Waldzustandsbericht für den Kommunalwald Stutensee

Anfrage an:
Stadt Stutensee
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Warte auf Antwort
Frist:
28. November 2019 - in 6 Tage, 10 Stunden Wie wird das berechnet?
Zusammenfassung der Anfrage

Antworten zu meinen Fragen 1. und 2. sowie die angeforderten Unterlagen von 3.

Sehr geehrte<< Anrede >>

Sie waren noch nicht lange im Amt, wurden Sie in den Medien zitiert, wie Sie über den Kommunalwald Stutensee von „meinem Wald“ sprachen. Bürgerinnen und Bürger aus Stutensee haben mich gebeten, Sie darauf hinzuweisen, dass der Kommunalwald Stutensee nicht Ihr Wald, sondern der Wald aller Bürgerinnen und Bürger ist.
Ihnen obliegt aber die Aufgabe, auf welche Art und Weise der Wald bewirtschaftet wird. Leider wurden nach Auffassung vieler Einwohner in Ihrer kurzen Amtszeit ökologische Gesichtspunkte bei der Waldpflege außer Acht gelassen. Ihre Ziele in den Beschlussvorlagen für den Gemeinderat waren offensichtlich immer so ausgerichtet, dass durch die Waldpflege keine Kosten entstehen – rein gewinnorientiert soll abgeholzt werden.
Vergangenen Montag (28.10.2019) veröffentlichte Forstminister Hauk den Waldzustandsbericht für Baden-Württemberg. Danach gelten 43 Prozent der Waldflächen als deutlich geschädigt. „Die Schädigung betrifft mittlerweile alle Baumarten und Regionen des Landes“, so Hauk und weiter: „Dies gilt auch für Weißtannen und Eichen, die aufgrund ihrer tiefen Wurzeln als Hoffnungsträger gegolten hatten. Nach Hitzerekorden und zwei trockenen Jahren in Folge haben die Arten teils erhebliche Beeinträchtigungen davongetragen.“
Die sogenannte mittlere Kronenverdichtung stieg um 2,6 Prozentpunkte auf 27,5 Prozent und komplett gesund sei nur noch jeder fünfte Baum.

Beim Rundgang durch den Lachwald am Jahresende 2018 wurde den Teilnehmern in Ihrem Beisein vom Bewirtschafter vorgetragen, der Wald ist in einem sehr guten Zustand. Man wolle (gesunde) Buchen schlagen um das Kronendach weiter aufzulichten zur Förderung von Eichen. Außerdem wurde vorgetragen – und Sie lassen das zu! – dass neue Rückegassen für den Einsatz von schweren bodenschädigenden Erntemaschinen geschlagen werden. Die Bürgerinitiative Lachwald-erhalten fordert deshalb unter Berücksichtigung dieser Aussagen des Ministers sowie aktuellen Baumsterbens eine neue Waldstrategie in Stutensee. Die Maßnahmen müssen der aktuellen Situation angepasst werden, ein „Weiter so“ geht gar nicht! Der Wald sollte im Sinne der Einwohnerschaft unter Berücksichtigung von ökologischen Gesichtspunkten naturnah und schonend bewirtschaftet werden. Auch soll diese Strategie nicht nochmal - wie unter Ihrer Leitung bereits geschehen - in einer nicht öffentlichen Ausschuss-Sitzung mit dem Bewirtschafter unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden, denn es ist wie erwähnt nicht Ihr Wald, sondern der Wald Aller.

Deshalb bitte ich um Beantwortung folgender drei Fragen:
1. Wie ist der aktuelle Waldzustand in Stutensee, insbesondere wieviel Nadelbäume und wieviel Laubbäume, unterteilt nach den Distrikten, wurden in der Wintersaison 2018/2019 gefällt?
2. Teilweise verrotten derzeit diese gefällten Bäume an ihren Lagerstätten. Vermutlich wegen Unverkäuflichkeit, weil der Holzpreis eingebrochen ist. Vielerorts sind derzeit die Fällarbeiten teurer als der Verkauf des Holzes einbringt. Wie wird die Stadt unter Berücksichtigung dieser Umstände und Gesamtsituation weiter verfahren, insbesondere wieviel Nadelbäume und wieviel Laubbäume, gegliedert in gesund und erkrankt, unterteilt nach den Distrikten, werden in der kommenden Saison Winter 2018/2019 gefällt?
3. Die Debatte im Gemeinderat zum Beschluss TOP 4 vom 28.01.2019 verlief anders, als im entsprechenden Gemeinderatsbeschluss dargestellt. Deshalb bitte ich um Aushändigung aller Aufzeichnungen und Protokolle der o. a. GR-Sitzung sowie von der zuvor stattgefundenen nicht öffentlichen Ausschuss-Sitzung zum Teilbereich Thema Lachwald, wo der Waldbewirtschafter anwesend war.

