Einsatz optoelektronischer Verfahren bei der Vegetationskontrolle, Menge an Glyphosat

Anfrage an: DB Netz AG

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Neuausschreibung der Vegetationskontrolle vor einigen Jahren wollte die DB moderne Techniken bei den Unkrautspritzzügen einführen.
Unter anderem war die Rede von optoelektronischen Verfahren auch im Randbereich der Gleise (derartige Verfahren kamen wohl schon längere Zeit im Bereich zwischen den Schienen zur Anwendung). Tatsächlich wurden die Spritzzüge wohl mit der entsprechenden Technik nachgerüstet, zumindest kann man seit rund 2-3 Jahren Beleuchtungseinrichtungen und Kameras sowohl an den älteren Modellen als auch an den neuen containermodular aufgebauten Zügen erkennen. Ich nehme an, dass es sich hierbei um die Sensoren für die neue Technik handelt.

Kürzlich konnte ich einen Unkrautspritzzug bei der Arbeit beobachten. Als Eisenbahnfreund habe ich den Zug einige Kilometer mit dem Auto verfolgt und auf Video aufgezeichnet.
Dieser besprühte allerdings den Randbereich auf vielen Kilometern durchgehend ohne Unterbrechung. Der Bediener hatte augenscheinlich eine Hand am Bedienpult und steuerte auf Knopfdruck eine zweite Düse die punktuell im Bereich zwischen den Schienen Bewuchs besprühte.

Bei anderen Anfragen auf dieser Plattform bezifferten Sie die ausgebrachte Menge an Herbiziden für 2018 mit 56,1 Tonnen (davon 54,8 Tonnen Glyphosat, https://fragdenstaat.de/anfrage/verwend…) bzw. 65 Tonnen Glyphosat (https://fragdenstaat.de/anfrage/nutzung…).

Meine Fragen:
- Wieso weichen die von Ihnen für 2018 veröffentlichten Zahlen voneinander ab?
- Wieviele Tonnen Herbizide wurden in 2019, 2020 und falls schon bekannt in 2021 ausgebracht? Im integrierten Bericht finde ich leider keine Mengenangaben.
- Kommt die neue optoelektronische Technik heute deutschlandweit zum Einsatz, oder ist diese immer noch in der Erprobungsphase? Augenscheinlich kam sie ja bei dem von mir beobachteten Spritzzug nicht zum Einsatz.

Ich bedanke mich für Ihre Mühen und bedanke mich für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Harald Braun

(das Kleingedruckte was ab hier folgt schreibt die Plattform fragdenstaat.de automatisch)

Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind.

Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Sollten Sie Gebühren veranschlagen wollen, bitte ich gemäß § 2 IFGGebV um Befreiung oder hilfsweise Ermäßigung der Gebühren.

Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, müssen Sie mich darüber innerhalb der Frist informieren.

Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail gemäß § 1 Abs. 2 IFG. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an behördenexterne Dritte. Sollten Sie meinen Antrag ablehnen wollen, bitte ich um Mitteilung der Dokumententitel und eine ausführliche Begründung.

