amtsblatt-12-2018
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ISSN 1434-8128 G 9390
Bonn, 27. Juni 2018
Bundesnetzagentur
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
Amtsblatt 12
Inhalt
Regulierung
Vfg-Nr. Seite
Telekommunikation
72 TKG § 113f i. V. mit § 150 Abs. 13 Satz 2 TKG: „Katalog von technischen Vorkehrungen
und sonstigen Maßnahmen zur Umsetzung des Gesetzes zur Einführung einer
Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten vom 10.12.2015 (BGBl. I
S. 2218)“ (Anforderungskatalog nach § 113f TKG), Veröffentlichung der Version 1.1........ 935
73 Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die Nutzung durch Ultrabreitband-Anwendungen
(UWB).................................................................................................................................. 936
74 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 943
75 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 944
76 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 945
77 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 946
78 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 947
79 Gesetz über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt (Funkanlagengesetz
-FuAG): Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbotes eines Produktes............. 948
80 Vermittlungsdienst für gehörlose und hörgeschädigte Menschen; Bedarfsermittlung gem.
§ 45 Abs. 3 S. 2 TKG........................................................................................................... 950
Energie
81 EnWG § 29, MsbG §§ 47, 75, StromNZV § 27; Festlegungsverfahren zur weiteren
Anpassung der elektronischen Marktkommunikation an die Erfordernisse des Gesetzes
zur Digitalisierung der Energiewende („Marktkommunikation 2020“ – „MaKo 2020“) –
Öffentliche Konsultation....................................................................................................... 995
82 Art. 4 Abs. 12 i. V. m. Art. 31 VO (EU) 2016/1719; Genehmigung des Vorschlags der
Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) der Kapazitätsberechnungsregion CORE zur
Änderung der regionalen Ausgestaltung von langfristigen Übertragungsrechten gemäß
Art. 4 Abs. 12 i. V. m. Art. 31 der Verordnung (EU) 2016/1719 (FCA-VO).......................... 996
83 Art. 18 Abs. 1 b) VO (EU) 2017/2195; Verfahren zur Genehmigung der Modalitäten für
Bilanzkreisverantwortliche, Standardbilanzkreisvertrag Strom (BK6-18-061).................... 996
84 Art. 33 Abs. 1 VO (EU) 2017/2195; Vorschlag der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) der
internationalen Primärregelleistungs-Kooperation gemäß Art. 33 Abs. 1 der Verordnung
(EU) 2017/2195 (EB-Verordnung) für die Erstellung gemeinsamer harmonisierter
Bestimmungen und Verfahren für den Austausch und die Beschaffung von
Primärregelleistung (BK6-18-006)....................................................................................... 996
Vfg-Nr. Seite
85 Art. 34 Abs. 1 VO (EU) 2017/2195; Antrag der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) der
internationalen Primärregelleistungs-Kooperation gemäß Art. 34 Abs. 1 der Verordnung
(EU) 2017/2195 (EB-Verordnung) auf Freistellung von der Pflicht zur Einrichtung eines
grenzüberschreitenden Sekundärhandels für die Primärregelleistung (BK6-18-007)......... 996
86 Art. 57 Abs. 1 VO (EU) 2016/1719; Vorschlag aller ÜNB für eine Methode zur Verteilung
von Engpasserlösen (CID) gemäß Artikel 57 der Verordnung (EU) 2016/1719 (BK6-18-
128)..................................................................................................................................... 997
Mitteilungen
Mit-Nr. Seite
Mitteilungen
Telekommunikation
Teil A
Mitteilungen der Bundesnetzagentur
209 Art. 17 Abs. 1 der Roaming-Verordnung (EU) Nr. 531/2012 in Verbindung mit Art. 20 und
21 der Rahmenrichtlinie und § 133 TKG; Tenor des Beschlusses in dem
Streitbeilegungsverfahren aufgrund des Antrags der Transatel SA auf Verpflichtung zur
