Jährliche Umstellung einer heizölbefeuerten Schule auf erneuerbare Energien Seite 114
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Handlungsfeld                  Nutzung biogener Reststoffe Substitution Getrennte Erfassung von Bioabfall – Entwicklung von Sammelplätzen zu Recyclinghöfen Art der Maßnahme               Das Pilotprojekt zur Einführung der Sammelplätze für Ast-und Strauchschnitt ist ein Investiv                  Erfolg. Die Sammelstellen entsprechen jedoch noch nicht vollumfänglich den Organisatorisch           Anforderungen der Getrennterfassungspflicht von biogenen Reststoffen des Planerisch                Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) seit 2015. Es wurde daher beschlossen das Abfallwirtschaftskonzept des SHK unter Berücksichtigung von zusätzlichen Sammelstellen für Grünabfälle zu überarbeiten Zeithorizont und das Konzept umzusetzen. Dazu ist es notwendig die vorhandenen kurzfristig Sammelplätze zu optimieren und sukzessive weiterzuentwickeln, um sortenreine mittelfristig Reststoffe bzw. Rohstoffe zu erhalten. langfristig mehrmalig                 Die Erweiterung der Angebote sollen insbesondere den Bürgerwünschen gerecht werden, wie: Kosten                          ganzjährige Annahme inkl. Grünschnitt  ggf. Entwicklung zu Wertstoffhöfen. Personal: mittel Sachmittel: hoch               Grundsätzlich ist dabei die Abfallhierarchie des KrWG: Vermeidung – Vorbereitung zur Wiederverwendung – Recycling – sonstige Verwertung insb. energetisch – Finanzierungsmöglichkeiten     Verfüllung & Beseitigung zu beachten bzw. zu kommunizieren. Dies bedarf aber auch einer intensiven Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zur Gebührenfinanzierung           Abfallhierarchie mit Sensibilisierung zu Getrennterfassung. Im Rahmen des KSK wurden die Biomassepotentiale für den SHK betrachtet. Neben den landwirtschaftlichen Ressourcen stellen auch Bioabfälle eine nutzbare Energiequelle dar. Eine energetische Nutzung dieser Bioabfälle ist sinnvoll und wünschenswert. Dieses Vorhaben sollte in einem gemeinsamen Prozess mit anderen geeigneten Gebietskörperschaften unter Berücksichtigung einer energetischen Verwertung in einer Biogasanlage betrachtet werden. Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                  Synergien Dienstleistungsbetrieb SHK,    BürgerInnen des SHK                         Abfallwirtschaftskonzept angrenzender Klimaschutzmanager,                                                        Gebietskörperschaften Umweltamt Erwarteter Effekt • Regionale Verwertung von biogenen Reststoffen zur Energieerzeugung und stofflichen Nutzung (Kompost) • Alternativen zur unzulässigen Beseitigung/Entledigung von Gartenabfällen • Zuführung des holzigen Anteils zu Heizkraftwerken, Vergärung + Kompostierung von Küchenabfällen, etc. • Regionale Wertschöpfung stärken  regionale Verwertung der biogenen Reststoffe aus Biotonne wie auch von den Sammelplätzen • Mehrnutzen durch Angebot des Recyclinghofs Konflikte/Hemmnisse • Genehmigungsrechtliche Belange klären (Vorgaben des BImSchG prüfen) • Bürgerwille Meilensteine/Erfolgsmessung • Abfallwirtschaftskonzept SHK incl. Gebührenordnung • Ausschreibung Logistik und Verwertung • Optimierung der Sammelplätze, Entwicklung zu Recyclinghöfen • Eruierung einer energetischen Verwertung des anfallenden Bioabfalls in einer Biogasanlage Seite 115
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Handlungsfeld                  Fortsetzung des Bezuges von 100 % Ökostrom durch den Saale-Holzland-Kreis für Substitution                   Kreisverwaltung Die energetische Entwicklung des Landkreises ist ein breit gefächertes und komplexes Thema, welches von der Öffentlichkeit nur ausschnittsweise und zum Art der Maßnahme               Teil nur eingeschränkt wahrgenommen wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Investiv                  die Verwaltung des Landkreises ihre Vorbildfunktion weiterhin wahrnimmt. Organisatorisch           Bereits seit 2013 bezieht der Landkreis für seine Liegenschaften Ökostrom. Mit Planerisch                dem Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien leistet die Verwaltung damit einen positiven Beitrag zur Erfüllung der politischen Vorgaben der Bundes- und Landesregierung. Zeithorizont Das Landratsamt