Anfrage erfolgreich

  • Datum
    12. Juli 2022
  • Frist
    16. August 2022
  • 0 Follower:innen
<< Anfragesteller:in >>
Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Neuausschreibung der Vegetationskontrolle vor…
An DB Netz AG Details
Von
<< Anfragesteller:in >>
Betreff
Einsatz optoelektronischer Verfahren bei der Vegetationskontrolle, Menge an Glyphosat [#253090]
Datum
12. Juli 2022 01:14
An
DB Netz AG
Status
Warte auf Antwort — E-Mail wurde erfolgreich versendet.
Antrag nach dem IFG/UIG/VIG Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Neuausschreibung der Vegetationskontrolle vor einigen Jahren wollte die DB moderne Techniken bei den Unkrautspritzzügen einführen. Unter anderem war die Rede von optoelektronischen Verfahren auch im Randbereich der Gleise (derartige Verfahren kamen wohl schon längere Zeit im Bereich zwischen den Schienen zur Anwendung). Tatsächlich wurden die Spritzzüge wohl mit der entsprechenden Technik nachgerüstet, zumindest kann man seit rund 2-3 Jahren Beleuchtungseinrichtungen und Kameras sowohl an den älteren Modellen als auch an den neuen containermodular aufgebauten Zügen erkennen. Ich nehme an, dass es sich hierbei um die Sensoren für die neue Technik handelt. Kürzlich konnte ich einen Unkrautspritzzug bei der Arbeit beobachten. Als Eisenbahnfreund habe ich den Zug einige Kilometer mit dem Auto verfolgt und auf Video aufgezeichnet. Dieser besprühte allerdings den Randbereich auf vielen Kilometern durchgehend ohne Unterbrechung. Der Bediener hatte augenscheinlich eine Hand am Bedienpult und steuerte auf Knopfdruck eine zweite Düse die punktuell im Bereich zwischen den Schienen Bewuchs besprühte. Bei anderen Anfragen auf dieser Plattform bezifferten Sie die ausgebrachte Menge an Herbiziden für 2018 mit 56,1 Tonnen (davon 54,8 Tonnen Glyphosat, https://fragdenstaat.de/anfrage/verwendung-des-unkrautvernichters-glyphosat-durch-die-db-netz-ag/) bzw. 65 Tonnen Glyphosat (https://fragdenstaat.de/anfrage/nutzung-von-glyphosat-2/). Meine Fragen: - Wieso weichen die von Ihnen für 2018 veröffentlichten Zahlen voneinander ab? - Wieviele Tonnen Herbizide wurden in 2019, 2020 und falls schon bekannt in 2021 ausgebracht? Im integrierten Bericht finde ich leider keine Mengenangaben. - Kommt die neue optoelektronische Technik heute deutschlandweit zum Einsatz, oder ist diese immer noch in der Erprobungsphase? Augenscheinlich kam sie ja bei dem von mir beobachteten Spritzzug nicht zum Einsatz. Ich bedanke mich für Ihre Mühen und bedanke mich für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen [geschwärzt] (das Kleingedruckte was ab hier folgt schreibt die Plattform fragdenstaat.de automatisch) Dies ist ein Antrag auf Zugang zu amtlichen Informationen nach § 1 des Gesetzes zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes (IFG) sowie § 3 Umweltinformationsgesetz (UIG), soweit Umweltinformationen im Sinne des § 2 Abs. 3 UIG betroffen sind, sowie § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), soweit Informationen im Sinne des § 1 Abs. 1 VIG betroffen sind. Sollte der Informationszugang Ihres Erachtens gebührenpflichtig sein, möchte ich Sie bitten, mir dies vorab mitzuteilen und detailliert die zu erwartenden Kosten aufzuschlüsseln. Meines Erachtens handelt es sich um eine einfache Auskunft. Gebühren fallen somit nach § 10 IFG bzw. den anderen Vorschriften nicht an. Auslagen dürfen nach BVerwG 7 C 6.15 nicht berechnet werden. Sollten Sie Gebühren veranschlagen wollen, bitte ich gemäß § 2 IFGGebV um Befreiung oder hilfsweise Ermäßigung der Gebühren. Ich verweise auf § 7 Abs. 5 IFG/§ 3 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 UIG/§ 4 Abs. 2 VIG und bitte Sie, mir die erbetenen Informationen so schnell wie möglich, spätestens nach Ablauf eines Monats zugänglich zu machen. Kann diese Frist nicht eingehalten werden, müssen Sie mich darüber innerhalb der Frist informieren. Ich bitte Sie um eine Antwort per E-Mail gemäß § 1 Abs. 2 IFG. Ich widerspreche ausdrücklich der Weitergabe meiner Daten an behördenexterne Dritte. Sollten Sie meinen Antrag ablehnen wollen, bitte ich um Mitteilung der Dokumententitel und eine ausführliche Begründung. [geschwärzt] Anfragenr: 253090 Antwort an: [geschwärzt] Laden Sie große Dateien zu dieser Anfrage hier hoch: [geschwärzt] Postanschrift [geschwärzt] [geschwärzt] [geschwärzt]

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DB Netz AG
Sehr << Antragsteller:in >> vielen Dank für Ihre E-Mail. Für die Deutsche Bahn stehen ein sicherer B…
Von
DB Netz AG
Betreff
AW: Einsatz optoelektronischer Verfahren bei der Vegetationskontrolle, Menge an Glyphosat [#253090]
Datum
10. August 2022 11:10
Status
Anfrage abgeschlossen
Sehr << Antragsteller:in >> vielen Dank für Ihre E-Mail. Für die Deutsche Bahn stehen ein sicherer Bahnbetrieb ebenso wie der Klima- und Umweltschutz an oberster Stelle.   Daher planen wir ab 2023 den Schienenverkehr in Deutschland glyphosatfrei zu betreiben. Hierzu entwickeln wir die bisherige Vegetationskontrolle im Gleis zu einem nachhaltigen Vegetationsmanagement weiter. Der Einsatz von Glyphosat wurde seit 2020 gegenüber 2018 bereits um mehr als die Hälfte reduziert. Die Einführung des nachhaltigen Vegetationsmanagements ist Teil der Grünen Transformation der Deutschen Bahn.  2018 lag die Ausbringungsmenge von Herbizidwirkstoffen in unseren Gleisen in Deutschland insgesamt bei rund 56 t. Abweichende Informationen können wir nach interner Recherche nicht nachvollziehen. 2021 lag die die Ausbringungsmenge von Herbiziden in unseren Gleisen in Deutschland nur noch bei insgesamt 4,9 t. Informationen zu den ausgebrachten Herbizidwirkstoffen in unseren Gleisen finden Sie in unserem Integrierten Bericht: • Integrierter Bericht 2021 auf der Seite 262: https://ir.deutschebahn.com/fileadmin... • Integrierter Bericht 2020 auf der Seite 261: https://ir.deutschebahn.com/fileadmin... • Integrierter Bericht 2019 auf der Seite 263: https://ir.deutschebahn.com/fileadmin... • Integrierter Bericht 2018 auf der Seite 264: https://ir.deutschebahn.com/fileadmin... Die Arbeiten zur chemischen Vegetationskontrolle werden ausschließlich von qualifizierten Fachfirmen ausgeführt, die über moderne Applikationstechnik verfügen, die eine randscharfe Ausbringung ermöglicht. Die Vegetationszüge sind mit kameragestützten Düsensystemen ausgestattet. Durch diese Technik kann die Herbizidaufwandmenge auf ein notwendiges Minimum reduziert werden. Zu dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt können wir auf Basis der uns vorliegenden Information keine Aussage treffen. Mehr Informationen über unsere Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit erhalten Sie auf unserer Internetseite (deutschebahn.com/gruen). Freundliche Grüße