Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt

Anfrage an:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Anfrage teilweise erfolgreich
Zusammenfassung der Anfrage

1) Dokumente, aus denen hervorgeht, wie die (ehem) Bundesministerin für Arbeit und Soziales Frau Andrea Nahles zu ihrem Glauben gekommen ist, den sie auf einer öffentlichen Veranstaltung am 09. Mai 2017 folgendermaßen ausdrückte:

"Ich glaube einfach schlicht und ergreifend an ihre verkackte Grundthese nicht: das Ende der Arbeit."

https://re-publica.com/en/17/session/...

2) eine Kopie der Forschungsergebnisse, die belegen können, dass die Untersuchungen von:

The Future of Employment:
How Susceptible are Jobs to Computerisation?
Dr. Carl Benedikt Frey und Dr. Michael A. Osborne
University of Oxford (September 17, 2013)

und

Die Roboter kommen 2015 - Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt
Carsten Brzeski und Inga Burk
ING-Diba Bank
Economic Research 30. April 2015

nicht korrekt sind oder nicht mehr aktuell sind.

Ich bitte hiermit ausdrücklich um elektronische Zusendung der Ausarbeitung, ggf. zusätzlich zu einer postalischen Benachrichtigung.


Korrespondenz

Von
<< Anfragesteller/in >>
Betreff
Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt [#25153]
Datum
4. November 2017 18:46
An
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Status
Warte auf Antwort

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:
1) Dokumente, aus denen hervorgeht, wie die (ehem) Bundesministerin für Arbeit und Soziales Frau Andrea Nahles zu ihrem Glauben gekommen ist, den sie auf einer öffentlichen Veranstaltung am 09. Mai 2017 folgendermaßen ausdrückte: "Ich glaube einfach schlicht und ergreifend an ihre verkackte Grundthese nicht: das Ende der Arbeit." https://re-publica.com/en/17/session/... 2) eine Kopie der Forschungsergebnisse, die belegen können, dass die Untersuchungen von: The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Computerisation? Dr. Carl Benedikt Frey und Dr. Michael A. Osborne University of Oxford (September 17, 2013) und Die Roboter kommen 2015 - Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt Carsten Brzeski und Inga Burk ING-Diba Bank Economic Research 30. April 2015 nicht korrekt sind oder nicht mehr aktuell sind. Ich bitte hiermit ausdrücklich um elektronische Zusendung der Ausarbeitung, ggf. zusätzlich zu einer postalischen Benachrichtigung.
Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind. Ausschlussgründe liegen meines Erachtens nicht vor. Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich Sie, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich bitte Sie um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) gemäß § 8 EGovG. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen, Antragsteller/in Antragsteller/in <<E-Mail-Adresse>> Postanschrift Antragsteller/in Antragsteller/in << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >> -- Rechtshinweis: Diese E-Mail wurde über den Webservice https://fragdenstaat.de versendet. Antworten werden ggf. im Auftrag der Antragstellenden automatisch auf dem Internet-Portal veröffentlicht. Falls Sie noch Fragen haben, besuchen Sie https://fragdenstaat.de/hilfe/fuer-behoerden/
Mit freundlichen Grüßen << Anfragesteller/in >>
  1. 8 Monate, 2 Wochen her4. November 2017 18:46: << Anfragesteller/in >> hat eine Nachricht an Bundesministerium für Arbeit und Soziales gesendet.
Von
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Betreff
AW: SOR Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt [#25153]
Datum
6. November 2017 14:45
Status
Warte auf Antwort