soll bis zum Jahr 2030 die unmittelbare Kreisverwaltung kurzfristig               klimaneutral organisieren, soweit dies machbar, finanzierbar und wirtschaftlich ist. mittelfristig             Die Klimaneutralität soll in erster Linie durch die Einsparung von Energie, die langfristig               effizient Bereitstellung, Umwandlung, nutzung und Speicherung von Energie sowie mehrmalig                 die Erzeugung von erneuerbaren Energien erreicht werden Kosten                         Da diese Maßnahme als richtungsweisend für das weitere Engagement des Saale- Holzland-Kreises in Richtung einer nachhaltigen Energiepolitik angesehen wird, Personal: mittel               kann sie auch eine große Breitenwirkung haben. Die Selbstverpflichtung des Sachmittel: niedrig            Landkreises zur weiteren Nutzung von Ökostrom ist ein deutliches Zeichen der lokalen Politik und soll daher auch längerfristig in Angriff genommen werden. Finanzierungsmöglichkeiten     Zielstellung: • Prüfung des Strombezuges der gesamten Verwaltung auf nachhaltige Kommunaler Haushalt                 Stromprodukte • Nutzung der lokal zur Verfügung stehenden Ressourcen im Bereich der Strom- Direktvermarktung/ Eigenstromnutzung (PV-Anlagen, Biogasanlagen, Windenergie) • Die Liegenschaften (Gebäude) des Landkreises werden bis zum Jahr 2030 zu 100 % mit regional erzeugtem, erneuerbarem Strom versorgt. Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                    Synergien Amt für Gebäude- und           Kreisverwaltung                               Regionale Wertschöpfung Liegenschaftsmanagement Erwarteter Effekt • Vorbildwirkung für die Bürger des SHK, aber auch für andere Kommunen bzw. kommunale Verwaltungen • Beibehaltung der Senkung der CO2-Emissionen durch die Nutzung von Ökostrom • günstiger Strombezug Konflikte/Hemmnisse • es sind kaum Konflikte zu erwarten • Vorbehalte gegenüber der Vertrauenswürdigkeit von Ökostrom und Ökostromlabels Meilensteine/Erfolgsmessung • Ausschreibung Ökostrom • Fortführung eines Stromliefervertrages mit Ökostromanbieter Seite 116
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Handlungsfeld                  Wie wollen wir unsere Mobilität zukünftig organisieren? Substitution Elektromobilität Der Bund und das Land Thüringen setzen aktuell verstärkt auf die Förderung von Art der Maßnahme               Elektromobilität für den Individualverkehr. Die Herausforderungen des Henne-Ei- Investiv                  Problems, was kommt zuerst „E-Auto oder Ladestation“ muss bewältigt werden, Organisatorisch           denn beides muss parallel wachsen. Planerisch Der Landkreis wird sich folgendermaßen beteiligen:  schrittweise Umstellung der Fahrzeug-Flotte der Verwaltungen auf Elektroantrieb Zeithorizont                   Eine erste Grobanalyse der Flotte des LRA ergab ein Potential bei speziellen Fahrzeugen, hier sollen detaillierter die Fahrstrecken, der Einsatz und die kurzfristig               Fahrzeugklassen untersucht werden. Auch die Verwaltungen der Gemeinden mittelfristig             sollten einbezogen werden. langfristig mehrmalig                  Eruieren der Nutzungspotentiale E-Bike/ E-Lastenfahrrad auf Kurzstrecken im Behördendienst Kosten  Kreiseigene Betriebe – ÖPNV, DLB Personal: mittel Sachmittel: mittel  Arbeitsgemeinschaft „Ladestation“ – diverse Thüringer Stadtwerke (u.a. Stadtwerke Eisenberg) und die Thüringer Energie AG arbeiten gemeinsam an der Umsetzung eines einheitlichen Lade-, Betriebs- und Abrechnungssystems für Finanzierungsmöglichkeiten Thüringen, ebenso sollen optimale verkehrserzeugende Standorte eruiert und ausgebaut werden BMWI – Rahmenbedingungen und Anreize für  neue Geschäftsfelder im Bereich der Betreibung und Abrechnung von Elektrofahrzeuge & Ladestationen z.B. für regionale Stadtwerke oder Bürgerbeteiligungsinitiativen Ladeinfrastruktur möglich TMUEN – Nachhaltige Mobilität Verantwortliche Institution    Zielgruppe                                   Synergien Amt für Gebäude- und           Flottenmanagement,                           Regionale Wertschöpfung Liegenschaftsmanagement,       Landkreis, Verwaltungsgemeinschaften, Eigenbetriebe (DLB, JES)       Gemeinden (DLB, kommunale Bauhöfe etc.) Erwarteter Effekt • Umstellung der Fahrzeugflotte der Verwaltungen auf Elektroantrieb • Senkung der CO2-Emissionen für die Mobilität des Landkreises (Dienstfahrzeuge, ÖPNV) Konflikte/Hemmnisse • fehlende Ladeinfrastruktur • Standardisierung der Ladetechnik • Reichweite der Fahrzeuge • Abrechnungssysteme • Anschaffungskosten Meilensteine/Erfolgsmessung • Erhöhung der Anzahl der Ladestationen in Kooperation mit den Stadtwerken • Erprobung des ersten E-Fahrzeuges in der Fahrzeugflotte des Landkreises im Jahr 2017 • Einführung eines E-Omnibusses auf der Stadtlinie Eisenberg in Kooperation mit Jenaer Nahverkehr Seite 117