Vorlage eines Vertragsentwurfs über Großkundenroamingzugang nach Art. 3 Abs. 5 S. 2
Roaming-Verordnung.......................................................................................................... 998
210 Mitteilung und Veröffentlichung der Schnittstellenbeschreibungen durch die Betreiber
öffentlicher Telekommunikationsnetze; hier: Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH.......... 998
211 Mitteilung und Veröffentlichung der Schnittstellenbeschreibungen durch die Betreiber
öffentlicher Telekommunikationsnetze; hier: NEW Niederrhein Energie Wasser GmbH..... 998
212 Veröffentlichungen des Ausschusses für Elektronische Kommunikation (ECC) der
Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT)....... 999
213 Veröffentlichungen des Ausschusses für Elektronische Kommunikation (ECC) der
Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation.................... 999
214 Verwaltungsvorschrift für Frequenzzuteilungen für den Rundfunkdienst (VVRuFu) -
Stand: 07.06.2018............................................................................................................... 1002
Energie
Teil A
Mitteilungen der Bundesnetzagentur
215 EnWG § 118 Abs. 6; hier: Veröffentlichung eines Antrages der RWE Power AG................ 1018
216 EnWG § 118 Abs. 6; hier: Veröffentlichung eines Antrages der EnBW Energie Baden-
Württemberg AG.................................................................................................................. 1018
Amtsblatt der Bundesnetzagentur
für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
12 2018 – Regulierung, Telekommunikation – 935
Regulierung
Telekommunikation
Vfg Nr. 72/2018
TKG § 113f i. V. mit § 150 Abs. 13 Satz 2 TKG: „Katalog von
technischen Vorkehrungen und sonstigen Maßnahmen zur
Umsetzung des Gesetzes zur Einführung einer Speicherpflicht
und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten vom
10.12.2015 (BGBl. I S. 2218)“ (Anforderungskatalog nach
§ 113f TKG), Veröffentlichung der Version 1.1
Der im Amtsblatt 22/2016 veröffentlichte Anforderungskatalog nach
§ 113f TKG hat das EU-Notifizierungsverfahren gemäß der Richtli-
nie (EU) 2015/1535 des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 9. September 2015 am 19. Oktober 2016 erfolgreich durch-
laufen.
Der um den Notifizierungshinweis ergänzte Anforderungskatalog
wird auf der Internetseite der Bundesnetzagentur mit der Version
1.1 bereitgestellt: www.bundesnetzagentur.de/tku.
IS16-3, 15.06.2018
Bonn, 27. Juni 2018
Amtsblatt der Bundesnetzagentur
für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen
936 – Regulierung, Telekommunikation – 12 2018
Amtsblatt BNetzA 12/2018; Regulierung Telekommunikation
Vfg Nr. 73/2018
Vfg Nr. /2018 18_01.rtf
Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die Nutzung durch Ultrabreitband-
Anwendungen (UWB)
Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die Nutzung durch Ultrabreitband-Anwendungen
(UWB)
Auf Grund des § 55 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) werden hiermit Frequenzen für die
Nutzung durch die Allgemeinheit durch Ultrabreitband-Anwendungen zugeteilt.
Mit dieser Allgemeinzuteilung erfolgt die verpflichtende Umsetzung der Entscheidung der
Europäischen Kommission über die Gestattung der harmonisierten Funkfrequenznutzung für UWB-
Geräte in der Gemeinschaft vom 21.02.2007 (2007/131/EG), veröffentlicht im Amtsblatt der
Europäischen Union L 55, Seite 33ff vom 23.02.2007 zuletzt geändert durch den
Durchführungsbeschluss vom 04.08.2017 (2017/1438/EU), veröffentlicht im Amtsblatt der
Europäischen Union L 205, Seite 89ff vom 08.08.2017, in Deutschland.
Die Amtsblattverfügung 37/2016, „Allgemeinzuteilung von Frequenzen für die Nutzung durch
Ultraweitband-Anwendungen (UWB)“, veröffentlicht im Amtsblatt der Bundesnetzagentur für
Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) Nr. 15/2016 vom 10.08.2016,
Seite 1764, wird aufgehoben.
