FragDenStaat-Transparenzbericht: Quartal 1/2018

Mit unserem neuen Transparenzbericht wollen wir ab sofort regelmäßig darüber informieren, wie wir die Spenden an FragDenStaat verwenden – und was wir in den kommenden Monaten planen.

Wir haben in den vergangenen Monaten viel daran gearbeitet, die Funktion für Projektanfragen - also hunderte gleichlautende Anfragen mit einem Klick - und Bearbeitungsfunktionen für Teams in FragDenStaat einzubauen. Wir haben außerdem das Interface Design angepasst sowie Grafiken und Farben angepasst.

Neben unserer Arbeit an Blogbeiträgen, unserem wöchentlichen Podcast und einer monatlichen IFG-Kolumne im journalist haben wir natürlich auch wieder viele Useranfragen und Behördenbitten bearbeitet. Unsere Vorbereitungen für einen Volksentscheid für ein Berliner Transparenzgesetz laufen auf Hochtouren. Mit einer Koalition von Nichtregierungsorganisationen haben wir gegen den schwachen Vorschlag für eine Hessisches Informationsfreiheitsgesetz (IFG) protestiert. Im April sind wir zur Anhörung für einen Entwurf eines Sächsischen IFG geladen.

Wir waren dieses Jahr schon dreimal vor Gericht - und haben alle drei Klagen gewonnen. Elf weitere Klagen laufen, weitere kommen sicherlich schon bald hinzu.

Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen. Wir planen für die kommenden drei Monate mindestens eine große Kampagne zu Verbraucherinformationen. Außerdem überlegen wir, größere Erweiterungen an FragDenStaat vorzunehmen: Zum Beispiel ein Modul zum Crowdfunding für Gebühren und Klagen, Features zur automatisierten Formulierung von Widersprüchen und Klagen sowie eine Schnittstelle für Faxe (ja, Faxe; wir wünschten, es wäre nicht nötig).

Einnahmen & Ausgaben

Unser Budget reicht dafür derzeit jedoch nicht aus. Im ersten Quartal 2018 haben wir insgesamt 13.442 Euro über Spenden eingenommen. Dazu kommen 240 Euro über Honorare. Rund die Hälfte der Spenden kamen über Betterplace zu uns. 6.768 Euro erreichten uns direkt über Lastschriften oder Überweisungen. Weitere 102 Euro entfielen auf unseren Paypal- und unseren Liberapay-Account.

Zudem haben wir unsere Arbeit in den letzten Monaten über Verkäufe aus unserem Shop und Projektfinanzierung im Rahmen des Medieninnovationszentrums und demokratie.io finanziert. Ein weiterhin großer Teil unserer Arbeit ist entweder über unsere Arbeit in anderen Projekte der Open Knowledge Foundation querfinanziert oder ehrenamtlich. Insgesamt arbeiten mit Arne, Stefan und Nadine drei Personen bezahlt an FragDenStaat. Zusammen entfallen auf sie 1,35 von FragDenStaat bezahlte Vollzeit-Stellen.

Den Einnahmen stehen neben Ausgaben für unsere Stellen Kosten von 12.426 Euro für Klagen nach dem Informationsfreiheitsgesetz sowie 150 Euro für Fahrtkosten und Porto gegenüber. Die Klagen haben wir teilweise privat vorfinanziert und hoffen darauf, zumindest einen Teil der Kosten bei siegreichen Gerichtsprozessen zurückzuerhalten.

Mithilfe

Um besser planen zu können, brauchen wir ein größeres Budget. Deswegen möchten wir euch bitten, für FragDenStaat einen Dauerauftrag einzurichten. Die IBAN von FragDenStaat ist DE 36 4306 0967 1173 8932 00, Kontoinhaber ist der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

Außerdem freuen wir uns über Mithilfe jeder Art - zum Beispiel an unserem Code, mit juristischer Beratung, journalistischen Kooperationen (wir sind auch für Kampagnen mit anderen NGOs offen!) und im Fundraising. Wer uns dabei helfen will, Gelder von Stiftungen oder Einzelpersonen anzufragen, melde sich bitte bei uns unter info@fragdenstaat.de. Natürlich freuen wir uns auch jederzeit über Ideen und Kritik. Herzlichen Dank!

Bild des Autors

Arne Semsrott

Arne ist Projektleiter von FragDenStaat.

E-Mail: arne.semsrott@okfn.de

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