Briefe von Kronprinz Wilhelm an Hitler

Blog-Post „Der braune Adel und die Nazis: Wir veröffentlichen die Briefe von Kronprinz Wilhelm an Hitler“

Potsdam, den 17. März 1939

Lieber Herr Reichsminister!

Würden Sie bitte die grosse Freundlichkeit haben, dem Führer und Reichskanzler meine Gefühle der Bewunderung und meine aufrichtigen Glückwünsche zu der soeben vollzogenen Angliederung von Böhmen und Mähren, in einer Ihnen geeignet erscheinenden Form, zum Ausdruck zu bringen.
Heil Hitler! Heil Deutschland!
Mit den herzlichsten Grüssen
Ihr
Wilhelm

An Herrn Reichsminister Dr. Lammers, Chef der Reichskanzlei - Berlin
1.) Der Führer hat Kenntnis.
2.) Herrn pers. Referenten erg.
Ich bitte um Entwurf eines 
entsprechenden von mir zu
zeichnenden Antwortschreibens.
Berlin, den 25. März 1939
Der Reichskanzler und Chef der Reichskanzlei
Berlin, den 30. März 1939

1.) An Seine Kaiserliche Hoheit Kronprinz Wilhelm von Preußen

Potsdam

Euer Kaiserliche Hoheit!
Sehr gern habe ich mich zum Mittler der Empfindungen und Wünsche gemacht, die Euer Kaiserliche Hoheit anläßlich der Angliederung von Böhmen und Mähren dem Führer zum Ausdruck zu bringen wünschten.
Der Führer hat mich beauftragt, Euer Kaiserlichen Hoheit seinen verbindlichsten Dank für das Gedenken und die guten Wünsche auszurichten.
Mit Heil Hitler habe ich die Ehre zu sein
Euer Kaiserlichen Hoheit ehrerbietigster
Potsdam, Cecilienhof, den 28. April 1939

Lieber Herr Reichsminister!
Bitte seien Sie so freundlich und übergeben Sie anliegenden Brief dem Führer und Reichskanzler.- Es war mir ein inneres Bedürfnis, meine Gefühle in Form dieses Briefes dem Führer zum Ausdruck zu bringen.-
Mit herzlichem Deutschen Gruss
Ihr Wilhelm
Mein Wunsch war es, wie Ihnen durch Generaloberst von Brauchitsch wohl gemeldet sein wird, in dieser so ernsten und schweren Zeit ebenso wie meine Söhne an militärischer Stelle verwandt zu werden. Der Wunsch ist mir bisher versagt geblieben.
Mit meinen nochmaligen Wünschen 
in alter Gesinnung 
Ihr
Wilhelm
Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei
z.Zt. Führer-Hauptquartier den 21. Sept. 1939

1.) Reichsdiensttelegramm:
An Seine Kaiserliche Hoheit Kronprinz Wilhelm von Preußen
Potsdam
Cäcilienhof

Der Führer läßt für Schreiben vom 20. September verbindlichst danken
Reichsminister und Chef der Reichskanzlei
Dr. Lammers
Berlin, den [?] Dezember 19[?]

2./ An den Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers
Herrn. Dr. Meissner

Berlin W 8
Voßstraße 4

Lieber Herr Meissner!
Anbei lasse ich Ihnen ein Glückwunschschreiben des früheren Kronprinzen für den Führer mit dem Anheimstellen weiterer Veranlassung zugehen.
Ich habe Seiner Kaiserlichen Hoheit mitgeteilt, daß das Schreiben dem Führer zugeleitet sei.
Heil Hitler!
Ihr sehr ergebener

3./ Zu den Akten
Berlin, den 10.4.1940

Lieber Herr Reichsminister!
Würden Sie bitte die Freiwilligkeit haben und anliegenden Brief dem Führer und Reichskanzler zum Geburtstage [...]
Mit freundlichen Grüssen und
Heil Hitler
Ihr Wilhelm
Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei
Berlin, den Mai 1940

1.) Reichsdiensttelegramm
Kronprinz Wilhelm und Kronprinzessin Cecilie 
Schloß Oecilienhof Potsdam

Euern Kaiserlichen Hoheiten
übermittele ich zu dem schweren Schicksalsschlag meine und meiner Frau tiefempfundene Teilnahme. Bei allem Schmerz wird Euern Kaiserlichen Hoheiten ein stolzes Gefühl Trost spenden, ein großes Opfer für das ewige deutsche Vaterland gebracht zu haben. 
In Ehrerbietung 
Reichsminister Doktor Lammers 
Chef der Reichskanzlei

2.) Nach Abgang
Frau Lammers mit der Bitte
um Kenntnisnahme

3.) Z.d.A.
Meine Frau und ich danken Ihnen sehr herzlich fuer die freundliche und wohltuende Teilnahme an unserm tiefen Schmerz. 
Wilhelm Kronprinz