1. Frequenznutzungsparameter:
1.1 Allgemeine UWB-Nutzung
Frequenzbereich Maximale mittlere Maximale Spitzenleistung
in GHz spektrale Leistungsdichte bezogen auf 50 MHz
dBm/MHz dBm
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,6 -90 -50
1,6 < f ≤ 2,7 -85 -45
2,7 < f ≤ 3,1 -70 -36
3,1 < f ≤ 3,4 -70 -36
oder oder
-41, 3 mit LDC(1) oder DAA(2) 0
3,4 < f ≤ 3,8 -80 -40
oder oder
-41, 3 mit LDC(1) oder DAA(2) 0
3,8 < f ≤ 4,8 -70 -30
oder oder
-41, 3 mit LDC(1) oder DAA(2) 0
4,8 < f ≤ 6,0 -70 -30
6,0 < f ≤ 8,5 -41,3 0
8,5 < f ≤ 9 -65 -25
oder oder
-41,3 mit DAA(2) 0
9 < f ≤ 10,6 -65 -25
f > 10,6 -85 -45
(1) Im Frequenzband 3,1-4,8 GHz. Die Störungsminderungstechnik zur Begrenzung des
Sendezeitanteils (Low-Duty-Cycle, LDC) und deren Grenzwerte werden in der ETSI-Norm EN 302
065-1 festgelegt.
(2) In den Frequenzbändern 3,1-4,8 GHz und 8,5-9 GHz. Die Störungsminderungstechnik zur
Feststellung und Vermeidung benutzter Frequenzen (Detect-And-Avoid, DAA) und deren
Grenzwerte werden in der ETSI-Norm EN 302 065-1 festgelegt.
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12 2018 – Regulierung, Telekommunikation – 937
Im Frequenzbereich 3,1 < f ≤ 3,4 GHz ist unter Verwendung der Störungsminderungstechnik „LDC“ zu
beachten, dass eine Erhöhung auf -41,3 dBm/MHz (EIRP) in den Schutzzonen als Kreise mit einem
Durchmesser von 10 km um die Koordinaten (WGS 84 C Bezugssystem) gemäß Tabelle 1 nicht
zulässig ist.
Damit wird der Schutz der bevorrechtigten Funkanwendungen innerhalb des nichtnavigatorischen
Ortungsfunkdiensts in diesem Frequenzbereich sichergestellt.
Tabelle 1
Geografische Breite Nord Geografische Länge Ost Bezugssystem
51° 39’ 37’’ 9° 12’ 51’’
54° 27’ 00’’ 9° 39’ 38’’
53° 28’ 30’’ 7° 39’ 56’’
53° 31’ 00’’ 13° 25’ 59’’
51° 37’ 15’’ 14° 34’ 33’’
50° 17’ 13’’ 11° 38’ 45’’
54° 00’ 31’’ 11° 06’ 39’’
49° 44’ 20’’ 7° 05’ 29’’
50° 58’ 43’’ 8° 16’ 19’’
WGS 84 C
48° 26’ 34’’ 11° 43’ 14’’
50° 56’ 29’’ 12° 23’ 52’’
49° 07’ 17’’ 13° 08’ 10’’
49° 32’ 03’’ 9° 48’ 05’’
51° 41’ 08’’ 6° 22’ 12’’
48° 11’ 38’’ 8° 56’ 44’’
54° 40’ 56’’ 13° 23’ 13’’
52° 29’ 27’’ 13° 23’ 57’’
53° 00’ 10’’ 9° 38’ 11’’
1.2 Ortsverfolgungssysteme Typ 1 (LT1)
Ortsverfolgungssysteme dienen der allgemeinen Ortsverfolgung von Menschen und Gegenständen.
Frequenzbereich Maximale mittlere Maximale Spitzenleistung
in GHz spektrale Leistungsdichte bezogen auf 50 MHz
dBm/MHz dBm
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,6 -90 -50
1,6 < f ≤ 2,7 -85 -45
2,7 < f ≤ 3,4 -70 -36
3,4 < f ≤ 3,8 -80 -40
3,8 < f ≤ 6 -70 -30
6 < f ≤ 8,5 -41,3 0
8,5 < f ≤ 9 -65 -25
oder oder
-41,3 mit DAA(1) 0
9 < f ≤ 10,6 -65 -25
f > 10,6 -85 -45
(1) Die Störungsminderungstechnik zur Feststellung und Vermeidung benutzter Frequenzen (Detect-
And-Avoid, DAA) und deren Grenzwerte werden in der ETSI-Norm EN 302 065-2 festgelegt.