Sehr geehrt Antragsteller/in vielen Dank für Ihre E-Mail. Ihre Zuschrift wurde zur Bearbeitung und Beantwortung umgehend an ein Fachreferat weitergeleitet. Dieses Schreiben ist im Auftrag und mit Genehmigung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durch das Kommunikationscenter erstellt worden und dient Ihrer Information. Mit freundlichem Gruß
  1. 8 Monate, 2 Wochen her6. November 2017 14:50: E-Mail von Bundesministerium für Arbeit und Soziales erhalten.
  2. 7 Monate, 2 Wochen her8. Dezember 2017 01:00: Die Frist für diese Anfrage ist abgelaufen
Von
<< Anfragesteller/in >>
Betreff
AW: AW: SOR Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt [#25153]
Datum
2. Februar 2018 21:00
An
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Status
E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine Informationsfreiheitsanfrage „Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt“ vom 04.11.2017 (#25153) wurde von Ihnen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit beantwortet. Sie haben die Frist mittlerweile um 57 Tage überschritten. Bitte informieren Sie mich umgehend über den Stand meiner Anfrage. Mit freundlichen Grüßen Antragsteller/in Antragsteller/in Anfragenr: 25153 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Postanschrift Antragsteller/in Antragsteller/in << Adresse entfernt >> << Adresse entfernt >>
  1. 5 Monate, 2 Wochen her2. Februar 2018 21:00: << Anfragesteller/in >> hat eine Nachricht an Bundesministerium für Arbeit und Soziales gesendet.
Von
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Betreff
AW: Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt [#25153]
Datum
8. Februar 2018 14:27
Status
Anfrage abgeschlossen

Sehr geehrt Antragsteller/in vielen Dank für Ihre Anfrage. Aufgrund eines Büroversehens haben wir als mitzuständiges Fachreferat leider erst heute Ihr Schreiben erhalten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen. In der wissenschaftlichen Literatur sind die Untersuchungsergebnisse von Frey und Osborne stark umstritten, gleichfalls weitere in Folge erschienene Untersuchungen. Prof. Bonin et al. vom ZEW Mannheim<ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/Kurzexpertise_BMAS_ZEW2015.pdf> (bitte Link anklicken) haben die Studie von Frey und Osborne in unserem Auftrag im Jahr 2015 kritisch untersucht; diese schätzten die Folgen der Digitalisierung auf die Beschäftigung und den Wandel der Tätigkeiten wesentlich zurückhaltender ein, insbesondere, weil in erster Linie Tätigkeiten und nicht Berufe automatisiert werden. In Kapitel 2.1 des Weißbuchs Arbeiten 4.0<http://issuu.com/support.bmasp... (bitte Link anklicken) haben wir vor gut einem Jahr die wissenschaftliche Literatur und unsere Einschätzung hierzu zusammengefasst. Im historischen Rückblick zeigt sich: Es hat zwar immer wieder längere Phasen hoher Arbeitslosigkeit gegeben, in der Weltwirtschaft, in Deutschland und in anderen Ländern. Es gibt aber keine belastbare Evidenz, dass dies maßgeblich auf den technischen Fortschritt zurückzuführen ist. Im Gegenteil: Seit der industriellen Revolution sind Beschäftigung, Löhne und Wohlstand im Trend gewaltig gestiegen, denn die höhere Produktivität hat zugleich höhere Realeinkommen ermöglicht, was sich positiv auf die Nachfrage ausgewirkt und neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Arbeitslosigkeit in Folge des technischen Fortschritts entsteht, wenn Menschen in bestimmten Branchen und Berufen ihre Beschäftigung verlieren und neue Arbeit überwiegend in anderen Branchen, Regionen und Berufen entsteht. Regionale Wirtschaftsförderung kann die Folgen des Strukturwandels mildern. Zentral ist aber, dass die Menschen sich um neue Arbeitsplätze bemühen und vorbeugend ihre Fähigkeiten und Kenntnisse durch regelmäßige Weiterbildung erweitern. Hier sind auch die Unternehmen in der Pflicht. Arbeitsmarktpolitik kann die Menschen dabei unterstützen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Was die Digitalisierung betrifft: Die Arbeitslosigkeit in den hochentwickelten Ländern ist derzeit gerade dort niedrig, wo die Digitalisierung besonders fortgeschritten ist. Dies bedeutet nicht, dass Digitalisierung per Saldo sogar positiv für die Beschäftigung ist, sondern eher: dass Arbeitslosigkeit andere Ursachen hat und dass kein Ende der Arbeit droht. Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Die verspätete Antwort bitten wir zu entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen
  1. 5 Monate, 2 Wochen her8. Februar 2018 14:28: E-Mail von Bundesministerium für Arbeit und Soziales erhalten.
  2. 3 Monate, 3 Wochen her31. März 2018 18:29: << Anfragesteller/in >> hat den Status auf 'Anfrage teilweise erfolgreich' gesetzt.