Die ist eine Anfrage auf Auskunft um mehr Transparenz zu erwirken – Ihr großes Wahlversprechen im vergangenen Jahr.


Korrespondenz

  1. 29. Okt 2019
  2. 04. Nov
  3. 10. Nov
  4. 16. Nov
  5. 28. Nov 2019
Von
Joachim Heger
Betreff
Waldzustandsbericht für den Kommunalwald Stutensee [#169482]
Datum
29. Oktober 2019 17:27
An
Stadt Stutensee
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Antrag nach dem LIFG/UVwG/VIG Sehr geehrte<< Anrede >> bitte senden Sie mir Folgendes zu: Antworten zu meinen Fragen 1. und 2. sowie die angeforderten Unterlagen von 3. Sehr geehrt<< Anrede >> Sie waren noch nicht lange im Amt, wurden Sie in den Medien zitiert, wie Sie über den Kommunalwald Stutensee von „meinem Wald“ sprachen. Bürgerinnen und Bürger aus Stutensee haben mich gebeten, Sie darauf hinzuweisen, dass der Kommunalwald Stutensee nicht Ihr Wald, sondern der Wald aller Bürgerinnen und Bürger ist. Ihnen obliegt aber die Aufgabe, auf welche Art und Weise der Wald bewirtschaftet wird. Leider wurden nach Auffassung vieler Einwohner in Ihrer kurzen Amtszeit ökologische Gesichtspunkte bei der Waldpflege außer Acht gelassen. Ihre Ziele in den Beschlussvorlagen für den Gemeinderat waren offensichtlich immer so ausgerichtet, dass durch die Waldpflege keine Kosten entstehen – rein gewinnorientiert soll abgeholzt werden. Vergangenen Montag (28.10.2019) veröffentlichte Forstminister Hauk den Waldzustandsbericht für Baden-Württemberg. Danach gelten 43 Prozent der Waldflächen als deutlich geschädigt. „Die Schädigung betrifft mittlerweile alle Baumarten und Regionen des Landes“, so Hauk und weiter: „Dies gilt auch für Weißtannen und Eichen, die aufgrund ihrer tiefen Wurzeln als Hoffnungsträger gegolten hatten. Nach Hitzerekorden und zwei trockenen Jahren in Folge haben die Arten teils erhebliche Beeinträchtigungen davongetragen.“ Die sogenannte mittlere Kronenverdichtung stieg um 2,6 Prozentpunkte auf 27,5 Prozent und komplett gesund sei nur noch jeder fünfte Baum. Beim Rundgang durch den Lachwald am Jahresende 2018 wurde den Teilnehmern in Ihrem Beisein vom Bewirtschafter vorgetragen, der Wald ist in einem sehr guten Zustand. Man wolle (gesunde) Buchen schlagen um das Kronendach weiter aufzulichten zur Förderung von Eichen. Außerdem wurde vorgetragen – und Sie lassen das zu! – dass neue Rückegassen für den Einsatz von schweren bodenschädigenden Erntemaschinen geschlagen werden. Die Bürgerinitiative Lachwald-erhalten fordert deshalb unter Berücksichtigung dieser Aussagen des Ministers sowie aktuellen Baumsterbens eine neue Waldstrategie in Stutensee. Die Maßnahmen müssen der aktuellen Situation angepasst werden, ein „Weiter so“ geht gar nicht! Der Wald sollte im Sinne der Einwohnerschaft unter Berücksichtigung von ökologischen Gesichtspunkten naturnah und schonend bewirtschaftet werden. Auch soll diese Strategie nicht nochmal - wie unter Ihrer Leitung bereits geschehen - in einer nicht öffentlichen Ausschuss-Sitzung mit dem Bewirtschafter unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden, denn es ist wie erwähnt nicht Ihr Wald, sondern der Wald Aller. Deshalb bitte ich um Beantwortung folgender drei Fragen: 1. Wie ist der aktuelle Waldzustand in Stutensee, insbesondere wieviel Nadelbäume und wieviel Laubbäume, unterteilt nach den Distrikten, wurden in der Wintersaison 2018/2019 gefällt? 