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938 – Regulierung, Telekommunikation – 12 2018
1.3 In Kraft(5)- und Schienenfahrzeugen(6) angebrachte UWB-Geräte
Frequenzbereich Maximale mittlere Maximale Spitzenleistung
in GHz spektrale Leistungsdichte bezogen auf 50 MHz
dBm/MHz dBm
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,6 -90 -50
1,6 < f ≤ 2,7 -85 -45
2,7 < f ≤ 3,1 -70 -36
3,1 < f ≤ 3,4 -70 -36
oder oder
-41,3 mit LDC(1) + e.l.(4) ≤0
oder oder
-41,3 mit TPC(3) + DAA(2) + e.l.(4) ≤0
3,4 < f ≤ 3,8 -80 -40
oder oder
-41,3 mit LDC(1) + e.l.(4) ≤0
oder oder
-41,3 mit TPC(3) + DAA(2) + e.l.(4) ≤0
3,8 < f ≤ 4,8 -70 -30
oder oder
-41,3 mit LDC(1) + e.l.(4) ≤0
oder oder
-41,3 mit TPC(3) + DAA(2) + e.l.(4) ≤0
4,8 < f ≤ 6,0 -70 -30
6,0 < f ≤ 8,5 -53,3 -13,3
oder oder
-41,3 mit LDC(1) + e.l.(4) ≤0
oder oder
-41,3 mit TPC(3) + e.l.(4) ≤0
8,5 < f ≤ 9 -65 -25
oder oder
-41,3 mit TPC(3) + DAA(2) + e.l.(4) ≤0
9 < f ≤ 10,6 -65 -25
f > 10,6 -85 -45
(1) Die Störungsminderungstechnik zur Begrenzung des Sendezeitanteils (Low-Duty-Cycle, LDC) und
deren Grenzwerte sind in der ETSI-Norm EN 302 065-3 festgelegt.
(2) Die Störungsminderungstechnik zur Feststellung und Vermeidung benutzter Frequenzen (Detect-
And-Avoid, DAA) und deren Grenzwerte sind in der ETSI-Norm EN 302 065-3 festgelegt.
(3) Die Störungsminderungstechnik zur Sendeleistungsregelung (Transmit-Power-Control, TPC) und
ihre Grenzwerte sind in der ETSI-Norm EN 302 065-3 festgelegt.
(4) Eine Begrenzung außerhalb des Fahrzeugs (e.l.) ≤ -53,3 dBm/MHz ist erforderlich. Die
Begrenzung außerhalb (exterior limit) ist in der ETSI-Norm EN 302 065-3 definiert.
(5) Kraftfahrzeug ist jedes Fahrzeug im Sinne der Richtlinie 70/156/EWG des Europäischen Rates.
(6) Schienenfahrzeug ist jedes Fahrzeug im Sinne der Verordnung (EG) Br. 91/2003 des
Europäischen Parlaments und Rates.
Im Frequenzbereich 3,1 < f ≤ 3,4 GHz ist unter Verwendung der Störungsminderungstechnik „LDC“ zu
beachten, dass eine Erhöhung auf -41,3 dBm/MHz (EIRP) in den Schutzzonen als Kreise mit einem
Durchmesser von 10 km um die Koordinaten gemäß Tabelle 1 nicht zulässig ist.
Damit wird der Schutz der bevorrechtigten Funkanwendungen innerhalb des nichtnavigatorischen
Ortungsfunkdiensts in diesem Frequenzbereich sichergestellt.
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12 2018 – Regulierung, Telekommunikation – 939
1.4 UWB-Systeme an Bord von Flugzeugen
Die Nutzung ist ausschließlich zum Zwecke der flugzeuginternen Kommunikation erlaubt.
