Microsoft Word - Mü-8004 20070201 EBA Sg 2246 internes Exemplar.doc
This document is part of the request ”Technische Grundsätze für die Zulassung von Sicherungsanlagen (Mü 8004)”.
Eisenbahn-Bundesamt Mü 8004 Technische Anforderungen an Sicherungsanlagen der Elektronik Ablaufstrukturen Teil 42 530 1 Ausgabe: 01.02.2007 Ersetzt: 42 530 vom 01.12.1988 Anzahl der Seiten: 6 Die Technischen Grundsätze dienen der Zusammenarbeit von Industrie, Eisenbahnen des Bundes und Eisenbahn-Bundesamt beim Aufstellen und Prüfen von Sicherheitsnachweisen als Voraussetzung für die Typzulassung von Sicherungsanlagen. Über die Gültigkeit dieses Teils gibt das In- haltsverzeichnis (Teil 00 001) Auskunft. (1) Erlaubte Grundstrukturen Es sind nur die Grundstrukturen − Reihung − Auswahl − Wiederholung einschließlich der entsprechenden Modifikationen zugelassen (Bilder 1 bis 3). (2) Grafische Darstellung Zur grafischen Darstellung der Grundstrukturen in den Struktogrammen sind die Sinnbilder nach Spalte 2 der Bilder 1 bis 3 zu verwenden. Geringfügige Abweichungen bei maschinenerstellter Darstellung sind nach Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt zulässig. (3) Lage der Grundstrukturen zueinander Eine Grundstruktur muss entweder vollständig in einer anderen Grundstruktur enthalten sein oder sich außerhalb von ihr befinden. (4) Zusammenhang Struktogramm - dynamischer. Ablauf Die Reihenfolge der Grundstrukturen im Struktogramm muss mit ihrem dynamischen Ablauf übereinstimmen. (5) Größe des Struktogramms Ein Struktogramm sollte die Größe einer DIN A4-Seite bzw. einer Druckerseite nicht überschreiten. Dabei ist die Zahl der Grundstrukturen so zu beschränken, dass in ihren Symbolen noch ausreichend Platz für erläuternden Text in gebräuchlicher Schriftgröße bleibt. Falls erforderlich, sind logisch zusammenhängende Teile auf getrennten Blättern in Form weiterer Struktogramme aufzulösen. Das Beispiel eines Struktogrammes zeigt Bild 4. 1 Die Übernahme als inhaltlich unveränderter „Weißdruck“ erfolgte auf Grund der lange abgelaufenen Frist für die Abgabe von Änderungsvorschlägen (siehe Teil 00 020, Regel (3)). EBA Sg 226 internes Exemplar - 226 EBA
42 530 vom 01.02.2007 2 Mü 8004 226 EBA – EBA Sg 226 internes Exemplar
Mü 8004 3 42 530 vom 01.02.2007 EBA Sg 226 internes Exemplar - 226 EBA
42 530 vom 01.02.2007 4 Mü 8004 226 EBA – EBA Sg 226 internes Exemplar
Mü 8004 5 42 530 vom 01.02.2007 EBA Sg 226 internes Exemplar - 226 EBA
42 530 vom 01.02.2007 6 Mü 8004 KOMBE Kommandobearbeitung 3.2 Statuswort lesen wiederhole bis neue Eingabe vorliegt Kommandowort aus Eingaberegister holen nein Kanalnummer zutreffend ? ja "falsche Listenzeiger auf Listenanfang stellen Kanal- nummer" Listenelementezähler auf Anzahl der Elemente setzen in Aus- gabebe- reich Merker auf "Falsches Kommando" setzen wiederhole, solange Liste nicht vollständig durchsucht (Zähler = 0) eingegebenes Kommando mit dem aus Liste vergleichen AUSG nein eingegebenes Kommando in Liste ? ja Meldung ausgeben ./. Merker auf "gültiges Kommando" setzen Abbruch, wenn gültiges Kommando Listenzeiger auf nächstes Element vorrücken Listenelementezähler um eins erniedrigen nein gültiges Kommando eingegeben ? ja "Kommando aus Zählerstand Nummer der Kommandoroutine ermitteln unzulässig" in Ausgabe- bereich 1 Kommando - Nr. 3.2.2 2 3.2.1 3.2.3 3 GRUSTE 3.2.4 4 AUSG WEISCHA 3.2.5 Grundstellung Meldung NEUGESCH weiterschalten ausgeben VERZ neue Geschwindig- keit einstellen Verzögerung Bild 4: Beispiel für ein Struktogramm 226 EBA – EBA Sg 226 internes Exemplar
Eisenbahn-Bundesamt Mü 8004 Technische Anforderungen an Sicherungsanlagen der Elektronik Programmbaustein Teil 42 540 1 Ausgabe: 01.12.1988 Ersetzt: 42 540E vom 01.05.1988 Anzahl der Seiten: 3 Die Technischen Grundsätze dienen der Zusammenarbeit von Industrie, Eisenbahnen des Bundes und Eisenbahn-Bundesamt beim Aufstellen und Prüfen von Sicherheitsnachweisen als Voraussetzung für die Typzulassung von Sicherungsanlagen. Über die Gültigkeit dieses Teils gibt das In- haltsverzeichnis (Teil 00 001) Auskunft. (1) Aufbau Programmbausteine sind so aufzubauen, dass sie eine überschaubare, in sich abgeschlossene Teilfunktion der Ge- samtfunktion erfüllen. Problembezogene, abgeschlossene Teilfunktionen ergeben sich bei der Zerlegung der Gesamtfunktion (Teil 42 510, Regeln (3) und (4) und Bild 1). Darüber hinaus kann es Programmbausteine geben, die rein programmtechnische Funktionen erfüllen (z. B. Initialisierung, Programmverwaltung). (2) Grafische Darstellung Jeder Baustein ist nach den Regeln des Teils 42 530 als Struktogramm darzustellen. (3) Detaillierungsgrad Der Detaillierungsgrad des Struktogramms muss so sein, dass in ihm die Grundstrukturen Auswahl und Wiederho- lung in Übereinstimmung mit dem Programmprotokoll vollständig vorhanden sind. Dem einzelnen Verarbeitungs- schritt einer Reihung sollen in der Regel nicht mehr als 5 elementare Anweisungen in der verwendeten Programmier- sprache entsprechen. (4) Zahl der Anweisungen Die Zahl der elementaren Anweisungen in der verwendeten Programmiersprache soll je Baustein im Mittel (über alle Bausteine des Programmsystems) nicht mehr als 100 betragen. Der Wert von 200 darf nur überschritten werden, wenn die Übersichtlichkeit des Bausteins gewahrt ist. (5) Zahl der Ein- und Ausgänge Ein Baustein darf nur einen Eingang und einen Ausgang besitzen. Ein zusätzlicher Fehlerausgang ist nur dann zu- lässig, wenn der auftretende Fehler zu einem unmittelbaren Abbruch der Verarbeitung führen muss. (6) Austausch von Parametern Bausteine dürfen Parameter nur über im einzelnen Anwendungsfall festzulegende Schnittstellen austauschen. Diese Schnittstellen sind einfach und übersichtlich zu halten. Die Art der Parameterübergabe zwischen Bausteinen ein und desselben Programmsystems sollte einheitlich sein. (7) Testbarkeit Ein Baustein muss für sich alleine, ohne Kopplung an andere Bausteine, testbar sein. 1 Die Übernahme als inhaltlich unveränderter „Weißdruck“ erfolgte auf Grund der lange abgelaufenen Frist für die Abgabe von Änderungsvorschlägen (siehe Teil 00 020, Regel (3)). EBA Sg 226 internes Exemplar - 226 EBA
42 540 vom 01.12.1988 2 Mü 8004 (8) Bausteinbeschreibung Jeder Baustein ist ausführlich, eindeutig und übersichtlich zu beschreiben. Zu der Beschreibung, dessen Schema Bild 1 zeigt, gehören auch das Struktogramm und das Programmprotokoll. 226 EBA – EBA Sg 226 internes Exemplar
Mü 8004 3 42 540 vom 01.12.1988 Beschreibungspunkt Erläuterung Name der übergeordneten Einrichtung, zu der das Programm bzw. der Programmbau- System: stein gehört mnemotechnische Abkürzung sowie Kurzbeschreibung, aus der die Funktion hervor- Name: geht (aus Funktionsübersicht, falls dort vorhanden) dezimal klassifizierte Zahl, aus der die Stellung in der Hierarchie hervorgeht (aus Nummer: Funktionsübersicht, falls dort vorhanden) Typ: z. B. Programm, Baustein, Makro, Unterprogramm, zentral, lokal aufrufende Bausteine: mnemotechnische Abkürzung der Bausteine, die den betrachteten Baustein benötigen mnemotechnische Abkürzung der Bausteine, die von dem betrachteten Baustein benö- aufgerufene Bausteine: tigt werden Name und Bedeutung der Variablen sowie Art der Übergabe (z. B. in Registern, über Format und Übergabe der Adressen) an den Baustein; erforderlichenfalls genauere Beschreibung auf weiterem Eingangsparameter: Blatt Format und Übergabe der Name und Bedeutung der Variablen sowie Art der Rückgabe durch den Baustein; Ausgangsparameter: erforderlichenfalls genauere Beschreibung auf weiterem Blatt Name und Bedeutung der Datenbereiche (Felder, Dateien), aus denen gelesen wird; Lesen aus: erforderlichenfalls genauere Beschreibung auf weiterem Blatt Name und Bedeutung der Datenbereiche, in die geschrieben wird; erforderlichenfalls Schreiben in: genauere Beschreibung auf weiterem Blatt Daten von: periphere Einrichtung, von der Daten geholt werden Daten an: periphere Einrichtung, an die Daten ausgegeben werden Name und Bedeutung der unveränderlichen Daten, die nur von dem betrachteten lokale Konstanten: Baustein benutzt werden (z. B. Masken, Zahl π ) gemeinsam benutzte Register, mit deren unverändertem Inhalt nach Durchlaufen des geänderte Register: Bausteins nicht zu rechnen ist Anzahl der Speicherworte, die der Baustein belegt; falls benutzt, ist auch der max. Speicherbedarf: Kellerspeicherbedarf anzugeben Laufzeit min: Angabe nur, wenn Laufzeit für die Funktion wesentlich Laufzeit max: Angabe nur, wenn Laufzeit für die Funktion wesentlich Unterbrechbarkeit: Angabe, ob immer, zeitweise (wie lange) oder nicht unterbrechbar; mit Begründung reentrantfähig: nein, ja mit welchen Maßnahmen z. B. mit Worten, durch Entscheidungstabellen, Angabe des verwendeten Algorithmus, Funktionsbeschreibung: bei mathematischen Verfahren Angabe der Genauigkeitsgrenzen, Fehlerbehandlung Tabelle 1: Schema einer Programm- bzw. Bausteinbeschreibung EBA Sg 226 internes Exemplar - 226 EBA