1,86 Millionen für Abschiebetipps: wir veröffentlichen Vertrag mit McKinsey

In der vergangenen Woche berichtete der SPIEGEL, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) der Unternehmensberatung McKinsey für eine Studie zum Thema Abschiebungen ohne Ausschreibung 1,86 Millionen Euro zahlt. Der Tagessatz für die Berater liegt umgerechnet bei 2700 Euro.

Die Bremer Außenstelle des BAMF –

 

Jetzt veröffentlichen wir den dazugehörigen Rahmenvertrag des Bamf mit McKinsey - allerdings ohne die vom SPIEGEL recherchierten Zahlen. Die schwärzte das Bamf auf unsere Anfrage hin unter Berufung auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse des Unternehmens. Zumindest Teile davon sind nunmehr durch den Spiegel offenbart.

Außerdem veröffentlichen wir den - ebenfalls teilgeschwärzten - Vertrag des Bamf mit Ernst & Young zur Beratung im Projektmanagement. Das Beratungsunternehmen Roland Berger hat der Herausgabe seines Vertrags mit dem Bamf vollkommen widersprochen.

Und sollte die Studie von McKinsey zu den Abschiebungen nicht veröffentlicht werden, kann sie selbstverständlich per IFG angefragt werden.

Zu den Verträgen

Bild des Autors

Arne Semsrott

Arne ist Journalist und Projektleiter von FragDenStaat.

E-Mail: arne.semsrott@okfn.de (PGP)

Spendenaufruf

Unterstützen Sie unsere Arbeit!

Wir kämpfen für mehr Transparenz in Politik und Verwaltung! Spenden Sie uns! Damit unterstützen Sie unsere Kampagnen, Klagen und Recherchen.

Jetzt spenden!

Gefahrengebiet um Rigaer Straße: Klage gegen Berliner Polizei (mit Podcast)

Wie kann die Verfassungsmäßigkeit von Polizeimaßnahmen kontrolliert werden, wenn nicht bekannt ist, wie die Polzei arbeitet? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Klage auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes, die das „Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ (FIfF) in Berlin eingereicht hat.