Frequenzbereich in Maximale mittlere Maximale Anforderungen an
GHz spektrale Spitzenleistung Störungsminderungstechniken
Leistungsdichte bezogen auf 50
MHz
dBm/MHz dBm
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,6 -90 -50
1,6 < f ≤ 2,7 -85 -45
2,7 < f ≤ 3,4 -70 -36
3,4 < f ≤ 3,8 -80 -40
3,8 < f ≤ 6 -70 -30
6 < f ≤ 6,650 -41,3 0
6,650 < f ≤ 6,6752 -62,3 -21 Eine Dämpfung von 21 dB sollte
eingerichtet werden, um ein Niveau
von -62,3 dBm/MHz(1) zu erreichen
6,6752 < f ≤ 8,5 -41,3 0 7,25-7,75 GHz (FSS- und MetSat-
Schutz (7,45-7,55 GHz))(1), (2)
7,75-7,9 GHz (MetSat-Schutz)(1), (3)
8,5 < f ≤ 10,6 -65 -25
f > 10,6 -85 -45
(1) Andere Störungsminderungstechniken, die einen gleichwertigen Schutz bieten, z.B. abgeschirmte
Kabinenfenster, sind möglich.
(2) Schutz für 7,25-7,75 GHz (fester Funkdienst über Satelliten (FSS)) und 7,45-7,55 GHz
(Wetterfunkdienst über Satelliten): -51,3 - 20*log10(10 [km]/x[km])(dBm/MHz) für Höhen ab 1000 m
über dem Boden; dabei ist x die Höhe des Flugzeugs über dem Boden in Kilometern; -71,3
dBm/MHz für Höhen bis 1000 m über dem Boden.
(3) Schutz für 7,75-7,9 GHz (Wetterfunkdienst über Satelliten): -44,3 - 20*log10(10 [km]/x
[km])(dBm/MHz) für Höhen ab 1000 m über dem Boden; dabei ist x die Höhe des Flugzeugs über
dem Boden in Kilometern; -64,3 dBm/MHz für Höhen bis 1000 m über dem Boden.
1.5 UWB-Materialerkennungsgeräte
1.5.1 Materialerkennungsgeräte
Materialerkennungsgeräte müssen folgende Anforderungen erfüllen:
• Ortsfeste Anlage (Anwendung A)
o Der Sender muss sich abschalten, wenn die Maschine nicht läuft („Funktionssensor“).
o Der Sender verwendet TPC mit einem Dynamikbereich von 10 dB entsprechend der Norm
EN 302 065-4 für Ultraweitband Materialerkennungsgeräte im Frequenzbereich
unte3rhalb von 10,6 GHZ (Objektunterscheidung und Objektcharakterisierung).
o Der Sender ist an einer festen Anlage angebracht.
• Nicht ortsfeste Anlage (Anwendung B)
o Sendebetrieb nur manuell mit nicht feststellbarem Einschalter (z.B. mit Sensor für die
Hand des Bedieners) und in Kontakt oder unmittelbarer Nähe zum untersuchten
Werkstoff; die Aussendungen müssen direkt auf das Objekt gerichtet sein (z.B. mit einem
Entfernungssensor gemessen oder durch mechanische Auslegung erzwungen).
o Der Sender muss sich abschalten, wenn die Maschine nicht läuft („Funktionssensor“).
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940 – Regulierung, Telekommunikation – 12 2018
Die mit nachfolgender Tabelle erlaubten Grenzwerte dürfen keinesfalls überschritten werden. Die
Einhaltung der aufgeführten Grenzwerte für nicht ortsfeste Anlagen (Anwendung B) muss mit dem
Gerät an einer repräsentativen Struktur des untersuchten Werkstoffs gewährleistet werden (z.B. an
einer repräsentativen Wand gemäß der ETSI-Norm EN 302 065-4).
