Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.)
Antrag nach dem LIFG/UVwG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu: Senden Sie mir…
An Landratsamt Konstanz Details
Von
Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.)
Betreff
Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte [#235415]
Datum
13. Dezember 2021 12:09
An
Landratsamt Konstanz
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Antrag nach dem LIFG/UVwG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu: Senden Sie mir bitte Folgendes zu: - Den aktuellen Klimaschutzplan/Klimaschutzkonzept Ihrer Gebietskörperschaft - Den aktuellen Plan zur Anpassung Ihrer Gebietskörperschaft an die Klimakrise (Klimaanpassungskonzept) - Die Starkregen-Gefahrenkarten für Ihre Gebietskörperschaft - Sollte es ein Anpassungskonzept geben, teilen Sie mir bitte mit, wie hoch das dafür vorgesehene Budget ist. - Die Auskunft, wie viele Quadratmeter Flächen in den kommenden Jahren entsiegelt werden sollen und wie viele Bäume gepflanzt werden sollen. Außerdem möchte ich Sie bitte mir mitzuteilen, in welcher Größe und wo Ihre Gebietskörperschaft Rückhaltebecken schaffen möchte. Sollten die Informationen bereits öffentlich verfügbar sein, würde ich mich freuen, wenn Sie mir jeweils einen Link schicken könnten. Meine Adresse ist Arne Semsrott << Adresse entfernt >>. Dies ist ein Antrag auf Aktenauskunft nach § 1 Abs. 2 des Landesinformationsfreiheitsgesetzes (LIFG), nach § 25 des Umweltverwaltungsgesetzes (UVwG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 Umweltinformationsgesetzes des Bundes (UIG) betroffen sind, sowie nach § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Verbraucherinformationen betroffen sind. Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Es handelt sich meines Erachtens um eine einfache Auskunft bei geringfügigem Aufwand. Gebühren fallen somit nicht an. Ich verweise auf § 7 Abs. 7 LIFG/§243 Abs. 3 UVwG/§ 5 Abs. 2 VIG und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich bitte um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) und um eine Empfangsbestätigung. Vielen Dank für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Arne Semsrott Anfragenr: 235415 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/235415/

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Landratsamt Konstanz
Sehr geehrter Herr Semsrott, Bezug nehmend auf Ihre Anfrage vom 13.12.2021 kann ich Ihnen folgendes mitteilen: 1…
Von
Landratsamt Konstanz
Betreff
Re: Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepte [#235415]
Datum
15. Dezember 2021 17:11
Status
Anfrage abgeschlossen
Nicht-öffentliche Anhänge:
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45,8 KB


Sehr geehrter Herr Semsrott, Bezug nehmend auf Ihre Anfrage vom 13.12.2021 kann ich Ihnen folgendes mitteilen: 1. Klimaschutzkonzept und Klimaanpassungskonzept Ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis Konstanz wird derzeit erstellt und voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2024 abgeschlossen. Ein Klimaanpassungskonzept gibt es (noch) nicht und auch (noch) kein Budget hierfür. 2. Starkregen-Gefahrenkarten Die Stadt Radolfzell und die Gemeinde Mühlingen haben Starkregengefahrenkarten erstellen lassen, bei der Stadt Stockach werden diese Karten derzeit erstellt. Die Gemeinden Mühlhausen-Ehingen und Öhningen haben inzwischen Anträge zur Förderung beim zuständigen Regierungspräsidium Freiburg für das Starkregenrisikomanagement gestellt. In der Folge werden dann voraussichtlich auch in diesen Gemeinden die Karten erstellt. Ca. ein Fünftel des Landkreises Konstanz ist somit mit dieser Thematik befasst. 3. Entsiegelung Hierzu müssten Sie sich an die Städte und Gemeinden wenden. Uns liegen keine Daten zur Entsiegelung vor. 4. Baumbestand Zur Frage wie viele Bäume in den kommenden Jahren gepflanzt werden müssen, müssten Sie sich ebenfalls an die Städte und Gemeinden wenden. Das Forstamt berät Privatwaldbesitzer, wie auch Städte und Gemeinden zwar hierzu, verfügt aber selbst über keine Waldfläche, auf welcher Bäume gesetzt werden könnten. Ggf. könnten Sie auch bei Forst BW zur Aufforstung im Staatswald weitere Informationen hierzu erhalten (www.forstbw.de<http://www.forstbw.de…) 5. Rückhaltebecken Bei Rückhaltebecken wird unterschieden zwischen Regenrückhaltebecken zur Niederschlagswasserbeseitigung und Hochwasserrückhaltebecken zum Hochwasserschutz. Regenrückhaltebecken: Bei der Erschließung von Baugebieten werden in der Regel neue Regenrückhaltebecken oder Versickerungsmulden gebaut. Insgesamt ist die Erschließung und damit die Regenrückhaltung hinsichtlich Niederschlagswasserbeseitigung im Landkreis Konstanz auf dem Stand der Technik. Hochwasserrückhaltebecken: Insgesamt existieren im Landkreis Konstanz zwei kleine Becken von untergeordneter Bedeutung in Konstanz, ein kleines in Radolfzell und ein mittelgroßes Becken in Steißlingen. Ein weiteres kleines Hochwasserrückhaltebecken wird derzeit im Rahmen der Hochwasserschutzplanung in der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen fertiggestellt. Weitere Planungen sind dem Landratsamt derzeit nicht bekannt. Es gilt zu beachten, dass nachhaltiger Hochwasserschutz, alternativ zum Bau von Hochwasserrückhaltebecken, durch andere, wirtschaftlich und technisch mögliche Gewässerbaumaßnahmen, z.B. Gewässeraufweitungen, erreicht werden kann. So wurde z.B. In Engen-Neuhausen eine Gewässeraufweitung-/renaturierung im Rahmen der Hochwasserschutzplanung realisiert. Weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind hier im Rahmen von Gewässerausbaumaßnahmen geplant. Neben der Schaffung eines technischen Hochwasserschutzes wird in der sog. Hochwasserrisikomanagementplanung, in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden, auf die Umsetzung folgender Maßnahmen hingewirkt: · Krisenmanagementplanung/Erstellung von Alarm- und Einsatzplänen · Information der Bevölkerung hinsichtlich Eigenvorsorge · Beratung von Landwirtschaft und Fortwirtschaft · vorbeugender Hochwasserschutz im Rahmen der Bauleitplanung. Die Ermittlung der Größe der Rückhaltebecken wäre sehr aufwendig und müsste Ihnen ggf. in Rechnung gestellt werden. Das Baurechtsamt würde dann zunächst eine Gebührenberechung erstellen. Bitte lassen Sie mich wissen, sofern Sie dies wünschen. Bei weiteren Rückfragen können Sie sich gerne an mich wenden. Mit freundlichen Grüße