Briefe von Kronprinz Wilhelm an Hitler

Blog-Post „Der braune Adel und die Nazis: Wir veröffentlichen die Briefe von Kronprinz Wilhelm an Hitler“

Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei
Berlin, den Mai 1940

1.) Reichsdiensttelegramm
Kronprinz Wilhelm und Kronprinzessin Cecilie 
Schloß Oecilienhof Potsdam

Euern Kaiserlichen Hoheiten
übermittele ich zu dem schweren Schicksalsschlag meine und meiner Frau tiefempfundene Teilnahme. Bei allem Schmerz wird Euern Kaiserlichen Hoheiten ein stolzes Gefühl Trost spenden, ein großes Opfer für das ewige deutsche Vaterland gebracht zu haben. 
In Ehrerbietung 
Reichsminister Doktor Lammers 
Chef der Reichskanzlei

2.) Nach Abgang
Frau Lammers mit der Bitte
um Kenntnisnahme

3.) Z.d.A.
Meine Frau und ich danken Ihnen sehr herzlich fuer die freundliche und wohltuende Teilnahme an unserm tiefen Schmerz. 
Wilhelm Kronprinz
Berlin W.8, den 25. Juni 1940
Unter den Linden 11

An den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht
Führerhauptquartier

Mein Führer!
Ihrer genialen Führung, der unvergleichlichen Tapferkeit unserer Truppen und ihrer erstklassigen Bewaffnung ist es gelungen, in der unvorstellbar kurzen Zeit von knapp 5 Wochen Holland und Belgien zur Kapitulation zu zwingen, die Trümmer des englischen Expeditionskorps in das Meer zu treiben und die sich tapfer wehrende französische Armee in einer Reihe großartiger Einkreisungsschlachten vernichtend zu schlagen.
Mit dem heutigen Tage ruhe die Waffen im Westen und der Weg ist frei für eine endgültige Abrechnung mit dem perfiden Albion.
In dieser Stunde von größter, historischer Bedeutung möchte ich Ihnen als alter Soldat und Deutscher voller Bewunderung die Hand drücken.
Gott schütze Sie und unser Deutsches Vaterland!
Sieg Heil!
gez. Wilhelm, Kronprinz.