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Handlungsfeld                   Wie wollen wir unsere Mobilität zukünftig organisieren? Substitution Verstärktes Marketing für den ÖPNV Im Sinne eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes muss der ÖPNV attraktiver Art der Maßnahme                gestaltet werden, um gegenüber der Konkurrenz des Individualverkehrs gestärkt Investiv                   zu sein. Organisatorisch Planerisch                 Schon vor der Diskussionen zum Klimaschutzkonzept wurde die Frage einer attraktiven bürgerfreundlichen Gestaltung der Nahverkehrstarife als eine weitere Möglichkeit der Förderung des ÖPNV aufgegriffen. Dabei wurde auch an die Diskussion zum „kostenlosen“ oder „ticketlosen“ Nahverkehr angeknüpft. Für Zeithorizont                    derartige Vorschläge ist allerdings auf absehbare Zeit weder der finanzielle Spielraum vorhanden, noch gibt es momentan einen rechtlichen Rahmen, der die kurzfristig Einführung solcher Tarifmodelle ohne Verlust der Betriebskostenzuschüsse des mittelfristig              Landes in der Praxis ermöglichen würde. langfristig mehrmalig Die konkrete Tarifgestaltung könnte aber Gegenstand der Verhandlungen innerhalb des Verkehrsverbundes VMT sein. In einem gewissen Rahmen sind Kosten darüber hinaus Haustarife der einzelnen Nahverkehrsunternehmen möglich. Als Vorschläge hinsichtlich attraktiverer Tarife (um mehr Personen zum Umstieg vom Personal: mittel MIV auf den ÖPNV zu bewegen) sind folgende Punkte zu prüfen: Sachmittel: mittel • Erweiterung der Angebote vergleichbar dem Semesterticket für bestimmte, klar definierte Personengruppen (z.B. Schüler) Finanzierungsmöglichkeiten           • Anerkennung von Parkscheinen als Nahverkehrsticket (Park & Ride) • Ausweitung der Anerkennung von Eintrittskarten zu sportlichen oder Haushaltsmittel                          kulturellen Veranstaltungen als Nahverkehrsticket Diese Möglichkeit erfordert eine Abstimmung zwischen JNV GmbH, JES GmbH und Veranstaltern und kann (annähernd) kostenneutral realisiert werden. Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                   Synergien Kreisverwaltung,                BürgerInnen des SHK und Jena,                Energieeinsparung JES                             Besucher und Gäste Erwarteter Effekt • Erhöhung der Akzeptanz des ÖPNV und damit eine Verringerung der Verkehrsbelastung • Vermeidung von unnötigen Motorisierten Individualverkehr (MIV) • Senkung der THG-Emissionen bei einer deutlichen Verschiebung im Modal-Split zu Lasten des MIV Konflikte/Hemmnisse • Verschlechterung des Betriebsergebnisses des Nahverkehrsunternehmens, höherer jährlicher Verlustausgleich durch den Gesellschafter der JES GmbH (SHK) • Abstimmung der Tarifmaßnahmen innerhalb des Verkehrsverbundes VMT Meilensteine/Erfolgsmessung • Einbindung in das neue Mobilitätskonzept und den nächsten Nahverkehrsplan • Erfolgsmessung über SrV-Erhebung des Jahres 2018 bedingt möglich • Finanzierungskonzepte Seite 118
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Handlungsfeld                   Wie wollen wir unsere Mobilität zukünftig organisieren? Substitution Öffentlicher Individualverkehr In Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sollte der Saale- Art der Maßnahme                Holzland-Kreis für Bedarfsverkehre und den sogenannten „Öffentlichen Investiv                   Individualverkehr“ erschlossen werden. So kann eine selbstbestimmte Mobilität Organisatorisch            unabhängig vom eigenen Pkw gesichert werden. Planerisch Erste Modellprojekte in Deutschland zeigen, dass auch hinsichtlich des individuellen Verkehrs umweltfreundliche Angebote in öffentlicher oder privater Trägerschaft als Alternative zur Nutzung fossil angetriebener Fahrzeuge zu