Todesfälle in Verbindung mit COVID-19: Maximale Zeitspanne?

Anfrage an:
Robert Koch-Institut
Verwendete Gesetze:
Status dieser Anfrage:
Antwort verspätet
Frist:
28. November 2020 - 2 Monate her Wie wird das berechnet?
Zusammenfassung der Anfrage

Ich interessiere mich für die Zählweise des RKI hinsichtlich der COVID-19-Todesfälle. Bekannt ist, dass Sie in Ihrer Statistik nicht differenzieren, ob eine Person mit oder an SARS-CoV-2 verstorben ist. Jede Person, die zum Zeitpunkt des Todes (bei Verdacht auch post mortem) einen positiven Corona-Test aufweist, wird mitgezählt.

Meine Frage zu dieser Thematik: Gibt es eine eindeutig definierte maximale Zeitspanne zwischen laborbestätigtem Nachweis und Todeszeitpunkt, in der eine Person als Coronavirus-Todesfall zählt? Beispiel: Im Frühjahr wird bei einem Bewohner eines Altenpflegeheims eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt. Die Person bleibt asymptomatisch. Ein weiterer Test wird nicht mehr durchgeführt. Ein halbes Jahr später verstirbt diese Person. Wird dieser Fall in die Statistik der Corona-Todesopfer inkludiert, oder gibt es hier eine zeitliche Begrenzung, ab der eine positiv getestete Person als genesen von COVID-19 gilt und nicht mehr in der COVID-19-Sterbestatistik berücksichtigt wird? Liegen Ihnen Informationen darüber vor, was die bisher längste gemessene Zeitspanne zwischen positivem Testergebnis und Todeszeitpunkt war?


Korrespondenz

Von
<< Anfragesteller/in >>
Betreff
Todesfälle in Verbindung mit COVID-19: Maximale Zeitspanne? [#201652]
Datum
25. Oktober 2020 21:02
An
Robert Koch-Institut
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrteAntragsteller/in bitte senden Sie mir Folgendes zu:
Ich interessiere mich für die Zählweise des RKI hinsichtlich der COVID-19-Todesfälle. Bekannt ist, dass Sie in Ihrer Statistik nicht differenzieren, ob eine Person mit oder an SARS-CoV-2 verstorben ist. Jede Person, die zum Zeitpunkt des Todes (bei Verdacht auch post mortem) einen positiven Corona-Test aufweist, wird mitgezählt. Meine Frage zu dieser Thematik: Gibt es eine eindeutig definierte maximale Zeitspanne zwischen laborbestätigtem Nachweis und Todeszeitpunkt, in der eine Person als Coronavirus-Todesfall zählt? Beispiel: Im Frühjahr wird bei einem Bewohner eines Altenpflegeheims eine SARS-CoV-2-Infektion festgestellt. Die Person bleibt asymptomatisch. Ein weiterer Test wird nicht mehr durchgeführt. Ein halbes Jahr später verstirbt diese Person. Wird dieser Fall in die Statistik der Corona-Todesopfer inkludiert, oder gibt es hier eine zeitliche Begrenzung, ab der eine positiv getestete Person als genesen von COVID-19 gilt und nicht mehr in der COVID-19-Sterbestatistik berücksichtigt wird? Liegen Ihnen Informationen darüber vor, was die bisher längste gemessene Zeitspanne zwischen positivem Testergebnis und Todeszeitpunkt war?
Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind. Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, müssen Sie mich darüber innerhalb der Frist informieren. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail gemäß § 1 Abs. 2 IFG. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an Dritte. Sollten Sie meinen Antrag ablehnen wollen, bitte ich um Mitteilung der Dokumententitel und eine ausführliche Begründung. Ich möchte Sie um eine Empfangsbestätigung bitten und danke Ihnen für Ihre Mühe! Mit freundlichen Grüßen Antragsteller/in Antragsteller/in Anfragenr: 201652 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/201652/
Mit freundlichen Grüßen << Anfragesteller/in >>
Am 5. Januar 2021 00:14:

Wird hier nochmal nachgehakt bzw. beim Bundesbeauftragten um Vermittlung gebeten. Würde mich auch interessieren. Das RKI schreibt auf der Webseite …

Wird hier nochmal nachgehakt bzw. beim Bundesbeauftragten um Vermittlung gebeten. Würde mich auch interessieren. Das RKI schreibt auf der Webseite hierzu:
"In die Statistik des RKI gehen die COVID-19-Todesfälle ein, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind. Das Risiko an COVID-19 zu versterben ist bei Personen, bei denen bestimmte Vorerkrankungen bestehen, höher. Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die SARS-CoV-2 Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst. Generell liegt es immer im Ermessen des Gesundheitsamtes, ob ein Fall als verstorben an bzw.mit COVID-19 ans RKI übermittelt wird oder nicht. Bei einem Großteil der an das RKI übermittelten COVID-19-Todesfälle wird „verstorben an der gemeldeten Krankheit“ angegeben.

Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf COVID-19 getestet wurden, aber in Verdacht stehen, an COVID-19 verstorben zu sein, können post mortem auf das Virus untersucht werden."

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2…

Von
Robert Koch-Institut
Betreff
Ihre Anfrage vom 25.10.2020
Datum
27. Oktober 2020 15:36
Status
Warte auf Antwort

Sehr geehrteAntragsteller/in zu Ihrer o. g. Anfrage auf Informationszugang teilen wir Ihnen Folgendes mit: Das Robert Koch-Institut (RKI) steht in besonderer Verantwortung, an zentraler Stelle an der Bewältigung der Krise durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie mitzuwirken. Diese Auswirkungen betreffen unsere gesamte Gesellschaft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RKI in besonderem Maße. Wir bitten daher um Verständnis, dass Ihre Anfrage durch diese besonderen Umstände nicht innerhalb eines Monats beantwortet werden kann. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Bearbeitung der Vielzahl der eingegangenen IFG-Anträge, die zumeist auch sehr umfangreich sind. Die für Ihre Anfrage zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch gleichzeitig für die Bewältigung der Krisensituation durch COVID-19 zuständig. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass derzeit alle Kräfte gebündelt daran arbeiten, diese außergewöhnliche Situation zu bewältigen. Aus diesem Grunde müssen wir Sie noch um etwas Geduld bitten. Rückfragen hierzu bitte ausschließlich an das Funktionspostfach <<E-Mail-Adresse>> unter Angabe des Aktenzeichens: 2020-201. Mit freundlichen Grüßen

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Von
<< Anfragesteller/in >>
Betreff
AW: Ihre Anfrage vom 25.10.2020 [#201652]
Datum
13. Januar 2021 20:41
An
Robert Koch-Institut
Status
E-Mail wurde erfolgreich versendet.

Sehr geehrteAntragsteller/in meine Informationsfreiheitsanfrage „Todesfälle in Verbindung mit COVID-19: Maximale Zeitspanne?“ vom 25.10.2020 (#201652) wurde von Ihnen nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit beantwortet. Sie haben die Frist mittlerweile um 47 Tage überschritten. Bitte informieren Sie mich über den Stand meiner Anfrage. Mit freundlichen Grüßen Anfragenr: 201652 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>> Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: https://fragdenstaat.de/a/201652/