Ortsfeste Anlagen (Anwendung A) Nicht ortsfeste Anlagen
Frequenzbereich Maximale mittlere Maximale mittlere (Anwendung B)
in GHz spektrale Leistungsdichte spektrale
Leistungsdichte in der Maximale mittlere spektrale
Horizontalebene Leistungsdichte
(Neigung -20° bis 30°)
dBm/MHz dBm/MHz
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,73 -85 -85
1,73 < f ≤ 2,2 -65 -70 -70
2,2 < f ≤ 2,5 -50 -50
2,5 < f ≤ 2,69 -65(1) -70 -65(1), (2)
2,69 < f ≤ 2,7 -55 -75 -70(3)
2,7 < f ≤ 2,9 -50 -70 -70
2,9 < f ≤ 3,4 -50 -70 -70(1)
3,4 < f ≤ 3,8 -50 -70 -50(2), (3)
3,8 < f ≤ 4,8 -50 -50
4,8 < f ≤ 5 -55 -75 -55(2), (3)
5 < f ≤ 5,25 -50 -50
5,25 < f ≤ 5,35 -50 -60 -60
5,35 < f ≤ 5,6 -50 -50
5,6 < f ≤ 5,65 -50 -65 -65
5,65 < f ≤ 5,725 -50 -60 -60
5,725 < f ≤ 8,5 -50 -50
8,5 < f ≤ 10,6 -65 -65
f > 10,6 -85 -85
Die Spitzenleistung (in dBm), gemessen in einer Bandbreite von 50 MHz, muss geringer sein als der
Grenzwert, der sich durch Hinzufügen eines Umwandlungswertes (25 dB) zur maximalen mittleren
spektralen Leistungsdichte (in dBm/MHz) ergibt.
(1) Geräte, die einen LBT-Mechanismus (Listen-Before-Talk) entsprechend der harmonisierten Norm
EN 302 065-4 verwenden, dürfen in den Frequenzbereichen 2,5-2,69 GHz und 2,9-3,4 GHz mit
einer maximalen mittleren spektralen Leistungsdichte von -50 dBm/MHz betrieben werden.
(2) Zum Schutz der Funkdienste müssen nicht ortsfeste Anlagen (Anwendung B) folgende
Anforderungen bezüglich der insgesamt abgestrahlten spektralen Leistungsdichte einhalten:
a) In den Frequenzbereichen 2,5-2,69 GHz und 4,8-5 GHz muss die insgesamt abgestrahlte
spektrale Leistungsdichte 10 dB unter der maximalen mittleren spektralen Leistungsdichte
liegen.
b) Im Frequenzbereich 3,4-3,8 GHz muss die insgesamt abgestrahlte spektrale
Leistungsdichte 5 dB unter der maximalen mittleren spektralen Leistungsdichte liegen.
(3) Begrenzung des Sendezeitanteils auf 10% pro Sekunde.
1.5.2 Geräte zur Baumaterialanalyse (BMA)
Baumaterialanalyse (BMA) ist die Verwendung eines Sensors zur Aufnahme von Feldveränderungen,
durch den Objekte innerhalb einer Gebäudestruktur geortet werden oder durch den die physikalischen
Eigenschaften eines Baumaterials bestimmt werden können.
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12 2018 – Regulierung, Telekommunikation – 941
Die Geräte zur Baumaterialanalyse müssen folgende Anforderungen erfüllen:
a) Sendebetrieb nur manuell mit nicht feststellbarem Einschalter und in Kontakt oder
unmittelbarer Nähe zum untersuchten Werkstoff; die Aussendungen müssen direkt auf
das Objekt gerichtet sein.
b) Der BMA-Sender muss sich spätestens 10 Sekunden nach der letzten Bewegung
abschalten.
c) Die insgesamt abgestrahlte spektrale Leistungsdichte muss 5 dB unter den in folgender
Tabelle aufgeführten Grenzwerten der maximalen mittleren spektralen Leistungsdichte
liegen.
Die mit nachfolgender Tabelle erlaubten Grenzwerte dürfen keinesfalls überschritten werden. Die
Einhaltung der aufgeführten Grenzwerte muss mit dem Gerät an einer repräsentativen Struktur des
untersuchten Werkstoffs gewährleistet werden (z.B. an einer repräsentativen Wand gemäß der ETSI-
Norm EN 302 065-4).