Zeithorizont                    entwickeln wären. kurzfristig Erste Initiativen zur Installation von alternativen Angeboten wie das mittelfristig              Bürgerbusmodell, Car-Sharing oder App-basierende Mitfahrbörsen sollen durch langfristig den Landkreis Unterstützung erfahren. Des weiteren soll der Landkreis mehrmalig unterstützen bei der Schaffung und Erhalt kurzer Wege für Güter des täglichen Bedarfs sowie der öffentlichen und privaten Dienstleistungen sowie der Kosten Grundversorgung, um den Verkehr zu minimieren. Dies kann auch für die angestrebte touristische Entwicklung von besonderem Interesse sein. Personal: mittel Sachmittel: niedrig Handlungsschritte: • Konzeption für ein Projekt „Öffentlicher Individualverkehr“ Finanzierungsmöglichkeiten                • Fördermittelakquise LEADER,                                   • Umsetzungsplanung TMUEN - Nachhaltige                       • Monitoring Mobilität Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                    Synergien Kreisverwaltung, JES,           BürgerInnen und Gäste des SHK                 Verstärktes Marketing für den ÖPNV, RAG Saale-Holzland e.V.                                                       Stärkung der touristische Attraktivität der Region Erwarteter Effekt • Verringerung der Verkehrsbelastung • Senkung der Treibhausgas-Emissionen • Vermeidung von unnötigen Motorisierten Individualverkehr (MIV) und Stärkung des Umweltverbundes Konflikte/Hemmnisse • Akzeptanz neuer Mobilitätskonzepte • Beteiligung • Finanzierung Meilensteine/Erfolgsmessung • Einbindung in das neue Mobilitätskonzept und den nächsten Nahverkehrsplan • Beteiligungs-, Betreibungs- und Finanzierungskonzepte • Erprobung eines ersten Bürgerbusmodells in Bereich Stadtroda Seite 119
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Handlungsfeld                   Wie wollen wir unsere Mobilität zukünftig organisieren? Substitution Fortschreibung Radverkehrskonzept Art der Maßnahme                Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes darf der individuelle Fahrradverkehr nicht außer Acht gelassen werden. Ziele: Investiv Organisatorisch              •   Behebung von Infrastrukturmängeln (Wegebeschaffenheit/ -qualität, Planerisch                       Pflegemaßnahmen & Freischnitt, Verkehrssicherung, …) •   Bedingungen zum Radfahren verbessern – Komfort & Attraktivität sowie Sicherheit (Erhöhung der Radverkehrssicherheit - Sicherheitsaudits, Zeithorizont                          Unfalldatenauswertung, Nutzerkonflikte) •   Fahrradtourismus stärken kurzfristig                  •   klare Abgrenzung Alltagsradverkehr & touristischer Radverkehr mittelfristig                •   Ausbauprogramm: Lückenschlüsse & Netzverdichtungen langfristig                  •   Schaffung einer zentralen Stelle auf Kreisebene (Ansprechpartner allg. mehrmalig                        Radverkehrsbelange, nicht touristisch, z.B. zur Beratung der Kommunen bei Bau- & Förderprojekten) Kosten ca. 25.000 € •   Abgleich von StVO-Beschilderung & touristischer Radwegweisung (Freigabe Radverkehr für L+F-Wege, Prüfung d. Zulässigkeit der Personal: mittel (bis hoch) Radwegebenutzungspflicht) Sachmittel: mittel (bis hoch) •   Behebung von Kommunikations-, Angebots- & Servicedefiziten •   Festschreibung einer Strategie zur Radverkehrsförderung mit Positionierung in Handlungsfeldern: Finanzierungsmöglichkeiten 1. Zielkonzept offen 2. Radwege an Bundes- und Landesstraßen 3. Fahrradwegweisung 4. Qualitätssicherung 5. Verknüpfung Verkehrsmittel 6. Verkehrssicherheit 7. Kommunikation 8. Weitere Themen 9. Nahmobilität Verantwortliche Institution     Zielgruppe                                  Synergien Kreisverwaltung und Thür.       BürgerInnen                                 Alltagsradverkehr, touristischer Tourismusverband Jena-Saale-                                                Radverkehr und ÖPNV Holzland e.V. Erwarteter Effekt • Erhöhung des Radverkehrsanteils im Landkreis • Senkung des motorisierten Individualverkehrs • Senkung des Bedarfs an Buslinien im SHK Konflikte/Hemmnisse • Kosten und fehlendes Personal zur Bearbeitung Meilensteine/Erfolgsmessung • Konzeption inkl. Strategien und Maßnahmen • Verringerung des motorisierten Individualverkehrs Seite 120
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