2. Teilweise verrotten derzeit diese gefällten Bäume an ihren Lagerstätten. Vermutlich wegen Unverkäuflichkeit, weil der Holzpreis eingebrochen ist. Vielerorts sind derzeit die Fällarbeiten teurer als der Verkauf des Holzes einbringt. Wie wird die Stadt unter Berücksichtigung dieser Umstände und Gesamtsituation weiter verfahren, insbesondere wieviel Nadelbäume und wieviel Laubbäume, gegliedert in gesund und erkrankt, unterteilt nach den Distrikten, werden in der kommenden Saison Winter 2018/2019 gefällt? 3. Die Debatte im Gemeinderat zum Beschluss TOP 4 vom 28.01.2019 verlief anders, als im entsprechenden Gemeinderatsbeschluss dargestellt. Deshalb bitte ich um Aushändigung aller Aufzeichnungen und Protokolle der o. a. GR-Sitzung sowie von der zuvor stattgefundenen nicht öffentlichen Ausschuss-Sitzung zum Teilbereich Thema Lachwald, wo der Waldbewirtschafter anwesend war. Die ist eine Anfrage auf Auskunft um mehr Transparenz zu erwirken – Ihr großes Wahlversprechen im vergangenen Jahr. Dies ist ein Antrag auf Aktenauskunft nach § 1 Abs. 2 des Landesinformationsfreiheitsgesetzes (LIFG), nach § 25 des Umweltverwaltungsgesetzes (UVwG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 Umweltinformationsgesetzes des Bundes (UIG) betroffen sind, sowie nach § 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Verbraucherinformationen betroffen sind. Sollte die Aktenauskunft Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, bitte ich, mir dies vorab mitzuteilen und dabei die Höhe der Kosten anzugeben. Es handelt sich meines Erachtens um eine einfache Auskunft bei geringfügigem Aufwand. Gebühren fallen somit nicht an. Ich verweise auf § 7 Abs. 7 LIFG/§243 Abs. 3 UVwG/§ 5 Abs. 2 VIG und bitte, mir die erbetenen Informationen unverzüglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Sollten Sie für diesen Antrag nicht zuständig sein, bitte ich, ihn an die zuständige Behörde weiterzuleiten und mich darüber zu unterrichten. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Ich bitte um eine Antwort in elektronischer Form (E-Mail) und um eine Empfangsbestätigung. Vielen Dank für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Joachim Heger <<E-Mail-Adresse>> Postanschrift Joachim Heger << Adresse entfernt >>
Von
Stadt Stutensee
Betreff
AW: WG: Waldzustandsbericht für den Kommunalwald Stutensee [#169482]
Datum
30. Oktober 2019 11:01
Status
Warte auf Antwort
Anhänge
image001.jpg image001.jpg   67,5 KB Nicht öffentlich!

Sehr geehrter Herr Heger, gerne bestätige ich Ihnen den Eingang Ihrer anbei weitergeleiteten E-Mail. Wir kommen wieder auf Sie zu. Mit freundlichen Grüßen
Von
Joachim Heger
Betreff
AW: WG: Waldzustandsbericht für den Kommunalwald Stutensee [#169482]
Datum
30. Oktober 2019 15:35
An
Stadt Stutensee
Status
E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Sehr geehrte [geschwärzt], Die Frage in Ziff. 2 lautet richtig: .... in der kommenden Wintersaison 2019/2020... Mit freundlichen Grüßen Joachim Heger Anfragenr: 169482 Antwort an: [geschwärzt] Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/anfrage/169482/… Postanschrift Joachim Heger [geschwärzt], [geschwärzt]