Frequenzbereich in GHz Maximale mittlere spektrale Maximale Spitzenleistung
Leistungsdichte bezogen auf 50 MHz
dBm/MHz dBm
(EIRP) (EIRP)
f ≤ 1,73 -85(1) -45
1,73 < f ≤ 2,2 -65 -25
2,2 < f ≤ 2,5 -50 -10
2,5 < f ≤ 2,69 -65(1) -25
2,69 < f ≤ 2,7 -55(2) -15
2,7 < f ≤ 3,4 -70(1) -30
3,4 < f ≤ 4,8 -50 -10
4,8 < f ≤ 5 -55(2) -15
5 < f ≤ 8,5 -50 -10
f > 8,5 -85 -45
(1) Geräte, die einen LBT-Mechanismus (Listen-Before-Talk) entsprechend der harmonisierten Norm
EN 302 065-4 verwenden, dürfen im Frequenzbereich 1,215-1,73 GHz mit einer maximalen
mittleren spektralen Leistungsdichte von -70 dBm/MHz und in den Frequenzbereichen 2,5-2,69
GHz und 2,7-3,4 GHz mit einer maximalen mittleren spektralen Leistungsdichte von -50 dBm/MHz
betrieben werden.
(2) Zum Schutz der Frequenzbänder des Radioastronomiefunkdienstes (RAS), 2,69-2,7 GHz und 4,8-
5 GHz, muss die insgesamt abgestrahlte spektrale Leistungsdichte geringer als -65 dBm/MHz
sein.
2. Bestimmungen zur Vermeidung von Störungen bei anderen Funkanwendungen
UWB-Geräte dürfen bei Benutzung im Außenbereich nicht an einer festen Anlage, einer festen
Infrastruktur oder einer festen Außenantenne angebracht sein.
3. Befristung
Diese Allgemeinzuteilung von Frequenzen ist bis zum 31.12.2028 befristet.
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942 – Regulierung, Telekommunikation – 12 2018
Hinweise:
1. Die oben genannten Frequenzbereiche werden auch für andere Funkanwendungen genutzt.
Die Bundesnetzagentur übernimmt keine Gewähr für eine Mindestqualität oder
Störungsfreiheit des Funkverkehrs. Es besteht kein Schutz vor Beeinträchtigungen durch
andere bestimmungsgemäße Frequenznutzungen. Insbesondere sind bei gemeinschaftlicher
Frequenznutzung gegenseitige Beeinträchtigungen nicht auszuschließen und hinzunehmen.
2. Eine Nutzung zugeteilter Frequenzen darf nur mit Funkanlagen erfolgen, die für den Betrieb in
der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen bzw. gekennzeichnet sind (§ 60 Abs. 1 S. 3
TKG).
3. Diese Frequenzzuteilung berührt nicht rechtliche Verpflichtungen, die sich für die
Frequenznutzer aus anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften, auch
telekommunikationsrechtlicher Art, oder Verpflichtungen privatrechtlicher Art ergeben. Dies gilt
insbesondere für Genehmigungs- oder Erlaubnisvorbehalte (z.B. baurechtlicher oder
umweltrechtlicher Art).
4. Der Frequenznutzer ist für die Einhaltung der Zuteilungsbestimmungen und für die Folgen von
Verstößen, z. B. Abhilfemaßnahmen und Ordnungswidrigkeiten, verantwortlich.
5. Beim Auftreten von Störungen sowie im Rahmen technischer Überprüfungen werden die
Parameter der europäisch harmonisierten Normen in den jeweiligen Abschnitten der Zuteilung
zu Grunde gelegt. Hinweise zu Messvorschriften und Testmethoden, die zur Überprüfung der
o. g. Parameter beachtet werden müssen, sind ebenfalls diesen Normen zu entnehmen.
6. Der Bundesnetzagentur sind gemäß § 64 TKG auf Anfrage alle zur Sicherstellung einer
effizienten und störungsfreien Frequenznutzung erforderlichen Auskünfte über das Funknetz,
die Funkanlagen und den Funkbetrieb, insbesondere Ablauf und Umfang des Funkverkehrs,
zu erteilen. Erforderliche Unterlagen sind bereitzustellen.
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Bonn, 27. Juni 2018