Mein Bundesfreiwilligendienst bei der Open Knowledge Foundation

Hallo, ich bin Basti und bin mittlerweile seit einem halben Jahr Bundesfreiwilliger bei der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKF). Was das bedeutet und warum ihr das auch machen solltet, will ich euch in diesem Beitrag erzählen.

CC-BY 4.0, Holger Dorn (Jugend hackt)

Was ist ein Bundesfreiwilligendienst?

Ein Bundesfreiwilligendienst ist sehr ähnlich zu einem Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahr. Er ermöglicht es dir, dich in einem gesetzlichem Rahmen ein Jahr lang im gemeinnützigen Bereich zu engagieren. Dafür erhältst du ein Taschengeld und bist versichert. Bevor es mit der Uni oder Ausbildung weitergeht, hast du die Möglichkeit, dich auszuprobieren und dabei die Arbeit der Einsatzstelle besser kennen zu lernen. Dabei wirst du auch immer pädagogisch begleitet, bei mir übernimmt das der Träger „Freiwilliges Jahr Beteiligung“ (FJB).

Woran arbeite ich?

Bei der Open Knowledge Foundation (OKF) arbeiten viele Projekte zu den Themen Offene Daten und Digitale Bildung zusammen. Bei zwei dieser Projekte arbeite ich mit: Das ist zum einen natürlich Jugend hackt, wo ich auch vorher schon viermal als Teilnehmer dabei sein durfte, und das Projekt FragDenStaat.de.

Über die Website von FragDenStaat kann jede*r Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz stellen und so Dokumente und Informationen von Behörden befreien. Das ist nicht nur etwas für Journalist*innen, sondern kann dir auch interessante Infos zu deiner Nachbarschaft bringen. Meine konkreten Aufgaben bei FragDenStaat sind, neben vielen eigenen Anfragen, auch den Mail-Account mit zu betreuen und Nutzer*innen bei ihren Anfragen zu helfen. Für Unterstützer*innen gibt es einen Shop, wofür ich hin und wieder Bestellungen verschicke. Mein Höhepunkt bisher waren die Kampagnen FragSieAbi und TopfSecret, für die ich viel Recherche und Vorbereitungsarbeit geleistet habe.

Bei Jugend hackt betreue ich die Teilnehmer*innen vor und nach dem Berliner Event. Ich habe einen Blick über unser Material und verschicke dieses auch zu den einzelnen Events in Deutschland. Bei den Events kann ich auch als Mentor und Helfer dabei sein. Bei den Teammeetings bekomme ich viel von der Organisation mit und kann auch meine Meinung mit einbringen. Es ist super spannend, wie viel liebevolle Vorbereitung hinter jedem einzelnen Event steckt.

Auch bei den Teammeetings des gesamten OKF-Teams kann ich immer mit dabei sein. Hier erhalte ich einen besonders interessanten Einblick in die Arbeit einer gemeinnützigen Organisation. Ich weiß es zu schätzen, dass ich immer respektiert werde und auf jede meiner Fragen eine Antwort bekomme.

Das „Freiwillige Jahr Beteiligung“

Das „Freiwillige Jahr Beteiligung“ (FJB) organisiert und betreut meinen Bundesfreiwilligendienst. Insgesamt sind dort aktuell etwa 50 andere Freiwillige aus Einsatzstellen in Berlin und Brandenburg. Dort habe ich immer eine*n Ansprechpartner*in und verbringe die meisten der insgesamt 30 Seminartage mit den anderen Freiwilligen zusammen. Bei den Seminartagen behandelt wir Themen rund um Jugendbeteiligung und Demokratie in einem individuell toll gestalteten Rahmen. Die Seminartage machen mir immer viel Spaß, weil ich dort viel Austausch mit den Freiwilligen aus den anderen spannenden Einsatzstellen habe.

Du auch?

Bist du zwischen 16 und 24 Jahren alt und willst die Chance nutzen, ab September 2019 einen Bundesfreiwilligendienst bei der Open Knowledge Foundation oder einem anderen Verein, einer Stiftung oder Schule machen? Dann kannst du dich schon jetzt auf der Website des FJBs weiter informieren und bewerben: fj-b.de/jetztbewerben.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch sehr gerne eine Mail schreiben. sebastian.schroeder@okfn.de Wir freuen uns auf dich!

Bild des Autors

Sebastian Schröder

Sebastian macht 2018 einen Bundesfreiwilligendienst bei FragDenStaat.

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